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Deutsche Bahn: Mehr neue Züge für den Fernverkehr
DPA

Verspätete Züge, Personalmangel, kaputte Brücken: Die Probleme bei der Deutschen Bahn sind groß. Der Konzern hat für die Zukunft nun zumindest neue Züge angekündigt.

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Groundspoiler 05.02.2019, 12:28
60.

Zitat von Sonne80
... angekündigt heißt nicht, dass sie bereit stehen. Evtl DAUERT das, bis sie bestellt, getestet, gekauft u zugelassen sind - kann Jahre dauern u erinnert mich an die Aussagen der Politik: “es kann,soll, es wird diskutiert”
..das dauert nicht nur eventuell - sondern lange. Viel zu lange.
Bis die erste neue Generation aufgegleist ist, können locker 5 Jahre oder mehr vergehen.

Bis dahin ist alles andere mediale Schönfärber- und Gesundbeterei.

Die Bahn wurde unter diversen Managern und der Politik kaputtgespart. Daran krankt sie bis heute.

Deutschland = einig Autoland. Scheuer als Verkehrminister schert sich um die Bahn einen Dreck.

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berndasbrot 05.02.2019, 12:56
61. Ice 4...

.....nur das nicht.
Die Express S-Bahn.
Packungsdichte wie im Nahverkehr, und langsamer als ein ICE1. Ganz übel.
Es gibt, wenn man ein Vekehrsmittel bewertet, folgende Hauptkriterien:
- Preis
- Fahrzeit / Geschwindigkeit
- Komfort
- Zuverlässigkeit
- Sicherheit
- Flexibilität.

In sämtlichen Disziplinen schnitt die DB schon lange schlecht ab. Nur der Komfort war noch deutlich besser als im Flugzeug oder Auto.
Mit der neuen Bestuhlung im ICE4 oder ICE3 Redesign hat man diesen einzigen Wettbewerbsvorteil auch noch zerstört.
Wie blöd kann man sein?

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renker2001 05.02.2019, 12:57
62.

Worin liegt das Hauptproblem
An den Bundesländern
und
An der Politik
und an der Bürokratie

Jedes Bundesland bestimmt, spricht mit, erzwingt Streckenführung
Jeder Bürger kann Einsprüche gegen so ziemlich alles erheben
Weichenneubau: Meist Planfeststellung
Brückenneubau: Abgesehen davon dass man dutzende von Personen personell über Jahre bindet bis die ganzen Genehmigungsprozesse durchgefochten sind will da gar keiner ran gehen, da es nur Stress und nur Widerstand gibt
Der Bau selber ist das kleinste Problem

Und bevor diese Punkte nicht bearbeitet werden, solange wird sich nicht substantiell etwas ändern
Allenfalls mit Milliarden den Murks überkitten
Vielleicht 100 Milliarden für die Städte die dafür auf den internationealen CE Halt verzichten?

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murrle01 05.02.2019, 13:22
63. Ihrem Beitrag kann ich nur zustimmen...

Zitat von MichaelundNilma
Neues Denken brauchen Verkehrsminister und Bahnvorstand. Wegen zu hoher Kosten für die Wartung von Weichen ließ Mehdorn 12 000 Weichen demontieren. 5000 km Gleise abreißen. Bei Stellwerken wurde so viel Personal eingespart, das wenn Stellwerker urlaubsbedingt fehlten und einige Krank wurden, die Stellwerke nicht mehr einsatzfähig sind. Bahnhöfe in hoher 4-stelliger Zahl wurden geschlossen. Bahnbetriebswerke in der Mitte der Republik wurden geschlossen. Geht in Süddeutschland eine Lock kaputt muß sie im ungünstigsten Fall nach Hamburg .........
bis auf einenPunkt: Die gummigefederten Räder wurden NICHT aus Sparsamkeitsgründen verwendet, sondern erst eingeführt, als es massive Beschwerden über laute Laufgeräusche und Vibrationen der Monoblockräder gab. Im Gegenteil, diese gummigefederten Räder waren sogar teurer. Um diese Vibrationen zu vermeiden ohne diese Räder, hätten die Drehgestelle ausgetauscht oder geändert werden müssen. Das hätte zum längeren Ausfall vieler Züge geführt.
Aber sonst kann ich mich Ihnen voll anschließen, habe ich die Misere jahrelang hautnah erleben müssen. Und nicht nur Lok und Wagenmaterial fehlt - auch Tf. was sich nicht groß ändern wird, eher das Gegenteil! Dadurch kommt es auch zu Verspätungen und Zugausfällen. Bereitschaftspersonal, früher in jedem Betriebswerk vorgehalten, die teilweise nur 30 bis 40Km auseinander waren, gibt es kaum noch. Ich selbst bin gegen Ende meiner aktiven Zeit einmal von Hannover nach Göttingen mit einem Taxi gebracht worden, weil ein Kollege fehlte. Über Mißwirtschaft und krasse Verfehlungen und Entscheidungen könnte ich ein Buch schreiben.

