Forum: Wirtschaft
Demonstration gegen "Mietenwahnsinn": Auf die Straße gehen, bevor man auf der Straße
DPA

In Berlin sind am Samstag Zehntausende für bezahlbaren Wohnraum und gegen "Immobilienhaie" auf die Straße gegangen. Die 58-jährige Michaela Franz war eine von ihnen. Ihr Vermieter will, dass sie im Mai auszieht.

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Hank the voice 06.04.2019, 23:23
100. Wahnsinnig falsche Zahlen

In mehreren Artikeln zum Thema Mietwahnsins steht folgen Aussage:
"wollen sie private Immobilienfirmen, denen in Berlin mehr als 3000 Wohnungen gehören, vergesellschaften." Allein der "Deutsche Wohnen" gehören in Berlin 100.000 Wohnungen (steht auch m Artikel). Wie kann dann allen Wohnungsbaugesellschaften zusammen nur 3.000 Wohnungen gehören?

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petra,köln 06.04.2019, 23:26
101. @87

da kann ich nur sagen: "Ansprüche Herunterschrauben!!!" Was hat ein Student bis dahin geleistet??? Und aufgrund von was bitte will ein Student Ansprüche erheben??? Geht's noch???? Wie wäre es mal mit Geld verdienen, anstatt den sozialen Kassen und damit dem arbeitenden Steuerzahler auf der Tasche zu liegen???

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plutinowski 06.04.2019, 23:27
102. Verödung

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich denke, die Demonstranten verstehen nicht, dass große Wohnungen mit guter/ gehobener Ausstattung etwas kosten, vor allem sie sich zentral in Berlin befinden. Wenn man sich andere Stätte wie zum Beispiel Hamburg anschaut, so ist Wohnen in Berlin noch recht preiswert. Ein Grundrecht auf billiges Wohnen in angesagten Städten und Stadtteilen gibt es nicht. Wer sich allein keine gute Wohnung leisten kann, kann ja wie viele junge Menschen auch eine WG gründen.
Ein Grundrecht auf billiges Wohnen in angesagten Städten und Stadtteilen gibt es nicht - sicher. Aber es geht ja nicht nur um angesagte Stadtteile. Wenn Mieten flächendeckend stark steigen (übrigens mittlerweile auch in vielen Mittelstädten), bedeutet das letztlich auch eine Verödung und Verarmung der Innenstädte, wenn da keine normalen Leute mehr leben können. Wollen wir das wirklich? Ich weiß nicht...

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jkoller 06.04.2019, 23:30
103.

Zitat von gartenkram
Diese prozentsätze? 90% wovon? U 50% in hamburg wovon auf was? Hamburg war schon immer teurer pro qm. Ich habe in münchen anfang der 1990er für 31 qm rd 1000 dm warm bezahlt. So what? Hat malmirgendeiner dieser demonstranten gerchnet? Was es jostet eine immobilie zuerhalten, zu modernisieren, jmzubauen? Sollteirgendwer ejne enteignung durchziehen, dann wird niemand mit verstand moch in immobilien investieren. J die herrschaften, die enteignungen fordern, können sich dann auf der grünen wiese treffen. Wohin ihre wohncontainer geliefert werden. Selbst gekauft
Hallo Herr Gartenkram, welche Sprache ist das, in der Sie schreiben? Klingt sehr interessant.

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Hank the voice 06.04.2019, 23:33
104. Falsche Zahlen! Hospitantin @ work?

In mehreren Artikeln zum Thema Mietwahnsins steht folgen Aussage:
"wollen sie private Immobilienfirmen, denen in Berlin mehr als 3000 Wohnungen gehören, vergesellschaften." Allein der Deutsche Wohnen gehören in Berlin 100.000 Wohnungen (steht auch im Artikel). Wie kann es sein, dass dann allen Wohnungsbaugesellschaften zusammen nur 3.000 Wohnungen gehören? In besser recherierten Artikeln steht, dass private Immobilienfirmen 240.000 Wohnungen besitzen. Hospitantin @ work?

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ark95630 06.04.2019, 23:39
105. Ergebnis

Die Wohnraumnot ist doch das Ergebnis der Kommunalpolitik: Je mehr Firmewn ich ansiedele, desto höher die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Dass die Menschen, die in diesen Firmen auch irggenwo wohnen und auch zur Arbeit kommen müssen. ist den Kommunalpolitikern doch sch...egal. Hauptsache man kann Prestigeprojekte mit dem Geld beginnen (siehe BER etc.), diese in den Sand setzen und dann nach Geld aus Haushalten anderer oder über Länderfinanzausgleich schreien! Mit den Mehrkosten aus BER allein hätte man mehr als 10.000 Wohnungen in Berlin bauen können!

