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Debatte um Obergrenzen: Bargeld ist teuer - und trotzdem brauchen wir es
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Ökonomisch gesehen ist Bargeld überflüssig, digitale Zahlungen sind günstiger und sicherer. Gleichwohl sollten wir uns Scheine und Münzen nicht verbieten lassen: Sie bedeuten Freiheit.

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historiker256 13.02.2016, 22:35
170. Anonyme Geldkarten und Zahlungsmittel ..

... sollen mit der Einführung der Bargeldobergrenze ebenfalls stark reglementiert oder gleich abgeschafft werden, nur zur Erinnerung.

Die Bargeldzahlungsobergrenze, egal wie sie auch aussehen wird, ist nur der Einstieg. Was sich daraus entwickeln kann, weiß heute niemand. Ziemlich wahrscheinlich wird der Negativzins eingeführt, denn der Plan, mit den vorhanden erzwungenen Nicht-Zinsen unter Zuhilfenahme künstlicher Inflation durch derbe Erhöhung der Geldmenge die Guthaben gegen die (Staats-)Schulden "abzuwerten", klappt ja aktuell nicht so ganz. Zum Glück verweigert sich die Inflation der EZB noch so einigermaßen. Da muss man halt den Bürgern das Geld so vom Konto wegnehmen. Daher weht der Wind!

Ein Volk muss beizeiten unbotmäßig sein und die Macht zeigen, die angeblich von ihm ausgeht. Seit die Franzosen weiland mal einen König "in den Sack nießen" ließen, hat die französische Obrigkeit gehörigen Respekt vor seinem Souverän. Die brauchen da nur ein paar Schweinehälften vors lokale Rathaus zu kippen und die Politik nässt schon deutlich ein.

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threeways 13.02.2016, 22:55
171.

Die Abschaffung des Bargelds ist für den Überwachungsstaat eine prima Sache. Allerdings auch für die Unternehmen wie VISA oder Mastercard. Schon heute rechnen diese zum Teil nach Gutdünken Währungstransaktionen ab. So mir geschehen im letzten Jahr. VISA hat mir für den madagassischen Array einen ca. 8% schlechteren Umrechnungskurs gegeben als Mastercard. Ein Unding. Überhaupt rechnet VISA regelmäßig schlechter ab als Mastercard. Natürlich zumeist nicht derart extrem. Was also passiert, wenn kein Weg mehr an der Plastikkarte vorbeiführt?

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oikosnomos 13.02.2016, 23:29
172. Bei Bargeld hört der Spass auf...

Bargeld scheint das einzige Gut zu sein, das dem aufrechten Deutschen etwas wert ist. Vorratsdatenspeicherung, NSA-Überwachung und Speicherung von Krankenkassendaten - ach das lockt doch nur noch ein müdes Lächeln hervor. Aber die Freiheit, einen Koffer voller Geld über die Theke schieben zu dürfen, eint Linke, Rechte und Liberale.
Das teuere Hotelzimmer fliegt zwar eher durch das obilgatorische Meldefomular auf als -wie Tenhagen zu glauben scheint - durch die Kreditkartenabrechnung und Negativzinsen entstehen bei Bargeldgeldbestände ganz automatisch schon bei einer Inflation von mininmal über 0% - doch wie sagte schon Adenauer: Ich lasse mir doch meine politische Meinung nicht durch besseren Sachverstand verderben.

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wastl300 13.02.2016, 23:58
173. Was nutzt ein Taschengeldkonto?

Zitat von adubil
Zwar OT, aber: Das stimmt so nicht. "Taschengeldkonto" (falls sich nix geändert hat, ab 7 Jahren) gibt es bei vielen Instituten. Mindestens seit den 80ern.
Selbst wenn ein Kind mit 7 ein Konto haben darf, darf es noch keine Karte einsetzen, da Minderjährig und nicht geschäftsfähig. (Es sei denn die Eltern sind dabei und bestätigen den Deal.)

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derpif 14.02.2016, 01:32
174.

Zitat von murksdoc
Ganz grundsätzlich hat der Staat nicht das Recht, einen Anfangsverdacht gegen einen Bürger zu hegen, nur weil er mit viel Geld in der Tasche herumläuft. Vor Gericht gilt man bis zum Beweis des Gegenteils als unschuldig. Das gilt ausserhalb der Gerichtsäle erst recht.
Hört sich toll an, wird aber durch ständiges Wiederholen auch nicht wahr. Schon mal etwas von Kronzeugenregelungen gehört? Sagt jemand als Kronzeuge gegen Sie aus, sind Sie schuldig und müssen ihre Unschuld beweisen. Und natürlich lügen Kronzeugen nicht selten. Ich bin auf Basis der Falschaussage eines solchen Zeugen rechtskräftig verurteilt wurden, und hatte vor Gericht von vornherein nicht die geringste Chance. Natürlich wird dadurch auch der jedem zustehende Verteidiger schlicht und ergreifend so überflüssig wie ein Kropf. Vielleicht kann mal aufhören so einen grundsätzlich falschen Mist zu verbreiten.

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zephyroz 14.02.2016, 08:39
175. Alles faule Ausreden

Alle Gründe für die Abschaffung des Bargeldes und auch für die Einführung einer Obergrenze für Zahlungen mit Barem sind faule Ausreden. Unserem Staat geht es genau um die Punkte, die in dem Artikel als Gefahren genannt wurden. Ich glaube unserem Staat kein Wort. Ich bin in den letzten Jahren zu oft belogen worden.

