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Deflation in der Eurozone: Wen die fallenden Preise treffen
DPA

Erstmals seit gut fünf Jahren fallen in der Eurozone die Preise. Was Verbraucher freut, setzt viele andere unter Druck - vom Kleinsparer bis zum Zentralbankchef. Ein Überblick.

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scottbreed 07.01.2015, 20:36
10. 2009??

also ich kann mich erinnern das der Benzin Preis 2009 schon ganz schön teuer war gegenüber 2003 oder 2004.. ich kann mich erinnern das der bezinpreis mal bei 1.35. dm war so und jetzt mal schön in Euro umrechnen das währen 67 cent pro Liter super Benzin B-) momentan ist der Benzinpreis bei 1.20 Euro ungefähr. das mal 2 sind 2.40 in dm.. also immer noch viel zu teuer.. ich kann mich nicht erinnern das ich kurz vor der Euro Einführung 2.40 dm für nen Liter Benzin bezahlt habe..

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schwaebischehausfrau 07.01.2015, 20:37
11. Das Märchen von der bösen Deflations-Spirale

..das Märchen von der bösen Deflations-Spirale. Komisch, in der Vergangenheit waren es immer STEIGENDE Ölpreise, die die Konjunktur abgewürgt haben (man erinnere an den "Ölpreis-Schock" in den Siebzigern. Jetzt sind sinkende Ölpreise ganz , ganz schlimm! Da muss man sich dann schon seine ganz eigene Logik zusammenbauen.
Und jetzt müssen die fallenden Preise auch noch dafür herhalten, dass Draghi endlich ungehemmt südeuropäische Staatsanleihen aufkaufen darf - also das machen kann, was der EZB eigentlich von ihren Statuten her verboten ist: Staatsfinanzierung zu betreiben. Null-Zinsen reichen jetzt schon nicht mehr aus, damit sich Italien & Co. weiter billig verschulden können und somit notwendige Struktur-Reformen weiterhin aussitzen können. Das schöne daran für die Dolce-Vita-Staaten: Jetzt haftet die EZB endlich für ihre Staatsverschuldung und insbesondere der deutsche Steuerzahler mit mehr als 25%.

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quap.sel 07.01.2015, 20:38
12. Der Sparer leidet nicht! Aber die Wirtschaft. Und damit alle!

Wenn schon keine Zinsen, dann ist für den Sparer doch gut, dass wenigstens die Preise sinken. Und AFAIK ist gerade das die Gefahr: Wenn man dann sein Geld unterm Kopfkissen spart (es gewinnt ja auch hier an Wert) dann ist es nicht im Fluss und fehlt der Wirtschaft. Schlecht für die Wirtschaft, ja! Aber der einzelne Sparer leidet nicht.

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ach 07.01.2015, 20:39
13. eigentlich

.. profitieren gerade Kleinsparer von einer Deflation.
Nur habe sie in der EU-Zone das Pech, daß sich die EZB nicht für sie interessiert und zur Freude anderer Interessengruppen einen Inflationskurs fährt.

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Pandora0611 07.01.2015, 20:53
14. Deflation in der Euro-Zone

Ein Gespenst geht um in der Eurozone.
Das Gespenst einer Deflation.

Jenseits der Zapfsäulen ist denn auch von fallenden Preisen wenig zu spüren: Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak sowie für Industriegüter blieben unverändert. Dienstleistungen verteuerten sich sogar um 1,2 Prozent. Rechnet man die Energiekosten heraus, so stiegen die Preise insgesamt um 0,6 Prozent.

Um wieviel Prozent sind die Preise in Deutschland gesunken?
Der Strompreis, Steuern und Abgaben und Lebensmittelpreise sind gestiegen.
Wenn die Preise in Griechenland und Spanien gesunken sind, ist das eine Sache, aber es betrifft nicht die gesamte Euro-Zone.
Und von Deflation kann man da noch lange nicht sprechen.

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suedbaden6 07.01.2015, 21:02
15. Aha!

Der Kleinsparer leidet also unter der "Deflation"!
Angenommen, der "Kleinsparer" hätte 10.000 TEURO auf seinem Sparbuch, bei einer in Brüssel behaupteten Inflation von 2%. Dann wäre seine "Verzinsung" sehr, sehr optimistisch angenommen auch 2%.
Der Kleinsparer würde also IM JAHR 200€ Zinsen bekommen, von denen der Staat ihm schon mal 50€ direkt abzieht.
Seine Lebenshaltungskosten als Kleinsparer setzen wir mal mit 1.500 € an, die tasächlich nur mit den schön gerechneten 2% inflationiert würden. Dann steigen durch diese "Idealinflation" seine Lebenshaltungskosten um 360€ p.a. Er wird also real um 210€ ärmer, die letztlich den "Großsparern" zu Gute kommen, deren Finanzschulden durch diese "Idealinflation" zuverlässig sinken.
Wen wundert's, dass er lieber unter der "Deflation" leidet.
Noch Fragen, SPON?
Vielleicht mal erst denken und dann schreiben?

