Forum: Wirtschaft
Debatte um 30-Stunden-Woche: "Weltfremd", "falsch", "gefährlich"
dapd

Weniger Arbeit bei gleichem Lohn, wer wünscht sich das nicht? Ein Bündnis von mehr als hundert Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern fordert die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das stößt selbst bei linksgerichteten Ökonomen auf Unverständnis.

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noalk 11.02.2013, 16:38
1. Frei nach Badesalz

30-Stunden-Woche? Brauche mer garnet driwwer redde!

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titurel 11.02.2013, 16:40
2. Ohne

Zitat von sysop
Weniger Arbeit bei gleichem Lohn, wer wünscht sich das nicht? Ein Bündnis von mehr als hundert Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern fordert die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das stößt selbst bei linksgerichteten Ökonomen auf Unverständnis.
Ohne derartige Umverteilungsmaßnahmen käme es allerdings sowieso zum generalisierten Lohndumping.

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Matze38 11.02.2013, 16:40
3. .

in zeiten von bourn out und depressionen sicherlich ein thema, wo man darüber diskuttieren kann und muß.

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FreeEurope 11.02.2013, 16:41
4. Wenn knappe Fachkräfte noch knapper werden...

...dann können weniger Aufträge durchgeführt werden - wegen des Flaschenhalses "Fachkraft".
Wenn weniger Aufträge ausgeführt werden können - dann steigt insgesamt die Arbeitslosigkeit, da weniger Menschen Beschäftigt werden können.
Man kann ja schlecht die Arbeit eines Ingenieurs an einen ungelernten Bandarbeiter "verteilen"...

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sagmalwasdazu 11.02.2013, 16:42
5. Heuchlerisch !

Soviel Sorge und Sympathie für die (ernannten) " Niedrigqaulifizierten "
ist sehr heuchlerisch.
Auszug :

"Da bleiben die Niedrigqualifizierten als erstes auf der Strecke", sagt Brenke.
Und so könnte die Maßnahme besonders diejenigen benachteiligen, denen sie eigentlich helfen sollte.
Soll heißen, dann fallen die Gewinne weg, die von diesen um ihren Lohn gebrachten AN wertgeschöpft werden !

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dasGyros 11.02.2013, 16:42
6.

Manchmal frage ich mich, ob die Linke eigentlich selbst glaubt was sie erzählt.

Auf welche Weise die Produktivität im selben Maße steigen soll wie die Arbeitsstunden zurückgefahren werden wird doch mit keinem Wort erwähnt, oder habe ich das überlesen?
Wenn man das mal weiter denkt, müsste das System ja bei 15 Wochenstunden noch besser funktionieren, dann könnte man aber auch nur 10 Stunden die Woche .. usw .. der Vergleich mit den gebratenen Tauben trifft es schon ganz gut ..

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hbmaenchen 11.02.2013, 16:46
7. Das

hatten wir mal...dann kamen die Politik auf die grandiose Idee die Grenzen für Europa zu öffnen und so konnten AN und Politik von der Wirtschaft (Lohnkosten, Produktionsverlagerungen) erpresst werden. Warum ist dieses Europa noch mal so in der Kritik?

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gaerry 11.02.2013, 16:47
8.

Arbeitsmärkten führt zu Lohnverfall". Hoffentlich kommen die nicht auf eine Idee wie man das Übernagebot auch veringern könnte. Jeder der nicht mittut geht nach Bauzen oder gleich in den Gulag. Auchtung, die machen nur den ersten Schritt, wählt sie doch, der Zweite folgt dann gleich.

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zweiundvierzig 11.02.2013, 16:48
9. interessant...

"Wir haben dieses Instrument aber schon erfolgreich eingesetzt..." wird hier von Herrn Bofinger als Argument gegen dieses Instrument eingesetzt?! Da habe ich wohl in den Grundlagen zur Argumentationstheorie und Logik nicht richtig aufgepasst. Ansonsten würde ich spontan sagen, das ist eindeutig ein Argument dafür. Auch das Argument, dass der Lohnausgleich nicht funktioniere - wohlgemerkt zwei Sätze vorher wurde gesagt, das wäre eh nur erfunden...wie kann es dann also funktionieren oder nicht? - da, die Produktivität steigen müsse, ist falsch. Das einzige was steigen muss, sind die Löhne, punkt. Und das müssen sie eh, denn Deutschland braucht mehr Binnennachfrage (das zumindest hat Herr Flassbeck richtig erkannt). Fazit: Die Argumente dagegen sind meiner Meinung nach schwach und mehr schlecht als recht konstruiert. Der Grund für diesen Aufschrei ist einzig und allein die mangelnde Vorstellungskraft, dass es so einfach sein könnte, eine Verbesserung der menschlichen Lebensqualität (weniger Arbeit bei höherem Stundenlohn) tatsächlich sogar noch als positives Instrument für die Wirtschaft einzusetzen. Ich denke, das einzige und tatsächlich schlagende Argument ist, dass die Gewinnspannen der Unternehmer sinken...also müssen schnell ein paar Argumente her, um deren "bescheidenes" Auskommen zu sichern und sicherzustellen, dass deutsche Arbeitnehmer weiter für Niedriglöhne schuften, damit man seine Produkte auf dem Weltmarkt zu hohen Gewinnen losschlagen kann, statt in die Binnenwirtschaft zu investieren.

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