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Humboldt 05.02.2019, 14:00
64.

Zitat von murrle01
(...) Das sind die neuen IC2, welche aussehen wie Regionalverkehrswagen. DAS ist eine Fehlplanung, dazu sind sie mit HG 160 KmH ein Rückschritt im Schnellverkehr. Dann hatte ich mehrfach Kritik gelesen über den ICE 4, und war mehr als angenehm überrascht, als ich kurz hintereinander damit fahren konnte. Ich habe gut gesessen, genug Platz sogar für einen 1,30m langen Gitarrenkoffer. Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen?
Jetzt noch zwei, drei Sätze zu Ihren Anmerkungen bzw. Fragen an mich:

Die IC-Doppelstockwagen sind als Regionalverkehrswagen konzipiert worden und wurden aus Wagennot kurzfristig umdisponiert zu IC-Wagen umlackiert und etwas aufgemotzt (Steckdosen). Wenn man wenigstens mit etwas Fantasie bequemere Sotze und auch einen (Doppelstock-)Speisewagen im Oberdeck mit toller Aussicht eingerichtet hätte (Küche in einem Teilbereich des Unterdeck und Lastenaufzug für Speisen) für landschaftlich tolle Strecken (z.B. Rheintal) tja, dass wäre wenigsten was...

Aber das Bahnmanagement ist schlicht unfähig. Das Sie vom ICE4 überzeugt sind, kann ich als Bahncard100-Vielfahrer überhaupt nicht nachvollziehen. Die Sitzabstände sind in den vergangenen ICE-Generationen immer geringer geworden und nähern sich bedenklich dem Flugverkehr. Außerdem wurde von den (fliegenden) Managern ein Problem bei Sitzverstellungen identifiziert, welches im Bahnverkehr (bei ausreichendem Sitzabstand) nie ein Problem war. Jetzt kann beim ICE4 die Rückenlehne nicht mehr in der Position verstellt werden - katastrophale Komforteinbuße!

Genauso können die ICE4-Züge nur 250 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren anstatt 330 km/h (ICE3). Dies führt dann z. B. zu absurden Zuständen, dass seit Fahrplanwechsel vergangenen Dezember viele Züge zwischen Köln und Rhein/Main über die Schnellstrecke nicht mehr in Siegburg/Bonn halten, weil mehrere Zugpaare von ICE3 (werden vermehrt für Sprinterzüge zwischen München und Berlin für 300 km/h gebraucht) auf ICE4 umgestellt wurden, welche den alten Fahrplan aufgrund ihrer gedrosselten Geschwindigkeit nun nicht mehr halten konnten. Deswegen viel der Halt in Siegburg/Bonn einfach weg und trotzdem kann die Fahrzeit zwischen Köln und Frankfurt Flughafen kaum gehalten werden - und zudem gibt es jetzt 0 Reserve bei Verspätungen - da nicht schneller gefahren werden kann!

Das ist alles absurd und kann nur erklärt werden, dass die letzten Bahnchefs alle von Daimler gekommen sind. Sozusagen von Autokanzler, Autokanzlerin und CSU als U-Boote eingeschleust, um das System Bahn als Konkurrent zum Auto endgültig zu desavouieren.

