Forum: Wirtschaft
Deutsche Autoindustrie: Ein paar Ladesäulen sind noch keine Zukunft
Sebastian Willnow/DPA

Ein Autogipfel im Kanzleramt sollte als Startschuss dienen, um dem Elektroauto endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Das ist zwar gut gemeint, aber eine Mobilitätsvision von gestern.

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en_passant48 26.06.2019, 06:41
40. Hat wer schon mal durchgerechnet,

wo der ganze Strom herkommen soll, wenn einmal Millionen E-Fahrzeuge unterwegs sind? Würde mich brennend interessieren. Womöglich muss man auf Atomstrom aus Frankreich zurückgreifen... Dir Diskussion um das Netz an Ladestationen ist diesbezüglich ein Nebenschauplatz. Viele Wasserhähne, allein es fehlt das Wasser.

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claus7447 26.06.2019, 06:49
41.

Zitat von apotheka
eines CEOs (eines bekannten Autobauers) zuhören. Der faselte vor ausgewähltem "Rota"tionspublikum etwas von 7-Jahreszyklus und dass die deutsche Automobilindustrie auf Jahre hinweg die Nase vorne haben werde qua Erfahrung. Wer wirklich zugehört hat, hat gemerkt, dass diese Leute die blanke Panik im Genick haben. Nullkommanull Plan und keine Ahnung wie es weitergeht. Nur Durchhalteparolen. Es steht schlimmer um unsere vorzeigeindustrie als man denkt.
Könnte mir vorstellen, wer das war (denke da aber eher an einen frischen Ex-CEO).

Deutlich ist mir im Ohr, das geleier aller deutschen Hersteller, dass die E-Mobilität noch nicht so weit wäre, blablabla.

Als China eine Quotenregelung einführte, über Nacht welch ein Sinneswandel.

Aber um mein limitiertes Wissen vielleicht zu Gelächter hier ausbrechen zu lassen, Elektro/Batterie ist für mich eine Übergangslösung. Mein Bauchgefühl setzt hier auf Brennstoffzellen, aber offensichtlich muss hier noch viel getan werden. Alternativ Wasserstoff.

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stefan7777 26.06.2019, 07:07
42. Der Kern ist die Nachhaltigkeit und Effizienz!

Der Kommentar ist nur die Wiederholung der eh schon so oft. Leider komplett falschen Argumentationslinie. Der Hybride oder Brennstoffzellenfahrzeug generiert durch seine Komplexität zwar viel Wertschöpfung in Produktion, Wartung und Entsorgung, aber genau diese Effekte erzeugen noch mehr Aufwand die man in CO2 oder eben mangelnder Effizienz ausdrücken muss.

Der Elektro-Autoantrieb erreicht mit Wasserstoff und Brennstoffzelle physikalisch eine Effizienz, die nicht über den des bisherigen Verbrenners liegt. Hinzu kommt der extreme Aufwand als Effizeinzkiller für Herstellungs-, Transportsysteme, Tankanlagen und Wartung.

Der Hybrid ist in der Produktion aufwendig, komplex und durch seine vielen Komponenten noch ungünstiger für die Umwelt, selbst wenn Toyota gezeigt hat, dass durch Optimierung einiges zu stemmen ist.

Der Wertschöpfungsverlust und die einfache simple Bauweise des Batterie-elektrischen Antriebes, ist die große Angst die die Autohersteller im Kern umtreibt. Selbst wenn wir die Batterien selbst herstellen und auch die Zellchemie selbst stemmen könnten - Es ist kein Vergleich zum Verbrenner, BZ-Antrieb oder erst recht zum Hybrideden Antrieb. Überlegen Sie mal welche Agregate Pumpen, Sensoren, Steuerungen und Anlagen alle komplett wegfallen, die nicht ersetzt und Gewartet werden müssen. Es sind etwa 30% der Teile eines Autos. Das spart Energie, viel CO2 und macht die Produktion effizienter. Tia, aber eben auch mit weniger Wertschöpfung die sich der Autobauer zahlen lassen kann.

Der Elektroantrieb mit einer Batterie ist robust, langlebig und simpel in seiner Bauweise. Tesla wird die nächste Generation seiner Fahrzeuge auf eine Lebensdauer von 2 Mio Meilen auslegen!

