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Demonstration gegen "Mietenwahnsinn": Auf die Straße gehen, bevor man auf der Straße
DPA

In Berlin sind am Samstag Zehntausende für bezahlbaren Wohnraum und gegen "Immobilienhaie" auf die Straße gegangen. Die 58-jährige Michaela Franz war eine von ihnen. Ihr Vermieter will, dass sie im Mai auszieht.

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redwed11 07.04.2019, 13:44
190.

Zitat von dagmar1308
so hoch ist wie das monatlich aufsummierte tägliche Trinkgeld in der Eckkneipe, werden nur noch einige unzufrieden sein, dass sie immer noch keine Wohnung in Berlin City erhalten haben. Erst dann dämmert es den meisten, wo die Ursache des Wohnraummangels liegt. Aber dann ist es zu spät, wenn wir DDR Plattenbauniveau haben.
Die Wohnungen der Deutschen Wohnen haben DDR Plattenbauniveau und trotzdem steigen dort ständig die Mieten. Die Vonovia hat in Dresden 60.000 Plattenbau Wohnungen gekauft und nichts daran gemacht außer die Miete erh. Demnach kann das Niveau der Plattenbauten gar nicht so schlecht gewesen sein.

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redwed11 07.04.2019, 13:52
191.

Zitat von Desmond
Wenn es in Berlin so schlimm ist warum hat sich die Bevölkerung dann dafür entschieden, dass Tempelhof eine grüne Wiese bleibt anstatt dort tausende Wohnungen zu bauen.
Weil die CDU dagegen war und den Tempelhof Nostalgikern die wirre Hoffnung gegeben hat, dort könnte wieder der Flugbetrieb aufgenommen werden.Die Anti Bau Koalition für das Tempelhofer Feld bestand aus Grünen Natur Fanatikern und CDU Tempelhof Nostalgikern. Eine wirre Mischung. Nicht die Bevölkerung hat sich dagegen ausgesprochen sonder Grüne und CDU.

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redwed11 07.04.2019, 13:57
192.

Zitat von ondrana
Nun werden Sie mal nicht frech, sondern schieben mal einen zweiten logischen Gedanken hinterher. Woher wollen Sie wissen, dass ich von der Situation keine Ahnung habe? Und ja, es hat auch sehr viel mit Ansprüchen zu tun. Wenn Studierende zu zweit eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung mieten, weil sie sich nicht beschränken möchten, fehlt diese auf dem Markt für den Feuerwehrmann und seine Familie.
Wenn man in einem Dorf weit ab von den Städten lebt ist die Sache ganz einfach. Das ist aber nicht die Realität. Werden Sie auf Ihrem Dorf glücklich aber aus der Ecke Ratschläge für Menschen zu geben, die in den Städten mit Mieten ausgeplündert werden hören sich dann etwas weltfremd an.

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redwed11 07.04.2019, 13:59
193.

Zitat von crazy_swayze
Sie sind ja wohl sehr naiv wenn sie glauben, ein Autovermieter zahlt Reparaturen. Er schlägt das auf den Preis und fertig. Genau dasselbe macht ein Hausbesitzer.
Unsinn.

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starhawk2013 07.04.2019, 14:26
194. Fehlende Wohnungen in Freiburg

Auch hier in Freiburg gibt es viel zu wenig Wohnungen. Kleine Wohnungen für Singles und Senioren sind absolute Mangelware. Meine Rente geht zu rund 2/3 für Miete und Nebenkosten drauf. Zum Leben bleibt nach einem langen Arbeitsleben gerade mal der Sozialhilfesatz. Diese Verhältnis ist ungesund.

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KaraBenFasel 07.04.2019, 14:58
195. Wohnen in Berlin

Zitat von redwed11
Was faseln Sie da von Szenebezirk. Die Leute, die in Berlin auf die Straße gegangen sind wohnen in keinem Szenebezirk. Die wohnen in ganz normalen Gegenden Berlins und wollen einzig und allein ihre Wohnung zu einem bezahlbaren Preis behalten. Was glauben Sie denn, was in dieser Stadt los ist. Die komplette Stadt wird von Miethaien heimgesucht die mit miesen Tricks Millionen verdienen wollen.und vertreiben dabei die Mieter die schon Jahrzehnte in den Wohnungen leben. Nix mit Szenebezirk oder ähnlichem. Die Menschen haben die pure Angst ohne Wohnung da zu stehen und obdachlos zu werden. Das sind die Tatsachen.
Sie langweilen mit Ihrem sich wiederholendem und beleglosem Gejammer! Die Berliner haben oft nur "Angst" davor, dass sich ihre auf lächerlichem Niveau befindliche Miete langsam auf für heutige Zeit angemessene Werte annähert. Die Betonung liegt dabei auf "langsam".

