Forum: Wirtschaft
Demokratie in der Demografie-Falle: Landluft macht unfrei
DPA

Die zunehmenden Gegensätze zwischen Metropolen und Peripherie bringen enorme Spannungen mit sich. Sie haben das Potenzial, die Demokratie zu unterminieren.

Seite 11 von 21
DocKnow 05.08.2018, 14:52
100. Ein sehr guter Artikel! Danke. Konsquenz: Wahlkreise anpassen

Die Konsequenz muss dringend sein die Wahlkreise anzupassen. Jeder Wahlkreis muss circa dieselbe Anzahl an Wahlberechtigten umfassen. Nur gleich große Wahlkreise sind demokratisch. Das ist allgemein bekannt. So wird die Wahl allgemein und gleich.

Es darf nicht sein, dass das Land überrepräsentiert ist. Und verschärfen darf sich das erst recht nicht!

Beitrag melden
Dr. Kilad 05.08.2018, 14:53
101. Gut beobachtet. Aber was ist die Lösung?

Für mich zeigt sich hier, dass man Migration eben möglichst nicht regulieren sollte. Man kann zwar einiges tun, um die "Unerwünschten" draußen zu halten, aber nichts damit die Erwünschten nach draußen gehen (möglicherweise sogar wegen zuviel Ausgrenzung). Und dass niemand mehr die Anderen hereinlässt, hat noch nie funktioniert - und ist selbst für Deutschlands Ab- und Ausgrenzer keine Lösung. Man braucht Arbeitskräfte von außerhalb. Aber das ist nicht neu. Gingen z.B. vor der industriellen Revolution viele Deutsche nach England, kamen umgekehrt später Engländer nach Deutschland. Man könnte auch sagen, die Zeit das nationale Abgrenzung Fortschritt bringen könnte, ist ein für alle Male vorbei.

Beitrag melden
Sportzigarette 05.08.2018, 14:53
102.

Zitat von Georg E.
Bisher nur zum Baden aufs land gefahren? Ich lebe seit über 20 Jahren in einer eher strukturschwachen Region an der Westküste von SH. In einem Dorf mit gerade mal 250 Einwohnern. Von diesen Menschen die Sie beschreiben Zitat: "...Fraktion auf dem Lande, die gegen Ausländer, gegen MUslime, teilweise homophob, teilweise auch gegen den Zuzug von diesen Städtern, verboht und konservativ, dafür aber biodeutsch und misstrauisch gegenüber Allem, was sie nicht kennen" gibt es hier weniger als in den Städten. Die Menschen hier sind weltoffener als sie denken und kommen mit Migranten und Asylanten bestens aus. Klar gibt es hier auch den einen oder anderen grantigen Rassisten. Aber weniger als in der Stadt! Ich kenne beide Welten, da ich in HH arbeiten muss. Und dort gibt es abseits der In-Szeneviertel viel verbohrtere und intolerantere Menschen als hier auf dem Lande. Warum hier so viele Häuser leerstehen? Weil sich nicht alle die Pendelei in die Metropolen leisten können. Glauben sie mir, es würden viel mehr Menschen wieder zurückkommen wenn die Infrastruktur in der Provinz nicht so kaputtgespart würde. und wieder in Arbeitsplätze in der Provinz investiert würde. Dann wäret ihr auch wieder mehr unter euch und müsstet nicht mit 100 Leuten in einer Schlange bei der Wohnungsbesichtigung anstehen.Man muss sich nur die Bahnstrecken(z.B. HH-Sylt) abseits der Hauptrouten anschauen oder die Gewerbegebiete in den Kreisstädten, dann weiss man warum viele wegziehen. Aber mit dem Klischee vom tumben fremdenhassenden Landei und der damit einhergehenden Selbstgefälligkeit des ja angeblich so weltoffenen Großstädters lebt es sich natürlich viel einfacher...
Nee, bin da geboren und aufgewachsen und würde dort gern im Alter wieder leben. Insofern stimme ich Ihnen voll zu, die Infrastruktur ist das Hauptproblem, darum leben dort kaum Menschen, die anspruchsvolle Tätigkeiten haben, denn es gibt die Jobs nicht und den Verkehr, es gibt nichtmal Internet und Handyempfang. Sorry, die Leute da sind auch nicht doof, aber sie sind unwissend und daraus resultiert auch die Angst und teilweise der Hass auf alles Fremde und Neue. Und ja, es macht mich wütend und traurig zu sehen, wie Gleichaltrige, die da nie rausgekommen sind, so viel Hass auf die Werte emfinden, die mir hier in der Großstadt so lieb und teuer sind! Schon meine schwulen und ausländischen Freunde werden dort grundsätzlich mit großem Misstrauen, teilweise auch mit purer Ablehnung behandelt. Ein Freund aus Rumänien, der hier studiert hat und seit Jahren hoer lebt und arbeitet und akzentfrei deutsch spricht, wurde gefragt, wann er denn gedenkt, wieder zurück nach Rumänien zu gehen! Vielleicht ist es in Ihrer Gegend besser, aber bitte fahren Sie doch mal aufs platte Land in Ostdeutschland, dass nicht im Speckgürtel einer größeren Stadt liegt. Insofern habe ich hier meine persönlichen Erfahrungen zum Ausdruck gebracht und wenn ich damit in Ihren Augen ein selbstgefälliger Großstädter bin, ist das eben so.

