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Deflation: Verbraucherpreise in der Eurozone sinken erstmals seit 2009

Der sinkende Ölpreis lässt auch die Verbraucherpreise fallen. In der Eurozone herrscht erstmals seit dem Krisenjahr 2009 eine Deflation.

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waltraudnetwall 07.01.2015, 12:40
90. Deflation?

Wo bitteschön ? Beim Tanken ja aber ansonsten große bis sehr große Preise.

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CommonSense2006 07.01.2015, 12:40
91. Totaler Unsinn

Wenn die Preise nur wegen der gefallenen Energiekosten im Durchschnitt etwas fallen, wird es keinen deflatiomnären Effekt geben, weil eben die Einkaufspreise für Investitionsgüter und (hergestellte) Konsumgüter nicht fallen. So schlau sollte die EZB auch sein und nicht wie ein gebanntes Kaninchen auf ihre Excel-Tabellen und Zielkorridore starren.

Oder soll das Gnaze nur als zusätzliche Rechtfertigung für Draghis "quantitavie Lockerung" herhalten? Der hat es wohl immer noch nicht gelernt: Wenn die Unternehmer keine guten Zukunftsaussichten haben, werden sie keine Kredite nachfragen, da kann er das Geld so billig hergeben wie er will. Die Banken achten bei ihrer Kreditvergabe in erster Linie auf Bonität der Schuldner und die steigert sich nicht durch quantitavie Lockerung oder Leitzinsen bei 0,0%.

Strukturreformen sind gefordert, aber dafür ist die EZB nicht zuständig, sondern die Regierungen in Italien, Frankreich, Portugal, Spanien und Griechenland. Aber da kann man auch auf den Weihnachtsmann warten...

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forsell 07.01.2015, 12:41
92. Sind Sie etwa...

Zitat von Ludwigsburger
Durch Steuersenkungen könnte man die Nachfrage steigern.
vom Dreikönigstreffen der Magenta-Liberalen gerade nach Hause gekommen... ?

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localpatriot 07.01.2015, 12:44
93. Der Artikel ist ein Blödsinn

Fallende Preise bedeuten einfach dass der Verbraucher für seine Bedürfnisse weniger zahlt, also sich mehr leisten oder mehr sparen kann.

Was soll das ganze Gelaber über Gefahr? Gerade das Gegenteil ist der Fall. Man braucht weniger Lohn und Rentenerhöhung und die Mehrzahl der Menschen, nicht nur die Genossen der Mächtigen und Wirtschaftsweisen sollten in der Lage sein ein wenig mehr Sonnenschein zu geniessen.

Wenn schon ein Panikartikel, dann wenigstens ein bisschen erklären.

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GoBenn 07.01.2015, 12:44
94.

Zitat von Thomas Schnitzer
Mit Täuschung hat das absolut nichts zu tun, nur weil ihnen der Käse zu teuer ist. Auf der Packung steht drauf, wieviel drin ist und auf dem Schild am Regal ist der Preis pro 100 g zum leichteren Vergleichen. Die Informationslage ist deutlich transparenter als noch vor 10 Jahren. Und mal als Anmerkung: In NL und F sind Lebensmittel nochmal teurer, und die Franzosen fragen sich (zu recht), wieso Deutsche sich über Gammelfleisch beschweren, aber gleichzeitig nicht bereit sind, einen angemessenen Preis fürs Fleisch zu zahlen. Aber hauptsache auch gemeckert...
Sie scheinen ja mächtig gemütlich beim Einkaufen unterwegs zu sein, wenn Sie die Muße haben, all die in Winzschrift gehaltenen Vergleichsschildchen zu entziffern und dann umständliche Vergleiche durchzuführen ;-)

Ehrlich gesagt, fehlt mir diese Zeit, wenn ich zack-zack meine Standard-Lebensmittel zusammenklaube. Ich würde sicher erst daheim oder nie feststellen, dass plötzlich 40 Gr. oder zwei Riegel weniger in der Packung sind. Die verlässlichen Einheitsgrößen waren eine gute Sache.

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wakaba 07.01.2015, 12:45
95.

Deflation gibts nur wenn Marktpreise fallen. Produkt- und Dienstleistungspreise sind aber generell überhöht - es findet also nur eine Marktpreisbereinigung und Marketingerosion statt. Das ist KEINE Deflation sondern Kaufverzicht der Informierten und Kaufmittelmangel der Armen.

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royal_flush 07.01.2015, 12:48
96.