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suedbaden6 07.01.2015, 21:12
16. Aha!

Der Kleinsparer leidet also unter der "Deflation"!
Angenommen, der "Kleinsparer" hätte 10.000 TEURO auf seinem Sparbuch, bei einer in Brüssel behaupteten Inflation von 2%. Dann wäre seine "Verzinsung" sehr, sehr optimistisch angenommen auch 2%.
Der Kleinsparer würde also IM JAHR 200€ Zinsen bekommen, von denen der Staat ihm schon mal 50€ direkt abzieht.
Seine Lebenshaltungskosten als Kleinsparer setzen wir mal mit 1.500 € an, die tasächlich nur mit den schön gerechneten 2% inflationiert würden. Dann steigen durch diese "Idealinflation" seine Lebenshaltungskosten um 360€ p.a. Er wird also real um 210€ ärmer, die letztlich den "Großsparern" zu Gute kommen, deren Finanzschulden durch diese "Idealinflation" zuverlässig sinken.
Wen wundert's, dass er lieber unter der "Deflation" leidet.
Noch Fragen, SPON?
Vielleicht mal erst denken und dann schreiben?

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die_bittere_wahrheit 07.01.2015, 21:28
17.

Zitat von suedbaden6
Der Kleinsparer leidet also unter der "Deflation"! Angenommen, der "Kleinsparer" hätte 10.000 TEURO auf seinem Sparbuch, bei einer in Brüssel behaupteten Inflation von 2%. Dann wäre seine "Verzinsung" sehr, sehr optimistisch angenommen auch 2%. Der Kleinsparer würde also IM JAHR 200€ Zinsen bekommen, von denen der Staat ihm schon mal 50€ direkt abzieht. Seine Lebenshaltungskosten als Kleinsparer setzen wir mal mit 1.500 € an, die tasächlich nur mit den schön gerechneten 2% inflationiert würden. Dann steigen durch diese "Idealinflation" seine Lebenshaltungskosten um 360€ p.a. Er wird also real um 210€ ärmer, die letztlich den "Großsparern" zu Gute kommen, deren Finanzschulden durch diese "Idealinflation" zuverlässig sinken. Wen wundert's, dass er lieber unter der "Deflation" leidet. Noch Fragen, SPON? Vielleicht mal erst denken und dann schreiben?
Sie wissen noch nicht einmal das es in Deutschland einen Sparer-Pauschbetrag in Hoehe von 801 Euro gibt und sagen gleichzeitig anderen Menschen dass sie vor dem schreiben erst mal denken sollen?!

Lustig ...

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blurps11 07.01.2015, 21:37
18.

Zitat von ichsagemal
.. von allen Übeln ist Deflation die übelste. Wer's nicht glauben mag, recherchiere mal Deflation Japan.
Habe ich gemacht...Sie auch ?

Drittgrösste Volkwirtschaft der Welt, vor dem ja laut Medien seit Jahren alle Statistiken nach oben durchbrechenden Deutschland. BIP pro Kopf nur geringfügig unter dem von Deutschland. Gini-Koeffizient nur geringfügig höher als in Deutschland. Von massenweise hungernden Kindern oder Rentnern ist mir auch nichts bekannt.

Nach gut 20 Jahren Dauer"krise" nicht schlecht...

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klaus47112 07.01.2015, 22:02
19. wer das Wort...

Deflation im Zusammenhang mit der augenblicklichen Preisentwicklung in den Mund nimmt hat entweder keine Ahnung von Volkswirtschaft, oder ist Politiker oder heißt Draghi!

Der Verfall der Ölpreise, von dem wir wegen des katastrophal niedrig bewerteten Euro (politisch herabgeknüppelt) nur zum Teil partizipieren, ist eigentlich ein gigantisches Konjunkturprogramm weil es Kaufkraft freisetzt!

Ein Inflationsziel von 2 % gibt es nicht, das ist eine Erfindung Draghis zur Unterstützung der hoch verschuldeten Südländer. Es gab mal eine Toleranzgrenze von 2 % unter der die BuBa nicht einschreiten wollte, aber nie ein Ziel 2 % wäre ja auch hirnrissig!

Im übrigen selbst wegen 2 % Deflation würde doch kein Mensch die Neuanschaffung eines Fernsehers, Handys oder Kleinwagens verschieben. Die par Euro die man da vielleicht spart??? und Energie, Essen, Miete kpönne sie nicht verschieben!

Deflation ist eine politisch Chimäre die nur die geplante Staatsfinanzierung durch die EZB legalisieren - pardon legalisieren geht ja nicht- aber rechtfertigen soll!

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