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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
DPA

"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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experiencedsailor 18.08.2016, 14:30
610. Außer ein paar Zahlenspielchen, die nun die meisten

auch begriffen haben, trägt dieser Artikel nichts zur Lösung der Probleme bei und ist damit ganz auf der Linie unserer inkompetenten Regierung.

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view3000 18.08.2016, 14:30
611.

Viele Millionen Rentenempfänger werden, wenn sie dann irgendwann mal mit 75 oder älter, auf dem Zahnfleisch gehend, Ihre Rente erhalten werden, feststellen, dass es sich überhaupt nicht gelohnt hat, in die Rentenkasse zu zahlen, da die Grundsicherung (Grusi) für Menschen, die nie gearbeitet und etwas in die Sozialsysteme bezahlt haben, genauso hoch ist. Warum nicht gleich eine Einheitsrente auf höherem Niveau einführen, damit es solche böse Überraschungen am Ende nicht gibt.

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wrzlbrnft 18.08.2016, 14:30
612. Milchmädchenrechnung

Es ist immer wieder bewundernswert wie Studierte, Diplomierte und Habilitierte einen so einseitigen Blickwinkel haben. Ja wir haben zuviel ältere Menschen, aber wir haben immer weniger und wir haben immer schlechter bezahlte Arbeit, die weder zum leben noch zur Rente reicht. Aber die Dreisatzrechnung wird von den Wenigsten beherrscht!

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rieberger 18.08.2016, 14:31
613. Bittere Wahrheit

Es gibt bittere Wahrheiten. Zu denen gehört die Rente mit 69. Wer geradeaus denken kann, weiß, daß die demographische Entwicklung dies unserem Sozialsystem abverlangt.
Wenn die Zahl der Rentner steigt, das Lebensalter immer höher wird und die aktiv in die Renten einzahlende Gruppe weniger wird, müssen zwangsläufig höhere Beiträge bezahlt werden und die Leute können erst später, analog der gestiegenen Lebenserwartung, in Rente gehen.
Und ja - es läuft auf eine verkappte Rentenkürzung zu. Denn wo sind die Berufe und Jobs für die Menschen 63+?
Deswegen ist es auch eine bittere Wahrheit!

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darksystem 18.08.2016, 14:31
614.

Einfachste Lösung: Rente abschaffen.

Das bisherige Modell auslaufen lassen, den "Zwangsbeitrag" aus den Lohnnebenkosten streichen, und ein staatliches Rentendepot einrichten bei dem die Einzahlung freiwillig ist. Dieses Rentendepo bekommt das Recht eingeräumt mit den Einlagen zu wirtschaften und so Gewinne zu erzielen welche dann zusätzlich zum Eingezahltem an den Einzahlenden ab Alter X auszuzahlen sind.

Vorteil:
- Jeder Mensch ist selber für seine Altersvorsorge verantwortlich
- Demografischer Wandel beeinflusst das System nicht
- Im Gegensatz zu privaten Rentenvorsorgen kann mit einem staatlichem Depo kann eine gut abgesicherte und überschaubare Risikoplanung durchgeführt werden

Nachteile:
- Jeder Mensch ist selber für seine Altersvorsorge verantwortlich

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competa1 18.08.2016, 14:33
615. Das bedeutet aber..

Zitat von Thunder79
....hängt aber sicherlich mit dem Job zusammen. Bei uns in der Firma bzw. in der Entwicklung sind gleich 2 Mitarbeiter die schon über >65 sind. Die wollen noch garnicht nach Hause, kommen täglich gerne, obwohl beide es finanziell nicht nötig haben. Sind eben noch fit und haben Spaß. Why Not?
,dass das Renteneintrittsalter je nach Beruf bemessen werden muss.Unser Dachdecker ist 55J. und ist fertig mit der Welt!

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waechstwiebloed 18.08.2016, 14:33
616. Ältere sollten Platz für die Jungen machen!