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coloniaexpress 05.02.2019, 14:14
65.

Zitat von hru
Die fahren weiterhin von Hamburg nach Süden. Vielleicht erkennen Sie sie nicht mehr weil sie schon überholt worden sind und im Innenraum nur noch mit Detailkenntnissen zu unterscheiden sind.
Von außen sehen sie aus wie immer.

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mullertomas989 05.02.2019, 14:31
66. Also, neue Züge sind gut und wichtig....

... aber wir brauchen generell bei der Bahn(-politik) eine völlig neue Strategie! Es sollte darum gehen flächendeckend in Deutschland für zuverlässigen, pünktlichen, schnellen und auch günstigen Bahnverkehr zu sorgen. Dafür braucht es weiterhin Investitionen in Züge, aber besonders auch sehr umfangreich in das Netz. Und notwendiger Weise muss der Staat den größten Teil davon bezahlen, denn kein Bahnunternehmen der Welt kann Netz UND Züge selbst finanzieren, das muss man verstehen. Bisher allerdings hat die Politik die Bahn primär sich selbst überlassen und sie sogar noch zum krassen Sparkurs gezwungen. Wann begreift eine Mehrheit in Deutschland das große Potential des Verkehsmittels Bahn?? Es könnte so schön sein............

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coloniaexpress 05.02.2019, 14:32
67. Beispiel Kennzahlen 2017

Zitat von hru
Deshalb steht in dem Artikel auch was von 200 Mio Fahrgästen. Ob das wirklich die Autobahnen frei machen wird ist eine andere Frage. Und es war nur der Fernverkehr, tägliches Pendeln endet ja meist bei einer Stunde pro Strecke und das ist nur im Ausnahmefall ein Fernverkehrszug sondern Nahverkehr.
Im Personenverkehr auf der Schiene beförderte die Deutsche Bahn 2,564 Milliarden Fahrgäste, davon 142,2 Mio. im Fernverkehr. Hinzu kommen die Reisenden, die mit anderen Verkehrsträgern befördert werden, insbesondere im Nahverkehr.
Die Kennzahlen des Gesamtjahres 2018 liegen mir noch nicht vor.

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coloniaexpress 05.02.2019, 15:02
68. Subventionen

Zitat von Schartin Mulz
Wenn wir eine Bahn wollen, die ganz Deutschland abfährt, unabhängig von Fahrgastzahlen, eine Bahn, die darüber hinaus ein Höchstmaß an Komfort und Zuverlässigkeit bietet, dann kostet das einfach Geld. Dann muss man da zubuttern statt Aktiengewinne zu erwarten. Dann müssen entweder die Preise angehoben werden, was kontraproduktiv ist, oder es muss eben.......
Würde der Schienenverkehr in Deutschland im selben Maße subventioniert wie der Straßenverkehr, würden wir hier nicht über die Probleme der Bahn diskutieren. Dann hätten wir goldene Verhältnisse wie in der Schweiz. Und weniger Staus auf den Straßen.

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coloniaexpress 05.02.2019, 15:07
69. Selbstverständlich fahren noch EC der DB.

Zitat von rl23
Toll. Neue IC2 Züge. Die kann ich mal gar nicht leiden. Mit dem ICE4 bin ich noch nicht gefahren, weshalb ich mich dort zurückhalte. Schön wäre es, wenn nochmal neue ICE3 gebaut werden würden, die sind meiner Meinung nach die besten ICEs bislang. Und was sollen neue Eurocity Züge sein? Soweit ich weiß fahren doch überhaupt keine ECs der Deutschen Bahn mehr sondern hauptsächlich die der SBB und ÖBB, nach Dänemark noch die der DSB, was für Züge nach Tschechien und Polen fahren weiß ich nicht genau, aber das sind vermutlich auch keine der DB. Oder will die DB jetzt anfangen wieder eigene ECs fahren zu lassen?
EC sind einfach nur grenzüberschreitende IC-Züge.

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