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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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ruhepuls 18.08.2016, 11:27
70. Arbeitsdauer statt Lebensalter

Eine Lebensaltergrenze (also z.B. 69) ist unsinnig. Manche beginnen ihr Berufsleben mit 17 - und arbeiten dann meist in eher körperlich fordernden Berufen. Andere studieren bis 30 und sitzen dann hinter dem Schreibtisch.
Statt einer festen Altersgrenze sollte die Dauer des Arbeitslebens zählen. Wer früh begonnen hat, sollte auch früher aufhören dürfen (wenn er will). Alles andere geht an der Realität vorbei - und ist auch unfair.

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observerlbg 18.08.2016, 11:27
71. Realitätsverweigerung

Dieser Beitrag geht an der Realität genauso vorbei wie die pauschale Forderung (naja, wohl eher der Vorschlag) der Bundesbank. Der Dachdecker kann mit 50 Jahren nicht mehr auf's Dach (blödsinn) und soll im Laden dann Dachpfannen verkaufen? Ja, so wird's wohl kommen. Nein, wir müssen weg von einem allgemeinen Renteneintrittsalter. Hier muss individueller in Abhängigkeit der tatsächlichen Tätigkeit und der tatsächlichen Lebensarbeitszeit entschieden werden. Wir haben längst den Punkt erreicht, vor dem Ludwig Erhardt gewarnt hat: zuwenig Geburten für zuviel und zu lange lebende Rentner.

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Selbstzweck 18.08.2016, 11:28
72.

Wie soll das gehen wenn die Menschen gleichzeitig immer kränker werden? Die Zahl derer die von ihren Kapitalerträgen leben wollen steigt auch genau so wie die Zahl derer die ihre Arbeitskraft dem auf Dauer destruktiven Wachstum entziehen wollen. Diese Prognosen kommen mir so als hätten sie Ökonomen gemacht die zum laufen nur einen Schuh anziehen.

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dani76 18.08.2016, 11:28
73. Wie wäre es

denn wenn alle ausnahmslos in das Rentensytem einzahlen (z.B. Beamte)

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santoku03 18.08.2016, 11:28
74.

"Der Altenquotient - er drückt die Zahl von Älteren je 100 Bürger zwischen 20 und 65 Jahren aus - ist seit 1990 von 23,9 auf mehr als 34 gestiegen. 2040 dürften 100 Jüngeren sogar mehr als 57 Ältere gegenüberstehen."

Diese Steigerung wird durch Produktivitätssteigerungen erfahrungsgemäß mehr als aufgefangen. Leider kommen diese aufgrund der Fehlkonstruktion des Rentensystems nicht demselben zugute.

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Ezechiel 18.08.2016, 11:29
75. So wird es kommen, wenn

das Projekt EU ohne Rücksicht auf Einzelschicksale durchgezogen werden soll. Im Norden wird bis 70 gearbeitet. Im Süden der EU geht man mit spätestens 60 in den Ruhestand. Denn die Leute im Süden lassen sich das nicht gefallen. Wer das bezahlt ? Na wer wohl.
Allerdings werden sich bis 2060 die großen Produktionsunternehmen auf Grund der mangelnden Produktivität, völlig aus Südeuropa zurückgezogen haben. In Frankreich beginnt bereits der Rückzug, da die Arbeiterschaft sämtliche Reformen abwürgt.

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GSYBE 18.08.2016, 11:29
76. Aufbau vs Logik vs klare Wortwahl

"Allerdings sind es nicht nur vermeintlich abgehobene Banker, die eine längere Lebensarbeitszeit fordern."

Der Artikel führt schon eingangs in die Irre bzw in die Sackgasse und gehört so eher in die Springerpresse.

Renteneintrittsalter und Lebensarbeitszeit sind 2 vollkommen verschiedene Dinge.

Ein studierter Akademiker, der mit 28 Jahren in den Beruf einsteigt, hat, wenn er denn mit 69 Jahren in Rente geht und brav durchgezahlt hat, eine Lebensarbeitszeit von 41 Jahren vorzuweisen.

