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Defizit bei 1,0 Prozent: Deutsche Sparmeister brillieren
DPA

Zum ersten Mal seit 2008 hat Deutschland wieder die Schuldenvorgabe des Euro-Stabilitätspaktes erreicht: Die Neuverschuldung lag nur noch bei 1,0 Prozent und ist damit viel besser als erlaubt. Die Sozialversicherung schaffte sogar den größten Überschuss seit der Wiedervereinigung.

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annadomini 24.02.2012, 12:25
50.

Zitat von RenegadeOtis
Arbeitslosengeld II heisst übrigens "Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes". Jetzt raten Sie mal warum? Genau, man muss nicht arbeitslos sein. Mit ner 500 Euro teuren Warmmiete und 2 Kindern (abzgl Kindergeld) haben Sie schon auf 1.464 Euro Anspruch. Mit Freibetrag müssen Sie da schonmal circa 1.800 netto heimbringen, um keinen Anspruch zu haben. Ich hoffe Sie bezeichnen 1.800 netto nicht als "Hungerlohn"? So, jetzt verdient man halt nur 1.500 netto und nur einer, weil die Frau sich um die pflegebedürftigen Eltern kümmert und die Kinder zur Schule gehen - schon haben wir 4 erwerbsfähige Hilfebedürftige die Leistungen kriegen aber nicht arbeitslos sind. Da das kein Einzelfall darstellen dürfte (gerade bei kinderreichen Familien) ist die Aussage von 3.000.000 ARBEITSLOSEN durchaus korrekt. Gut, man könnte auch einfach in die Statistik schauen, da sind die Aufstocker rausgerechnet. Einfach mal lesen, statt Medien- und Politikpropaganda (auch von links) nachzuplappern. Nachtrag: 500 warm für ne vierköpfige Familie ist ganz schon billig. Machen Sie mal hier in Frankfurt 800 draus. Den Rest können Sie selbst rechnen.
Wo sind wir denn hingekommen? Deutschland - ein Armenhaus?

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kein Ideologe 24.02.2012, 12:26
51. 0000000

Zitat von Hermes75
Ein Defizit von nur noch 1% des BIP ist zwar eine Verbesserung gegenüber den Vorjahren, aber neue Schulden zu machen ist das GEGENTEIL von sparen. Es ist ein Missbrauch der deutschen Sprache wenn Politiker und Journalisten ihren Lesern eine als "sparen" verkaufen wollen.
nennen wir es Sparbemühungen. Und die fruchten ja offenbar.

Das Wort sparen bezeichnet beides, das Ansammeln von Vermögen (bzw die Reduzierung von Verbindlichkeiten) als auch das Einsparen oder eine sparsame Lebensweise.

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bunterepublik 24.02.2012, 12:29
52. ....

Zitat von hajo58
Privatleute müssen ihren Kredit zurückzahlen. Das ist klar! Müssen Staaten ihre Kredite zurückzahlen? ..... Oder kann mir jemand mal einen Staat nennen, der seine Kredite ordnungsgemäß zurückgezahlt hat?
Ja, im Gegensatz zu Deutschland, Frankreich oder andere kontinentaleuropäische Staaten gibt es in den angelsächsichen Staaten eine Tradition, die Schulden zurückzuzahlen; UK und USA haben dies getan. Deren Währungen gibt es seit Jahrhunderten. Immer wieder gab es Zeiten exorbitanter Verschuldung, die auch wieder deutlich zurückgeführt wurde. In diesen Staaten gab es aber auch keine Revolutionen, Umbrüche der Gesellschaft, verlorene Kriege etc....

