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Demonstration gegen "Mietenwahnsinn": Auf die Straße gehen, bevor man auf der Straße
DPA

In Berlin sind am Samstag Zehntausende für bezahlbaren Wohnraum und gegen "Immobilienhaie" auf die Straße gegangen. Die 58-jährige Michaela Franz war eine von ihnen. Ihr Vermieter will, dass sie im Mai auszieht.

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malanda 07.04.2019, 07:06
140. Man muss nicht alles durch die Ideologie-Brille sehen ...

Zitat von brathbrandt
Wahnsinn, ja. Sicher. Aber die immer noch offene Grenze ist der Wahnsinn. Das Fortdauern der "Herrschft des Unrechts". Noch immer wird unser gutes Grundgesetz ignoriert (Art. 16a Abs.2, sichere Drittstaaten). Folge: Jedes Jahr kommt die Bevölkerung einer Großstadt ins Land. Diese Leute gehen in Städte. Dort wird der Raum knapp. Die Mieten steigen. Nun tut man so, als hätte das eine nicht mit dem anderen zu tun.
... sehen Sie sich die Kurven in der Grafik an, dann werden Sie feststellen, dass ab 2008 eine nahezu lineare Entwicklung der Mietpreise nach oben stattfindet. Ihrer These nach müsste ab 2015 eine steile Entwicklung nach oben, abweichend vom zuvor gezeigten Trend, entstanden sein. Das ist schlicht nicht der Fall.

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kleineEiszeit 07.04.2019, 07:08
141. Verzerrte Berichterstattung

Es wird der Eindruck suggeriert, in Berlin wäre alles schlimmer, weil in München die Mieten prozentual nicht so stark gestiegen sind. Die Wahrheit ist, dass man in Hamburg, Frankfurt und München und in vielen anderen Städten wesentlich teurere Mieten bezahlen muss als in Berlin. Berlin kommt entwicklungsbedingt von einem viel tieferen Mietniveau. Um bei der Wahrheit zu bleiben, kann niemand für sich das Recht reklamieren, im Zentrum der deutschen Hauptstadt für 5,00€ nettokalt wohnen zu können. Solche Bürger, wenn auch noch HarzIV beziehend und nicht steuerzahlend, müssen sich dann halt mal in der Stadt Brandenburg, in Cottbus, in Görlitz, in Chemnitz umtun. Dort gibt es toll sanierten Wohnraum für noch immer 5,00€ nettokalt!!! Bitte recherchieren Sie die Preise im Internet.

Die Berliner sind leider sehr linkslastig und immer noch wenig gewillt zu begreifen, dass sie sich mit anderen Metropolen dieser Welt messen lassen müssen.

Der protestierende Wutberliner möchte bitte erwachsen werden. Dazu zählt, dass man nicht Enteignung fordern und gleichzeitig auf dem brachliegenden innerstädtischen Tempelhofer Flughafenfeld Tomaten züchten kann!

Ja, die Mieten in Berlin sind deutlich gestiegen in den letzten Jahren. Die Mieten waren aber auch viele Jahrzehnte lang unterbewertet. Aufwachen! Selbst Eigentum bilden! Andere Städte mit Potential pushen! Nicht rumjammern und Enteignung schreien! Eigentum ist eine der wichtigsten Grundfeste unserer Gesellschaft!!!

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jo.delanghita 07.04.2019, 07:27
142. angebot und anspruch ........

da wird gegen die falschen demonstriert. verantwortlich sind politik und verwaltung. die politik hat wohnungen zu hunderttausenden verscherbelt. und die verwaltung macht es mit irren vorschriften fast unmoelich neu zu bauen. wer heute eine wohnung kauft/baut um die zu vermieten hat nicht alle tassen im schrank. die rendite ist laecherlich. und ein erhoehtes angebot wird die preise normalisieren. aber das verstehen die politiker ja nicht. oder, wenn dann mal wirklich ein neues viertel bebaut werden soll, dann protestieren die bestands-anwohner. wohnungen ja, aber nicht hinter meinem garten. nochmal, bauen, bauen und nochmal bauen. und wenn man dazu das geld anderer leute haben will, dann sollten die bedingungen so sein das die ihr geld hergeben. wir haben uebrigens 2 wohnungen. eine gut vermietet und die andere nach dem zirkus mit dem letzten mieter wird NICHT mehr vermietet. pronto ...............

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apfelmännchen 07.04.2019, 07:35
143.

