Forum: Wirtschaft
Deutsche Autoindustrie in der Krise: Abstiegskampf
Jörg Sarbach/DPA

Die deutschen Autobauer stecken im größten Umbruch ihrer Geschichte: Zu Dieselskandal und Elektro-Revolution kommt nun auch noch ein Wirtschaftsabschwung. Tausende Arbeitsplätze sind gefährdet.

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sabinehh512 09.09.2019, 10:54
80. Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben bzw. die Realität...

Vermutlich haben es sich die exorbitant überbezahlten Automanager zu bequem gemacht und nur an ihre Boni gedacht. Leiden werden darunter, wie immer, die einfachen Angestellten aber das interessiert die Herrschaften da oben ja herzlich wenig, denn sie haben bereits ausgesorgt. Ich höre immer was Deutschland für tolle Ingenieure hat........ja ei wo laufen sie denn? Es geht seit Jahrzehnten, den technischen Fortschritt betreffend, in Deutschland bergab und das wird sich wohl leider auch nicht ändern. Irgendwann kommt der große Knall und keiner will es gewusst haben. Einfach erbärmlich dieses Deutschland, leider.

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aussie12 09.09.2019, 10:54
81. Elektro- oder Wasserstoffauto etc.

https://www.youtube.com/watch?v=f7MzFfuNOtY
Jeder der An Wasserstoff glaubt sollte sich das auf youtube anschauen.
Ich selber habe mit Wasserstoff industriell gearbeitet: Hochgefaehrlich und
macht wirtschaftlich keinen Sinn. Jede Tankstelle mit Wasserstoff versorgen
ist doch ein totaler Bloedsinn wenn doch schon ueberall die Stromleitungen liegen.
Das Elektroauto wird sich durchsetzen und fuer die Uebergangszeit duerfen die Deutschen
weiter mit ihren Dieseln ueber die Autobahn flitzen. In Australien (wo ich wohne) gibt es jede
Menge Lithium und seltene Erden. Der Preis ist um 70 % gefallen weil hier immer mehr gefunden wird.
Also lieber das Geld nach Australien bringen als nach Saudi/ Irak/Iran etc.. Die Deutschen sollten sich mal lieber auf das bauen und die Technologie von Batterien spezialiesieren da sie die haelfte des Autowertes ausmacht anstatt die in Asien zu kaufen. Auch habt ihr die Merkel ja immer gewaehlt die nichts anderes zu tun hatte und mit ihren Ministern das Treiben der Konzerne abgesegnet hat. Nur die USA hat das ausgenutzt und die Deutschen duerfen mal wieder blechen. Anstatt die Abgasswerte sinnvoll zu regulieren und zu kontrollieren und
der Industrie zeitlich so die Vorgaben zu machen dass der Umstieg technisch und marktwirtschaftlich moeglich ist ohne viele Arbeitsplaetze zu gefaehrden. Was die USA machen ist ersichtlich an der 1 Milliarden Schandensersatz fuer Monsanto/Bayer wegen Glycosphat fuer einen einzigen Krebsfall. Und fuer die 500 Opfer der Boingmaschinen 737 Max. hoert man nichts. Daran musste Boing eigentlich Pleite gehen.
Die Deutschen sind selbst in Schuld mit ihrer katastrophalen Politik durch Merkel. Abschaltung der AKW etc. und negative Zinsen. Die Millionen Deutschen Mieter die Miete an irgendwelche Konzerne (viele im Ausland) ueberweisen. Die Deutschen mit ihren Kapitalversicherungen die nichts wert sind. Mindestens jeder 2. Deutsche muesste seine Wohnung in der Stadt besitzen wie hier in Australien.
Ich habe Solarsellen auf dem Dach und poduziere soviel Strom dass ich sicher bald mein erstes Elektroauto kaufe und umsonst fahre.

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TheBlind 09.09.2019, 10:56
82.

Zitat von Bernd Hofstetter
[...] Was das Thema "Elektroauto" angeht, sehe ich die Branche da auf einem großen Holzweg unterwegs. Es gibt Studien, die nachweisen, dass ein Elektroauto am Tag der Zulassung bereits durch den Produktionsprozess so viel CO2 erzeugt hat, wie ein Verbrenner nach 100.000 km (und incl. Produktion). Das Elektroauto wird das Klima also nicht retten. Ich hoffe stattdessen auf Fortschritte bei der Wasserstofftechnik. Ob Deutschland auf diesem Markt mitspielen wird, ist fraglich. Mir sind weltweit nur Toyota und BMW als echte Pioniere auf diesem Gebiet bekannt. Daimler scheint sich ja noch nicht einig darin zu sein, wohin der Weg gehen soll. VW ist komplett außen vor.
Nun: e-Mobile sind kein Ersatz bisher, es sind in der Regel Spielzeuge für Besserverdienende, Fun-Mobile. Sicherlich, es gibt auch Menschen, die mit dem reduzierten Einsatzbereich leben können (als reines Fahrzeug um zum Arbeitsplatz zu kommen z.B.). Aber die Flexibilität, als Familienfahrzeug, als Urlaubsfahrzeug, als Arbeitsfahrzeug, mit der Möglichkeit einen Wohnwagen, Pferdewagen etc. zu ziehen, die extistiert bei den e-Mobilen bis jetzt gar nicht. Selbst bei den Hybriden ist das sehr eingeschränkt, wobei hier schon ein Umdenken wohl im Gange ist. Die meisten Hybriden können max. 650/750 kg gebremst ziehen. Viel zu wenig. Wie gesagt, es gibt bzw. es kommen wohl Alternativen, so ist der VW GTE in der Lage 1500 kg zu ziehen, und der kommende Subaru Forester Hybrid wohl 2 t. Aber da sind wir, wie beim Tojota Hybrid mit hoher Zugfähigkeit beim SUV/Geländefahrzeug.

