Forum: Wirtschaft
Designierte EZB-Chefin Lagarde: Vielleicht doch die bessere Partie
Balint Porneczi/Bloomberg via Getty Images

Christine Lagarde soll die EZB leiten. Viele meinen, sie sei zu politisch für den Posten - man brauche einen neutralen Ökonomen, aus Deutschland. Ein typischer Fall von deutscher Selbstüberschätzung.

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TomTheViking 05.07.2019, 15:13
1. Heidemann war als EZB Chef gesetzt und akzeptiert.

Der Kanzlerin hatte man das auf einem Silbertablett offeriert.

In geistiger Umnachtung bestand diese Dame auf Herrn Weber und hat den "Deal" vermasselt.

Jetzt hat diese Kanzlerin in Götterdämmerung einen richtigen Schaden verursacht.

Die Frau Kindergartenbundeswehr ist aber noch lange nicht durch. Die nächste Blamage unserer Kanzlerin ist vorprogrammiert.

Ja und eine Französin als EZB Chefin ist natürlich das Allerletzte was Deutschland sich bieten lassen sollte.
Zumal die vom IWF kommt und jetzt schön die EURO Schulden des IWF auf die EZB übertragen kann. Da fällt der schon noch was ein.

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spon-facebook-10000228292 05.07.2019, 15:14
2. Was fehlt,

ist der Hinweis, dass Frau Lagarde eine verurteilte Betrügerin ist und nur (Zitat SPON 2016): "wegen ihrer "Persönlichkeit" keine Strafe (erhält).". Wenn das eine Qulifikation für die EU ist, dann verstehe ich auch warum Schäuble, diese Frau unterstützt

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PeterMüller 05.07.2019, 15:15
3. Fachlich fehlerhafter Artikel

Aber das ist man ja von Fricke mittlerweile gewohnt. Schade nur, dass der Spiegel keinen Fachmann für die Wirtschaftsseite hat.
"Der Hang früherer Finanz-Schäubles, der Welt Austerität zu empfehlen, gilt in Fachkreisen international heute als grober Fehler". Die Fachkreise meint dann wohl sozialistisch-geprägte "Fachkräfte", die am liebsten immer auf Pump alles zahlen wollen. Dabei wären diese Länder überhaupt nicht in die Notlagen geraten, wenn sie nicht genau dieser Maxime gefolgt wären, sondern Austerität gelebt hätten.

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MatthiasPetersbach 05.07.2019, 15:22
4. Vielleicht doch die bessere Partie...

VIELLEICHT?

Das ist eine der Gestalten, die in der EU noch was reißen könnten - und was drauf haben.

Und "zu politisch"? Was die EZB macht, IST doch Politik. Für ganz viele Leute. Schon wegen den Auswirkungen.

Z.B. hat die Finanz- und Lebensplanung von manch einem, der sich seine Altersversorgung selbst und ständig erarbeitet hat, jetzt nen Schluckauf, weil ein paar tausend eingeplante Öre im Jahr an Zinsen fehlen.

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jk1! 05.07.2019, 15:31
5. Qualität vor Nationalität

aber da gibt es bei Lagarde ähnliche Zweifel wie bei vdL.
Mal angenommen die EZB Position wäre als Stelle ausgeschrieben: stünde da unter unabdingbaren Qualifikationen nicht ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften?
Nur in der Politik gibt es diese Voraussetzungen nie. Entscheidend sind Nationalität, Geschlecht, Proporz etc.
Bezeichnend auch vdL. Eine Ärztin, die drei Ministerien vorstand aber selbstverständlich nicht dem Gesundheitsministerium...

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Galgenstein 05.07.2019, 15:32
6. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen?