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voooodoooo 24.02.2012, 12:31
53. Natürlich sind

Zitat von hajo58
Privatleute müssen ihren Kredit zurückzahlen. Das ist klar! Müssen Staaten ihre Kredite zurückzahlen? Ein Staat ist so lange solvent, so lange er seine Zinsen bezahlen kann. Kann er seine Zinsen nicht zurückzahlen,.....
die Staatsschulden auf der anderen Seite auch Guthaben, im Idealfall der eigenen Bürger, die froh sind ihr Geld sicher im Inland angelegt zu haben, also ist der Staat nur bei seinen eigenen Bürgern verschuldet,
denen er dafür die Zinsen zahlt, so ist das zunächst mal ok, nur
permanent bis zur Höchstgrenze verschuldet zu sein, und die Verschuldung nie auch wieder zurückzufahren, ist genau so dumm, wie sich aufzuerlegen, niemals Schulden zu machen. Nur wer Schulden abbaut, ist notfalls in der Lage, auch wieder Schulden, Investitionen zu machen. Wer seinen Dispositionskredit immer voll ausreizt, der kann nicht mehr disponieren ...genau wie der, der gar keinen hat.
Also: In konjunkturell guten Zeiten ..Schulden abbauen, in der Rezession Schulden machen, wenn es sinnvolle mittelfristige Investitionen gibt. Antizyklisch halt!

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Ossi Ostborn2.0 24.02.2012, 12:32
54. .

Zitat von blauer_engel
...als Mensch dieser Gesellschaft (und ich bin bei Weitem kein Sozi) wäre es lieber, Unternehmen würden etwas mehr zu den Staatseinnahmen beitragen, wir hätten gar keine Hartz-IV-Empfänger, steigende Einkommen, eine an den Einnahmen gemessene Ausgabendisziplin und sinkende Schulden. Wie wäre das?
Träumen ist erlaubt, das tue ich auch sehr oft. Wie wäre es aber mal mit ein wenig mehr Realismus?

Zeigen Sie mir ein Land, in dem es dem Durchschnittsbürger besser geht als in D. Nicht nur materiell, auch was Redefreiheit, Relegionsfreiheit etc betriftt. Sie werden vielleicht 2-3 finden. Ich finde aber mindesten 100 in denen es in allen Belangen wesentlich schlechter für den Otto-Normal-Bürger ausschaut....

PS: Wenn Sie möchten, dass Unternehmen mehr zu den Staatseinnahmen beitragen: Gründen Sie eins und überweisen Ihre Gewinne bitte zu 100% an den Staat, der das dann nach belieben mit vollen Händen wieder verteilt. Unter dem Denkmäntelchen "soziale Gerechtigkeit!"...viel Spaß Träumer...

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derweise 24.02.2012, 12:36
55. "Deutsche Sparmeister"?

Zitat von sysop
Zum ersten Mal seit 2008 hat Deutschland wieder die Schuldenvorgabe des Euro-Stabilitätspaktes erreicht: Die Neuverschuldung lag nur noch bei 1,0 Prozent und ist damit viel besser als erlaubt. Die Sozialversicherung schaffte sogar den größten Überschuss seit der Wiedervereinigung.
"Deutsche Sparmeister"? Das ist Irreführung der Öffentlichkeit! Die Politiker haben die letzten Jahrzehnte gar nichts gespart, nur Schulden gemacht.

Ein Beispiel:

2010 hatte der Bund Einnahmen von 259,7 Milliarden €, Schulden hat er wieder gemacht von 44 Milliarden €. Das sind 16,9 % Verschuldung!

Das ist so, als ob ein Privathaushalt 26000€ pro Jahr verdient, jedes Jahr aber 4400 € Schulden macht. So etwas ist unverantwortlich gegen die zukünftigen Generationen!

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hajo58 24.02.2012, 12:36
56. Ach,

Zitat von bunterepublik
Ja, im Gegensatz zu Deutschland, Frankreich oder andere kontinentaleuropäische Staaten gibt es in den angelsächsichen Staaten eine Tradition, die Schulden zurückzuzahlen; UK und USA haben dies getan. Deren Währungen gibt es seit Jahrhunderten. Immer wieder gab es Zeiten exorbitanter Verschuldung, die auch wieder deutlich zurückgeführt wurde. In diesen Staaten gab es aber auch keine Revolutionen, Umbrüche der Gesellschaft, verlorene Kriege etc....
ausgerechnet diese beiden. Ich kann Ihnen sagen was sie mit ihren Schulden gemacht haben, sie haben sie exportiert.