Zitat von ichsagemal
... von allen wirtschaftlichen Krisen ist Deflation die schlimmste und die, die am schwersten zu bekämpfen ist.Aktuelles Beispiel Japan. Wir werden das dann wohl auch auf Jahre hin erleiden müssen.
Japan hat konstant unter 5% Arbeitslosigkeit. Wenn das eine Deflation kennzeichnet, nehme ich sie gerne in Kauf

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vandenplas 07.01.2015, 12:50
97. Gemeint ist der gesamte EU Raum!

Wenn man sich die Entwicklung der Preise in verschiedenen Ländern der EU seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise ansieht, dann kann eine Preisdeflation nicht übersehen werden. Sie ist auch eine direkte Folge der "alternativlosen" Austeritätsprogramme! Sinkende Löhne verursachen eine sinkende Nachfrage. Eine sinkende Nachfrage drückt auf die Preise. Das ist und war auch so gewollt von den Euro-Sanierern (einschliesslich Schäuble und Merkel), da ja Länder wie Griechenland ihre Währung nicht alleine entwerten können um wettbewerbsfähiger zu werden. Nach meinen Beobachtungen leiden einige Sektoren schon seit Jahren unter deflationären Verhältnissen. Besonders gut zu beobachten ist diese Tendenz im Dienstleistungssektor wo sich die Preise teilweise in Richtung Süden wortwörtlich überschlagen haben. In verschiedenen Ländern der EU scheint diese Entwicklung mittlerweile aber auch bei normalen Konsumartikeln und Lebensmitteln angekommen zu sein. Dass nun die gesamte Eurozone in die Deflation gerutscht ist, hängt wohl mit dem massiven Preiszerfall für Energieträger zusammen. Das ist eigentlich ein Glücksfall. Denn das Schlimmste was den Normalbürger treffen kann ist eine Deflation im Binnenmarkt (niedrigere Löhne, schlechtere Einnahmen, tiefere Gewinne) in Kombination mit einer Inflation bei wichtigen Importgütern wie den Energieträgern. In einem solchen Fall kriegt man die Ohrfeige von beiden Seiten, denn einerseits verdient man weniger und andererseits steigen die Kosten für lebenswichtige Importgüter. Bleibt zu hoffen, dass der Kurs für den Euro und die an ihn gekoppelten Währungen nicht weiter sinken... Es wird Zeit mal etwas für den Normalverbraucher, den Binnenhandel und das Kleingewerbe zu tun. Exportindustrie ist nicht alles...

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Progressor 07.01.2015, 12:56
98. Richtig, wir warten ab

Zitat von polltroll
Wenn ich das richtig sehe, ist die Mini Deflation einzig auf den Verfall der Energiekosten zurück zu führen. Ich weiß nicht warum ein Verbraucher oder Unternehmen Ausgaben/ Investitionen zurückhalten sollte nur weil der Strompreis sinkt. Tatsächlich haben die rasant steigenden Energiekosten der letzten Jahre die bereits vorhandene Deflation gut überdeckt. Also abwarten und Tee trinken.
Es gibt da einen Disney-Film der sich "Die lustige Welt der Tiere" nennt. Darin hebt ein Affe auf der Suche nach Futter größere Steine auf. Unter einem Stein befindet sich eine Schlange, die den Affen giftig anfaucht. Vor Schreck lässt der Affe den Stein wieder fallen und nebelt in Ohnmacht fallend ein paar Schritte zurück.

Nach einiger Zeit berappelt er sich wieder, kommt auf die Beine und geht genau auf den selben Stein mit der Schlange zu und das Schauspiel wiederholt sich. ...

Obwohl die Depressionen mit Liquiditätsfalle und Deflation makroökonomisch so gut analysiert wurden wie nur was, gehen wir innerhalb von 100 Jahren, nach der Großen Depression im letzten Jahrhundert und der Situation in Japan, wieder mal in die selbe Falle.

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cabeza_cuadrada 07.01.2015, 12:56
99. gleich bei ihrem ersten Absatz stimmt weder das eine noch das andere.

Zitat von kaimaster
Auch bei Inflation steigt der Lohn nicht richtig mit. Die Preise haben sich seit der Einführung der Euro mehr als verdoppelt und der Lohn? Die Preise sind wegen fallendem.....
Die Preise haben sich NICHT verdoppelt. Und auch DER Lohn ist nicht gleich geblieben. Beweise erspare ich mir mal, die wollen sie sowieso nicht hören.

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