Forum: Wirtschaft
Deflationsgefahr: Warum Deutsche fallende Preise fürchten sollten

Die Mehrheit der Deutschen erwartet steigende Preise - um fallende schert sich dagegen kaum jemand. Das aber ist brandgefährlich.

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s.4mcro 26.02.2014, 17:01
1. Gehirnwäsche

oben im Text: Wenn der Verbraucher sich freut, hat er sich zu fürchten! Tut er das Gegenteil ist das Wirtschaftswachstum gerade noch "hoch" genug. Bitte nicht selbstständig Gedanken dazu machen! Glauben und fürchten - auf gehts!

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Msc 26.02.2014, 17:19
2. optional

Mit Verlaub: Warum GENAU sollten die Deutschen denn jetzt Deflation fürchten? Weil Japan mal eine Deflation hatte und es da übel zuging?
Hier wird lediglich über eine zu geringe Inflation spekuliert. Dabei hilft Inflation doch in Wirklichkeit, wie jeder weiß, nur einem: Dem, der Schulden hat. Je mehr umso besser.
Außerdem kann der normale Michel doch nichts daran ändern, ob es jetzt Inflation gibt oder Deflation oder oder oder. Das liegt doch einzig allein an vorhandener Geldmenge im Warenkreislauf. Gäbe es wieder gescheite Lohnerhöhungen (so wie im Bundestag!) und weniger Abbau von richtigen Arbeitsplätzen, würde die Inflation automatisch wieder anziehen.

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AGA2759 26.02.2014, 17:21
3. Mit Belustigung

lese ich von aufgeschobenen Kaufentscheidungen. Wenn der Kühlschrank kaputt ist, wird er ersetzt. Oder wer kauft spontan, einfach so, mal wieder einen neuen Kühlschrank? Kühlschranksammler?
Was aufgeschoben wird, sind unnütze Anschaffungen, die man bisher schon nicht benötigt hat. Das ist kein Fehler, da die Ressourcen geschont werden, keine Energie für die Herstellung benötigt wird, kein Transport der Teile anfällt und kein Sperrmüll entsteht, der entsorgt werden muss.

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blurps11 26.02.2014, 17:21
4.

Münchau hat insofern recht, als dass die Umfrage der GfK etwas ganz anderes als die Inflation nach Definition der Ökonomen erfasst hat.

Der Rest des Artikels ist das gewohnte Geschwurbel. Witzig auch, dass immer wieder Japan als abschreckendes Beispiel herhalten muss. Wenn Abe im derzeitigen ideologischen Klima wirklich Arbeitsmarktreformen durchsetzen sollte, wird das für den Grossteil der japanischen Beschäftigten wesentlich gravierendere Folgen haben, als zwei Jahrzehnte Dauer"krise".

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Rosa3000 26.02.2014, 17:31
5. Münchie pennt wieder

1.) Es ist doch tatsächlich so, dass ein Fernseher oder Kühlschrank billiger wird. Bzw. für's gleiche Geld in 2 Jahren was besseres zu haben ist. Und trotzdem werden Geräte gekauft.
2.) Bei anderen Sachen, die Otto-Normal/Gering-verdiener kaufen muss, ist die Inflationsrate viel höher als das Statistische Bundesamt (Hallo! Ein Amt! Untersteht also der Exekutive, nicht unabhängig) glauben machen will. Also Energie, Wohnen, Essen. Deshalb glaubt kaum jemand an Deflation. Ich würde mich freuen, wenn Strom mal wieder günstiger würde!

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berti1947 26.02.2014, 17:34
6. optional

deflationierend sind nur: gebrauchte Luxusautos,denn die ehem. 2tKäuferschicht hat das Geldnicht mehr durch Inflation und zu geringe Lohnsteigerungen.Politiker ausgenommen,aber die fahren eh umsonst.
Dann noch Immobilien in der Provinc wg. der Landflucht u.schrumpfenden Bevölkerung,auch keine Arbeitsplätze mehr,weil wir diese exportiert haben.U.einige elekt. Geräte,die man nur alle Jahre erneuern muss,z.B.gebrauchte Handys und Hörgeräte sind nix wert

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pacificwanderer 26.02.2014, 17:40
7. Gegenrede

1. Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefaelscht hast.
zu 1. Die Statistiker haben offenbar nur Produkte, welche billig blieben in ihre Darstellung uberenommen, jedoch Strom, Heizenergie und hochwertige Lebensmittel ausgelassen, dazu Autos, Wohnraummieten und gediegene Konfektion.
2.Steuer- und Abgabenerhoehungen, zB GrunderwerbSt, gemeindeeigene Strassenfinanzierungen und Bahntarife wird der Lebenshaltungsindex weiter gemindert.
3. Geringe Renditen auf Spargelder und sonstige Anlagen
Fazit: Stark steigende Kosten und gering steigendes oder stagnierendes Einkommen signalisiert fuer mich INFLATION!

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ironman_10 26.02.2014, 17:43
8. Kühlschrank

Wenn der Kühlschrank kaputt ist, kann ich nicht warten, ich brauche sofort einen neuen. Andernfalls gehen meine Lebensmittel kaputt. Das Argument ist in meinen Augen Blödsinn. Gleichzeitig haben die meisten Unternehmen in ihren Kalkulationen Gewinnmargen einberechnet. Ein etwaiger Rabatt geht also zu Lasten dieser Marge. Für Verbraucher schön, dass er weniger zahlen muss, für Unternehmen und Aktionäre weniger schön, weil weniger Gewinn/Dividende. Es führt selten zu Lasten eines Deckungsbeitrages. Ein weiteres Beispiel: welcher Verbraucher kauft nicht gerne im Supermarkt die Produkte ein, die gerade im Sonderangebot sind? Da erwartet auch niemand, dass das Produkt noch billiger wird. Ich kaufe mir eher ein bisschen mehr. Für mich ist die Deflation reine Panikmache!

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ixfüru 26.02.2014, 17:43
9. Ich betreibe zwar keine

wissenschaftlichen Untersuchungen, allerdings beobachte ich seit Jahren, dass ich für meinen Warenkorb (Bedarf), der sich nicht geändert hat, stetig mehr ausgeben muss - unabhängig von meinem Einkommen. Früher führte man ein "Haushaltsbuch", heute geht's bequemer und wohl auch genauer. Im Warenkorb befindet sich kein Kühlschrank, allerdings muss der auch nicht ständig gekauft werden. Wenn er defekt ist, muss er erneuert werden - egal, ob er im nächsten Jahr noch billiger werden könnte. Warum sollte D. eine hohe Inflation hinnehmen, um den "Südländern" vor dem Bankrott zu retten. Ich würde auch nicht in Elbe springen, um meinen Nachbarn vor der Pleite zu retten - noch dazu, wenn er selbst dran Schuld wäre.

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