Forum: Wirtschaft
Debatte um Vermögensteuer: Das Klagelied der armen Reichen
Balint Porneczi/ Bloomberg via Getty Images

Es gibt sicher Wichtigeres, als eine Vermögensteuer einzuführen. Dennoch ist es grotesk, mit welcher Panik manch möglicherweise Betroffener nach Jahren des Überflusses schon auf die Erwähnung der Idee reagiert.

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kayato_kasaki 30.08.2019, 18:09
210.

Zitat von Mondu
Demokratie funktioniert nicht, wenn das Kapital zu einseitig verteilt ist. Daher brauchen wir eine Erbschafts- und Vermögenssteuer
Hatte ich nicht vorher geschrieben, dass sich Kapitalismus und Demokratie grundsätzlich widersprechen?
Zum besseren Verständnis.
Demokratische Verhältnisse werden von unten, also vom Volk geschaffen. Im Kapitalismus bestimmen die Eigner der Firmen
oder/und Aktienbesitzer über die Mitarbeiter (Volk).

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search_for_truth 30.08.2019, 18:10
211. Leuchtet mir ein:

Zitat von liberaleroekonom
Auch unter Effizienzgesichtspunkten kann eine Vermögensteuer nicht überzeugen. Soll Vermögen besteuert werden, lässt sich ein gegebenes Steueraufkommen über eine reformierte Grundsteuer sowie eine reformierte Erbschaftsteuer effizienzschonender erzielen als mit einer Vermögensteuer.
Meines Erachtens wäre die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer aufgrund der schwierigen und jährlichen! Bewertungen nur mit einem sehr hohen Verwaltungsaufwand durchzuführen, der die Einnahmen auffrisst.
Reformierte Grundsteuer und insbesondere eine reformierte Erbschaftssteuer wären da die weitaus besseren Alternativen.

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igel_52 30.08.2019, 18:12
212. Wer glaubt daß nach Einführung einer

Vermögenssteuer die Steuerbelastung der unteren 50% sinken würde, der irrt. Keine Regierung würde auch nur auf 1 Cent der Steuereinnahmen derer verzichten deren Leben sie angeblich mit dieser neuen Steuer entlasten will.
Die SPD weiß zu gut daß es eine Vermögenssteuer mit diesem Koalitionspartner nicht geben wird. Alles nur billiges Wahlkampfgetöse.

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2xtatic 30.08.2019, 18:12
213. Neiddebatte anheizen

Sie, lieber Herr Fricke, tragen mit Ihrem ewigen „die da oben, wir hier unten“ zur Lähmung dieses Landes bei, indem sie die hier vorherrschende Meinung befördern, mit Fleiß ohnehin nichts erreichen zu können. Die von Ihnen stets mit Eifer propagierten Steuerverschärfungen für alle, die oberhalb der Armutsgrenze verdienen, könnten allerdings schon bald genau dazu führen. Kann man machen, ist dann aber Sch....e.

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zuckerfuchs 30.08.2019, 18:12
214. Wer ist denn Schuld an dem Problem?

Offenbar sparen die EU Bürger zuviel und investieren zuwenig. Deshalb gehen die Zinsen runter,um Anreize zu schaffen. Wer spart am meisten? Die, die am meisten haben. Und wer soll mal wieder die Zeche zahlen? Diejenigen, die sich für das Alter was an die Seite gelegt haben. Dafür sollen sie jetzt bestraft werden, oder in Aktien investieren, bei denen die Reichen auch wieder viel früher wissen, wann man sie abzustossen hat, wenn sie an Wert verlieren, als der unwissende Standardbürger. Auch das geht also für Otto N. In die Hose, und für den Dicken Max ins Portemonnaie. Es wird Zeit, und es ist vielleicht schon zu spät, dass die Politik hier eingreift. Verlierer werden sonst wie immer die kleinen Leute sein, deren reale Möglichkeiten immer sehr eingeschränkt sind. Wenns gar nicht anders geht, dem asozialen Schwerreichenpack einen Teil der privaten Kohle wegnehmen und in sozialen Wohnungsbau investieren.

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fareast 30.08.2019, 18:14
215. Auch wenn man es dutzendmal wiederholt,

wird es nicht richtig. "In den USA, Frankreich und Großbritannien etwa liegen die Sätze bei vier statt einem Prozent, sagt der Finanz- und Steuerrechtsexperte Joachim Wieland."
Es gibt in den USA keine Vermoegenssteuer, zumindest nicht auf Bundesebene. Es gibt eine Property Tax, die im wesentlichen der Grundsteuer entspricht und mit der zum einen kommunale Leistungen und zum anderen die oeffentlichen Schulen bezahlt werden. Die kann je nach Kaufpreis des Objektes und seiner Lage sehr happig sein, oder auch nicht, aber wer zur Miete wohnt,und seine Millionen in Aktien oder unterm Kopfkissen hat, bezahlt keine.

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tomo1 30.08.2019, 18:15
216. schon die Diskusion ist schaedlich

"Schon weil Deutschlands (Familien-)Unternehmen wie selten zuvor Geld gemacht und dann nicht wieder investiert, sondern auffällig stark gehortet haben. "

Darauf, dass es sich dabei um eine Reaktion auf (beileibe nicht auschliesslich) Bedrohungen durch Verteilungs- und Umweltpolitik und immer neue Vorschlaege zu Eingriffen in die Eigentumsrechte handelt, kommen Sie nicht?

Investitionen beduerfen des Vertrauens in die Zukunft. Dieses wird durch Vorschlaege wie den zur Vermoegenssteuer zum Schaden des Standortes Deutschland fahrlaessig zerstoert.

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politician 30.08.2019, 18:17
217. Alles verplempert

Wo sind eigentlich die über 200 Mrd. Euro Steuermehreinnahmen der letzen Jahre geblieben ? Wer hat die denn verplempert für allen möglichen Unfug ? Ach , richtig - diejenigen, die jetzt nach einer Vermögenssteuer rufen.

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kayato_kasaki 30.08.2019, 18:17
218.

Zitat von Fritze Fischer
die superreichen Deutschen nicht selbst erkennen, dass es so nicht weitergehen kann: Oder gibt es vergleichbar relevante Initiativen à la Bill Gates und Warren Buffet („The Giving Pledge”) in Deutschland?
Gibt es auch einige, z.B. Rossmann

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Der politische Beobachter 30.08.2019, 18:17
219. Scheitern der Demokratie

Wenn jeder das befürworten würde, was für seine Situation (langfristig) am besten ist, würden wir alle profitieren. Wir haben es stattdessen geschafft, dass ein Großteil der Bevölkerung gegen ihre eigenen Interessen wählt. Die meisten würden von einer Vermögenssteuer und vor allem einer Erbschaftssteuer profitieren. Die Industrie ebenfalls, denn ein vermögender Bürger kann es sich leisten die heimische Konjunktur anzukurbeln. Ich kann nur mutmaßen, dass es die große Verheißung des Kapitalismus ist einmal selbst Reich zu sein, die den Mittelstand dazu bewegt gegen seine Interessen zu wählen...

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