Forum: Wirtschaft
Debatte um Lohnuntergrenze: Fünf Millionen Deutsche hoffen auf Mindestlohn

Die deutsche Wirtschaft*beschäftigt ein Herr von Niedriglöhnern, rund fünf Millionen Menschen verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde.*Ein Überblick zeigt, welche Branchen*am*miesesten zahlen - und welche Arbeitnehmer am meisten von einem Mindestlohn profitieren würden.

Seite 6 von 45
uinen_osse 31.10.2011, 20:35
50. Kann ich unterbieten

mit 1050 brutto für eine 40 Stundenwoche - wohlgemerkt als Facharbeiter!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AuchNurEinNick 31.10.2011, 20:36
51. aaa

Zitat von Why-not?
Heute mit meinem Instatallateur gesprochen:...
Als Unternehmer stellen Sie ein wenn Sie die Arbeitskraft benötigen. Nicht weil die so schön billig ist. Ich habe eine Auftragslage, ich habe eine bestimmte Erwartung an die Zukunft und daraus entscheide ich, ob ich zusätzliche Kapazitäten aufbauen muss oder auch nicht.

Wenn Die Auftragslage Ihres Handwerkers nicht ausreicht um die Mindestlöhner zu bezahlen, dann macht es auch jetzt schon keinen wirklichen Sinn diese angestellt zu lassen. Es sei denn, er kalkuliert ganz rotzfrech damit, dass der Steuerzahler ihm jeden Monat seinen Gewinn subventioniert.

Ach ja, und wenn der Mindestlohn kommt, dann müssen Ihn alle bezahlen. Auch die Konkurrenz Ihres Handwerker-Freundes und die könnten dann die von Ihrem Freund freigestellten Mitarbeiter anstellen. Wenn Ihr Handwerker meint er müsse sich "gesund schrumpfen", dann wird es mehr als ein Unternehmen geben, das so eine Einstellung sicherlich freut

Alternativ kann es natürlich so sein, dass es einfach nicht genügend Aufträge gibt. Dann frage ich mich allerdings was daran Marktwirtschaft sein soll Ihrem Freund die Arbeitskräfte und damit die Erträge zu subventionieren. Schliesslich macht man mit solche einer Unternehmenssubvention ganz bewusst die anständigen und marktwirtschaftlich handelenden Unternehmen, die noch so etwas wie Verantwortung kennen, kaputt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomymind 31.10.2011, 20:37
52. Sie haben Recht

Zitat von Faxrolle
Und sage, ich möchte einen Stundenlohn von 25€ wird er mir sagen, gibts nicht. Leute mit meiner Qualifikation arbeiten üblicherweise für 20€ und wenn mir das nicht passt wird ein anderer eingestellt der für den Lohn arbeitet. Das ist auch völlig in Ordnung so. Ich hätte ja auch ein Ingenieursstudium absolvieren können, aber dafür fehlte mir damals a) der Grips und b) die Lust. So bekommt jeder das, was er verdient. Dass es natürlich auch Leute gibt, die keine Lust haben für 7€ die Stunde zu arbeiten kann ich mir vorstellen. Allerdings haben die sich nicht durch ein Studium gebissen, sondern sind mehrheitlich den Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Kein Mitleid also. Die wussten vorher was dabei rausommt, wenn sie ihren Arsch in der Schule bzw. der Ausbildung nicht hochbekommen.
Sie sind ja ein ganz Schlauer!
Von 20.-€ auf 25.-€.
Alle Achtung!
Hier geht es um 4.-€/Stunde.
Da haben sie Recht, bei ihrer Hirmqualifikation, sind diese auch zuviel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uinen_osse 31.10.2011, 20:38
53. Reicht nicht

Zitat von check1
Also wenn ich den artikel vor 10jahren gelesen hätte, hätte ich gedacht ich bin hier wohl im falschen film gelandet. Aber ich kann mich noch gut erinnern bei der euro einführung hat ein normaler haarschnitt bei mir noch 30€ gekostet, vor dem euro waren es aber auch schon 30DM, man kann auch sagen es war eine 1:1 umstellung wie bei vielen anderern dienstleistungen auch.
Die Fusspflege hat im Durchschnitt 10 Mark gekostet und kostet jetzt 17 Euro. Also von 1 zu 1 kann man da nicht sprechen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pfzt 31.10.2011, 20:38
54. Oha,

Zitat von Faxrolle
Und sage, ich möchte einen Stundenlohn von 25€ wird er mir sagen, gibts nicht. Leute mit meiner Qualifikation arbeiten üblicherweise für 20€ und wenn mir das nicht passt wird ein anderer eingestellt der für den Lohn arbeitet. Das ist auch völlig in Ordnung so. Ich hätte ja auch ein Ingenieursstudium absolvieren können, aber dafür fehlte mir damals a) der Grips und b) die Lust. So bekommt jeder das, was er verdient. Dass es natürlich auch Leute gibt, die keine Lust haben für 7€ die Stunde zu arbeiten kann ich mir vorstellen. Allerdings haben die sich nicht durch ein Studium gebissen, sondern sind mehrheitlich den Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Kein Mitleid also. Die wussten vorher was dabei rausommt, wenn sie ihren Arsch in der Schule bzw. der Ausbildung nicht hochbekommen.
Der erste der sich mit guter alter deutscher Gnadenlosigkeit aus der Deckung traut.