Zitat von Thunder79
....hängt aber sicherlich mit dem Job zusammen. Bei uns in der Firma bzw. in der Entwicklung sind gleich 2 Mitarbeiter die schon über >65 sind. Die wollen noch garnicht nach Hause, kommen täglich gerne, obwohl beide es finanziell nicht nötig haben. Sind eben noch fit und haben Spaß. Why Not?
Die Jobs in denen sich dann die Älteren verdingen, könnten allerdings auch mit jüngeren Leuten besetzt werden. Auch diese müssen ihren Lebensunterhalt, für sich und ihre Familien verdienen und möchten nach dem Arbeitsleben ihre Rente genießen.

Dieses Rentensystem müßte eigentlich schon seit langem, grundsätzlich umgekrempelt werden, aber unsere Politker kleben an ihren Stühlen, weshalb sie dort nur ja nichts antasten, was sie Wählerstimmen kosten könnte.

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trissi24 18.08.2016, 14:34
617. Arbeitgeber in die Pflicht nehmen!

Dann sollten zuerst die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, auch Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer zu Verfügung zu stellen. Leider sieht das in der Realität anders aus. Ich kenne einen Verband, der mit Statements und Studien immer in der ersten Reihe steht, wenn es um die Verlängerung der Arbeitszeit - am liebsten bis 70 Jahre - geht. Intern werden jedoch alle Mitarbeiter ab Ende 50 darauf hin abgeklopft, wie man sie am billigsten los wird. Mittlerweile arbeiten dort kaum noch jemand über Mitte/Ende 50. Das ist eine ganz verlogene Diskussion. Es gibt in Deutschland eindeutig eine Altersdiskriminierung. Da werden die Statistiken geschönt, in dem stolz verkündet wird, dass es noch nie so viele Beschäftigungsverhältnisse für über 60jährige gegeben hat. Nur, was sind das für „Beschäftigungen“: 450 Euro Jobs fürs Regalauffüllen im Supermarkt. Na, Danke.
Abhilfe würde nur eine Quote bringen, so wie seinerzeit die Frauenquote. Jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe muss auf diese Weise für eine Durchmischung seiner Altersstruktur sorgen. Und jetzt komme niemand, dass Ältere zu teuer und krankheitsanfällig seien. Ich für meinen Teil (56 Jahre) bin komplett gesund und auf der Höhe meiner Leistungsfähigkeit. Chance auf einen entsprechend qualifizierten Job – Fehlanzeige. In meiner Branche (Journalismus) kann man höchstens noch versuchen, sich als Freie die Miete mit Hungerhonoraren zusammenzuschreiben. Ein Kollege und gestandener Graphikdesigner (Mitte 50), arbeitet sogar in einer Gärtnerei als Hilfskraft, um seine Rechnungen bezahlen zu können… Irgendwas läuft doch in diesem Land hier gewaltig schief.

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Der Resignierte 18.08.2016, 14:35
618.

Zitat von werjor
Anstatt alle 5 Jahre eine Jahrhundertreform zu machen die nach spätestens 2 Jahren dann wieder obsolet ist und in der das Rentenalter erhöht wird, sollte man einfach sagen ab den 1.1.2017 geht NIEMAND mehr in Rente oder Pension, der seinen Lebensunterhalt nicht aus Eigenmitteln bestreiten kann(also bei GruSi oder Hartz4-Verzicht). Dann sinken die Rentenbeiträge......
lol, jo und das sag einer friseurin mit 1200 euro brutto im monat, das sie nochmal richtig paar hundert eure privat vorsorgen soll.
wer sowas von sich gibt, müsste mal arbeitslos werden und dann ein paar jahre für den mindestlohn arbeiten.

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olfnairolf 18.08.2016, 14:35
619. Oje

Zitat von Raseramses
Chinesinnen gehen mit 50/52 in Rente, die Männer mit 55/57 Jahren, bei 35 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit und ca. 31 Tagen Urlaub
sie haben keine Ahnung von Chinesen. Ich schon denn wir haben dort eine Fabrik. Chinesen arbeiten 10 bis 12 Std. am Tag, meist im Akkord bei einer 6 Tage Woche. Sonntags werden häufig Überstunden gemacht. Keine Ahnung woher Sie diesen Unsinn herhaben.

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