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kfp 06.04.2019, 23:41
106. Dann muss ich dem Herrn "Kuchenesser"

Zitat von godfader
mal fragen, was sie eigentlich die letzten 25 Jahre gemacht haben, als es Wohnraum spottbillig zu kaufen gab? Warum haben Sie nicht in den Jahren 1990/1995/2000/2005/2010 Wohnraum erworben? Jetzt auf die Politik und die "bösen Spekulanten" zu schimpfen ist doch ein Armutszeugnis der Demonstranten. Wer jahrelang zu Spottpreisen Mieten kann soll sich nicht beschweren wenn Angebot- und Nachfrage irgendwann ihre Wirkung entfalten.
mal antworten: 1990 war ich noch in der Schule, 1995 Abi (deutlich mehr als passable Note, Leistungskurskombination in damals noch anspruchsvollen Bundesland), 2000 Diplom (Regelstudienzeit, solides MINT-Fach, auch nicht gerade grottenschlecht...), 2005 kurz vor Abschluss der Dissertation (Regelstudienzeit unter Berücksichtigung von Auslandszeiten, Bestnote, ohne Plagiate oder Schmalspur-Paper-Zusammenklatschen)... 2010 zweite befristete Stelle (wegen Wirtschaftskrise/Kurzarbeit in großer, renommierter Traditions-Firma, Top 1a Arbeitszeugnis und Tränen vom Chef) gerade nicht verlängert, danach folgten noch ein paar weitere Befristungsjahre bei Fraunhofer usw... Und jetzt darf ich von ziemlich gemäßigtem IT-Gehalt (kein Mangel an Arbeit, Firmenwachstum zweistellig, Gehalterhöhung ca. 2% im Jahr, wegen "Gehaltsmodell-Umstrukturierung" aber auch mal das eine oder andere Jahr ausgesetzt) gepfefferte Mieten zahlen, von dem jegliches Ansparen auf Eigenkapital für Wohnraum nicht möglich ist... Noch Fragen, Kienzle?

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froschbus 06.04.2019, 23:57
107. @ 88

Wenn Sie so solvent sind dürfen sie bei mir einziehen...

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kfp 07.04.2019, 00:07
108.

Zitat von axel_roland
Es gibt eben kein Grundrecht auf bezahlbaren Mietraum. Ich kann mir auch keine Wohnung auf der 5th Avenue in NY leisten. Warum? Angebot und Nachfrage. Wenn man das nicht will kann man ja in ein kommunistischen Land ziehen. Ach - die sind alle Bankrott außer Nordkorea? Voll seltsam...
Kein Grundrecht auf bezahlbaren Mietraum??? Genau, das ganze arbeitende Pack, das auf die Arbeitsplätze in der Stadt angewiesen ist, soll halt unter der Brücke hausen. Ist ja echt nett, dass hier der Geldadel es nicht mal mehr euphemistisch umschreibt, dass die eigenen stetig wachsenden Vermögenszuwächse nun einmal höhere Priorität haben, als dass normale Menschen im "Wirtschaftswunderland" Deutschland noch ein Dach über dem Kopf haben dürfen.

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thunderstorm305 07.04.2019, 00:09
109. Und warum steigen die Mieten?

Der Grund für die steigenden Mieten ist doch vor allem der niedrige EZB-Zins der die Geldströme auf den Immobilienmarkt gedrängt hat. Man kauft sich eher noch eine Wohnung als das Geld auf der Bank liegen zu lassen. Da ist aber auch noch die hohe Bautätigkeit die die Handwerkerpreise in die Höhe getrieben hat und die vielen neuen Bauvorschriften die der Staat erlassen hat. Wenn man jetzt noch mehr bauen möchte, werden die Preise dafür noch mehr steigen. Und neues Bauland zu schaffen ist auch nicht einfach. Es ist also fast unmöglich zu niedrigen Mieten zu bauen. Wenn der Zuzug noch weiter so anhält wie bisher, wird die Situation also nicht besser werden. Eine schnelle Lösung gibt es dafür leider nicht.

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