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Debatte über solidarisches Grundeinkommen: Vizekanzler Scholz will an Hartz IV festha
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Auch 15 Jahre nach den Hartz-Gesetzen hadern die Sozialdemokraten mit ihrer Sozialstaatsreform. SPD-Finanzminister Olaf Scholz will trotz scharfer interner Kritik das Motto "Fördern und Fordern" beibehalten.

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beegee 29.03.2018, 08:15
1. Härten abbauen!

Man muss Hartz 4 ja nicht gleich komplett abschaffen. Aber es muss dringend reformiert werden. Härten gehören abgebaut, Freibeträge etc. müssen auf den Prüfstand und, und, und. Dann kann auch Fördern und Fordern als Maxime bleiben.

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rabbijakob 29.03.2018, 08:20
2. Ich verstehe nicht die derzeitigen Beiträge...

... zu dem Thema. Ob ich das Grundeinkommen nenne oder Hartz 4000 ist doch egal. Was sind denn die Fakten? Oder lesen wir hier Berichte, bei denen es um die Namensgebung geht?

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Leser161 29.03.2018, 08:23
3. Nur bis zum Motto denken

Die Politiker sollen weiter als bis zum Motto denken. Das an sich gute Motto ist nicht nicht das Problem von Hartz IV. Das Problem ist das Hartz IV sein eigenes Motto nicht befolgt. Wie von SPON bereits berichtet werden Hartz IVler nicht gefördert sondern in meist sinnlosen Kursen verwaltet.

Wie sollen wir unsere Probleme lösen wenn wir uns von Mottos leiten lassen, die wir nicht hinterfragen?

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stoffi 29.03.2018, 08:26
4. Wer Hartz4 bemängelt

übersieht, das viele Menschen ein Leben lang, vor allem Frauen , gearbeitet haben und nun weniger Rente, als Hartz4 bekommen, was auch die erhalten, die nie gearbeitet haben. Mir geht es so. Meine Rente erreicht gerade den Hartz4 Satz, was bedeutet, kein Wohngeld, keine Zuschüsse zu Nachzahlungen von Wohnkosten wie Heizung, Nebenkosten usw.
Ich habe im Monat nur 280Euro zu Leben. Auch habe keine zu hohe Miete. Ich rauche nicht und trinke nicht und komme so mal gerade rum, aber, zum Frühstücken in einem Cafe, läd mich dann die Freundin ein, die Hartz4 erhält. Von ihr bekomme ich auch mal ein Shirt, wenn sie sich ein neues kauft.

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offonline 29.03.2018, 08:34
5. Diese ganze unsägliche Diskussion verschiedenster Gruppen

und Nutznießer von HartzVI bringt in der jetzigen Form keinen Fortschritt. Jemand der die letzten 12 Jahre in REGIERUNGSVERANTWORTUNG war, sollte mal schön den Ball flach halten, denn in den letzten Jahren hat sich an HARTZIV (konkret und inhaltlich) nichts verändert, ausser das die Sätze marginal erhöht wurden.
Ein Arbeitsloser, der je nach Anspruch eine Zeitlang vom Arbeitsamt "verwaltet" wird, um dann nach Ablauf seines Anspruchs in HARTZIV abgeschoben zu werden, trifft dann auf andere ehemalige Arbeitslose, die dort anscheinend schon länger sind und auch keine Perspektive auf einen Arbeitsplatz(wo doch in Westdeutschland oder sogar in ganz Deutschland Fachkräftemangel herrscht) haben?
Jemand der arbeiten will wird in der Tretmühle Arbeitsamt vermutlich keinen neuen JOB finden, denn die Verwaltung von Arbeitslosigkeit hat nicht mit dem Finden und Besetzen einer neuen Stelle zu tun. Stattdessen werden armen Arbeitslosen an Einrichtungen "vermittelt" in denen Maßnahmen stattfinden, die nur dem Maßnahmendurchführer "Geld" bringen und nicht dem Maßnahmenteilnehmer einen neuen JOB.

Das ganze System muss grundlegend verändert werden, (genau wie das Gesundheitssystem), jedoch gibt es keinen POLITIKER, bzw. keine PARTEI, die das durchführen könnte!
Die Leistungsbezieher haben keine Möglichkeit das SYSTEM zu Ihrem Vorteil zu verändern.

Und die, wo jetzt darüber diskutieren, haben das ja in den letzten 12 Jahren auch nicht geschafft!

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akkronym 29.03.2018, 08:35
6. der große Bluff

Schamlos, dieser Scholz, der immer noch die Mär, Lüge verbreitet, dass es beim Entwurf von Hartz IV um "Fördern und Fordern" ging.
Diese Lüge ist doch längst enttarnt.

Bei Hartz IV geht es um "Angst und Schrecken" und Entwürdigung.

Die Menschen in Arbeit sollen, mit der Bedrohung durch Hartz IV bei Arbeitslosigkeit , dizipliniert und zu Lohnzurückhaltung und unwürdigen Arbeitsverhältnissen (in allen Belangen) gezwungen werden.

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prof.unrat 29.03.2018, 08:37
7.

mit sozialer Kälte, Drangsalierung, Reglementierung und Diskriminierung werden aber auch keine Probleme gelöst sondern eher verschäft.

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seppfett 29.03.2018, 08:37
8. Typisch

Ein typischer Artikel der heutigen Zeit. Da diskutieren in offener Form Mitglieder einer Partei über die Weiterentwicklung des sozialen Arbeitsmarktes und schon will man ihnen einen Strick daraus drehen. "Fördern und Fordern" ist nichts HarzIV spezifisches - das ist die Regel bei der Erziehung und Berufsausbildung.
Das einzige was klar in diesem Artikel heraus kommt ist nicht das was in der Überschrift steht, sondern, dass mit der CDU eine Abkehr von HarzIV nie möglich sein wird. Das gilt ebenso für die CSU, AFD und FDP.

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helmut.alt 29.03.2018, 08:39
9. Zu Zeiten einer Hochkonjunktur

sollte es doch möglich sein mehr Arbeitslose in den Arbeitsprozess einzugliedern und aus dem Hartz 4 Dilemma zu befreien. Nachdem das offenbar nicht glückt, muss man sich fragen: können die nicht, oder wollen die nicht? Eine Erhöhung der Hartz 4-Bezüge ist der falsche Weg, weil dann der Anreiz fehlt wieder zu arbeiten.

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