Forum: Wirtschaft
Deflationsgefahr: Warum Deutsche fallende Preise fürchten sollten

Die Mehrheit der Deutschen erwartet steigende Preise - um fallende schert sich dagegen kaum jemand. Das aber ist brandgefährlich.

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schwaebischehausfrau 27.02.2014, 17:59
100. Ein netter Versuch...

..den Leuten einzureden: Steigende Preise, Mieten, Energiekosten sind gut für euch, Leute. Also freut euch gefälligst!!! Und sinkende Preise sind bäääh, igittigitt, gaaaanz schlecht für euch.!!! Die Reaktion der SPON-Leser ist ja sehr deutlich ausgefallen: Sie stehen offenbar mitten im Leben und haben ihre eigene Wahrnehmung dazu, wie korrekt die publizierten "offiziellen" Inflationsraten sind. Leider wird die Sache mit dem tollen "Kühlschrank-Beispiel" und der Theorie der aufgeschobenen Investitionen in Erwartung fallender Preise auch nicht besser. Im Gegenteil: Leider eine typische VWLer Theorie aus der Mottenkiste, die jeder Student im 2. Semester widerlegen kann - und Menschen, die im Alltäg täglich Kaufentscheidungen treffen müssen , schon sowieso. Der Herr verschone uns vor VWLern und ihren Modellen und Theorien, die höchstens unter der Glaskugel funktionieren - nämlich ceteris paribus. Ein netter Versuch, ....aber leider auch ein ganz schwacher!!!! Setzen , 5!!!!

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cucarracca 27.02.2014, 19:16
101. Nachdenken bitte!

Zitat von schwaebischehausfrau
..den Leuten einzureden: Steigende Preise, Mieten, Energiekosten sind gut für euch, Leute. Also freut euch gefälligst!!! ......Ein netter Versuch, ....aber leider auch ein ganz schwacher!!!! Setzen , 5!!!!
Steigende Preise für Grundnahrungsmittel, Wohnraum und Energie wirken zwar inflationär, erhöhen aber vor allem das Risiko eines plötzlichen Umschlagens in die Deflation. Das liegt daran, dass man diese Kosten nicht umgehen kann und deshalb bei anderen Gütern und Dienstleistungen sparen muss. Der Angebotsüberhang führt bei diesen nicht lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen dann zu fallenden Preisen. Die Unternehmen verdienen weniger, bauen Arbeitsplätze ab und senken Löhne, was aber nur zu einem weiteren Sinken der Nachfrage führt, und schon dreht sich die Abwärtsspirale. Steigende Mieten und Energiepreise sind also überhaupt nicht gut, weder für die (echte) Inflation und erst recht nicht gegen die Deflation. Wer einen echten Indikator für das Deflationsrisiko sucht, der muss alles aus dem viel zitierten Warenkorb herausnehmen, was der Mensch täglich zum Leben braucht. Aber daran hat der Staat natürlich kein Interesse. Die steuerliche Entlastung des Mittelstands und der Abbau von Lohnnebenkosten wären ein probates Mittel, um die Deflation zu bekämpfen und in Zeiten ausgeglichener Haushalte dringend zu empfehlen. Aber auf diesem Ohr ist unsere Regierung leider auch taub. Also horten wir unser Geld und kaufen Gold.

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villiper 28.02.2014, 10:07
102. So viel Inkompetenz schmerzt

Der Autor scheint viele Zusammenhänge entweder nicht zu kennen oder nicht zu verstehen. Das beginnt mit der von ihm genannten Inflationsrate. Diese beschreibt mit Nichten die tatsächliche Preissteigerung, sondern nur die, eines willkürlich gewählten und veralteten Warenkorbs. Die Berechnungen daraus sind systematisch zu niedrig, denn die neuen, oft stärker nachgefragten Produkte sind oft teurer als die damit ersetzten. Jede Regierung ist froh, dass die Rate künstlich kleiner ausfällt, denn sie führt dies ja auf ihre Politik zurück.
Darüber hinaus sollten wir dankbar sein, dass die meisten Menschen nicht wirklich ahnen, wie sehr die Geldmengenvermehrung seit vielen Jahren "heißläuft". Immer mehr Geld steht einer Warenmenge entgegen, die eben längst nicht so stark wächst. Warum soll denn dann bitte der Tausch "Ware gegen Geld" zugunsten des Geldes ausgehen?
Der Vergleich mit Japan hinkt zudem so dermaßen - es ist fast traurig, dass der Spiegel einem so wenig durchblickenden Menschen hier ein Forum gibt. Aber bitte: Ich schließe mit ihm gerne Kaufverträge in die Zukunft ab - zu Preisen von heute. Nach seinen Darlegungen ist das dann für ihn ein gutes Geschäft.

