Forum: Wirtschaft
Debatte um 30-Stunden-Woche: "Weltfremd", "falsch", "gefährlich"
dapd

Weniger Arbeit bei gleichem Lohn, wer wünscht sich das nicht? Ein Bündnis von mehr als hundert Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern fordert die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das stößt selbst bei linksgerichteten Ökonomen auf Unverständnis.

Seite 29 von 30
DCWorld 12.02.2013, 15:56
280. Warum denn so negativ?

Also warum denn so negativ? Es ist zunächst erst mal ein Denkanstoß. Bisher sind die Arbeitnehmer die als "Renditefaktor" angesehen wurden verheizt worden. Es ist auch mal Zeit in eine andere Richtung zu denken.
Arbeitszeit: Die Vorteile einer 30-Stunden-Woche » Blog - start-trading.de

Das die Medien nur "weniger Arbeit/gleiches Geld" in die Headline packen erschließt sich mir auch nicht. Man will scheinbar mit allen Mitteln vermeiden, dass eine wirkliche Debatte um dieses Thema beginnt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeitmax 12.02.2013, 16:35
281. Bin ja völlig Ihrer Meinung!

Zitat von soläuftdas?
Peinlich ist Ihr Kommentar, samt nicht vorhandener Argumente.... Es wird sich etwas ändern müssen, denn das bisherige System hat eindeutig versagt! Und das schafft mehr Arbeitsplätze statt weniger - be sure of it.
DAS Vorstehende war mein Kommentar auf "Sara Wagenknecht - einfach nur peinlich".

Zitatverwechslung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
capitain_future 12.02.2013, 16:54
282. Die geliebte Arbeit

Zitat von keyser sosze
Der Mensch hat ueber Jahrtausende hinweg ca 3 bis 4 Stunden am Tag gearbeitet. Die Erfindung der 40- oder mehr- Stunden-Woche kam erst durch die Erfindung des kuenstlichen Lichts und der Industrialisierung. Mittlerweile ist die Automatisierung so weit, dass die Arbeitszeit fuer Alle in der Produktion geringer sein koennte. Stattdessen klammern sich die Leute an die 40-Stunden-Woche, dadurch verlieren andere ihren Arbeitsplatz, weil eben nicht so viel Produktionskraft benoetigt wird. Das fuehrt zu sozialen Ungerechtigkeiten, weil ein Teil der Bevoelkerung zu viel Arbeit hat und der andere Teil zu wenig (bzw gar keine). Ich befuerworte eine realistische Senkung der Wochenarbeitszeiten zum Wohl Aller. Ich finde aber viel interessanter darueber nachzudenken, was man mit der gewonnenen Zeit dann machen kann. Sportschau gucken? Angeln gehen? Ich plaediere fuer: Weiterbildung und Studium.
Für Menschen ,die nichts zu verdienen haben ,außer ihrer Wohnen+Essen+Trinken Existenz ,ist die größte Freizeit der 7 Stunden Schlaf!
Ein guter Schlaf ist der größte Luxus für den Arbeiter!

Die größten Negativ Beispiele in Sachen "Arbeit-nehmer" und deren Ausbeutung gibts in USA,Südamerika oder China in Realtime zu bewundern!
Große Marken ,ein mieses Geschaft für Mit-Arbeiter tief unten in der Hierarchie der Firmen.

Die schnelle Ausbeutung von Arbeitskräften :
Dagegen ist Deutschland oder die restliche EU Länder ein Waisenknabe!

Da diese Länder wenigstens noch ein Bildungs,Kranken,Renten und ein Sozial System im Angebot haben,was haben da andere?
Autobahnbrücken,Friedhöfe,Knast oder Arbeitslager ?

Und außerdem was hat eigentlich ein deutsche Standart Arbeitnehmer für Freiheiten ,außer als Hoffnung eine Hartz4 Rente als "Dank" für 45 Arbeitsjahre ,egal wo und in welchen Firmen er war ??

Warum zahlen nur Arbeitnehmer für Sozialsysteme?

Fairness muss sein :
Es wird endlich Zeit das auch die private Wirtschaft sich per Euros an den Sozialsystem ,besonders den gesamten System beteiligt und nicht nur die Vorteile einkassiert!

