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Debatte um staatliche Eingriffe: Enteignet wird längst
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Sind Enteignungen zulässig? Worüber bei Berliner Immobilien hitzig diskutiert wird, ist bei Straßen und Bergbau üblich und auch bei Banken nicht mehr ausgeschlossen. Beispiele für ein umstrittenes Instrument.

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herbert.echzell 08.07.2019, 17:01
170. Häää?

Zitat von moev
Vor allem wird bei der Deutschen Wohnen nicht für das Allgemeinwohl enteignet, außer die Stadt Berlin macht aus all den Wohnungen dann Ferienwohnungen.
Das müssen Sie uns aber mal genauer erklären.

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Olaf 08.07.2019, 17:04
171.

Genau wie für Straßen oder Bergbau könnte man natürlich Land enteignen, um darauf Wohnungen zu bauen, die Wohnungsnot zu bekämpfen und so der Allgemeinheit dienen.

Belegte Wohnungen zu enteignen, um einer kleinen Klientel günstige Mieten zu sichern und sich so deren Wählerstimmen zu kaufen, dient eher weniger der Allgemeinheit.

Ich vermisse beim SPON auch den Respekt vorm Eigentum, der bei den rechtlichen Verschärfungen um das Urheberrecht in der EU noch so ausgeprägt war. Kann das daran liegen, dass es dabei um die eigenen Interessen ging?

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herbert.echzell 08.07.2019, 17:05
172.

Zitat von Freedom of Seech
Durch die Enteignung zum Bau von Straßen, Bergwerken, Flughäfen und Stromtrassen ermöglicht man Investitionen (i.d.R. zum Nutzen der Gemeinschaft und nicht nur der schlimmen Konzerne). Durch die Enteignung erzielt man das Gegenteil: man verhindert Investitionen z.B. im Wohnungsbau.
Irrtum:
Wenn die Wohnungsbestände dann in die Hände von gemeinnützigen Genossenschaften gegen werden, wird, wegen des Verbots der Gewinnerzielung durch diese Genossenschaften sowohl günstiger vermietet, als auch neuer Wohnraum geschaffen, weil die zulässigen Überschüsse auch wieder nur für den Bau neuer Wohnungen verwendet werden dürfen.

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herbert.echzell 08.07.2019, 17:08
173.

Zitat von der_rookie
Das Gemeinwohl benötigt in Berlin keine zusätzlichen Wohnungen. Das hat der Bürger bezüglich Tempelhof entschieden.
Es gibt genügend Flächen in Berlin, die als Bauland ausgewiesen sind oder ausgewiesen werden könnten. Dazu braucht es nicht den Flughafen Tempelhof, auf dem dann auch wieder nur überwiegend exklusive Eigentumswohnungen mit freiem Blick auf eine große Grünfläche gebaut werden, während die paar "günstigeren" Wohnungen die Autoabgase vom Tempelhofer Damm inhalieren dürfen, und diese somit von den Exklusivbesitzern fernhalten dürfen.

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