Forum: Wirtschaft
Demografie: Die Rente mit 76 wird kommen
DPA

Die Regierung will die Bürger auf sanfte Art auf die vergreisende Gesellschaft vorbereiten. In Wahrheit werden uns nur radikale Maßnahmen vor der Verarmung bewahren. Aus der Rente mit 67 müsste eigentlich die Rente mit 76 werden.

Seite 1 von 36
susanne_tatter 15.06.2014, 19:25
1. ja und?

Zitat von sysop
Aus der Rente mit 67 müsste eigentlich die Rente mit 76 werden.
Die Lebenserwartung steigt stetig, ca. alle vier Jahre um ein Lebensjahr. Was spricht dagegen, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln? Z.B. 20 Jahre vor der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Jahrganges.

Beitrag melden
Diskutierender 15.06.2014, 19:27
2. Soviel zur Generationengerechtigkeit

Zitat von sysop
Die Regierung will die Bürger auf sanfte Art auf die vergreisende Gesellschaft vorbereiten. In Wahrheit werden uns nur radikale Maßnahmen vor der Verarmung bewahren. Aus der Rente mit 67 müsste eigentlich die Rente mit 76 werden.
Zitat aus dem Artikel:
"Die Großväter der Babyboomer gingen um 1970 im Alter von 65 Jahren in Rente und hatten dann noch eine Lebenserwartung von knapp 13 Jahren. Ihre Enkel und Urenkel werden 2030, nach einem meist leichteren und unbeschwerteren Leben, im Alter von 65 eine um zehn Jahre längere Lebenserwartung haben. Warum gehen sie nicht auch zehn Jahre später in Rente? Wäre das nicht gerecht? Sollen etwa die geburtenschwachen jüngeren Jahrgänge für die dann alten Babyboomer schuften?"

Und genau diese Generation darf dann teilweise mit 63 Jahren in Rente gehen, während ich selbst definitiv bis 67 arbeiten darf, weil ich studiert habe - soviel zur Generationengerechtigkeit, dass ich den heutigen Alten Ansprüche finanzieren muss, die ich selbst nicht haben werde, wenn ich einmal alt werde.

Was das Rentenpaket der Bundesregierung angeht, so kann ich nur jedem jungen und gut qualifizierten Menschen raten, dieses Land zu verlassen. Sollen die egoistischen Babyboomer doch einmal schauen, wer ihre überzogenen Ansprüche dann bezahlt.

Übrigens ist es gar nicht so schlimm ins Ausland zu gehen. Ich hätte mir das nie vorstellen können, aber in der Wirtschaftskrise 2009/10 habe auch ich meinen Job verloren und war fast ein Jahr lang arbeitslos. Am Ende habe ich dann aber einen guten Job in der Schweiz gefunden, wo ich seitdem auch lebe.

Inzwischen fühle ich mich dort so wohl, dass ich aktuell nicht im Traum daran denke, nach Deutschland zurückzukehren. Das unsägliche Rentenpaket ist ein weiteres starkes Argument, in der Schweiz zu leben und zu arbeiten. Arbeiten in Deutschland lohnt sich einfach nicht.

Beitrag melden
pingu67 15.06.2014, 19:30
3. armselig

Der Mensch hat trotz gestiegener Lebenserwartung nicht länger als bisher Kraft zum Arbeiten.
Deswegen werden solche unsinnigen Rufe keinen Sinn haben.
Mir machen solche Theorien riesige Angst. Ich arbeitete viel und arbeite viel. Bin aber erst 47 und merke aber jetzt schon, dass die kommenden 20 Jahre bis 67 sehr beschwerlich werden. Die Kraft beginnt schon jetzt weniger zu werden.
Die Menschen kraftlos an ihre Schreibtische zu setzen bringt den Betrieben auch nichts.

Beitrag melden
Join_Me 15.06.2014, 19:36
4.

Warum schaffen wir die Rente nicht gleich ab? Natürlich muss weiterhin Rentenversicherung bezahlt werden. Wenn wir schon dabei sind können wir die Rentenversicherung auch auf 45% erhöhen, natürlich nur für Arbeitnehmer. Gleichzeitig entbinden wir die Arbeitgeber von ihrem Teil der Rentenversicherung.

Jemand der heute schon 47 Jahre gearbeitet hat und im Juli in Rente geht bekommt 1300 € im Monat Rente im Monat. Das ist ein Witz.