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a320cdr 14.02.2016, 08:53
176. Es geht um Giralgeld

Die Banken haben bereits jetzt das Rechr, Giralgeld zu schlofen.
im Klartext heisst das, sie können Geld verleihen, welches sie nur zum geringsten Teil besitzen. Von eignen sprechen wir hier gar nicht.
Über den Bargeldanteil haben sie jedoch diesen Einflusd nicht. DAS ist das Problem. Heute sind in jedem Produkt etwa 30 % Zinsen enthaltem, welche im Produktions- und Handelsptozess enthalten sind.
Es geht hier darum, uns absolut in die Zinseszinsknechtschaft zu ziehen.

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günter1934 14.02.2016, 09:57
177. Wenn

der Staat das Bargeld abschafft und somit auf dieses Monopol verzichtet, steht der breiten Einführung von Regionalgeld und/oder Freigeld nach Silvio Gesell nichts mehr im Wege.
https://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell

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derpif 14.02.2016, 10:34
178.

Zitat von Mali
Für die Abschaffung von Bargeld gibt es keine Alternative. Es ist doch wohl im Interesse Aller Kriminalität und Terrorismus wirksam zu bekämpfen! Wer sich gegen die Abschaffung von Bargeld einsetzt ist von Haus aus schon kriminell! Wieso geht es niemanden etwas an was, wieviel und wann jeder etwas für sein Geld erwirbt? Wer daraus ein Geheimnis macht hat etwas zu verbergen und das kann nur etwas illegales sein. Die Sicherheit unserer Gesellschaft ist nur so sicher wie die Transparenz der Handlungen ihrer Bürger!
Sie unterliegen einem Irrtum wenn Sie glauben damit liesse sich Kriminalität eindämmen. Mir fallen aus dem Stehgreif etliche Möglichkeiten ein Bargeld zu umgehen. Was wollen Sie denn z.B. gegen den Verkauf von völlig imaginären Sachen unternehmen? Gar nichts können Sie dagegen machen. Damit ist die Theorie auch schon wie ein Kartenhaus zusammen gefallen. Lächerlich.

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Aberlour A ' Bunadh 14.02.2016, 10:42
179. Free Banking

Zitat von oikosnomos
Bargeld scheint das einzige Gut zu sein, das dem aufrechten Deutschen etwas wert ist. Vorratsdatenspeicherung, NSA-Überwachung und Speicherung von Krankenkassendaten - ach das lockt doch nur noch ein müdes Lächeln hervor. Aber die Freiheit, einen Koffer voller Geld über die Theke schieben zu dürfen, eint Linke, Rechte und Liberale. Das teuere Hotelzimmer fliegt zwar eher durch das obilgatorische Meldefomular auf als -wie Tenhagen zu glauben scheint - durch die Kreditkartenabrechnung und Negativzinsen entstehen bei Bargeldgeldbestände ganz automatisch schon bei einer Inflation von mininmal über 0% - doch wie sagte schon Adenauer: Ich lasse mir doch meine politische Meinung nicht durch besseren Sachverstand verderben.
Sie haben vollkommen recht. So etwas kann man nur mit dem Tatbestand der Schizophrenie bezeichnen. Eine Gesellschaft, die Freiheit nur noch über Bargeld definieren kann, muss ziemlich degeneriert sein. Und der größte Witz des Jahrhunderts dabei ist auch noch, dass man diese Freiheit an ein staatlich monopolisiertes Zentralbankgeld kettet. Das heißt, man liefert sich auf Gedeih und Verderb einem Leviathan aus, der bestimmt welches Geld gesetzliches Zahlungsmittel ist - ein Versprechen das jederzeit entzogen werden kann - der die Geldmenge reguliert, Zinssätze manipuliert etc. und gleichzeitig fühlt man sich bis in die letzte Faser von diesem Leviathan verfolgt. Das kann ja nur in der Schizophrenie enden. Warum aber ziehen die Bargeld-Freiheitsapostel nicht die einzig logische Konsequenz aus ihrem Anliegen: auf die Straße gehen und gegen diese staatliche Zwangsbewirtschaftung demonstrieren - für ein Free Banking-System. Vereinfacht ausgedrückt: es gibt keine gesetzlichen Zahlungsmittel mehr. Jeder hat die FREIHEIT Banknoten zu emittieren, wie jeder die FREIHEIT hat, in Umlauf gebrachtes Geld NICHT zu akzeptieren. Dann würde sich - wie bei jedem anderen Produktangebot in einer freien Marktwirtschaft als selbstverständlich angenommen- über normale Marktprozesse diejenigen Zahlungsmittel durchsetzen, die für den Verbraucher den höchsten Nutzen stiften, die beste Reputation haben etc. und diejenigen, die minderwertiges Geld emittieren, würden wie jeder "normale" Marktanbieter in einem ganz klassischen Ausleseprozess vom Markt verschwinden. Das gute Geld verdrängt - ganz im Gegensatz zur klassischen Münzverschlechterung - das schlechte. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass sich insbesondre die Vertreter der Österreichischen Schule (Mises, Hayek, Rothbard) für diese Idee begeistert haben. Für einen modernen Vertreter dieser Schule konsultiere man Lawrence H. White, sowie die historischen Erfahrungen mit einem Free Banking System in England und Schottland im 18. und 19. Jahrhundert.

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