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Debatte über Enteignungen: "Der Boden des Unfriedens"
DPA

In Großstädten sind Wohnungen knapp, Mieten teuer. Linke Aktivisten und Politiker würden am liebsten Wohnkonzerne enteignen. Das Echo in der Presse ist einhellig: So entsteht nicht eine einzige neue Wohnung.

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fleischwurstfachvorleger 08.04.2019, 11:04
100. Beides

Der Staat muss massiv in den sozialen Wohnungsbau investieren und die teilweise leerstehenden Wohnungen von den Großgrundbesitzern enteignen, so wie es das GG vorsieht.

Das geht ja auch nicht für "lau" ab. Da werden viele Milliarden fließen.

Der Staat hat in der Finanzkrise Wohnungen verkauft und jetzt kauft er sie wieder.

Was ist daran falsch (außer, dass sie überhaupt verkauft wurden)?

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Misha 08.04.2019, 11:06
101. Die meisten Wohnungen...

Zitat von droptableall
Es wird ein Handeln der Politik gefordert. Wie kann die Politik handeln, wenn der Markt frei ist und die Vermieter den Aktionären verpflichtet sind und nicht den Mietern?
Die meisten vermieteten Wohnungen werden als Renditeobjekt für die immer weiter schrumpfende sataatliche Rente betrachtet, also eher keine Aktionäre, sondern die 70-jährige Oma, die sonst nicht über die Runden kommen würde.

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totalausfall 08.04.2019, 11:08
102. Landeseigen...

Die landeseigenen Wohnungsgesellschaften in Berlin, die immerhin auf über 300.000 Wohnungen kommen gehören mit zu den schlimmsten Vermietern.

Vor allem die Degewo. Da wird so frech mit ungültigen Klauseln gearbeitet, mit Reparaturen gegeizt etc.pp wie in den wildesten Horroszenarien über "Immobilienheuschrecken".

Wie so oft ist es pure Fantasie, dass die öffentliche Hand es besser macht. Die 25-30 Jahre, wo der soziale Wohnungsbau "funktioniert hat", sind hier als Ausnahme zu werten. In der Zeitspanne machen Immobilien wenig Arbeit. Den Bestand runterrocken bekommt noch jeder hin, an allem was darüber hinausgeht ist man schon gescheitert, weshalb man den Bestand dann in regelrechten Panikverkäufen los werden musste.

Diese Unfähigkeit gilt noch 3 mal öfter für Berlin!!

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p-r 08.04.2019, 11:10
103.

Zitat von white-beach
Boden ist nicht vermehrbar. Neue Wohnungen in der Peripherie von Städten schafft Infrastrukturprobleme. Lösung kann nur sein, den vorhandenen Wohnraum effizient zu nutzen. Z.B. 4 köpfige Familien benötigen nicht mehr als 130 qm, Paare nicht mehr als 90 qm. Nur das schafft Platz im Zentrum. Wer will denn 2 Stunden zur Arbeit fahren ?
soso, Familien 140 qm, Paare 90 - Alleinstehende 45?
Schon mal einen Blick in die Verfassung riskiert?

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Crom 08.04.2019, 11:10
104.

Zitat von totalausfall
Wo kein Platz mehr ist, ist kein Platz mehr. So einfach ist das.
In Deutschland ist noch genug Platz. Vergleichen Sie mal Berlin oder München mit echten Metropolen. Da wird nach oben gebaut und das geschieht in Deutschland kaum.

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spon-tan 2012 08.04.2019, 11:12
105. Gerecht ?

Ich wohne auf dem Land und zahle am Ende die selben Steuern wie jemand, der bei gleichen Gehalt in Berlin wohnt. Warum soll ich mit meinen Steuern am Ende diejenigen subventionieren, die unbedingt in einem angesagten Szene-Viertel in der Mitte der Hauptstadt wohnen möchten, aber am besten vollsaniert mit Preisen wie im Umland. Es ist letztlich eine private Entscheidung, ob ich mir die Preise leisten möchte und anderer Stelle Verzicht übe. Das Einzige was nicht geht, ist das Herausdrängen von Alteingesessenen, die nichts dafür können, dass ihr Viertel auf einmal "hip" geworden ist. Alle Neumieter haben die Wahl. Es gibt z.B. genug gute Unis auch in der Provinz, wo die Lehrbedingungen meist exzellent (vielfach besser) sind, nur dass dort nicht an jeder Ecke ein neuer Food-Store aufmacht.

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Olli Ökonom 08.04.2019, 11:13
106.

Bevor man an Enteignungen denkt, sollte man sich erst enmal fragen, gibt es gemeinützige oder kommunale Organisationen, die derzeit wesentlich billiger als Vonovia und Co vergleichbaren Wohnraum anbieten? Ist dies nicht der Fall, so ist jede Diskussion über Enteignungen überflüssig.

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Crom 08.04.2019, 11:13
107.

Zitat von DietrichHorstmann
Die 15-20 % Rendite sind staatlich legitimierter Wucher.
Wo kommen eigentlich diese absurden Renditezahlen her? Gibt's dafür irgendwelche Quellen oder wird das einfach mal behauptet.

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Niteftef 08.04.2019, 11:13
108. Darum gehts bei Enteignung auch nicht

sondern darum, den Halsabschneidern der Immobilienkonzerne zu zeigen, dass die Menschen sich nicht jeden Wucherpreis gefallen lassen.

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Lexington67 08.04.2019, 11:16
109.

Zitat von bernd80b
Straßenveranstaltung habe ich mal einen von der Linken gefragt, ob er wisse, was die Herstellung von Wohnraum kostet. Antwort war, wie zu erwarten, NEIN. Selbst hat er auch noch nichts gebaut oder bauen lassen. Ich habe ihm geraten, doch mal Wohnraum zu schaffen und ihn dann so bezahlbar zu vermieten, wie er und seine Kumpanen es fordern. Du wusste er dann nichts mehr.
Zu wissen was es kostet Wohnraum zu schaffen ist ja nicht wirklich etwas das uns in dieser Situation nach vorne bringt.
Und jemandem "zu raten Wohnraum zu schaffen" ist wirklich ne ganz tolle Idee... Finanzierbar ist es deswegen für eine Einzelperson trotzdem nicht.

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