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Debatte um Lohnuntergrenze: Fünf Millionen Deutsche hoffen auf Mindestlohn

Die deutsche Wirtschaft*beschäftigt ein Herr von Niedriglöhnern, rund fünf Millionen Menschen verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde.*Ein Überblick zeigt, welche Branchen*am*miesesten zahlen - und welche Arbeitnehmer am meisten von einem Mindestlohn profitieren würden.

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güntersch 31.10.2011, 20:06
20. Mindestlohn

Zitat von sysop
Wie hoch soll der Stundenlohn in einem der reichsten Länder der Welt mindestens sein? Muss man von einem Vollzeitjob eine Familie ernähren können?
Da ist eine Frage. Sollen die Menschen verhungern?
Wer eine Vollzeitstelle hat muß auch davon eine Familie ernähren können alles andere bedarf keiner Frage.

Vor 25 Jahren hat es sogar ein Mann geschafft seine Familie zu ernähren und sogar noch etwas beiseite zu legen und heute soll das nicht mehr möglich sein?

Es ist eine Schande das Menschen die voll arbeiten sich den Rest vom Amt für Armut holen müssen aber der Arbeitgeber sich noch enen Porsche leisten kann. Wohl gemerkt als Subvensionen vom Amt da er sich seine Arbeitssklaven vom Amt für Armut sponsern läßt.

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nouwo 31.10.2011, 20:07
21. Bei einem Mindestlohn

Zitat von ash26e
würde interessieren, ob all die Volltöner für einen Mindestlohn auch bereit wären, die dann entsprechenten Preise für die Dienstleistungen zu bezahlen!
zahlt es der Kunde, wenn er denn die Dienstleistung
noch nachfragt. Sollte die Nachfrage wegfallen, hat das
zur Folge, dass der Angebotspreis sinkt - nennt sich Wettbewerb.
Bei keinem Mindestlohn zahlt es ebenfalls der Kunde,
über seine Steuern und Abgaben, die zur Aufstockung
mißbraucht werden. Nennt sich "wettbewerbsfreie Zone".

;=)

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Sleeper_in_Metropolis 31.10.2011, 20:07
22. Titel

Zitat von Why-not?
Heute mit meinem Instatallateur gesprochen: 7 Mitarbeiter, davon 3 im Mindestlohnbereich. "Kommt der Mindestlohn, werde ich die 3 entlassen (müssen)," so der Tenor. Leuchtet mir ein! Warum soll ein Handwerker oder ein Kleinunternehmer gezwungen werden, einem Mitarbeiter einen Lohn zu zahlen, der höher ist als die Produktivität die der Mann liefert? Und solche "wenig produktiven" Arbeitsverhältnisse gibt es viele! Es werden dann halt viele in die Arbeitslosigkeit entlassen und der Staat muss sie alimentieren, dafür geht dann unser Steuergeld drauf.
Und wer macht dann bei Ihrem Installateur die Arbeit dieser drei ? Die sitzen ja jetzt vermutlich auch nicht rum und drehen Däumchen, sondern erledigen anfallende Arbeit, sonst hätte der Herr Installateur sie wohl kaum eingestellt.

Fast im gesamten Rest der EU kann man übrigens sehen, das genau das ganz oben prophezeite nicht passieren wird. Es gibt da fast überall einen ernstzunehmenden Mindestlohn, und trotzdem sind die Arbeitslosenzahlen nirgends spürbar gestiegen. Die Arbeit muß eben gemacht werden, die Bosse müssen sich halt notfalls mal eine Goldrolex oder einen Angeber-SUV weniger im Jahr kaufen.

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wulbricht 31.10.2011, 20:08
23. Sehr guter Vorschlag!

Zitat von Why-not?
Heute mit meinem Instatallateur gesprochen: 7 Mitarbeiter, davon 3 im Mindestlohnbereich. "Kommt der Mindestlohn, werde ich die 3 entlassen (müssen)," so der Tenor. Leuchtet mir ein! Warum soll ein Handwerker oder ein Kleinunternehmer gezwungen werden, einem Mitarbeiter einen Lohn zu zahlen, der höher ist als die Produktivität die der Mann liefert? Und solche "wenig produktiven" Arbeitsverhältnisse gibt es viele! Es werden dann halt viele in die Arbeitslosigkeit entlassen und der Staat muss sie alimentieren, dafür geht dann unser Steuergeld drauf.
Damit wären wir dann endgültig auf B. Travens "Totenschiff" gelandet. Tucholsky hat das (in dem "Kurzen Abriss der Nationalökonomie")schön gesagt: "Dass der Arbeiter für seine Arbeit auch einen Lohn erhalten soll, ist eine Theorie, die inzwischen fallengelassen wurde."

Sprechen Sie nur weiter mit 'Ihrem' "Instatallateur" - der muss es wissen. Aber offenbar stottert er schon aus Angst vor dem Mindestlohn.

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OliverRöseler 31.10.2011, 20:08
24. .

Wie wäre es mit einer Abschaffung der Aufstockung?Wer nur 4 Euro verdient,soll da auch von leben müssen.Dann wären solche Löhne doch ganz schnell Geschichte.

