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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
DPA

"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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benmartin70 18.08.2016, 14:59
660.

Zitat von magic88wand
... auch für mich. Heute sind die Menschen mit 69 geistig und physisch meist deutlich "jünger" als Gleichaltrige vor 30 Jahren war. Und sie treten meist später ins Berufsleben ein. Für körperlich beanspruchende Berufe müssen natürlich besondere Regelungen gefunden werden.
Sicher doch, ich will Sie sehen wenn sie mit 66 die gefühlt 35gste neue Software hingeknallt bekommen du mit der klarkommen müssen- sehr realistisch......

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Maulwürfin 18.08.2016, 15:00
661. Unfassbar

Es ist doch wirklich ein Unding. Ich bin Jahrgang 87, werd mein Leben lang mit befristeten Zeitverträgen verbringen (wohl dann auch max bis 45 dann ist man ja spätestens altes Eisen was keiner mehr haben will), keine Chance bei der permanenten Unsicherheit mit gutem Gewissen Kinder in die Welt zu setzen, wohl wissend dass eh keine Rente bei rausspringt und man vorher sein Geld bei irgendwelchen dubiosen privaten Vorsorgeeinrichtungen lassen kann, die es verzocken und man eh nichts rauskriegt. Dafür darf man dann nominell bis 68-irgendwas arbeiten, wo einen dann eh keiner mehr einstellt und man dann jegliche Vorsorge und Notgroschen bis zum regulären Renteneintrittsalter (zwangsweise HIV und so) aufgegessen hat und dann komplett auf der Straße steht. Das kann sich echt nur unsere Wohlfahrsgeneration ausdenken die nach nem verfeierten Studium bis 35 gleich in die festen Stellen gerutscht ist.
Da kann man sich doch gleich die Kugel geben. PS Bin Hochschulabsolvent und stehe nicht mal vor dem Drama was die entsprechenden Handwerker vor sich hätten.
Unglaublich, aber natürlich immer schön die Diäten erhöhen und was auch immer. Dieses Land braucht mal eine kräftige Umverteilung dann würde das sogar ganz von alleine passen.

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Rosbaud 18.08.2016, 15:00
662.

Zitat von Freedom of Seech
In den 80-iger/90-iger Jahren gab es im Millieu der Linksliberalen eine sehr verbreitete Stimmung: die Welt ist schrecklich, Kinder kriegen deshalb verantwortungslos also lassen wir es lieber krachen (Parties) solange es die Welt noch gibt. Viele Vetreter dieser Spezies haben es dann irgendwann mit den Parties sein lassen und sich auf ihre Karriere konzentriert (natürlich ohne den Balast von Kindern), ohne Kinder auch nie Geldsorgen, morgens immer ausgeruht zur Arbeit und immer schön nett zum Chef und den Kollegen die für die eigene Karriere mal wichtig sein könnten. Anders die getressten Mütter und Väter: die hatten häufig noch Zusatzjobs (oder Überstunden) um finanziell über die Runden zu kommen, kam ihnen eine Kollege oder der Chef mal blöde rüber hat man zurückgeblafft was meistens keine gute Idee war (was die Karriere betrifft). Also meinen kinderlosen linksliberalen Damen und Herren an dier Spitze der Karriereleiter: Sie tragen eine Mitverantwortung für die Misere.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

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stonecold 18.08.2016, 15:01
663.

Zitat von Msc
Wenn die Leute einfach früher sterben würden, dann müssten sie nicht so lange arbeiten.
Der beste Beitrag hier im Thema)))))))))))))))))))))))))

Besser als der alte Witz mit der "neuen Rentenreform": Nächstes Jahr dürfen Rentner bei Rot über die Straße, ab dem übernächsten müssen sie bei Rot.

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johnny_b 18.08.2016, 15:02
664.

Zitat von rolf.piper
Und gerecht ist, wer seine 40 Jahre gearbeitet hat, soll mit 100 Prozent in Rente gehen.
Dann dürfen Sie aber bei weniger als 20% Rentenbeitrag keine 8 Jahre in Rente mehr leben, sonst geht die Rechnung nicht auf ...

Was gerecht ist ist eine Sache, aber irgendwie muss die Rechnung auf aufgehen ...

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Red_Indian 18.08.2016, 15:03
665. Ja, echt witzig

Zitat von MickyLaus
diese neoliberalen Gedankenspiele. Arbeiten bis fast 70 und die andere Hälfe der Gesellschaft ißt Häppchen oder ist arbeitslos.
bei momentan 6% Arbeitslosigkeit (ab 5% spricht man von Vollbeschäftigung) von massenhafter Arbeitslosigkeit zu fabulieren.
Fakt ist (und Fakten sind nicht neo-liberal, sondern faktisch), dass fünf Parameter die umlagefinanzierte Rente (unser Rentensystem) bestimmen: 1. Anzahl der Rentenempfänger (nicht beeinflussbar, da demographisch determiniert). 2. Anzahl der Rentenversicherten (die "Einzahler", beeinflussbar nur durch Migration , da demographisch determiniert). 3. Die Rentenbeiträge (beinflussbar, sollen bei max. 22% vom Bruttogehalt gedeckelt werden). 4. das Rentenniveau (beeinflussbar, soll nicht unter 43% des letzten Durchschnittsverdienstes sinken). Und 5. das Renteneintrittsalter (beeinflussbar, darum geht es hier). Welche Parameter wollen Sie wie beinflussen, was schlagen Sie vor? Wahrscheinlich 6. Nieder mit den Neo-Liberalismus, lasst uns die Gelddruckmaschine anwerfen.