Vorteile f. EU Unternehmer =ein Sozialer Frieden
z.b. sehr selten Raubüberfälle oder Entführung von Unternehmer / Reicher,eine gute Infrastrukutur ohne Stromausfälle,gute Strassen,wenig Staatskorruption,Polizei und Feuerwehr vorhanden und funktionell.Arbeitnehmer mit brauchbarer Bildung und kaum Krankenheiten.

Dass sind eben SYSTEM "Vorteile" ,eine Ordnung ,die woanders kaum vorhanden sind !

Der Gewerbeschein gegen Kapitalnachweis:

Ich persönlich finde das Unternehmer(n) sich per Kaution (Kapitaleinlage) stärker an unseren Systemen beteiligen müssen.Per einer staatlichen Sozialbank jederzeit machbar z.b. die Bundesbank als "Verwaltung" als Bunker der Kohle.

Die Verdoppelung der GMBH Kapitaleinlage,sowie 50% für jeder Art von Einzelunternehmer,der einen Gewerbeschein haben will.

Nämlich per eigenes Geld werden Unternehmen/r garantiert ein Interresse haben,das System gesund bleiben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TheBear 12.02.2013, 18:22
283. Nicht das denken vergessen

Zitat von felixbonobo
Sehen sie, deshalb spreche ich ja auch von umdenken, denn es scheint für unsere westliche gesellschaft immer noch eine horrorvorstellung, mal etwas auf materielle verschwendung zu verzichten.
Da darf man aber eben das denken nicht vergessen. Wenn man dies (nämlich denken) aber tut, dann findet man heraus, dass eine vernünftige Umstellung in Richtung einer weniger übertriebenen materiellen Verschwendung mehr Arbeit erfordert.

Oder glauben Sie ernsthaft, dass weniger Umweltverschmutzung, weniger ungesundes Essen, Reduzierung des Drogenkonsums, des Hungers, der Obdachlosigkeit, der Verbesserung der Bildung von Kindern *und* Erwachsenen durch weniger Arbeit erreicht werden kann?

Vielleicht, wenn wir die gewaltigen Probleme, die wir zur Zeit haben, in ferner Zukunft gelöst haben sollten, ja dann, aber nur dann, könnten wir uns erlauben über eine kürzere Arbeitszeit nach zu denken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
motobyce 12.02.2013, 18:45
284.

man kann es drehen und wenden wie man will.
die planwirtschaft wird kommen, die entlohnung wird vom staat festgelegt, es wird nach wie vor die dogs und die underdogs geben; aber wahrscheinlich mit menschlicheren zügen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
messwert 12.02.2013, 19:15
285.

Wieder einer dieser sozialistischen Irrwege, - fern jeglichem Realitätssinn und Sachverstand! Ob Mensch, Arbeit, individuelle Gegebenheiten, usw. - alles unterliegt dem Gleichheitsprinzip.
Bei dieser Forderung nach einer 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich sticht außerdem EINES deutlich ins Auge! All die Befürworter, ( Gewerkschafter, Politiker und Wissenschaftler), sind Theoretiker! Als solche samt und sonders finanziell getragen von den Leistungsschaffenden der REALEN - Wirtschaftproduktion. Saugen also den Honig daraus und können sich entsprechend gesichert, auf die Rechtfertigung ihrer jeweiligen Existenz zu konsentrieren, bzw. parteipolitisch bei Arbeitnehmern anbiedern. Dazu auch risikofrei, denn würde ihre Forderung erfüllt und demgemäß als destruktiv erweisen, wäre dies ja für Theoretiker unschwer zu erklären und darüber hinaus mit einer neuen zu argumentieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000105618 12.02.2013, 20:37
286. Lohndumping haben wir doch längst durch Leiharbeit

Die Sorge von Herrn Brenke erscheint mir doch sehr heuchlerisch. Seit wann interessiert es irgendjemanden wie es den "Niedrigqualfizierten" geht. Vor allem würde mich mal interessieren was er unter Niedrigqualifiziert versteht. Ganz schön arrogant kling das in meinen Ohren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MütterchenMüh 13.02.2013, 07:04
287. flexible ArbeitszeitkontenModelle

Zitat von keyser sosze
Ich befuerworte eine realistische Senkung der Wochenarbeitszeiten zum Wohl Aller. Ich finde aber viel interessanter darueber nachzudenken, was man mit der gewonnenen Zeit dann machen kann. Sportschau gucken? Angeln gehen? Ich plaediere fuer: Weiterbildung und Studium.
Auch das klingt nach Zwangsbeglückung.

