Forum: Wirtschaft
Debatte um Lohnuntergrenze: Fünf Millionen Deutsche hoffen auf Mindestlohn

Die deutsche Wirtschaft*beschäftigt ein Herr von Niedriglöhnern, rund fünf Millionen Menschen verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde.*Ein Überblick zeigt, welche Branchen*am*miesesten zahlen - und welche Arbeitnehmer am meisten von einem Mindestlohn profitieren würden.

Seite 4 von 45
Buerger2010 31.10.2011, 20:16
30. fuer Mindestlohn!!

Hallo,

es muss einen Mindestlohn geben!
dieser muss mindestens dem Betrag entsprechen ab welchem ein Single/Familienvater mit 1,3 Kindern (in Vollzeitbeschaeftigung) nicht mehr Aufstocker sein kann - Plus 20% - es muss ja schliesslich auch einen Anreiz geben die Tage nicht vor Fernseh od. Playstation verbringen zu koennen.

notwendige Preisaufschlaege werden durch niedrigere Abgaben kompensiert. der Markt regelt sich so mit Sicherheit besser als in der aktuellen Situation: die Profitgier der Unternehmer wird aus den Steuern der NichtNiedrigloehnern bedient.

wie hoert mans so gerne: Leistung muss sich wieder lohnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BDenklich 31.10.2011, 20:17
31. Lächerlich.

Zitat von texas_star
... aber sie wissen auch, dass der "Hotelmanager" die hoeheren stundenloehne auf die hotelpreise abwaelzen wird. und je nachdem wie hoch der mindestlohn angesetzt wird, summiert sich das dann. das muss jetzt nicht unbedingt schlecht sein - aber der kunde wird es zahlen. das andere problem ist die hoehe des mindestlohns... wenn ich aktuell einem zimmermaedchen 6 euro bezahle und der mindestlohn wird auf 12 euro hochgesetzt, dann habe ich ploetzlich viel mehr bewerber fuer eine offene zimmermaedchen-stelle da mehr geld geboten wird. d.h. das jetzige zimmermaedchen wird ihre stelle verlieren oder erst gar nicht bekommen wenn eine qualifiziertere arbeitskraft den job haben will... dann hat das jetzige zimmermaedchen von den 12 euro nichts, wenn es arbeitslos ist. stichwort frankreich. in den USA ist der mindestlohn recht niedrig ($7) - allerdings bekommen die meisten service-kraefte "tips" (15%-20% trinkgeld) - so dass dann der effektive stundenlohn viel hoeher ist.... wenn der service vom kunden als "gut" angesehen wurde.
Schon mal im Adlon gewesen? Die Luxussuiten kosten dort um die 7.500 € die Nacht - die Zimmermädchen speist man allerdings mit 3,50 €/h ab .... Natürlich auch nur für die Zeit, in der auch tatsächlich geputzt wird - also quasi vor Ort auf Abruf .... Natürlich alles "sauber", denn diese Drecksarbeit überlässt man Fremdfirmen. Es ist unfassbar, dass darüber noch diskutiert wird - denn in dreckigen Laken will sich dann dort doch keiner wälzen. Selber putzen aber auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kurtwied 31.10.2011, 20:17
32. Friseur

Man will wieder mal tun, als ob Preise nicht durch Angebot und Nachfrage einer Dienstleistung gebildet werden, sondern vom ZK festgelegt werden müssen ...

Ein Friseur, bei dem der Herrenhaarschnitt 35 Euro kostet, der zahlt seinen Leuten sicherlich mehr als 2,40 in der Stunde.

Wenn aber alle gerne zu dem WashandGo für 5 Euro rennen, dann wird der Stundenlohn entsprechend sein. Zudem der Friseurberuf unglaublich überlaufen ist - von vielen, die sehr schnell die Schule verlassen haben ... Das heißt der Preis sinkt natürlich durch die Konkurrenz.
Es lassen sich doch schon heute viele privat die Haar schneiden - das wird dann eben mehr ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marginalius 31.10.2011, 20:17
33. dsgtrshr

Zitat von gerd2006
.. und nicht Berufe wie Friseurhandwerk und Bedienung in Gaststätten, bei denen erfahrungsgemäss ein hoher Anteil des Lohnes direkte Trinkgelder sind, mit Berufen mischen, bei denen normalerweise (ausserhalb Griechenlands etc.) keine direkten Zuwendungen des Kunden erfolgen.
Wenn Sie aufgrund von unsicheren Einnahmen wie freiwillig gezahlten Trinkgeldern Ihre Lebensplanung durchführen, würde ich Sie schon als mutig bezeichnen.