Die Förderung von Lithium bzw. Lithiumcarbonat beginnt gerade erst, wie Umweltverträglich wir das gestalten liegt also an uns, sprich den Vorgaben die die Politik macht. Es ist natürlich möglich diese Förderung sauber zu gestalten. Daran arbeiten übrigens einige deutsche Firmen mit!

Die Mär, dass der batterieelektrische Antrieb erst nach 150.000 Kilometern effizienter als die anderen Konzepte ist falsch und absichtlich falsch gerechnet. Es kommt daher, dass die Studienersteller davon ausgingen, der energetische Aufwand für die Batterie werde im wesentlichen mit Kohlestrom gedeckt. Macht aber nachvollziehbarerweise keiner!

Um unsere Umwelt zu entlasten und unser Klima wieder zu versöhnen müssen wir etwas tiefer denken als nur in Wertschöpfung, Gewinn und unseren kurzfristigen Mobilitätsbedarf.

Der Kern ist die Nachhaltigkeit und Effizienz, die hinten ankommt. Nachhaltigkeit bedeutet unseren Planeten nicht mehr zu "verbrauchen" sondern seine Ressourcen so zu nutzen dass nichts verloren geht. Echtes konsequentes Recycling, nicht nicht mal mehr Downcycling ist angesagt. Das verbrennen und damit der Verbrauch von fossilen einschließlich atomaren Brennstoffen muss ein Ende haben, dass sehen wohl die meisten ein.

Kein greenwashing von Antriebskonzepten mehr, die physikalisch nie über die 30% Energieausbeute hinaus kommen.

Welchen Sinn macht es heute noch, ein Auto zu kaufen und es 90% der Zeit herumstehen zu lassen?

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Bret 26.06.2019, 07:13
43. Im Gegenteil...

Mangelnde Lademöglichkeiten und diesbez. fehlende durchdachte Infrastruktur. sind m.M. der Hauptgrund warum die E-mobilität sich nicht schneller durchsetzt. Große Reichweiten (k.o. Kriterium für E-Autos Nr1) werden von den allermeisten eh nur selten gebraucht. Und für diese Fälle gibt es wahrlich auch andere Möglichkeiten.
Davon abgesehen ist die Mobilitätsselbstverständlichkeit der Menschheit völlig übertrieben in jeder Hinsicht.

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Knacker54 26.06.2019, 07:22
44. Klasse!

Zitat von cum infamia
Wenn Sie so oft und so lange auf die Toilette müssen, wäre dringend ein Gang zum Urologen oder Internisten anzuraten ! Evtl. reicht so eine Ladepause Ihres Tesla auch noch dazu ?
Einer der Gründe, warum ich die Beiträge lese: Manchmal findet sich ein solcher Diamant. Danke!

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John.Moredread 26.06.2019, 07:41
45.

Zitat von Koana
nicht als Speichermedium ersetzt werden kann, ist die Batterie als Speichermedium ein weiterer Beitrag zur Externalisierung von Problemen. Wir fahren sauber, dafür "verdursten" in anderen Regionen der Welt ganze Regionen - wegen des Abbaus von Lithium. https://oberham.wordpress.com/2016/09/08/der-lithiumrausch/
Die Zahlen aus dem verlinkten Blog sind uralt. Arbeitet man mit neuen und realistischen Zahlen (und nicht mit abgeschätzten Zahlen aus dem Raubbau aus dem Jahre 2011 wie in dem Blog) landet man bei im Schnitt 20.000 - 30.000 l Wasser pro Batterie eines Elektroautos. Das selbst in Südamerika mittlerweile viele Projekte nach höheren Umweltschutzstandards arbeiten (bspw. wird dafür gesorgt, das der Grundwasserspiegel nicht sinkt) ist hier ebenso an den Menschen vorbeigegangen, wie, das der größte Produzent schon längst Australien ist.

Wir können aber gerne die 30.000 l Rohöl dagegen halten, die Verbrenner im Laufe ihres Lebens konsumieren und uns gerne da mal die Ökobilanz ansehen. Die sieht wesentlich schlechter aus. Sehr viel effizienter können Verbrenner nicht werden, Akkus haben da noch viel Spiel. Aktuell steigt die Speicherdichte jedes Jahr um 15 - 20 %, entsprechend sinkt logischerweise der Bedarf an Lithium.