Beitrag melden
seyffensteyn 05.08.2018, 14:53
103. Ich habe gar kein Problem damit

auf dem Land zu wohnen.Man kann günstig Eigentum erwerben und die Mietpreise für Wohnungen liegen hier bei 04,75 pro qm.Bevor ich mich entschlossen habe,diesen Schritt zu gehen,habe ich abgewägt,ob ich zum Facharzt oder zur Klinik länger brauche,ob das Internet auch funktioniert und wie die Versorgung mit Lebensmitteln sich gestaltet.Ich bin zu dem Schluß gekommen,dieses zu akzeptieren und ich ertappe mich dabei,wie ich weniger vor dem PC sitze und mehr mich um das Dorfleben kümmere.Ich habe das Gefühl angekommen zu sein und fühle mich pudelwohl!

Beitrag melden
till_wollheim 05.08.2018, 14:54
104. Die Chancen des ländlichen Raumes Nutzen

Die Lebensqualität ist auf dem Lande eindeutig viel höher. Daher sollten die Zuständigen diese Vorteile noch mehr unterstützen: dazu gehört sich leerende Orte schön herrichten und als Ruhegebiete ausweisen, wo keine lauten Brüllaffen-Auspuffe und anderer Lärmterror zugelassen ist. Dann würden diese Orte sehr schnell prosperieren für Intellektuelle und Rentner, die die Ruhe suchen. Dank Internet hat man heute im Land gebau die Gleichen Möglichkeiten wie in der Stadt.
Man könnte auch daran denken Satelliten-Städte in aussterbenden Regionen zu etablieren und mit Transrapid an überfüllte Zentren anzubinden. Noch besser wäre natürlich, Industrie aus überfüllten Agglomerationen auszuweisen.

Beitrag melden
Liberalitärer 05.08.2018, 15:04
105. Umsiedelung

Zitat von Sportzigarette
aber sie sind unwissend und daraus resultiert auch die Angst und teilweise der Hass auf alles Fremde und Neue. Und ja, es macht mich wütend und traurig zu sehen, wie Gleichaltrige, die da nie rausgekommen sind, so viel Hass auf die Werte emfinden, die mir hier in der Großstadt so lieb und teuer sind!
Das ist kein Hass sondern die Ablehnung einer Kinderlandverschickung in Friedenszeiten. Was soll der Spuk, Menschen zu entwurzeln? Ich erwarte mal eine Antwort!