Zitat von unaufgeregter
Wenn innerhalb weniger Monate 1 Million Menschen einreisen, dann kann das nur negative Auswirkungen auf einen ohnehin schon angespannten Wohnung Markt haben.
Die wahren Schuldigen an der Wohnungsmisere sind aber nicht "die 1Mio eingereisten Menschen" - sondern eine Politk, die mit "Wir schaffen das" geworben hat - aber keinen Finger gerührt hat, den sozialen Wohnungsbau entsprechend anzuschieben.

Statt dessen wurden stümperhafte Gesetze erdacht "Mietpreisbremse", dadurch entsteht erst recht kein neuer Wohnraum.

Natürlich konnte die Politik diesen Zustand voraussehen - es sollten aber die Kosten dieser "alternativlosen Asyl-Politik" verschleiert werden.

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freidenker49 07.04.2019, 07:55
144. Die Mieten sind wenig gestiegen

nur die für Neuvermietung. Und da wirkt der Mietpreisspiegel.
Bei Modernisierung kann der Mieter widersprechen, wenn die Erhöhung eine unzumutbare Härte wäre.
Was soll noch passieren?

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spon-facebook-660138087 07.04.2019, 07:56
145. 1% der Berliner gehen demonstrieren

Also kann es alles gar nicht so schlimm sein. Was wollen die auch alle in Berlin? Zieht halt wo anders hin, das Amt zahlt sicher auch den Umzug. Als Harzler ist es doch egal ob man in Brandenburg oder Berlin wohnt oder?

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Kater Bolle 07.04.2019, 07:56
146. Nur an unserem "Inflationsuchenden" Herrn Draghi.....

und seinen Statistikexperten ist das wohl vorbeigegangen.
Auch meine Statistiken kommen nimmer auf aus von mir gewünschte Ergebnis.
Das war jetzt eine "Spitze".
Das Thema ist besonders für die betroffenen Menschen überlebenswichtig.
Es gibt im angeblich so reichen Deutschland immer noch sehr sehr viele Obdachlose.
Mein Fazit: Unsere etablierten Politiker und Parteien haben das Thema "verpennt".
Alles was es bisher zu dem Thema gemacht wurde, war ein "rumdoktern" an den Symptomen dieses Versagens.
Mietpreisbremse, Wohngeld erhöhen, Baukindergeld usw usw.
Alles hat dazu beigetragen die Preise zu treiben.
Es müssen hier neue Wege gegangen werden.
In den Medien werden immer wieder gute Beispiele aufzeigt, wie es gehen könnte.
Z. B. in Südtirol geht wohl neues Bauland zu 60% an die Kommunen die dafür sorgen,
das Normalverdiener dort Wohnraum schaffen können.
Auch in Wien gibt es scheinbar noch bezahlbaren Wohnraum.
Um hier die Spekulanten zu bremsen muss Grund und Boden von den Gebäuden getrennt werden.
Auch da gibt es Modelle.
Wohnen darf nicht in Hände von Spekulanten fallen, die nur Gewinnmaximierung im Kopf haben.
Wohnen ist für jeden ein elementares Teil seines Daseins.
Leute die damit spielen gehören mächtig ausgebremst.
Leider sind die etablierten Politiker nicht für den kleinen Normalverdiener da.
Höchstens als Melkkuh.

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guenther2009 07.04.2019, 08:00
147. Die Ursache

für das ganze Dillemma ist doch die Achse Merkel/ Steinbrück. Sie verkauften 1,4 Mio Sozialwohnungen um die Banken zu retten. Das Volk und die Medien haben das Vergessen. Ansonsten enthalte ich mich jeglichen Komentars.

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Oldwildwackeswildqualle 07.04.2019, 08:06
148. Soziale Dimension fehlt

Was Frau Franz u.v.a. Mieter erleben ist Kapitalismus. Und die Versuche, durch Sozialgesetze dem Kapitalismus seinen unsozialen Zahn zu ziehen, sind durch die Verwässerung solcher Gesetze durch die CDU gescheitert. Dadurch verliert aber auch ihr Koalitionspartner SPD an Glaubwürdigkeit und wäre gut beraten, sich aus der Koalition zurückzuziehen.

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leberhart 07.04.2019, 08:07
149. geteilter Meinung

Einerseits finde ich es furchtbar, dass Konzerne auf dem Wohnungsmarkt sich breit machen, andererseits kann ich auch nicht verstehen, warum Hartz iv Empfänger überhaupt von Steuergeldern in teuren Städten alimentiert werden.
Da sollte es einen einheitlichen Satz im Bund geben und wenn die Miete höher ist, soll man halt weg ziehen, dahin wo es billiger ist.

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