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Debatte über Steuersenkungen: Wohlfühlpaket für die Privatjet-Fraktion
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Die Konjunktur droht zu kippen - und unsere Wirtschaftsgurus fordern: Soli weg, Unternehmenssteuern runter! Dabei dürfte kaum etwas wirkungsloser sein, um eine Rezession zu verhindern.

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bauklotzstauner 11.01.2019, 18:09
170.

Zitat von m_arc
Eine Senkung der Unternehmenssteuern würde ja auch der übrigen Bevölkerung zugutekommen, in dem Löhne erhöht werden oder mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.
Sicher doch!

Hat ja in der Vergangenheit schon ganz wunderbar geklappt. Unter der Regierung Schröder wurde exakt das getan: Steuern für Unternehmen und Reiche wurden ganz massiv gesenkt, Was folgte? Lohnerhöhungen? Neue Arbeitsplätze? Pustekuchen! Eine Aktienblase! Investitiert wurde nichts, es wurden vor allem Aktien gekauft.

Und zahlreiche Kommunen wurden zahlungsunfähig, oder mußten die Abgaben für die Bürger ganz massiv erhöhen, um die Einnahmeverluste auszugleichen.

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karl-felix 11.01.2019, 18:11
171. Ab

Zitat von linksrechtsmitte
Das ist gut analysiert, Herr Fricke. Ab spätestens 100.000 Eu´s Netto wird aber konjunkturwirksam nicht mehr ausgegeben als bisher, auch wenn daraus 110.000 Eu´s oder mehr werden. als Steuern für Großverdiener zu senken.
Ab spätestens 1020 Euro netto zahlen Sie den Soli .

Warum soll also der Niedriglöhner den Soli zahlen nur weil ab 100.000 Euro

netto die Schwellköpfe nicht mehr ausgeben können ?

Der mit gut 1000 Euro netto kann und macht das.

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karl-felix 11.01.2019, 18:19
172. Unter

Zitat von haarer.15
Was in D tatsächlich zu hoch ist, ist die Abgabenlast. r Übrigens - unter Kanzler Kohl lag der Spitzensteuersatz bei 53 % und beklagt hatte sich niemand darüber. Im Gegenteil konnte dieser Mann vier Wahlperioden lang regieren. Da ist also viel Heuchelei im Spiel.
dem Kanzler Helmut Schmid und dem jungen Kohl lag der Spitzensteuersatz Einkommen bei 56 % . Von da an gings bergab .

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bauklotzstauner 11.01.2019, 18:20
173.

Zitat von kumi-ori
Tut mir Leid, da sind Sie auf dem Holzweg. Auch ich gehöre mit ca. 70.000 Euro p. a. zur Privatjet-Fraktion laut Herrn Fricke, aber als Alleinerziehender mit zwei Kindern in München bleibt nichts, aber auch gar nichts am Monatsende übrig, was ich zu verschenken hätte, und um gleich mal ein beliebtes Vorurteil vorwegzunehmen: eine Urlaubsreise jedes Jahr können wir uns nicht leisten.
Sie verzeihen die Frage, aber.... Sie verfügen über dreieinhalbtausend Euro netto im Monat - und kommen kaum über die Runden?

Da stimmt was nicht!

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Guerilla_79 11.01.2019, 18:25
174. ...

Zitat von fletcherfahrer
Die 16% im mittleren Bereich wären eine senkung. Dafür bin ich Ihnen dankbar.
Ähm, ja.
Das Wort "Senkung" im mittleren Bereich ist wohl in der ver.... senkung verschwunden. ;)

Das war aber auch der Plan, die mittleren Einkommen/Steuern zu entlasten und den "Humbug" zur Kasse zu bitten.

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d45gts 11.01.2019, 18:34
175. Typischer Fricke; nicht gut!

Sehr einseitig argumentiert.
Zum Einen geht es in der Politik auch um Glaubwürdigkeit. Wenn ein Solidaritätszuschlag "vorübergehend" eingeführt wird, muss er auch wieder abgeschafft werden. Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind wesentliche Güter im Zusammenleben von Menschen und daher besonders in Demokratien. Diese Glaubwürdigkeit verspielen die Politiker ständig.
Zum Anderen, wie auch viele Vorredner gesagt haben, ist man mit 60Tsd nicht reich. Und zum Letzten muss man sich auch mal die Ausgabenseite ansehen. Soviel Geld sinnlos verpulvert wird (siehe nur die Spitze des Eisbergs, Schwarzbuch der Steuerzahler), sollte man da mal ran gehen. Allein die Tausende neue Beamtenstellen in den Ministerien (u. d. Scholz Schattenregierung), Steigende EU-Ausgaben, ....

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thegambler 11.01.2019, 18:38
176.

Auch wenn ich die Argumente des Autors verstehe und teile (vor allem in Bezug auf die Körperschaftssteuer), so denke ich doch das der Soli abgeschafft gehört, allein schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit. Die benötigten Gelder müssen durch eine Reform des Steuersystem eingetrieben werden.

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mantrid 11.01.2019, 18:40
177. Thema verfehlt

Der Soli war mal für die Kosten der deutschen Einheit eingeführt worden und sollte dann wieder abgeschafft werden. Die Einheit ist bald 30 Jahre her. Zur Politik sollte auch Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit gehören. Also gehört der Soli abgeschafft ohne wenn und aber. Wer kleineren Einkommen etwas gutes tun möchte, der muss die Sozialabgaben, Mehrwertsteuer und Verbrauchssteuern senken, denn die fallen bei niedrigeren Einkommen anteilig viel stärker ins Gewicht. Dann bitte aber nicht meckern, dass die Reichen beim Kauf ihres Privatjets viel mehr Euro Steuern sparen, als die berühmte alleinerziehende Krankenschwester beim Kauf des Kinderrades. Wer keine Steuern zahlt, kann auch steuerlich nicht entlastet werden.

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kreuzschnabel 11.01.2019, 18:44
178.

Zitat von lobro
Glauben Sie im Ernst, daß, wenn die Mehrwertsteuer abgeschafft würde, alle Preise um 19% gesenkt würden? Mehrwertsteuer zahlt ohnehin nur der Endverbraucher - für Handel und Industrie ist das nur ein durchlaufender Posten. Ich vermute mal, daß die Preise bei der Abschaffung der Mehrwertsteuer gleich blieben und der Handel den zusätzlichen Gewinn einsacken würde.
Solange es kein Monopol (amazon?) gibt, Aldi und Lidl sich gegenseitig preislich unterbieten, besteht die Gefahr, dass die Steuersenkung nicht an den Endkunden weitergereicht wird, nicht. Oder haben wir keinerlei Marktwirtschaft?

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bangert.spam 11.01.2019, 18:56
179. Völlig Verzerrt

Herr Fricke,
Der Soli wurde für einen bestimmten Zweck eingeführt. Nun da er seinen Zweck erfüllt hat dürfte die Abschaffung gar nicht mehr zur Debatte stehen. Darüber hinaus störe ich mich insbesondere an zwei Kernpunkten Ihrer Kolumne: 1. Zu diesen "Besserverdienern" der Privatjetfraktion über die sie hier schimpfen gehört anscheinend bereits jeder Vollzeitarbeitende mit Mindestlohn, der bei etwa 17.680€ brutto rauskommt. 2. Höhere Einkommen werden überproportional hoch besteuert. Jeder profitiert nur in dem Maße vom Wegfall des Solis oder Steuererleichterungen wie er/sie vorher durch selbige benachteiligt wurde. Daran ist nichts ungerecht.

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