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Debatte um Acht-Stunden-Tag: Arbeitgeber wollen "mehr Beweglichkeit"
DPA

Ist der Acht-Stunden-Tag noch zeitgemäß? Der Präsident des Arbeitgeberverbands BDA plädiert in einem Interview erneut für flexiblere Arbeitszeiten. Linken-Parteichef Riexinger steht dem Vorschlag skeptisch gegenüber.

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neinsagen 19.12.2015, 17:01
10. der mann ist doch nicht ganz sauber

Baustellenarbeiten: Anfahrtszeit 20 min. dementsprechend Abfahrtszeit 20 min.
Ausräumen der Werkzeuge an Arbeitsbereich 15 min. dementsprechend 15 min. Abräumen der Werkzeuge ins Fahrzeug. Lagesichtung der Arbeit und suche nach Steckdose für Radio mit Begrüssungsschwätzchen mit anderen Handwerker. 15 min. natürlich immer mit 2 oder 3 Mann. gleiches bei Feierabend sind schon 1 Stunde und 40 Minuten vergangen. Ein Mann holt Vesper meistens gehen alle Mann Vesper holen Anstehen beim Bäcker und Metzger je Mann 30 Min. incl.Parkplatzsuche ergibt 130 Minuten pro Mann. Arbeitssichtung da Auftrag vergessen wegen Vesper holen. Morgens noch 15 min. zu spät gekommen da gestern abend keine Arbeits und Materialvorbereitung gemacht wurden da Chef,Inhaber genau so tickt ; Vesperpause 25 min. Bildzeitung holen da diese vergessen wurde, bis jetzt 170 Minuten nichts gearbeitet. Ein Mann in die Firma geschickt weil Teile vergessen worden sind: 30 Minuten umgelegt auf 3 Mann 10 Minuten = 180 Minuten das sind jetzt schon 3 Stunden ohne leistung, Mittagspause 11,50 bis 13,10; Unterhaltung mit anderen am Bau befindlichen Handwerkern. Gemütliches Arbeiten ohne Plan da Ausführungsunterlagen in der Firma liegen, also arbeiten nach Gutdünken, Zigarettenpausen von morgens bis Feierabend zirka 10 x 10 Minuten auf unterhaltungsebende, 15 Uhr: aufräumen, abräumen startklar machen; Berechnung wie lange nun in einer unbeobachteten Ecke "Mann" warten-schwätzen-rauchen muss um nicht zu früh aber auch nicht zu spät in die Firma zu kommen. Scherz? nein das ist die pure Wahrheit. und am nächsten Tag muss das wenige was gemacht worden ist wieder abgerissen werden weil die Unterlagen ja nicht mitgenommen worden ist oder weil die Pläne nicht mehr lesbar sind weil diese wochenlang auf dem Boden gelegen haben und auf dem Dreckhaufen lagen. Das ist die Wahrheit in allen Branchen. Und da kommt diese Pfeife von einem "Kramer" und redet so einen Schwachsinn.

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capac 19.12.2015, 17:01
11. TTIP Vorbereiter ??

Soll jetzt schon alles auf das gepriesene und bekannte Handelsabkommen TTIP vorbereitet werden ? Bei genauer Betrachtung sind sehr viele jetzt noch bestehende gute Arbeitsgesetze bis dato dann futsch. Arbeitnehmerrechte wären bedroht.

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ruelan 19.12.2015, 17:02
12.

"So sei es in Ordnung zu sagen, man soll nicht länger als zehn Stunden pro Tag arbeiten: "Aber es muss doch nicht im Block sein", so Porth. "

Lange Rede kurzer Sinn: Morgens X Stunden und im laufe des Tages dann irgendwann die restlichen Stunden arbeiten.

Ja warum denn eigentlich nicht. Wie wäre es denn jeweils eine Stunde zu arbeiten und dann eine Stunde Frei zu haben?
So wäre der dumme Arbeitnehmer gleich über 16 Stunden beschäftigt und man könnte mit der Politik zusammen schön weiter Geld erwirtschaften.

Und der Arbeitnehmer könnte ungefähr 6 Stunden schlafen wonach er dann gleich wieder arbeiten gehen könnte.


Absolut widerlich.

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Newspeak 19.12.2015, 17:04
13. ...

Man sollte den Arbeitgebern geben, wonach sie verlangen. Die 20 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich. DAS wäre mal "mehr Beweglichkeit". Denn was die Arbeitgeber darunter verstehen dürften, ist klar. Wie kann man Menschen noch besser ausbeuten und jahrelang bewährte Sozialstandards noch besser unterlaufen.

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ketzer2000 19.12.2015, 17:05
14. Arbeitsschutzgesetze

Ein Arbeitnehmer darf grundsätzlich nur 10 3/4 Stunden pro Tag Arbeiten, davon sind 3/4 Stunden Pausen. Dazu gibt es Regelungen für die Höhe der wöchentlichen Arbeitszeiten und gesonderte Regelungen für den Schichtdienst. Eine umfassende Recherche durch den Autor hätte der Meldung Gewicht verliehen.
So bleibt lediglich die Aussage des BDA, DGB, Herrn Rixinger und eine Bewertung aus einem Unternehmen.
Meiner persönlichen Meinung nach sind die Regeln heute vollkommen ausreichend. Arbeitszeiten, die über 10 3/4 Stunde hinaus gehen sind m.E. wenig effizient, wenn die Arbeitszeit wirklich vollständig und intensiv ausgenutzt wird. Ein Dachdecker, der so lange auf dem Dach steht, fällt irgendwann vor Erschöpfung von sellbigem. Ein Manager, der nur in Besprechungen "'rumturnt" wird irgendwann auch keine vernünftigen Entscheidungen mehr fällen. Wenn man Arbeitszeiten flexibilisieren will kann man das heute bis zu einem Grad tun, der selbst im gesetzlichen Rahmen den Mitarbeiter verschleist. Ob das aus betrieblicher Sicht dann wieder ökonomisch ist, dass sollten sich die Lobbyisten vom BDA mal gründlich fragen.