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HerbertVonbun 28.02.2014, 11:41
103. Merkwürdig!

Es ist schon merkwürdig, wieviele selbsternannte Experten sich in den Foren äussern und letztlich beweisen, dass sie vom Marktgeschen an sich keine Ahnung haben. Und der Platz hier ist viel zu eng, zeitlich beschnitten und dergleichen, um sich erschöpfend über Märkte und Güter auszulassen! - Ein "No go" an sich. Und wenn selbst der Texteschreiber so dünnbrüstig ist, kann dabei auch garnicht mehr dabei herauskommen. Märkte, wie theoretisch auch immer beschrieben, funktionieren in der Wirklichkeit nicht!

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nilaterne 07.03.2014, 19:16
104. Deshalb

Zitat von schwaebischehausfrau
..den Leuten einzureden: Steigende Preise, Mieten, Energiekosten sind gut für euch, Leute. Also freut euch gefälligst!!! Und sinkende Preise sind bäääh, igittigitt, gaaaanz schlecht für euch.!!! Die Reaktion der SPON-Leser ist ja sehr deutlich ausgefallen: Sie stehen offenbar mitten im Leben und haben ihre eigene Wahrnehmung dazu, wie korrekt die publizierten "offiziellen" Inflationsraten sind. Leider wird die Sache mit dem tollen "Kühlschrank-Beispiel" und der Theorie der aufgeschobenen Investitionen in Erwartung fallender Preise auch nicht besser. Im Gegenteil: Leider eine typische VWLer Theorie aus der Mottenkiste, die jeder Student im 2. Semester widerlegen kann - und Menschen, die im Alltäg täglich Kaufentscheidungen treffen müssen , schon sowieso. Der Herr verschone uns vor VWLern und ihren Modellen und Theorien, die höchstens unter der Glaskugel funktionieren - nämlich ceteris paribus. Ein netter Versuch, ....aber leider auch ein ganz schwacher!!!! Setzen , 5!!!!
sage ich auch, muss es Mindestlöhne geben.
1. Wer Geld hat kauft Konsumgüter, schmeißt vielleicht den ollen Kühlschrank weg und kauft einen mit trippel A.
2. Wer Geld hat, benötigt beim Staat keine Aufstockung, er spart also Steuergelder und er zahlt statt dessen Steuern
3. Wer Geld hat, achtet darauf. daß die eigenen Kinder gebildet sind und ebnen so den Weg aus der Sozialhilfe heraus.
4. Diese Kinder werden somit wiederum zu Konsumenten.

Somit wird der Deflation entgegen gewirkt.

Wer jetzt sagt, es werden auch Arbeitslose entstehen, weil bestimmte Jobs sich einfach nicht rechnen: Ja, das kann sein. Es werden dafür aber andere Jobs entstehen, weil der Konsum steigt. Und Jobs in den Armutszonen, werden sowieso immer zuerst abgeschafft, wenn es hart auf hart kommt.

Die Eu beklagt sich, daß Deutschland sein Bruttosozialprodukt auf Kosten der EU hält, da der Export so hoch(zu Hoch) ist.

Wenn die Binnenkaufkraft steigt, ist das Bruttosozialprodukt gefestigter, nicht zur Gänze vom Export abhängig.

Wenn Deutschland also sicher, nicht in einer Deflation landen will, müssen die Mindestlöhne endlich kommen.
(auch ich ...Japan..)
Übrigens ist die Deflation in Japan tatsächlich dadurch entstanden, da sie erheblich von dem Export abhängig war, genauer von der Automobilindustrie. Wer aber nur auf ein Pferd setzt.....

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