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hajo58 24.02.2012, 12:38
57. Sie sprechen nicht vom Staat,

Zitat von voooodoooo
die Staatsschulden auf der anderen Seite auch Guthaben, im Idealfall der eigenen Bürger, die froh sind ihr Geld sicher im Inland angelegt zu haben, also ist der Staat nur bei seinen eigenen Bürgern verschuldet, denen er dafür die Zinsen ......
Sie sprechen von Privatleuten.

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kein Ideologe 24.02.2012, 12:39
58. 4234234234

Zitat von hajo58
Privatleute müssen ihren Kredit zurückzahlen. Das ist klar! Müssen Staaten ihre Kredite zurückzahlen? Ein Staat ist so lange solvent, so lange er seine Zinsen bezahlen kann. Kann er seine Zinsen nicht zurückzahlen, dann erfolgen zunächst einmal Kürzungen in allen Sozialleistungen, in der Bildung usw. Wenn das ausgeschöpft ist, dann muss der Staat Insolvenz anmelden. An einer Rückzahlung der Kredite ist nicht gedacht und erfolgt auch nicht. Und an wen sollen die Kredite zurückgezahlt werden? Wo könnten denn diese ihr Vermögen wieder unterbringen? Mal angenommen, Deutschland könnte auf einen Schlag seine 2.000.000.000.000 € zurückzahlen. Wohin auf die Schnelle mit diesem Geld? Wohin überhaupt? Oder kann mir jemand mal einen Staat nennen, der seine Kredite ordnungsgemäß zurückgezahlt hat?
unter Clinton sah es in Amerika eine Weile so aus, als ob es in die Richtung geht.

Ihr Beispiel mit der Rückzahlung ist etwas schräg. Aber über einen längern Zeitraum würde das zurückgezahlte Geld wenig Schaden anrichten. Nehmen wir mal an, Sie hätten Geld in Bundesschatzbriefen angelegt, immer wenn die auslaufen zeichen Sie neue. Wenn D. jetzt die ganz große Ölquelle anbohrt (oder ein anderes Wunder) und keine neuen Schatzbriefe mehr herausgibt, laufen die Papiere aus und Sie haben das Geld. Natürlich wollen Sie es wieder irgendwo anlegen, aber der Schaden beschränkt sich auf vielleicht niedrigere Zinsen. Banken haben im Extremfall ein Problem, weil sie ja Ihrerseits Zinsen Zahlen müssen. Alles in allem keine Probleme im Vergleich mit Zahlungsausfällen, die sind leider auch realistischer, siehe Griechenland.

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eu-sklave 24.02.2012, 12:45
59. Volksverdummung!

Zitat von silverhair
Mhh, was stellen sie sich eigentlich unter effektiv vor? Das Polizisten die Verbrecher auffordern mehr verbrechen zu begehen , damit sie mehr fangen können? Oder das der Richter ihnen ohne Anhörung einfach jeden Strafbescheid aufdonnert? Oder das das Bauamt schließt, damit keiner mehr ihre Eigentumsverhältnisse kennt, oder die Bauaufsicht ihren Architekten nicht mehr kontrolliert und deshalb ihnen das Dach über den Kopf einstürzt? Behördenarbeit ist......
Ich lese sehr gern ihre Beiträge!
In einem Punkt muss ich Ihnen Heute aber entschieden widersprechen.

In diesem Lande, wächst die Dummheit auf keinen Fall strukturlos, sondern mit Methode. Nennt sich deshalb auch Volksverdummung!
Dafür sorgen täglich die Medien und die Parteien.

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