E-Autos sind die Lösung - warten sie mal ab. Bereits jetzt fährt das erste E-Auto 1.000 km, das sind Reichweiten, die in 10 Jahren normal sein werden.Bis dahin wird auch die Pufferung regenerativer Energien kein Problem mehr darstellen und die Akkus werden wesentlich kleiner und leichter sein als heute - und in Summe weniger Lithium enthalten.

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hellsfoul 26.06.2019, 07:54
46. Populismus?

"Außerdem träten die Wolfsburger auf diesem Feld direkt gegen ihren schärfsten KonkurrentenToyotaan, der bereits seit 20 Jahren Hybride fertigt. So ein Vorsprung lässt sich kaum auf die Schnelle aufholen." Tut mir Leid, aber dieser Satz ist reiner Populismus. Laut Tests war der Toyota Prius kein bisschen sparsamer als ein billiger Golf Diesel, da Toyota ja dummerweise auf einen Bezinmotor setzt.

Ich frage mich eher, wo der ganze Strom herkommen soll. Wenn man an einer Schnellladesäule mit 40kW tanken können soll, braucht man eine sehr gute Infrastruktur. Und genau da beschweren sich dann die Bürger wieder, wenn Strommasten aufgestellt werden müssen oder wenn Erdkabel verlegt werden. Nächstes Problem sind Wohngemeinschaften, wo eine Steckdose in der Garage nicht genehmigt wird, da die anderen Mieter dagegen sind.
Allgemein finde ich die ganzen EU Richtlinien total überzogen, solange Flugzeuge und Schiffe total unbedarft weiter ihre Abgase rausblasen dürfen. Hier tut sich seit Jahren genau garnichts!

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bi-rma 26.06.2019, 08:06
47. Das Auto ist nur noch eine Übergangstechnologie

Der motorisierte Individualverkehr muss generell massiv zurückgedrängt werden. Nicht mehr von demselben mit anderen Mitteln (Elektromotor), sondern massiv weniger Autos, weniger Flächenverbrauch, sowohl für Straßen als auch für den „ruhenden“ Verkehr. Dafür braucht man gute Alternativen - ein flächendeckend verfügbarer öffentlicher Nahverkehr mit hoher Taktung wird besser heute als morgen benötigt, um dem Verkehrskollaps zuvorzukommen und Emissionen dramatisch zu verringern. Das Auto ist eine Sackgasse. Es ist Zeit, Mobilität neu zu denken.

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litholas 26.06.2019, 08:06
48.

Zitat von cum infamia
Wenn Sie so oft und so lange auf die Toilette müssen, wäre dringend ein Gang zum Urologen oder Internisten anzuraten ! Evtl. reicht so eine Ladepause Ihres Tesla auch noch dazu ?
Medizinisch empfohlen wird ein Halt mit körperlicher Betätigung, vor allem gehen oder laufen, alle 2 Stunden. Und gängige E-PKW können in einer halben Stunde von 30% auf 80% geladen werden - falls die Ladesäule die entsprechende Leistung bringt.

In diesen 2 Stunden kann man 200 bis 240km zurücklegen. Eine Strecke von 600 bis 700km würde man also in 7 Stunden schaffen. Vom Akku her gesehen.

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schmidthomas 26.06.2019, 08:08
49. Eine Gegenrede, womöglich noch mit....

Zitat von L.walch
...kommentieren Sie doch bitte künftig Themen, von denen Sie zumindest im Ansatz was verstehen. Dieser Artikel strotzt nur wieder von Halbwahrheiten und kompletter Ahnungslosigkeit. E-Autos sollen erst nach 150 - 200tkm umweltfreundlich sein ? Völliger Unfug! Und bitte versuchen Sie es doch einfach mal mit echter Faktenrecherche. Ich weiss, das ist anstrengend, aber es ist irgendwie doch auch befriedigend, wenn man was für sein Geld getan hat. Ihre Leser werden es Ihnen danken!
Argumenten, sieht anders aus als Ihr hier vorliegender Beitrag, der eher an die Trotzreaktion eines verzogenen Kindes erinnert.
Gemotze ohne Substanz, mehr nicht.

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