Forum: Wirtschaft
Demografie: Die Rente mit 76 wird kommen
DPA

Die Regierung will die Bürger auf sanfte Art auf die vergreisende Gesellschaft vorbereiten. In Wahrheit werden uns nur radikale Maßnahmen vor der Verarmung bewahren. Aus der Rente mit 67 müsste eigentlich die Rente mit 76 werden.

Seite 12 von 36
xx3 15.06.2014, 23:04
110.

Die Produktivität wird/ kann die nächsten Jahre und Jahrzehnte noch massiv zu nehmen.
Die Robotik kommt nämlich immer weiter aus abgeschotteten Bereichen in von Menschen dominierten Bereiche rein - Autonome Fahrzeuge, Roboter die direkt mit Menschen agieren etc..
Und abgesehen von oben angesprochenen sind in Büro / Verwaltung auch noch Produktivitätssteigerungen "ohne Ende" vorhanden wenn Bedenkenträger in Rente gehen, die noch mit Telefon und Fax aufgewachsen sind und für die selbst Email schon zu viel ist - wobei ja erst die automatische Kommunikation zw Systemen/ Maschinen (XML, EDI etc) zu echter Produktivitätssteigerung führt.
All das wird dazu führen dass ein Großteil der in Rente gehender nicht mehr benötigt wird.
Der Rest muss durch Bildung und Umschulungen aufgefangen werden.

Es wird zwar noch lange Arbeit geben die nicht automatisierbar ist (vom Friseur bis zum Informatiker) aber dass sollte auffangbar sein (s.o) ohne solche Horrorszenarien wie "Rente mit 76".

Beitrag melden
Oberleerer 15.06.2014, 23:04
111.

Zitat von hdwinkel
Jede Maschine, die eine menschliche Tätigkeit ersetzt, so gut das für die Gesellschaft auch ist, zahlt nun mal keine Sozialbeiträge.
... und genau das sollte die Maschine aber tun !

Maschinen sind dazu da, den Menschen die Arbeit abzunehmen und das Leben zu erleichtern, das haben schon die ungebildeten Maschinenstürmer nicht verstanden.

Das Ziel des Menschseins ist nicht Arbeit bis zum Umfallen und Umfallen, wenn man keine Arbeit mehr bekommt, sondern einn selbsbestimmtes Leben und das können uns Maschinen geben.
.
Davon wären wir nicht weit entfernt, wenn der Mindestlohn nicht so niedrig wäre, daß Maschinen zu teuer sind und sogar Arbeit per "ABM" gekauft wird.

Beitrag melden
tatsache2011 15.06.2014, 23:05
112.

Zitat von DJ Doena
Warum überhaupt noch Rente? Schaffen wir doch die 20% Rentenversicherung komplett ab und zahlen es an den Arbeitnehmer aus (ja, auch den AG-Anteil!). .....
Wer bezahlt dann die Rente Ihrer Eltern ?

Natürlich Sie privat, z.B. die 20 %, die Sie bisher für die Rentenversicherung gezahlt haben.
Bei Ihrem Netto-Einkommen hat sich dadurch nichts geändert.

Beispiel 20 % von 3000 € = 600 € Rente für Ihre Eltern von Ihnen.
Sind Ihre Eltern damit besser versorgt als von der Rentenversicherung?

Beitrag melden
Gebr.Engels 15.06.2014, 23:06
113.

Zitat von einmensch2013
.. bei der Diskussion um die Sicherheit der Rente das Jahr 2008 zu erwähnen. Stichwort Bankenrettung. Alleine die Abwicklung der Hypo Real Estate hat den deutschen Steuerzahler etwa 250.000.000.000 Euro gekostet. Richtig, das sind 10 Nullen hinter der 25 oder 9 hinter der 250, je nach Wunsch. Das ist schlicht die Rente einer ganzen Generation. Und die Konsequenzen? Entscheiden Sie selbst, geneigter Leser.
Rente gibts immer nach Kassenlage.
Nach der Wiedervereinigung wurden ja auch die Rentenkassen geplündert (wobei ich natürlich nicht sagen möchte das dieses eine schlechte Sache war), -na jedenfalls ist den Politikern größtenteils danach erst aufgefallen daß die Menschen ja immer älter werden...

Beitrag melden
sagradi 15.06.2014, 23:06
114. Unglaublich

@susanne tatter

ich schätze mal das sie in einem klimatisierten Büro sitzen, evtl. auch noch Teilzeit, bei nicht mal 40 Stunden die Woche. Anders kann ich mir ihre unüberlegte Befürwortung für Rente mit 76 nicht erklären. Meiner einer arbeitet schon seit Jahren im Schnitt 60 Stunden die Woche im Maschinenbaubereich, bis 76 schaff ich das wohl nicht! Bisschen arg realitätsfremd werte Dame!