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Steve Holmes 18.08.2016, 15:04
666. Viel zu optimistisch gerechnet

Zitat von
Weil zudem die Zahl der Geburten gesunken ist, stehen immer weniger potenzielle Rentenbeitragszahler (Alter 20 bis 65) immer mehr Rentnern gegenüber.
Ein immer geringerer Teil der 20-25 jährigen steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung da immer mehr junge Menschen studieren. Entsprechend müsste das Rentenalter nach oben angepasst werden.

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Pless1 18.08.2016, 15:06
667.

Zitat von hippie.jonny
Doch, wenn die Binnenachfrage stiege (und dadruch übrigens auch das BIP stiege) näherten wir uns wieder einem Gleichgewicht, was ökonomisch das beste wäre. Dann wäre das Rentenproblem auch kleiner. Ech Schwachsinn, uns "Exportweltmeister" zu nennen, wenn es um den Überschuss geht, es schaden klar unserem Wohlstand...
Ich bin gewiss nicht gegen eine höhere Binnennachfrage, da haben Sie mich falsch verstanden. Nur: die Maßnahmen, die der Forist vorschlug auf den sich mein Post bezog führen nicht zu einer höheren Binnennachfrage sondern nur zu geringerer Wettbewerbsfähigkeit. Für eine höhere Binnennachfrage benötigt man andere Maßnahmen:

1) höheren Grad an Beschäftigung
2) Lohnsteigerung
3) Abgabenentlastung

und vor allem:

4) günstiges Konsumklima. Dafür bedarf es Vertrauen der Verbraucher in die Zukunft.

Bei 1) und 2) sind wir schon auf einem sehr guten Wege in den letzten Jahren.

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maxuli 18.08.2016, 15:07
668.

Zitat von trissi24
Dann sollten zuerst die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, auch Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer zu Verfügung zu stellen. Leider sieht das in der Realität anders aus. Ich kenne einen Verband, der mit Statements und Studien immer in der ersten Reihe steht, wenn es um die Verlängerung der Arbeitszeit - am liebsten bis 70 Jahre - geht. Intern werden jedoch alle Mitarbeiter ab Ende 50 darauf hin abgeklopft, wie man sie am billigsten los wird. Mittlerweile arbeiten dort kaum noch jemand über Mitte/Ende 50. Das ist eine ganz verlogene Diskussion. Es gibt in Deutschland eindeutig eine Altersdiskriminierung. Da werden die Statistiken geschönt, in dem stolz verkündet wird, dass es noch nie so viele Beschäftigungsverhältnisse für über 60jährige gegeben hat. Nur, was sind das für „Beschäftigungen“: 450 Euro Jobs fürs Regalauffüllen im Supermarkt. Na, Danke. Abhilfe würde nur eine Quote bringen, so wie seinerzeit die Frauenquote. Jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe muss auf diese Weise für eine Durchmischung seiner Altersstruktur sorgen. Und jetzt komme niemand, dass Ältere zu teuer und krankheitsanfällig seien. Ich für meinen Teil (56 Jahre) bin komplett gesund und auf der Höhe meiner Leistungsfähigkeit. Chance auf einen entsprechend qualifizierten Job – Fehlanzeige. In meiner Branche (Journalismus) kann man höchstens noch versuchen, sich als Freie die Miete mit Hungerhonoraren zusammenzuschreiben. Ein Kollege und gestandener Graphikdesigner (Mitte 50), arbeitet sogar in einer Gärtnerei als Hilfskraft, um seine Rechnungen bezahlen zu können… Irgendwas läuft doch in diesem Land hier gewaltig schief.
Tut mir leid, aber man sollte auch nicht zu arrogant sein, einen weniger bezahlten und/oder weniger attraktiven Job anzunehmen. Sie mögen sich zwar mit 56 noch für sehr fit halten; das kann sich aber (eigene Erfahrung, ich bin 67 und Freiberufler) recht schnell ändern. Dass bei Ihnen persönlich dies nicht so sein wird, müssen sie schon selbst dem potentiellen Arbeitgeber klar machen. Etwaige Bevorzugung, die auf jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit basieren, wären ungerecht. Natürlich verurteile ich Altersdiskriminierung, möchte aber bezweifeln, dass diese durch Gesetze geändert werden können. Auch wir "jungen Alten" müssen uns gegebenenfalls neu definieren.

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RenegadeOtis 18.08.2016, 15:08
669.

Zitat von sinasina
Diese »schwarze Null« ist sowieso eine hanebüchene Lüge, denn Deutschland hatte am 16.08.2016 um 15 Uhr 31 Schulden von 2.257.127.371.644 Milliarden Euro! Und pro Sekunde (!) erhöhen sich die deutsche Staatschuld um 1.556 Euro! Pro Sekunde! http://www.staatsschuldenuhr.de/
Interessant finde ich, dass diese Erhöhung seit 2010 - mithin über ein halbes Jahrzehnt - auf dieser WebSite exakt gleich geblieben ist. 1.556 Euro.

Offenbar wurde als Referenzrahmen das Jahr 2010 genommen. Warum? Wieviel sind die Schulden vom 01.01.2015 - heute gestiegen (hint: Sie sind absolut gesunken).

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