Forum: Wirtschaft
Demokratische US-Präsidentschaftsbewerber: Sehr links und sehr reich
Mike Segar/ REUTERS

Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA kämpfen für Umverteilung. Sie müssen wissen, wo etwas zu holen ist - ihre Favoriten gehören selbst zum obersten Prozent.

Seite 3 von 5
Celegorm 13.07.2019, 20:51
20.

Zitat von tutuban
Bernie Sanders Zynismus vorzuwerfen, weil er ein Buch geschrieben hat und damit zum Millionär aufgestiegen ist verkennt in welchem Zusammenhang dieses Zitat stand. Herr Sanders war, als wohl einziger demokratischer Presidentschaftsbewerber, zu einer Townhallveranstaltung bei FoxNews gekommen und sah sich dort den häufigen Gleichmachervorwürfen seiner Hosts konfrontiert.
Nur so am Rande: es hat eine Reihe von demokratischen Kandidaten an Townhalls von Fox News teilgenommen, u.a. Buttigieg, Gillibrand und Klobuchar. Andere wie Warren haben das zwar strikt abgelehnt, aber Sanders steht damit keineswegs alleine da.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
soldev 13.07.2019, 21:03
21.

Zitat von rivka
Und? Dürfen sich reiche Menschen nicht mehr für soziale Gerechtigkeit einsetzen? Muss man arm sein, um Umverteilung zu fordern?!
Demokraten sind auch nicht links...da haben die Amis eigentlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Und Präsident kann man da drüben sowieso nur mit genug Geld werden. Im Grunde kaufen sich die Spender und der potentielle Präsident den Job. Leistung ist da eher hinderlich....

Und das Land schimpft sich selbst als leuchtendes Vorbild für Demokratie ... kann man nur drüber lachen und hoffen, dass das geringste Übel gewinnt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AndreasKurtz 13.07.2019, 21:09
22. So What?

Man muss nicht arm sein um gegen Armut zu sein. Wer behauptet, dass ein Reicher unlauter ist, wenn er links ist, hat den Kapitalismus nicht verstanden. Auch Friedrich Engels war nicht arm. Umgekehrt ist nicht jeder, der arm ist, ein Linker. Obwohl er allen Grund dazu hätte einer zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ww3 13.07.2019, 21:13
23. @10. Jil

Ich finde Ihre Einordnung von Yang als "sehr links" nicht passend. Yang ist zwar für ein Grundeinkommen, aber er hat weitaus mehr Ideen und eine einzige "sehr linke" Idee, macht ihn noch nicht "sehr links".
Er hat als Spruch "nicht links, nicht rechts, vorwärts!"
Außerdem wird er in den USA dafür kritisiert, von Fox News gemocht zu werden, da er offen gegen Identitätspolitik ist oder sich z.B. als einziger Dem-Kandidat gegen die Gewalt der Antifa ausgesprochen hat.
Ihn (auch aus europäischer Sicht) als "sehr links" einzuordnen, ist meiner Meinung nach falsch.

Es lohnt sich, sich über Yang genauer zu informieren. Er wird es vermutlich nicht diese Kampagne schaffen, aber vielleicht 4/8 Jahre später. Er hat viele neue Ideen, ist bei Problemen auf den Punkt richtig und hängt eben nicht mit der extremen linken Seite rund um AOC und Ilhan Omar zusammen - ganz im Gegensatz zu Bernie Sanders, den ich viel eher als "sehr links" einordnen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fxe1200 13.07.2019, 21:22
24. Unter den Kandidaten..

ist nur einer der seit 30 Jahren für die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung eintritt und ein grundehrlicher Politiker ist. Ihm wünsche ich die Paesidentenschaft. Dann wird endlich Schluss sein mit der aggressiven Außenpolitik, sowie der Armut in der reichsten Wirtschaftsmacht der Erde. Ich bin mir sicher, dass dann auch die Konzentrationslager an den Südgrenzen der U.S. endlich aufgelöst werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GyrosPita 13.07.2019, 21:29
25.

Zitat von s.pam
Ach ja, über die Nebeneinnahmen unserer Abgeordneten will ich gar nicht sprechen, nur soviel: die sind teilweise 7-Stellig...
Da hätt ich dann doch gerne mal nen Beleg für. Ich meine, das es bei uns Abgeordnete gibt die mit zusätzlichen Tätigkeiten gut verdienen dürfte unbestritten sein, und den einen oder anderen Fall wo Einkünfte aus Mandat und Nebentätigkeiten in einem deutlichen Mißverhältnis stehen gibt es sicher auch. Aber 7-stellig? Mindestens ne Million, und das nur durch NEBENtätigkeiten? Das scheint mir dann doch etwas zu hoch gegriffen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leander.1991 13.07.2019, 21:54
26. Schöner Artikel, liebe Ines Zöttl...

... Wenn es jetzt noch den Artikel gibt "Liberal/Konservativ aber etwas zu arm". Aber dazu wird es wohl auch nicht kommen.

Ich merke allerdings schon wie SpOn dazu anleitet nur noch in gut eingefahrenen Gleisläufen zu denken. Untertrieben würde ich das als "schade" bezeichnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horstenporst 13.07.2019, 22:08
27.

Bernie Sanders gehört nicht zum obersten Prozent.
https://slate.com/business/2019/05/how-rich-is-bernie-sanders-wealth-comparison-millionaires.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ökofred 13.07.2019, 23:06
28. Echt jetzt?

Zitat von s.pam
Der Mann heißt Oskar Lafontaine. War und ist links. Das eine schließt das andere doch nicht aus. Ach ja, über die Nebeneinnahmen unserer Abgeordneten will ich gar nicht sprechen, nur soviel: die sind teilweise 7-Stellig...
Von den 631 Bundestagsabgeordneten hat genau EINER 7-stellige Nebeneinkünfte (die bekannt sind!). Und nur 5 haben Einkünfte, die auch nur ansatzweise denen amerikanischer Politiker, ähh.. nicht nahekommen, aber naja, zumindest ein bisschen höher sind.
Diese Gerede um unsere so korrupte Politiker ist genau der Quark, der zu Hasspostings und Ablehnung unseres ganzen Systems führt, und wir wissen wo das hin führt.
Der 1. SPDler ist übrigens auf Platz 12 und der 1. Grüne (Trittin) auf Platz 66.
500 Abgeordnete haben überhaupt gar keine.
https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2015-08-03/abgeordnete-kassieren-bis-zu-214-mio-euro-nebenher-millionenbetrage-bleiben-im
P.S. Womit dieser Lerchfeld auf Nr. 1 sein Geld verdient würde ich auch gern wissen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Filsbachlerche 13.07.2019, 23:32
29. Es gibt auch in der Fachwissenschaft ein Wort

für diese Art der Demokratie, in der die Herrschaft des Volkes durch die Herrschaft der Reichen charakterisiert wird: Oligokratie.
In der Antike faßte man das nur als Entartung der Aristokratie (Herrschaft der Edlen) auf und nannte das Oligarchie.
In der modernen Demokratiekritik wird sie eben als Oligokratie bezeichnet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 5