Das gleiche Problem haben die Brennstoffzellen Fahrzeuge. Wobei man hier wahrlich WTF ausrufen müsste (keine Zugfähigkeiten)... und Brennstoffzelle und BMW, die waren mal im Prototypenzustand beim Wasserstoffverbrennen und später in frühen Entwicklungsstand bei der Brennstoffzelle... nur die Koreaner (Kia/Hyundai) und die Japaner (Tojota) haben wirkliche Modelle zum kaufen.

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bstendig 09.09.2019, 10:56
83. Also die Automobilindustrie

Zitat von doc_x
... werden es nicht ohne eine gewisse Schadenfreude zur Kenntnis nehmen, dass Deutschland gerade aus freien Stücken seinen ureigenen Morgenthau II-Plan an sich selbst exekutiert. Und sich dann schön wieder weiter hinten in der Schlange anstellen muss, nachdem es ja schon wieder ziemlich vorlaut geworden ist ... Die Autoindustrie ist nun einmal unsere Schlüsselindustrie schlechthin. Über deren Versäumnisse könnte man seitenweise schreiben. Klar ist: Diese Industrie hat zunehmend am Markt vorbei produziert. Groß, stark, schnell, sportlich - das verkommt mehr und mehr zu einem Randsegment. Und die Gesellschaft schmeisst ihrerseits Sand ins Getriebe, wo es nur geht. Es gibt inzwischen sogar eine gleichnamige Organisation ... Wenn es gut läuft, werden die deutschen Autobauer zu Luxusspielzeug-Herstellern, die allenfalls noch eine sehr niedrige Millionenzahl jährlich an Fahrzeugen bauen - dann aber fast ausschließlich im High-End-Segment. Das könnte noch eine Weile tragen, es gibt genug Reichtum und Luxusnachfrage auf der Welt. Als Massenhersteller werden sie zunehmend ausfallen, das kommt mehr und mehr aus Asien. Das war mit Haushaltsgeräten, Consumer Electronics etc. auch nicht anders. Das gilt übrigens gerade für die E-Mobilität, wo die Anforderungen an die Fahrzeuge ganz andere sind. Also nicht mehr 250 km/h und rekordverdächtige Kurvenzeiten ... Damit einhergehen werden jedoch massive Strukturbrüche und Arbeitsplatzverluste. Deutschland müsste sich dringend den Märkten und Technologien der Zukunft zuwenden. Wahrscheinlich sind hier die meisten Züge abgefahren. Life-Sciences, Medizintechnik und Umwelttechnologien könnten noch interessante Segmente sein. Aber wenn man schon fast 20 Jahre für die Schließung von ein paar Kohlegruben in der Lausitz braucht und jeden wegfallenden Arbeitsplatz mit rund einer Million Euro Strukturbeihilfen pampert, dann glaube ich nicht an eine effektive Bewältigung des so dringend nötigen Strukturwandels. Also doch das Morgenthau II-Szenario ...
hat eben genau NICHT am Markt vorbeiproduziert.

Groß, Stark und Schnell ging wie geschnitgten Brot, das der "Markt" - sprich Kunde - genau das verlangt hat.

Wen ner jetzt etweas anderes verlangt, z.B. Klein, Schwach, Langsam wird er das bekommen - so funktioniert das eben.

Bei mRest haben Sie bui zu einem bestimtmen grad Recht. Sehe ich genau so. Wir sind verschreckte Hascherrln, die keine Gentechnik wollen, keine Genforschung usw. wollen.

Bestes Beispiel ist doc hwieder das Plastik-Tütenverbot. Warum nicht gleich richtig, also komplett weg. Komplettes Verbot von Kunststoff-
Verpackungen. Basta. Aber nein, wieder nur halbgarer Dünnpfiff aus der Politik.

DAS eird uns das Genick brechen, nicht die paar SUV, die hier rumgurken.