Die Globalisierung lässt den Betrieben keine Luft für eine 30 Stunden Woche.

Allerdings gibt es in einigen Betrieben so flexible ArbeitszeitkontenModelle, dass diese sich dem jeweiligen Bedürfnissen der Einzelnen gut anpassen (Elternzeit, Familie, Alter)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeitmax 13.02.2013, 12:50
288. Das ist eben die Crux!

Zitat von MütterchenMüh
Auch das klingt nach Zwangsbeglückung. Die Globalisierung lässt den Betrieben keine Luft für eine 30 Stunden Woche.
Andersherum wird ein Schuh draus: Die ganze Exportweltmeisterei nützt uns nichts, wenn dann Partnerländer nur auf Kredit kaufen können - und diesen nicht bezahlen.
Hier ist Angleichung über Lohnerhöhung und gleichzeitge Inlandskaufkraftstärkung bitter nötig!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
felixbonobo 13.02.2013, 13:11
289. bummerang

Zitat von TheBear
Da darf man aber eben das nicht vergessen. Wenn man dies (nämlich denken) aber tut, dann findet man heraus, dass eine vernünftige Umstellung in Richtung einer weniger übertriebenen materiellen Verschwendung erfordert.
Die erste vernünftige umstellung wäre da schon mal nicht mehr für den MÜLL zu produzieren, was noch keinerlei auswirkungen beim verbraucher selbst hätte, aber etwa 50% weniger produktion bedeuten würde. Dazu kommt die absichtliche verschwendung durch sogenannte sollbruchstellen, die sicher stellen sollen, das die dinge nicht lange halten.

Anders gesagt, verschwenden wir weniger für den müll, oder verbrauchen sogar weniger und lernen verzicht, bricht dieses system zusammen ! 50% weniger produktion bei zb. lebensmittel, die zu 50% für den müll produziert werden, hiesse eben auch 50% mehr arbeitslose in der lebensmittelbranche, trotzdem unsere regale dann immer noch gefüllt wären. Ohne sollbruchstellen halten die dinge. Weniger nachkaufen, weniger konsum, mehr pleiten und arbeitslose.

Dieses ganze wirtschaftssystem funktioniert nur mit immer größerer verschwendung. Man sollte leute viel eher dafür bezahlen das sie nicht arbeiten gehen, denn mit dem was wir heute schon schaffen, könnte man längst die ganze welt zweimal ernähren, nur tut man es nicht !!

Zitat von TheBear
Oder glauben Sie ernsthaft, dass weniger Umweltverschmutzung, weniger ungesundes Essen, Reduzierung des Drogenkonsums, des Hungers, der Obdachlosigkeit, der Verbesserung der Bildung von Kindern *und* Erwachsenen durch weniger Arbeit erreicht werden kann?
Das hat mit glauben wenig zu tun. Wenn wir schon heute täglich lebensmittel für elf milliarden menschen produzieren, eine milliarden menschen hungern, oder an überfettung leiden, liegt das mit sicherheit nicht daran, das noch mehr gearbeitet, bzw. produziert werden müsste, oder?!
Es bleibt eine verteilungsfrage, die dieses wirtschaftssystem nicht hergibt, ihm fundermental widerspricht ! Ohne die armut und die billiglohnländer auf der welt, könnten WIR UNS UNSEREN lebensstil NIEMALS leisten, es ginge einfach nicht auf, alle menschen so leben lassen zu wollen, wie wir es für normal halten.

Zitat von TheBear
Vielleicht, wenn wir die gewaltigen Probleme, die wir zur Zeit haben, in ferner Zukunft gelöst haben sollten, ja dann, aber nur dann, könnten wir uns erlauben über eine kürzere Arbeitszeit nach zu denken.
Wir müssen ganz im gegenteil endlich lernen von dieser arbeitswelt weg zu kommen, schon weil wir durch die mechanisierung immer weniger arbeitsplätze brauchen, und trotzdem doppelt soviel produzieren. Es mangelt keineswegs am kapital, sondern am system, das "arbeitslosigkeit" als makel sieht und nicht noch unterstützen will.

NOCH NIE war deutschland so reich wie heute. Reichtum und vermögen verpflichtet, ganz gegen das grundgesetz, hier offensichtlich niemanden, und wir machen uns auch global täglich der unterlassenen hilfeleistung schuldig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 29 von 30