Beitrag melden
tom_ppp 05.08.2018, 15:06
106. Dann lieber Exit

warum soll ich mich gegen einen sozialistischen Staat mit einer Dikatatorin auflehnen, die ein vergleichsweise kleines Land mit Millionen von Muslimen flutet? Selbstverständlich müssen wir durch von Krieg bedrohten Menschen helfen, aber wenn die Hilfe darin besteht junge arabische Männer 4000 km durch Europa laufen zu lassen, oder per Boot flüchtenden Afrikanern eine Bleibe zu bieten - ähm nein, völlig falsche Politik. Kritisiert man dies, ist man ein Brauner oder Blauer. Sorry, dann bin ich raus...

Beitrag melden
Überfünfzig 05.08.2018, 15:08
107. Das die Landbevölkerung maßgeblich die politischen Themen......

....setzen sehe ich in keinster Weise. Wo befinden sich alle großen Verlagshäuser? Richtig , in den Großstädten, demzufolge denken auch Redakteure im gleichen Takt, den man lebt ja im selben urbanen Umfeld und treibt des wegen die Politik mit Hetzjagden z,B, auf Dieselfahrer, Grundreinigung des Stadtraumes von vermeintlich überflüssigen Autoverkehr, Transformation zur Fußgänger und Fahrradstadt vor sich her. Auch alle Themen rund um Umweltschutz und Klimawahn werden im urbanen Raum gemacht, wo in dem hyperventlierenden Umfeld sich manche Probleme massieren, aber dann auch gerne Gesetze und Neuerungen 1:1 fürs platte Land.Bestes Beispiel Verkehrsberuhigung bis ins letzte Dorf hinein, wo gefühlt pro Stunde nur 10 Autos durchfahren Auch soll wie selbstverständlich und auf dem Rücken der Landbevölkerung der Energieerzeugungswandel vom platten Land getragen werden. Aufbegehren und Mucken ist nicht, den die grün eingefärbte Stadtbevölkerung hat es beschlossen und erwartet Vollzug..Warum bekommt Berlin zig Millarden aus dem Länderfinanzausgleich während so manche Landgemeinde ihre Bürger in Schulden stürzen muß, nur weil die Ortsdurchgangsstraße dingend erneuert werden muß. Der Traum unser demokratischen Altväter in der jungen Bundesrepublik war mal über all gleiche Lebensverhältnisse zu schaffen, aber das ist mit der Bevorzugung des urbanen Raumes vorbei.

Beitrag melden
Liberalitärer 05.08.2018, 15:08
108.

Zitat von till_wollheim
Die Lebensqualität ist auf dem Lande eindeutig viel höher. Daher sollten die Zuständigen diese Vorteile noch mehr unterstützen: dazu gehört sich leerende Orte schön herrichten und als Ruhegebiete ausweisen, wo keine lauten Brüllaffen-Auspuffe und anderer Lärmterror zugelassen ist. Dann würden diese Orte sehr schnell prosperieren für Intellektuelle und Rentner, die die Ruhe suchen. Dank Internet hat man heute im Land gebau die Gleichen Möglichkeiten wie in der Stadt. Man könnte auch daran denken Satelliten-Städte in aussterbenden Regionen zu etablieren und mit Transrapid an überfüllte Zentren anzubinden. Noch besser wäre natürlich, Industrie aus überfüllten Agglomerationen auszuweisen.
Und damit Sie es auch verstehen, ich komme aus der Tradition eines Walter Schulz und Kierkegaard. Eine Politk, die Menschen ihrer Wurzeln beraubt ist zutiefst unchristlich und auch unmoralisch.

Beitrag melden
max-mustermann 05.08.2018, 15:11
109.

So so das Land ist also in der Politik überrepräsentiert, wieso gibt es dann auf dem Land kaum/keine Ärzte, kaum Einkaufsmöglichkeiten, langsames oder kein Internet, schlechten Handyempfang, keinen vernünftigen öffentlichen Nahverkehr, Kindergärten und Schulen sind ebenfalls nur dünn gesäht usw. usw. ???
Da müssen die angeblich in der Politik unterrepräsentierten Städter ja in noch erbärmlicheren Zuständen leben, ich hoffe wenigstens Strom und Wasser sind in der Stadt noch verfügbar.

Beitrag melden
Seite 11 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!