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plutinowski 09.09.2019, 10:57
84. Internationale Nachfrage nach E-Mobilität

Zitat von and777
Den Abstiegskampf hat Merkel und die Förderung der sog. "Umwelthilfe" vorsätzlich verschuldet und ist Teil eines Programms zur Deindustralisierung und Destabilisierung der Deutschen Wirtschaft. Und wenn man dies im Zusammenhang mit der Migrationspolitik nimmt, kann man den Masterplan erkennen.
Dass China, ein Automarkt 7 Mal so groß wie Deutschland, massiv Elektroautos nachfragt, und dass der Absatz von Autos aus Deutschland dort aktuell um 20% zurückgegangen ist (siehe Artikel), hat mit Merkel und mit der Migrationspolitik genau null zu tun.
Und der Umwelthilfe muss man vielleicht aus Industriesicht noch dankbar sein, dass sie zum Druck in Richtung E-Mobilität beiträgt, die international so wichtig ist. Man muss über den deutschen Tellerrand schauen.

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Ein Spielverderber 09.09.2019, 11:00
85.

Zitat von and777
Den Abstiegskampf hat Merkel und die Förderung der sog. "Umwelthilfe" vorsätzlich verschuldet und ist Teil eines Programms zur Deindustralisierung und Destabilisierung der Deutschen Wirtschaft. Und wenn man dies im Zusammenhang mit der Migrationspolitik nimmt, kann man den Masterplan erkennen.
Vielleicht kannst Du Deine Verschwörungstheorie ein bißchen weiter ausführen und uns erklären, wie das alles zusammenhängt? Würde mich wirklich interessieren!

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labellen 09.09.2019, 11:01
86. Fakt ist, das E-Fahrzeuge

nach wie vor ein Nischen-Produkt sind und es möglicherweise auch bleiben werden, abhängig vom Fortschritt der Abgasreinigungstechnologie.
Das "selbständige Fahren" im modernen Stadtverkehr ist ein reiner Fake. Man weiß mittlerweile, das dazu eine speziell ausgerüstete Infrastruktur notwendig wäre (Ampelanlagen, Vernetzung der Verkehrsteilnehmer etc.). Bislang funktionieren dazu nicht einmal so basale Dinge wie Linksabbiegen oder Anfahren im halbwegs dichten Stadtverkehr.

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bluebill 09.09.2019, 11:02
87. Ein Industriebetrieb ist keine Umweltorganisatiin.

Ein Autohersteller will per se nicht die Welt erretten oder die Menschen zu höheren Wesen machen. Sein Daseinszweck ist es, Gewinn zu erwirtschaften. Dazu forscht er nach, wem sich was am besten verkaufen lässt. Das produziert er dann. Und wenn die Nachfrage nach dicken, hoch motorisierten SUVs besteht, dann werden eben die auch hergestellt. Natürlich wird die Nachfrage aktiv angekurbelt, die Marketing- und Werbebranche verfügt über ausgefeilte Mittel dazu. Zuvorderst werden die ertragsstarken Produkte vermarktet. Auch hier bei SPON finden sich ja zahllose Werbeeinblendungen und Berichte über die neuesten, fettesten SUVs. So entsteht im Idealfall ein selbsterhaltender Zirkelbezug zwischen Angebot und Nachfrage. - Wenn ein bisher ertragsstarkes Produkt, in dessen Entwicklung viel investiert wurde, irgendwo nicht mehr gut vermarktbar ist, wird dessen Produktion nicht etwa zugunsten von politisch oder ökologisch korrekten Produkten aufgegeben. Sondern an einen anderen Standort verlagert, wo Steuern und Löhne sowieso billiger sind und der Absatz besser. Der ökologisch orientierte Markt wird später vielleicht auch bedient, nur muss erst überhaupt ein Produkt dafür entwickelt werden. Lohnt sich aber nur, wenn auch ganz sicher genug dabei verdient wird. - So funktioniert nun mal die Heilige Marktwirtschaft. Ihre Teilnehmer jetzt auszuschimpfen, weil sie tun, wozu sie da sind, ist bigott.

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rainer-rau 09.09.2019, 11:03
88. In der Natur

nennt man ungezügeltes Wachstum "Krebs", in Politik und Wirtschaft "Gewinn" und "Rendite". Die Abwehrmechanismen "Verstand" und "Vernunft" werden von den Krankheitserregern "Gier" und "Größenwahn" ausgebremst, da hilft nur noch eine Amputation - und die wird kommen!

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Leibdschor 09.09.2019, 11:06
89. Sackgasse

Die Autoindustrie weiß, daß das E-Auto mit den jetzigen Technologien auch nur eine Sackgasse ist. Man stürzt von einem Dilemma ins nächste. Alternative Antriebskonzepte wurden den Margen der Anleger und Aktionäre geopfert. Nun fehlen diese. Es ist am Ende die Rache der eigenen Gier. Das nennt man Kapitalismus. Also nicht wundern, es war vorprogrammiert.

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