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Debatte um kalte Progression: Schäuble hält Steuersenkung für möglich
AFP

Finanzminister Schäuble stellt im neuen SPIEGEL eine mögliche Absenkung der Einkommensteuersätze in Aussicht. Ähnlich äußert sich CSU-Chef Seehofer, auch die SPD zeigt sich für das Thema offen.

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redwed11 27.04.2014, 20:33
170.

Zitat von RioTokio
Ein Unternehmer will fette Gewinne machen. Das ist seine Motivation. Mit den Gewinnen finanziert er Forschung, überbrückt problem. Zeiten oder kauft einen Mitbewerber auf. Sein Ziel ist es nicht, möglichst jeden kleinen Gewinn an seine Mitarbeiter auszuzahlen. Mitarbeiter die sich unterbezahlt fühlen sollten einfach zur Konkurrenz wechseln. Wir sind ein freies Land.....
Oder aber von Ihrem nach dem GG zustehendem Recht Gebrauch machen und für einen gerechten Anteil an dem Gewinn, den sie erarbeitet haben, zu streiken. Nach dem Vorbild der Piloten und Lockführer. Denn nur diese Sprache verstehen die meisten Arbeitgeber in ihrer Gier. Aber das ist ein anderes Kapitel.

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lehmann.ingo 27.04.2014, 21:07
171. Steuersenkungen sind bitter nötig.

In Deutschland ist die Steuerlast so sehr überhöht, dass man sich schon fragen muss, warum überhaupt noch jemand arbeiten geht. Die Regierung sollte aber nicht nebulös von 'Subventionsabbau' sprechen, sondern ganz klar sagen, wie Steuersenkungen gegenfinanziert werden müssen: weniger Sozialleistungen. Deutschland muss zurück zur Realität, in der das Geld, das ein Mensch ausgibt, erst ein Mensch erarbeiten muss.

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kalle321 27.04.2014, 21:46
172. Steuersenkung?

Welche Steuersenkung? Bei der kalten Progression handelt es sich um eine, demokratisch nicht beschlossene, kontinuerliche Steuererhöhung.

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rolli 28.04.2014, 02:21
173.

Zitat von RioTokio
Lohnerhöhungen liegen oft im Bereich der Inflation - warum auch nicht. Da aber die Steuertabelle unverändert bleibt schraubt man die Abgaben prozentual höher und höher. Der Staat zockt einen also immer mehr ab. Still und heimlich. Das können doch auch Sie verstehen - sonst geht die ganze Diskussion ja an ihnen vorbei. Tatsächlich gibt es auch Lohnerhöhungen über den Inflationssatz hinaus. Das ist aber nicht selbstverständlich. Wo sollte geschrieben stehen, dass es allen auf dieser Welt permanent nur besser und besser geht? Nirgens. Insbesondere nicht in Ländern außerhalb Deutschlands. Verglichen mit vielen dort haben selbst unser Sozialhilfebezieher einen hohen Lebensstandard. Dafür sorgen die hart arbeitenden sozial eingestellten Mitbürger.
Selbst die hart gesottesten Kapitalisten gestehen zu, dass nicht nur der Inflationsausgleich, sondern auch ein Teil des Produktivitätsfortschrittes den Arbeitnehmern zusteht. Im kapitalistischten Land der Welt, der Schweiz werden die höchsten Löhne gezahlt, weil zu einem Menschenbild im Kapitalismus gehört, dass dieser auf beiden Seiten wirkt. Auf der der Arbeitgeber, und der der Arbeitnehmer. Deswegen ist die Schweiz auch so erfolgreich. Nur dieses beidseitige Wirken ist Kapitalismus, alles andere ist Ausbeuterei. In D. wird letzteres praktiziert, seit Schröder die Arbeitsgesetze im Stile der Nazis in seiner Agenda 2010 festgeschrieben hat. in den letzten 25 Jahren haben die Arbeitnehmer - durch die Gewerkschaften beschissen - um rund 100% Lohn an Inflationsausgleich und Produktivitätsfortschritt verzichtet. Dadurch sind die Gewinne der Unternehmen gestiegen, was dann zu der Finanzkrise führen musste, denn die Gewinne wurden nicht in neue Arbeitsplätze mit einer lediglich 3-4%igen Rendite gesteckt, sondern in die von Eichel freigegebenen Finanzprodukte, bei denen man 10-14% Rendite erhalten konnte.
Es ist - für jeden Kapitalisten selbstverständlich, dass er nicht die Kuh schlachtet die Milch gibt. Lediglich neoliberalistische Glaubenskrieger treten anders auf und beweisen damit ihre Einfalt.
Ihre etwas unterbelichtete Aussage bezüglich der Sozialhilfeempfänger würde nur dann stimmen, wenn diese an der Gesellschaft teilhaben könnten. Tatsächlich haben sie nicht mal die Chance auf Teilhabe. Da sei die Neiddebatte der besserverdienenden Schlechtmenschen vor, die sich für sozial halten, weil sie andere nicht verhungern lassen.

rolli

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rolli 28.04.2014, 02:24
174.

Zitat von RioTokio
Ein Unternehmer will fette Gewinne machen. Das ist seine Motivation. Mit den Gewinnen finanziert er Forschung, überbrückt problem. Zeiten oder kauft einen Mitbewerber auf. Sein Ziel ist es nicht, möglichst jeden kleinen Gewinn an seine Mitarbeiter auszuzahlen. Mitarbeiter die sich unterbezahlt fühlen sollten einfach zur Konkurrenz wechseln. Wir sind ein freies Land.....
Das tun diese Mitarbeiter auch, und nun müssen wir von diesen unterbelichteten Arbeitgebern hören, dass Fachkräfte fehlen und deswegen Billigarbeiter aus dem Ausland hergeholt werden müssen..

rolli

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kunz.eckhard 28.04.2014, 09:47
175. Lügner

Hallo Leute.
Aufwachen und nicht einlullen lassen. Am Ende zahlt der Mittelstand wieder mehr, als den weniger Steuern.
Alles Lügner die das Volk verdummen. leider gibt es in Deutschland so wenige kritische Menschen. Aber mit vollem Bauch geht man eben nicht auf die Straße.
2015 bin ich weg und lasse meine Rente nachschicken.

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sichersurfen 28.04.2014, 10:31
176. stimmt

Zitat von RioTokio
Auch nach Ihrer Quelle zahlen 25% der Leute fast 80%: 54,6%+16,5%+0,5*10,9% sind 76,5%, also fast 80%. Interessant ist, das 10% über die Hälfte zahlen. Das müßte eigentlich von allen als Megagerecht gepriesen werden. Die nächsten 10% zahlen schon nur noch 16,5% der Einkommenssteuer, dass sind allerdings auch diejenigen, die bei den Sozialabgaben voll zur Kasse gebeten werden, denn deren Einkommen wird im Bereich der Sockelbeträge liegen. Neulich wurde ja in der Presse beklagt, dass der Anteil des Mittelstandes sinkt und sinkt... , so ist es auch in Deutschland. Spätestens wenn die Rente kommt wird es bitter. Nur Beamte bewegen sich mit 2 bis 4 fach höheren Pensionen dann auf der Sonnenseite.... unkündbar und ohne je eingezahlt zu haben.....
Stimmt. Danke für die Additionshilfe.

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