Forum: Wirtschaft
Deflation in der Eurozone: Wen die fallenden Preise treffen
DPA

Erstmals seit gut fünf Jahren fallen in der Eurozone die Preise. Was Verbraucher freut, setzt viele andere unter Druck - vom Kleinsparer bis zum Zentralbankchef. Ein Überblick.

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Bissykaja 07.01.2015, 19:37
1. Immer diese

Inflation frisst Sparkonten auf, Deflation auch. Ein starker EURO ist schlecht, ein schwacher auch. Was gibt es sinnloseres, als solche Artikel zu lesen? Liegt das daran, dass der SPIEGEL eigentlich nur gegründet wurde, um schlechte Nachrichten zu verbreiten, der berühmten "destruktive Berichterstattung"?

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debreczen 07.01.2015, 19:54
2. Wo denn nun?

"Euro-Zone" als Ortsangabe ist so was von wolkig, die Preisgefüge (Gewichtung Wohnung, Energie, Lebensmittel) noch heterogener als die absoluten Diskrepanzen in Preisziffern und Staatsquoten...

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ichsagemal 07.01.2015, 19:54
3.

.. von allen Übeln ist Deflation die übelste. Wer's nicht glauben mag, recherchiere mal Deflation Japan. Und wir sind vergleichbar überaltert.

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freespeech1 07.01.2015, 19:57
4.

Die Problematik ist eigentlich ganz gut erklärt.

"Die Zentralbanker gehen erst bei einer Inflation von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen aus." Dieser Satz ist in sich völlig unlogisch. Inflation und Preisstabilität schließen sich aus. Die wirklichen Hintergründe er Inflationsförderungspolitik werden hier aber mal genannt: Weginflationierung der Staatsschulden auf Kosten der Sparer!

Die gegenwärtige "Deflation" ist ein Konjunkturprogramm für unsere Wirtschaft, auf Kosten der Ölförderländer. Es findet eine Wohlstandsverlagerung statt, von der die EU mit Ausnahme von GB profitiert.

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studibaas 07.01.2015, 20:04
5. Wir halten fest:

"Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak sowie für Industriegüter blieben unverändert. Dienstleistungen verteuerten sich sogar um 1,2 Prozent. Rechnet man die Energiekosten heraus, so stiegen die Preise insgesamt um 0,6 Prozent."
Deswegen merke ich von der Deflation so wenig. Als nicht Autofahrer und nicht stinkreicher Typ der sich Luxusgüter kaufen kann wurde wieder alles teurer. Wo also bleibt die Deflation für den armen Mann?

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studibaas 07.01.2015, 20:06
6. Wir halten fest:

"Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak sowie für Industriegüter blieben unverändert. Dienstleistungen verteuerten sich sogar um 1,2 Prozent. Rechnet man die Energiekosten heraus, so stiegen die Preise insgesamt um 0,6 Prozent."
Deswegen merke ich von der Deflation so wenig. Als nicht Autofahrer und nicht stinkreicher Typ der sich Luxusgüter kaufen kann wurde wieder alles teurer. Wo also bleibt die Deflation für den armen Mann?

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fin2010 07.01.2015, 20:21
7. seltsam

Autofahrer und Hausbesitzer können sich laut Artikel freuen. Man könnte meinen, die Mieter heizen kostenlos.

Dafür heisst es bei steigenden Ölpreisen bestimmt wieder: Mieter werden durch steigende Heizölpreise belastet.

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erlachma 07.01.2015, 20:30
8.

Zitat von fin2010
Autofahrer und Hausbesitzer können sich laut Artikel freuen. Man könnte meinen, die Mieter heizen kostenlos. Dafür heisst es bei steigenden Ölpreisen bestimmt wieder: Mieter werden durch steigende Heizölpreise belastet.
Nicht seltsam, sondern logisch.
Und auch nicht alle Hausbesitzer profitieren - die mit Gas- oder Holzpelletheizung oder anderen nicht-Öl-basierenden Systemen profitieren nicht.

Genauso ist es mit den Mietern: heizt der Vermieter mit Öl, und hat er bis genau jetzt gewartet mit dem Auffüllen der Tanks, dann wird er ziemlich sicher auch davon profitieren. Da aber die meisten wohl vor dem Winter nachgetankt haben, eher nicht. Und die Mieter, die Fernwärme o.ä. nutzen, auch nicht.

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spon-1180483865220 07.01.2015, 20:36
9. Wollten wir nicht eine Deflation in den Südländern?

Ich dachte daß das Preis- und Lohnniveau in den Südländern fallen muß, so daß diese wieder wettbewerbsfähig werden. Denn dort sind die Lohnstückkosten zu hoch.

Habe ich mich getäuscht.

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