Ein Arbeiter, der mit 17/18 Jahren in den Beruf einsteigt, hat, wenn er denn mit 69 Jahren in Rente geht und brav durchgezahlt hat, eine Lebensarbeitszeit von 51/52 Jahren vorzuweisen.

Also wenn schon, denn schon:

Lebensarbeitszeit von 45 Jahren und so wird ein gerechter Schuh draus.

Alles andere ist Be****ss.

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Rolf Winter 18.08.2016, 11:30
77. Unaufhörlich

wird das Axiom wiederholt, die wenigen Jungen müssten den vielen Alten die Rente zahlen, was natürlich nicht gehe, weil zuwenige Junge zu vielen Alten gegenüber stünden. Tatsächlich beanspruchen die Rentner einen Teil des erwirtschafteten Geldes der Volkswirtschaft, wie andere nicht produktive Bevölkerungsgruppen auch. Durch die Tatsache, dass die Produktivität enorm zugenommen hat, ist die Wertschöpfung pro Kopf der Jungen heute um ein vielfaches grösser, als zu Zeiten der «gesunden» Alterspyramide der Vergangenheit. Das Geld ist also vorhanden, es muss nur anders verteilt werden und das Verhältnis alt/jung spielt dabei keine Rolle.

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Dokoqueen 18.08.2016, 11:30
78. Rente mit 100?

Rente mit 69 - so ein Unsinn!
Klar, die Lebenserwartung steigt, und dennoch ist ein Mensch mit über 60 körperlich längst nicht mehr so leistungsfähig wie ein jüngerer. Muskelkraft, Sehstärke, Hörfähigkeit lassen nach -alles Dinge, die man im Berufsalltag braucht. Ganz abgesehen von den Krankheiten, die sich selbst dann häufen, wenn man sich zeitlebens sehr gesundheitsbewusst verhalten hat.
In meinem Beruf als Röntgenassistentin mit Nachtdiensten, Wochenenddiensten, Spätdiensten und harter körperlicher Belastung in dem Alter noch arbeiten zu müssen - einfach unvorstellbar. Und für die Kolleginnen und Kollegen stellt man in dem Alter sicher auch keine Bereicherung mehr dar. In vielen anderen Berufen dürfte es ähnlich aussehen.
Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten, das Rentenversicherungssystem zu stabilisieren.
Beginnen könnte man mit der Versicherungspflicht für ALLE - für Selbstständige, Freiberufler, Beamte (ja, auch für die), mit Pflichtbeiträgen auf Mieteinnahmen oder Aktiengewinne.
Eine steuerfinanzierte Rente wäre ein anderer und auch möglicher Denkansatz.
Aber das Renteneintrittsalter immer weiter zu erhöhen, das kann es einfach nicht sein, sonst landen wir irgendwann bei der Rente mit 100.

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Luna-lucia 18.08.2016, 11:30
79. absoluter Blödsinn

wer soll in diesem hohen Alter noch voll berufstätig sein können? Die Unfallhäufigkeit würde das Medizinsystem zusätzlich belasten! Herzanfälle, Bandscheibenleiden ... würden das Gefahrenrisiko, z.B. in den öffentlichen Verkehrsmittel, drastisch erhöhen! Zudem, wieso das Renteneintrittsalter erhöhen? Weniger Waffenschmieden mit Milliarden Zuschüssen versorgen, würde schon viele Probleme lösen! Zudem - ALLE! Berufstätigen, egal, ob Angestellt ... oder Selbständige, müssen! in eine gemeinsame Rentenkasse einzahlen. Das allein spart schon Millionen an Verwaltungskosten! Rente mit 60 - 65, ist voll okay! oder aber, wer 45 Jahre voll hat, kann "gehen"! Dazu müssen natürlich alle Ausbildungsjahre einberechnet werden, und zählen! Auch Studenten, sollen, müssten, nach Erreichen der Regelstudienzeit, in eine Rentenkasse einzahlen (nachzahlen) müssen! Dauerarbeitslosen > nicht krankheitsbedingt, sollten im Alter ab 65, nur noch in dafür eingerichteten Unterkünften, mit einem einfachen Verpflegungssatz, untergebracht werden! Das hätte auch sicherlich eine abschreckende Wirkung, vor dem bewussten Nixtun!

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