Menschenrechte nur bei gutem Benehmen?

geil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marginalius 31.10.2011, 20:41
55. eshtrhe

Zitat von texas_star
das andere problem ist die hoehe des mindestlohns... wenn ich aktuell einem zimmermaedchen 6 euro bezahle und der mindestlohn wird auf 12 euro hochgesetzt, dann habe ich ploetzlich viel mehr bewerber fuer eine offene zimmermaedchen-stelle da mehr geld geboten wird. d.h. das jetzige zimmermaedchen wird ihre stelle verlieren oder erst gar nicht bekommen wenn eine qualifiziertere arbeitskraft den job haben will... dann hat das jetzige zimmermaedchen von den 12 euro nichts, wenn es arbeitslos ist.
Es ist doch nicht die Rede von 12€, sondern von etwa 7€ im Osten und etwa 8€ im Westen. Und selbst wenn es 9€ wären, würde Ihnen da noch keiner die Bude einrennen.
Abgesehen davon weiß ich nicht recht, welche Qualifikation Sie bei einem Zimmermädchen erwarten, was man nicht jedem Menschen innerhalb von maximal 2 Wochen beibringen könnte.
Aber dass Sie das nicht falsch verstehen! Nur weil man jemandem eine Tätigkeit in kurzer Zeit beibringen kann, heißt das noch lange nicht, dass man diesen dann so schlecht bezahlen darf, dass er davon nicht leben kann.

Viele Grüße

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flexscan 31.10.2011, 20:41
56.

Zitat von delinquent
Das mit den von Ihnen genannten " Tips " hat sich doch auch längst bei und in gewissen Branchen etabliert. Die Preisgestalltung in der Brachne ist bereite darauf ausgelegt, das der Kunde den zu zahlenden Betrag aufrundet.
Das Problem ist, dass das noch keiner den Kunden gesagt hat. In den USA ist es üblich, 15% bis 25% "tips" zu geben, hier in Deutschland kannst du froh sein, wenn du mal 10% bekommst.

Alles schreit nach Mindestlohn, aber wenn es darum geht, durch freiwillige Zahlungen wie Trinkgeld dazu beizutragen, ist der Deutsche knausrig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
delinquent 31.10.2011, 20:42
57. Wenig...

Zitat von reinhard_m
Bei wachen "Arbeitnehmern" macht ein betrügerischer "Arbeitgeber" nämlich keine Beute und keinen garantierten Profit, sondern er zahlt de facto drauf.
....Entlohnung und Wertschätzung = wenig Leistung.
Das stimmt auch wieder.
Miese Bezahlung fördert das Anwachsen der Langzeitarbeitslosenzahlen.
Wer vom Jobcenter in ein mies bezahltes Arbeitsverhältnis gezwungen wird, der ist verständlicher Weise schlecht motiviert.
Ich habe mal von einem Stablerfahrer gehöhrt,der hat wegen der schlechten Bezahlung tatsächlich zwei Hebel verwechselt...die Folge,eine Palette mit hochwertigen, erschütterungsempfindlichen Gut viel aus 4 Meter Höhe herrunter.So was passiert immer öfter.---Schrecklich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ttvtt 31.10.2011, 20:42
58. wenn

ja, wenn ich denn auch mal mindestlohn bekäme, könnte ich mir auch mal einen installateur leisten...

die einführung eines mindestlohnes wird zu höherem konsum führen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lutz W. 31.10.2011, 20:43
59. .

Zitat von Faxrolle
Leute mit meiner Qualifikation arbeiten üblicherweise für 20€ Kein Mitleid also. Die wussten vorher was dabei wenn sie ihren Arsch in der Schule bzw. der Ausbildung nicht hochbekommen.
Sie sind hartherzig und Sie wissen es.

5 Millionen unter dem Existensminimum und Sie haben kein Mitleid?
Mit Ihnen, der nur 20 €/Std. verdient, habe ich kein Mitleid, mit den 5 Millionen, die am Ende des Monats verzweifeln aber schon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 45