Zitat von gerd2006
Also, welche Berufe sind es denn, und wie sind dann die Zahlen?
Haben Sie die Flash-Animation angeschaut? Oder sind Sie Apple-Nutzer? :-P

Zitat von gerd2006
Frankreich hat ja einen relativ hohen Mindestlohn. Und, wem nutzt das? Den Arbeitslosen jedenfalls nicht.
Aber den Arbeitenden nutzt es sehr wohl.

Viele Grüße

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pfzt 31.10.2011, 20:17
34. hahaha. Ganz sicher nicht!

Zitat von Freifrau von Hase
Und dann bin ich auf den ersten Hotelmanager gespannt, der seine Butze selber sauber macht (von innen und aussen). Das die Jobs dann alle wegfallen ist nämlich quatsch, weil die Arbeit ja trotzdem gemacht werden muss.
Ein bestimmter menschlicher Mechanismus sorgt seit Jahrtausenden dafür das noch nie ein Hotelmanager seine Butze selber saubergemacht hat. Einer findet sich immer.

In "Herrschaft und Knechtschaft" von Hegel steht geschrieben warum das so ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freifrau von Hase 31.10.2011, 20:20
35. Markt

Zitat von texas_star
... aber sie wissen auch, dass der "Hotelmanager" die hoeheren stundenloehne auf die hotelpreise abwaelzen wird.
Es ist das gute Recht jedes Unternehmers, eine Umwälzung zu versuchen. Ob er damit durchkommt, entscheidet dann der Markt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reinhard_m 31.10.2011, 20:21
36. Wer für einen Hungerlohn

Wer für einen Hungerlohn (gut) arbeitet ist selber schuld. Haben die Leute den keinerlei Selbstachtung, daß sie sich so ausnützen lassen?

Wenn ein "Arbeitgeber" Betrugslöhne zahlt, dann hat man als "Arbeitnehmer" das Recht und die Pflicht bezahlungsgerecht zu arbeiten. Das heißt man muß sich drücken wo man kann, man muß Sand ins Getriebe streuen und alles tun, damit die Ausbeuterrechnung nicht aufgeht.

Bei wachen "Arbeitnehmern" macht ein betrügerischer "Arbeitgeber" nämlich keine Beute und keinen garantierten Profit, sondern er zahlt de facto drauf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marginalius 31.10.2011, 20:22
37. xdrgrshtr

Zitat von check1
Also wenn ich den artikel vor 10jahren gelesen hätte, hätte ich gedacht ich bin hier wohl im falschen film gelandet. Aber ich kann mich noch gut erinnern bei der euro einführung hat ein normaler haarschnitt bei mir noch 30€ gekostet, vor dem euro waren es aber auch schon 30DM, man kann auch sagen es war eine 1:1 umstellung wie bei vielen anderern dienstleistungen auch.
30€ bzw. vorher 30DM? Ich schließe daraus, dass Sie eine Frau sind.
Bei mir (als Mann) kostet der Haarschnitt 8€ ... dauert allerdings auch nur 10 Minuten mit der Schere ... und sieht sogar ordentlich aus.
Ansonsten verstehe ich nicht ganz, was Sie mit Ihrem Beitrag andeuten wollen.

Viele Grüße

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kurtwied 31.10.2011, 20:23
38. Wirklich?

Zitat von güntersch
Da ist eine Frage. Sollen die Menschen verhungern? Wer eine Vollzeitstelle hat muß auch davon eine Familie ernähren können alles andere bedarf keiner Frage.
Egal was er tut? Denn das bedeutet das ja in der Konsequenz - jemand der "etwas" arbeitet, muss davon leben können.

Aber als Konsument interessiert einen doch gar nicht, ob der Job anstrengend ist, oder nicht ... man misst den Wert nicht daran, sondern daran, was das Produkt einem Wert ist.

Wenn jemand eine Vollzeitstelle "Liegestütze machen" hat, dann ist das sicher hart und anstrengend - und man wünscht ihm auch, dass er seine Familie ernähren kann ... Aber trotzdem würde ihm für die Dienstleistung niemand Geld geben ...
Also ist es FALSCH einen Wert für Arbeit zu behaupten, der jenseits dessen liegt, was wir als Verbraucher ihm zugestehen.
Dass Menschen leben sollen - ja - aber da geht es ins karitative Engagement.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
++arthur 31.10.2011, 20:24
39. Keine Gnade, Knecht!

Zitat von Faxrolle
(...)
Super Beitrag! Volle Zustimmung! LOL*

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 45