Fricke hat schon recht, wenn er darauf hinweist, dass man mit Prinzipienreiterei bisweilen das Gegenteil von dem erreicht, was erreicht werden soll. Die Weltwirtschaftskrise der Dreissiger ist die mit am besten erforschte Krise der Wirtschaftsgeschichte. Ausgelöst wurde sie durch eine Politik des leichten Geldes. Als die Krise hereinbrach entschloss man sich das Gegenteil zu tun und verschlimmerte sie massiv oder ging den umgekehrten Weg und verschuldete sich bis die Schwarte krachte, wie in Deutschland. Das brachte zwar eine kurzfristige Stabilisierung, führte dann aber dazu, dass der Staat 1939 kurz vor der Pleite stand. Der Zweite Weltkrieg wurde auch vom Zaun gebrochen um dem drohenden Staatsbankrott zu entgehen. Aber der wurde nur verschoben. Am Ende der 12 von 1.000 Jahren, war das Land mit 450% des BIP verschuldet, trotz Raubzügen, billiger Sklavenarbeit und rücksichtsloser Requirierung in den besetzten Gebieten mit allem, was das deutsche Volk so brauchte.
Was lernen wir daraus? Auf Volkes Weisheit ist nur sehr eingeschränkt Verlass. In der Regel kaut es in seiner Hybris nur überkommene Weisheiten wieder.

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fluxus08 05.07.2019, 15:32
7. Wann kann man im "Spiegel" eigentlich

wieder fundierte Beiträge lesen, die nicht von irgendwelchen Meinungsmachern und Ideologen geschrieben werden, sondern von integeren Journalisten, die gute, ausgewogene Berichte verfassen und sich in erster Linie in den Dienst objektiver Artikel stellen und keine Gesinnungsethik verbreiten?

Bei Herrn Fricke kann man leider die Überschriften austauschen, weil sich seine Kommentare permanent wiederholen. Jeder Leser weiß mittlerweile, dass er gerne "Sparen" mit "Austerität" diskreditiert, weil ihm nichts anderes mehr einfällt, als Schulden mit Schulden zu bekämpfen.

Herr Fricke, ich lade Sie gerne mal in mein Bundesland Bremen ein, in dem die SPD schon seit über 70 Jahren diese einfältige Politik betreibt. Was dazu führte, dass die gesamte Pro-Kopf-Verschuldung eines Bremers mittlerweile über der eines Griechen liegt - dort werden Sie sich sehr wohl fühlen.

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Elrond 05.07.2019, 15:41
8. Der Ruf nach einem deutschen Ökonomen

ist der Reflex nach Kontrolle über eine Institution, die keine deutsche ist, sondern eine europäische. Natürlich wäre Jens Weidmann ein brillanter Ökonom, er führt die Budnesbank sehr erfolgreich, aber Frau Lagarde hat den IWF sehr erfolgreich geführt und ist auf internationalem Parkett sicherlich sehr versiert und akzeptiert. Mit der Nichtnominierung Weidmanns zum EZB Präsidenten entgeht Deutschland einer lästigen Diskussion und möglichen Streitigkeiten mit anderen europäischen Regierungen, die in dessen Ernennung ein deutsches Übergewicht in Europa sähen. Frau Lagarde ist so etwas wie unantastbar. Sicherlich eine sehr gute Wahl für den europäischen finanzpolitischen Diskurs. Sie ist überzeugte Europäerin und solche Leute braucht es in diesen Spitzenpositionen.

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Elrond 05.07.2019, 15:42
9. Der Ruf nach einem deutschen Ökonomen

ist der Reflex nach Kontrolle über eine Institution, die keine deutsche ist, sondern eine europäische. Natürlich wäre Jens Weidmann ein brillanter Ökonom, er führt die Bundesbank sehr erfolgreich, aber Frau Lagarde hat den IWF sehr erfolgreich geführt und ist auf internationalem Parkett sicherlich sehr versiert und akzeptiert. Mit der Nichtnominierung Weidmanns zum EZB Präsidenten entgeht Deutschland einer lästigen Diskussion und möglichen Streitigkeiten mit anderen europäischen Regierungen, die in dessen Ernennung ein deutsches Übergewicht in Europa sähen. Frau Lagarde ist so etwas wie unantastbar. Sicherlich eine sehr gute Wahl für den europäischen finanzpolitischen Diskurs. Sie ist überzeugte Europäerin und solche Leute braucht es in diesen Spitzenpositionen.

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