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pfzt 31.10.2011, 20:08
25. Sie liegen völlig richtig aber…

Zitat von dondon71
ich weiß nicht, was es da zu diskutieren gibt, ob der Mindestlohn nur für die nicht tarifgebundenen oder für alle gelten soll. Natürlich muß ein Mindestlohn für alle und auch in gleicher Höhe gelten. Es wird endlich auch Zeit den Ost/West - Mist zu unterlassen, es sind schließlich schon 20 Jahre her. Ein Mindestlohn von 10 Euro wäre angemessen, aber da werden die "Experten" ganz sicher einen Riegel vorschieben, von wegen dann werden Arbeitsplätze gestrichen, verminderte Wettbewerbsfähigkeit, blablabla und etc. Ich kann es einfach nicht mehr hören....
mit Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit ist ja auch ausschließlich gemeint, das auf Profitseite möglichst viel übrig bleibt.
Nur das garantiert die Zinsen die alle (auch sie?) für ihr Geld haben wollen. Und es gibt viel, sehr viel, Geld das angelegt werden will.

Das große Problem der Deutschen ist, das sie Kapitalismus nicht richtig verstehen und immer noch meinen es gäbe so etwas wie Kapitalismus light, rheinischen Kapitalismus oder gar den dritten Weg.

Gibt es nicht! Und nach dem Untergang der Konkurrenz schon gar nicht. Ab jetzt gibt es wieder Manchester 1850.
Dieses Land wird sich noch wundern wohin die Reise geht.

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E0Neun 31.10.2011, 20:08
26. Ursache und Wirkung - auf den Punkt gebracht

So hofft Merkel, doch noch die Kurve zu kriegen. Es ist beschämend: Einerseits sind wir Vizeexportweltmeister, andererseits zahlen wir die miesesten Löhne. Da braucht man wohl nicht lange zu raten, was von beiden die Ursache und was die Wirkung ist.
Angenommen, mal theoretisch, hypthetisch, wir würden wieder die DM einführen, dann würde die subito aufwerten und vorbei wär es mit der Weltmeisterei und auch die Sklavenlöhne hätten urplötzlich wieder einen Wert, mit dem man preiswerte Importgüter kaufen und sich mal einen kleinen Auslandsurlaub gönnen könnte. Die europäischen Südstaaten würden wieder exportieren können, hätten wieder Einnahmen aus dem Tourismus und könnten auf unsere Rettungsschirme verzichten. Das wär doch was, oder?

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Faxrolle 31.10.2011, 20:08
27. Wenn ich morgen zu meinem Chef gehe...

Und sage, ich möchte einen Stundenlohn von 25€ wird er mir sagen, gibts nicht. Leute mit meiner Qualifikation arbeiten üblicherweise für 20€ und wenn mir das nicht passt wird ein anderer eingestellt der für den Lohn arbeitet. Das ist auch völlig in Ordnung so. Ich hätte ja auch ein Ingenieursstudium absolvieren können, aber dafür fehlte mir damals a) der Grips und b) die Lust. So bekommt jeder das, was er verdient.

Dass es natürlich auch Leute gibt, die keine Lust haben für 7€ die Stunde zu arbeiten kann ich mir vorstellen. Allerdings haben die sich nicht durch ein Studium gebissen, sondern sind mehrheitlich den Weg des geringsten Widerstandes gegangen.
Kein Mitleid also. Die wussten vorher was dabei rausommt, wenn sie ihren Arsch in der Schule bzw. der Ausbildung nicht hochbekommen.

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plleus 31.10.2011, 20:08
28. Glauben

Zitat von Why-not?
Heute mit meinem Instatallateur gesprochen: 7 Mitarbeiter, davon 3 im Mindestlohnbereich. "Kommt der Mindestlohn, werde ich die 3 entlassen (müssen)," so der Tenor. Leuchtet mir ein!
Glauben Sie diesen Unsinn? Der Betrieb beschaeftigt die Leute nur deshalb, weil die Arbeitskraft benoetigt wird.
Entlaesst er die Leute, wird auch sein Verdienst sinken und er wird Kunden verlieren, da er nicht "liefern" kann. Warum sollte er das also tun?

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jimbeam172 31.10.2011, 20:11
29. Sklaven konnten immerhin noch wohnen und essen.

Zitat von Why-not?
Heute mit meinem Instatallateur gesprochen: 7 Mitarbeiter, davon 3 im Mindestlohnbereich. "Kommt der Mindestlohn, werde ich die 3 entlassen (müssen)," so der Tenor. Leuchtet mir ein! Warum soll ein Handwerker oder ein Kleinunternehmer gezwungen werden, einem Mitarbeiter einen Lohn zu zahlen, der höher ist als die Produktivität die der Mann liefert? Und solche "wenig produktiven" Arbeitsverhältnisse gibt es viele! Es werden dann halt viele in die Arbeitslosigkeit entlassen und der Staat muss sie alimentieren, dafür geht dann unser Steuergeld drauf.
Das ist doch albern.

Entweder er macht die Arbeit alleine, oder er hat genug Arbeit um jemandem ein Zehntel seiner Meisterstunde von 70 Euro zu bezahlen.
JB:

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