Bis ich Rente bekomme sind es Stand heute noch etwa 27 Jahre, allerdings hoffe ich das ich vorher schon den Löffel abgegeben habe, damit ich nicht in Altersarmut versinke.
Ich verdiene ganz gut und lege monatlich Geld weg, aber davon kann man im Alter doch nicht leben, selbst wenn man in seiner Eigentumswohnung lebt.

Beitrag melden
anonguest 15.06.2014, 19:39
5. Leicht gesagt...

Für eine Professor. Da ist der einzige Chef der liebe Gott und wenn man mal nicht so gut bei Laune ist, macht halt der Assi die Vorlesung.

Was ist mit denen, den der Chef 50 (fünfzig) Stunden die Woche im Nacken sitzt und noch 10 Überstunden extra fordert? Die, die den ganzen Tag in körperlich anspruchsvoller Arbeit schuften? Die, die jeden Tag höchst konzentriert Arbeit verrichten, an der Menschenleben hängt?

Und umgekehrt darf man auch nicht vergessen, dass die Automatisierung immer mehr und mehr zunimmt. Es ist doch jetzt schon immer weniger Arbeit im "Mittelfeld" zu haben. Entweder billigste Tagelöhnerarbeit oder High-Tech. Zwischendrin wird's dünn, weil der Roboter das auch alles mittlerweile kann.

Bedenkt das der Herr Professor auch oder ist er einfach nur froh, exponentielles Wachstum berechnen zu können?

Beitrag melden
grommeck 15.06.2014, 19:40
6. Herr Müller....sie gehören zur Oberschicht und ...

können gern bis 100 arbeiten, nur ich...ich möchte das nicht und das ich 86 werde ist bei einem Krebsleiden kaum zu erwarten. also??? Was meinen Sie??? Selbstmord oder Armut??? -- Übrigens ist es merkwürdigerweise sehr schwierig, diesen "Demografiewandel" anhand von öffentlich zugänglichen Zahlen nachzuvollziehen. Da scheint etwas nicht ganz koscher zu sein, Herr Wirtschaftsfachmann..

Beitrag melden
hdwinkel 15.06.2014, 19:41
7. Rente mit 76

Sorry, aber das ist doch ziemlicher Bullshit. Es gibt nicht nur zwei Reaktionen auf die Vergreisung (Erhöhung der Rente, Einwanderung) sondern noch eine Reihe anderer.
Die wichtigste ist die Erhöhung der Produktivität. Wo früher 40 Leute auf dem Feld gestanden haben steht heute noch einer. Die Versorgung der Bevölkerung ist doch gar nicht das Problem. Es ist im Gegenteil von allem zuviel da. Als ob es keine Arbeitslosigkeit gäbe, in beinahe allen Industriestaaten.

Die Forderung nach einer Erhöhung des Rentenalters ist nichts anderes als die Weigerung, endlich die Profiteure der erhöhten Produktivität an der Finanzierung der Gesellschaft angemessen zu beteiligen. Jede Maschine, die eine menschliche Tätigkeit ersetzt, so gut das für die Gesellschaft auch ist, zahlt nun mal keine Sozialbeiträge.

Beitrag melden
SchnurzelPuPu 15.06.2014, 19:41
8. Ist da was im Excel-Sheet verrutscht?

Kommt mir vor wie malen nach Zahlen. Selten so einen Blödsinn gelesen. Dumm nur, dass die Prognosen nie eintreten, da leider immer was dazwischenkommt. Wenn alle Dummköpfe, die meinen die Zukunft zu kennen, arbeiten gehen würden, hätte ich jetzt schon Rente. Mehr Kinder kriegen ist jedenfalls keine Lösung, denn deshalb haben wir ja jetzt das Rentenproblem - die Kinder von heute sind die Rentner von morgen. Wenn wir die Bevölkerung langsam abschmelzen in Deutschland, dann geht es meinen Enkeln später besser.

Beitrag melden
bietchekoopen 15.06.2014, 19:48
9. Alles Quatsch

Es fehlen lediglich 33 Milliarden Euro, um die geburtenstarken Jahrgänge durch die Rente zu bringen. Dieser Fehlbetrag lässt sich leicht durch Umschichtung des Bundeshaushaltes beschaffen. Mit solchen Artikeln will man die Bevölkerung nur veralbern und zum Rentenverzicht verführen.

Beitrag melden
Seite 1 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!