Beitrag melden
fritzfrie 15.06.2014, 23:07
115. Auch dieser Bericht....

...leistet wieder ein Beitrag zur gezielten Volksverdummung. Nur um privatwirtschaftliche Interessen zu befriedigen, werden nicht unerhebliche Teile der Bevölkerung von Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung befreit.

Es gibt überzeugende Berechnungen, dass die gesetzliche Rentenversicherung, auch bei Betrachtung der demografischen Entwicklung, sicher und völlig ausreichend wäre, wenn alle einzahlen würden.

Dieses Thema ist einer der großen Bluffs in der Deutschen Nachkriegsgeschichte.

Beitrag melden
Harald G. 15.06.2014, 23:09
116.

Weil mittlerweile einige Science-Fiction Romane umgesetzt worden sind, wie zum Beispiel 1984, könnte man vielleicht auch Logan's Run verwirklichen? Einige haben schon sehr merkwürdige Vorstellungen...

Beitrag melden
io_gbg 15.06.2014, 23:10
117.

Zitat von loki21
Daher brauchen wir dringend ein steuerfinanziertes Sozialsystem und so eine Entkopplung der Sozialkosten von der menschlichen Arbeitskraft. Die Lasten des Sozialsystems können so auf alle Bereiche des Steuersystems verteilt werden (die Einzellast sinkt), und die Lohnnebenkosten als solches entfallen. Zudem würden ALLE auch Maschinen und Beamte einzahlen. Überall wo Steuern anfallen.
Völlig richtig!


Das Problem mit diesem sehr guten Vorschlag, den ich auch seit Langem vertrete, ist, wie auch mit allen anderen Vorschlägen, seien sie blödsinnig oder sinnvoll, dass bei jeder Wahl die große Mehrheit der Rentner und derjenigen, die in den nächsten 10-20 Jahren das Rentenalter erreichen, den Ausschlag geben. Und da heißt es: "Keine Experimente!"
Das falsche Rentensystem wird daher bis zum Brunnen gehen, bis es bricht.

Beitrag melden
doc.burton 15.06.2014, 23:19
118.

"Die Großväter der Babyboomer gingen um 1970 im Alter von 65 Jahren in Rente und hatten dann noch eine Lebenserwartung von knapp 13 Jahren. Ihre Enkel und Urenkel werden 2030, nach einem meist leichteren und unbeschwerteren Leben, im Alter von 65 eine um zehn Jahre längere Lebenserwartung haben. Warum gehen sie nicht auch zehn Jahre später in Rente? Wäre das nicht gerecht?"

Was wäre denn daran gerecht, wenn die Großväter von 1970 16,666% ihres Lebens als Rentner verbringen durften, die Enkel und Urenkel von 2030 aber lediglich 14,77%?

Das ist schon toll, einerseits will man die Demographie in Deutschland zum positiven wenden, andererseits will man das erreichen indem man den Deutschen immer weniger Zeit für die Gründung einer Familie lässt. Und dann wundern sich die feinen Herren noch, warum es immer weiter bergab geht. Henrik Müller, promovierter Volkswirt. Und keiner weiß warum. Die Herren Volkswirte sollten mal bedenken, dass das Leben nicht nur aus nackten Zahlen besteht, auch wenn man das von der Warte des Herrn Müller aus nicht so recht nachvollziehen kann. Als stellv. Chefredakteur eines Manager-Magazins scheint man lediglich die Sicht der 1% nachzuvollziehen können, nicht aber die der restlichen 99% des Landes.

Menschen wie Herr Müller sind es, die vielen klarmachen, dass sie besser kein Kind in diese Welt setzen sollten. Paradox, dass dann Müller und Co. sich schockiert über die Demographie in Deutschland geben und von mal zu mal radikalere Forderungen stellen, die das ganze noch verstärken anstatt ablindern, wie man es angeblich ja vorhat.

Herr Müller sollte auch mal am Leben des restlichen Deutschlands teilnehmen, nicht nur an dem der Wirtschaftsbosse mit dem dicken Säckel, die vorrangig darauf bedacht sind, dass auch deren Säckel weiter so dick bleibt.

Beitrag melden
akerensky 15.06.2014, 23:23
119.

Der Artikel ist schon in der Grundannahme falsch. Denn die Lebenserwartung wird nicht steigen sondern SINKEN. Die Lebenserwartung von Geringverdienern ist zwischen 2001 und 2010 um 2 Jahre, im Osten sogar um fast 4 Jahre gefallen. Und das ist nunmal die am stärksten wachsene Bevölkerungsgruppe.

Beitrag melden
Seite 12 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!