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malaconciencia 19.12.2015, 17:09
15. Familienzeit

Herrn Riexinger und dem DGB sei gesagt, daß es eine Flexibilisierung geben muß. Auch um mehr Familienzeit zu haben. Ich arbeite 8h am Tag. Fahrtzeit mit Fußweg je 60 min Zwangspause 45 min. D.h. ich verlasse um 7.45 das Haus um unseren Kleinen bei der Tagesmutter abzugeben und bin um 18.30 wieder zu Hause. Um 19.00 geht der Kleine ins Bett. Könnte ich zwei Tage 12 Stunden arbeiten, hätte ich an drei Tagen den Nachmittag für meinen Sohn frei. Danke Linke! Danke DGB!

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MatthiasPetersbach 19.12.2015, 17:09
16.

Ich fordere auch was:

Vollbeschäftigung und Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse, Angleichung der Löhne, Begrenzung von persönliche Bezügen auf max. 20 000 Euro im Monat incl. "Erfolgs"honorare und -endlich- Wettbewerb und Erfolgsnachweise für die herrschende Klasse.

Und natürlich einen Lohnaufschlag für die Leute, die draussen bei Wind und Wetter arbeiten müssen gegenüber denen, die im Warmen sitzen.

Fordern kann man viel.

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ArnoNyhm1984 19.12.2015, 17:10
17. jaja..

Nach mehreren Jahrzehnten in der Privatindustrie in verschiedenen Firmen konstatiere ich mal folgendes:

a) die Arbeitszeiten sind überall flexibel genug: das System mit "Kernzeit" und "Randzeiten" funktioniert nämlich in der Praxis recht gut

b) jeder (!) Arbeitgeber versucht aber, einem unentgeltliche Überstunden aufzuzwingen; typischerweise über einen "flat-rate"-Arbeitsvertrag, der etwas von 40h faselt und auch nur diese bezahlt. Zeiterfassung gibt's dann im Betrieb aber nicht, dafür aber soviel Arbeit, dass es im Schnitt 42..46h Arbeitszeit werden

Erlebt bei nun 5 Arbeitgebern -erzähle mir also bitte niemand, dass seien "Einzelfälle"

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Gerdd 19.12.2015, 17:12
18. Kommt drauf an, wer bestimmt ...

Ich bin total für Fexibilität - wenn ich selbst mit bestimmen kann, wie ich mir die Zeit einteile.

Schon als Werkstudent hatte ich mal meine 40 Wochenstunden aufs Wochenende gelegt. Da kam ich am Montagmorgen ins Büro und hatte meine 40 Stunden schon hintermir, hatte aber auch das für nächsten Freitag erwartete Programm schon fertig getestet anzubieten. Am Wochenende konnte ich halt den ganzen Rechner zum Testen nutzen. Ich habe auch in einer kritischen Phase - aus ähnlichen Überlegungen - eine Weile von 16 Uhr bis 4 Uhr gearbeitet. Ich war jung und ... ja, das Geld brauchte ich auch, aber ich brannte damals noch für jede Aufgabe, die eine Herausforderung beinhaltete.

Zum Glück hat es in meiner ganzen - jetzt schon fast 48 Jahre andauernden IT-Karriere - nur einen Chef gegeben, der dumm genug war, diese meine Autarkie aus unwichtigem Grund in Frage zu ziehen. Er meinte, ein nicht weiter bedeutendes Teammeeting auf 9 Uhr ansetzen zu muessen und mich explizit dazu einzuladen. Mein Kommentar "Muß das sein?" war dann der Anlaß, mir diese Einladung als schriftliche Dienstanweisung nach Hause zu schicken - Kopie in die Personalakte. Meine Antwort kam dann auch schriftlich, mit Kopie in die Personalakte. Meine kurz darauf erfolgte Kündigung führte zu mächtigen Wellen und der Chef war dann auch nicht mehr sehr lange Chef.

Heute, 23 Jahre später, arbeite ich wie viele meiner Kollegen die allermeiste Zeit von zu Hause, in einem Weltkonzern, wo wir uns über viele Zeitzonen hinweg koordinieren müssen. Und, was sol ich sagen - ohne den stressigen Berufsverkehr jeden Tag bin ich auch viel produktiver als früher, und kann sogar noch etwas mehr arbeiten - ohne Streß.

Aber, wenn mir einer die Schichtzeiten zuweisen wollte, wäre ganz schnell wieder "Schicht im Schacht."

Flexibilität ist das Schlüsselwort, aber das gilt für alle Seiten - die Manager wie auch die Kollegen.

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alf999 19.12.2015, 17:13
19. Ich befürchte

Was die Arbeitgeber vorschlagen, ist selten im Interesse der Arbeitnehmer. Sieht man zum Beispiel bei meinem Chef beim Thema Heimarbeit. Da muss man extrem aufpassen!

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