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gankuhr 07.04.2019, 15:22
196.

Irgendwas ist an all diesen Geschichten, die hier bei SPON beschrieben werden bzgl Verdrängung von Mietern faul. Denn:

1. können wohnwertsteigernde Maßnahmen nur dann auf den Mieter umgelegt werden wenn er einverstanden ist (Instandhaltungssanierungen dagegen dürfen gegen den Willen des Mieters durchgeführt werden, dürfen dann aber nicht zu Mietsteigerungen führen),

und 2. - wie schon auf Seite 1 von einem mitforisten richtig dargestellt - muss der Mieter für die Zeit der Sanierung eine Ersatzwohnung zur Verfügung stellen.

Also: entweder wird hier seitens der Reporter und Kolumnisten verdammt schlecht recherchiert, oder es wird bewusst gelogen, um Stimmung zu machen.

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willib1955 07.04.2019, 15:26
197.

Zitat von redwed11
Falsch!!! 500 Euro = 100 % 1000 Euro = 200% 1500 Euro= 300% So wie Sie rechnen die Abzocker.
Um 300% steigt = 2.000 Euro.
Prozentrechnen ist nicht so Ihr Ding?

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Yves Martin 07.04.2019, 15:56
198.

Zitat von kfp
Moment mal. Die 10% Rendite gehören Ihnen genauso viel oder wenig, wie mir meine 10% (p.a.!) Gehaltserhöhung! Klingt unverschämt hoch? Warum sind 10% jährliche Gehaltserhöhung für qualifizierte Vollzeit-Arbeit "unverschämt", für Immobilienbesitz mit gelegentlichen Ärgernissen und normalem Verwaltungsaufwand Ihr"selbstverständliches" Recht???
Wenn Sie es schaffen, Ihren Arbeitgeber davon zu überzeugen, ihnen 10 Prozent Gehaltserhöhung zu bezahlen, ist doch alles chic: Sie dürfen diese (abzüglich der üblichen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge) behalten; niemand wird das als "unverschämt" bezeichnen. Nur hinterhertragen wird Ihnen die Gehaltserhöhung auch niemand, und einen gesetzlichen Anspruch darauf gibt's auch nicht.

Gleiches gilt für Ihre Wohnung: Solange Ihr Vermieter nicht gegen geltende Gesetze verstösst, darf er auch 10 (und mehr) Prozent Rendite mit dieser Wohnung erwirtschaften. Falls er die Immobilie geerbt hat, können es sogar 80 oder 90 Prozent Rendite sein; er muss sie nicht an seinem Erbe beteiligen. Wenn Ihnen das nicht gefällt, müssen Sie eben ausziehen und sich eine billigere Wohnung suchen; notfalls sogar ausserhalb der Stadt.

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Yves Martin 07.04.2019, 16:09
199.

Das mit dem Hauptschul-Niveau traf offenbar wirklich zu...

Daher noch einmal ein bisschen Prozentrechnung 5. Klasse für Sie:

Wenn ich eine Miete von 500 EUR AUF 200 Prozent erhöhe, schlage ich 100 Prozent gleich 500 EUR auf und bin bei 1.000 EUR.

Wenn ich dagegen eine Miete von 500 EUR UM 200 Prozent erhöhe (und darum ging es hier), schlage ich 200 Prozent gleich 1.000 EUR auf und bin bei 1.500 EUR.

Diese Beispiele gibt es in der Realität natürlich nicht. Denn nach einer Luxussanierung, nach der eine bisherige 500-EUR-Wohnung vielleicht das Doppelte oder Dreifache kostet, vermietet man ja nicht mehr die frühere Wohnung mit zugigen Fenstern, knarrenden Böden und tropfenden Wasserhähnen, sondern praktisch einen Neubau.

Ist dasselbe wir bei der Oltimerei: Ich kaufe einen alten Porsche für 30.000 EUR, restauriere ihn und verkaufe ihn für 120.000 EUR. Höchstens Hauptschüler mit Logikschwäche würden behaupten, ich wäre ein gieriger Hai und hätte 300 Prozent "Gewinn" aufgeschlagen; Leute, die sich auskennen, wissen, dass diesem höheren Preis auch eine effektive Wertsteigerung zugrunde liegt.

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