Forum: Wirtschaft
Deutsche Bank: Ackermann zweifelt an Kompetenz der Euro-Retter

Aus Sorge vor einer Griechenland-Pleite will die EU die Banken zu einem höheren Kapitalpuffer verdonnern. Deutsche-Bank-Chef Ackermann kritisiert diesen Plan und*fordert von der*Politik eine andere Lösung.*Doch offenbar könnte sein*Institut im Zuge der Krise selbst Probleme bekommen.

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nahal 13.10.2011, 12:58
100. auch

Zitat von diwoccs
Herr Ackermann ist Banker, nicht Sozialarbeiter. Ausserdem Schweizer. Seine Aufgabe ist die Vertretung der Deutschen Bank, nicht die Interessenvertretung aller verbitterten Deutschen .
Nebenbei hat Ackermann hier völlig recht.

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levitian 13.10.2011, 12:58
101. Zustimmung

Zitat von TS_Alien
Wie viele Jahre sollen wir uns noch das Geschwätz der Banker und der meisten Politiker anhören? Bereits vor 3 Jahren hätte man dem Schrecken ein Ende setzen sollen. So sind in der Zwischenzeit die Staatsschulden enorm gestiegen, und kein einziges Problem in der Finanzwelt ist gelöst worden. Wer Billionen im Markt mit kaum abschätzbaren Risiken bewegt, dem wird im Ernstfall keine Eigenkapitalquote unter 100 % etwas helfen. Was sollen da 9 % bewirken? Da muss nur ein grosses Geschäft nicht mehr funktionieren (z.B. die bis jetzt risikofreien Staatsanleihen), und jede Grossbank ist pleite. Ich plädiere für eine Eigenkapitalquote von 50 %. Damit werden den Banken zu riskante Geschäfte indirekt untersagt. Was will man mehr? Der Staat sollte endlich die notwendigen Gesetze erlassen. Und wenn eine Bank diese Gesetze aus eigener Kraft nicht einhalten kann, dann wird sie verstaatlicht. Das ist immer noch billiger, als den maroden Banken weitere Milliarden zuzuschieben. Die landen ja doch wieder nur als Boni getarnt bei den eigentlich Schuldigen der Krise. Man muss sich einmal nur überlegen, wie viele Billionen weltweit bereits in die Banken gesteckt worden sind, direkt oder indirekt. Das Finanzsystem ist dadurch nicht stabiler oder besser geworden. Ganz im Gegenteil. Wofür haben die Steuerzahler weltweit eigentlich bezahlt, wenn es dem System gar nichts gebracht hat? Das Ende mit Schrecken ist immer besser als der Schrecken ohne Ende. Die Realwirtschaft wird es locker überleben. Die Pseudowirtschaft nicht. Und das ist gut so.
Absolut richtig! Zusätzlich sollte man noch die Rolle der Medien - auch des SPIEGELS - kritisch beleuchten, schreibt der doch in seiner letzten Ausgabe, dass Amerika die Finanzkrise dadurch ausgelöst habe, dass man Lehman pleite gehen ließ. Welch grandiose Fehlleistung! Nicht die Ursache der Pleite wird gebrandmarkt, sondern der Umstand, dass nicht schon damals der Steuerzahler für die Zocker in die Haftung genommen wurde. Auf diesem Boden gedeihen Figuren wie Ackermann prächtig.

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innajjanni 13.10.2011, 13:02
102. Systemrelevant

Jaja, die Banken sind so wichtig, weil man Geld ja auch essen und in ihm wohnen kann...

Achja, Geld ersetzt ja auch das Zwischenmenschliche... Wer braucht schon Zuneigung in irgendeiner Form, wenn er nur genug Geld hat...?
[/ironie]
Man sollte sich mal wieder auf die wahren Werte besinnen und diesen hässlichen Schleier des "Zinses-Zins Geldes" endlich von unserer Gesellschaft reißen. Man sieht es doch: Wir können kaum noch atmen, ohne daran erinnert zu werden, wie kurz wir vor dem (virtuellen) Abgrund stehen.
Man sollte den Bundestrojaner einsetzen, um alles Computergeld auf NULL zu setzen; eine Sache von maximal ein paar Minuten und doch würde es unsere Erde um ein vielfaches Lebenswerter machen!
Viele Grüße
Jan
Globales Erwachen

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Fleckensalz 13.10.2011, 13:02
103. keine angst, herr ackermann...

Zitat von sysop
Aus Sorge vor einer Griechenland-Pleite will die EU die Banken zu einem höheren Kapitalpuffer verdonnern. Deutsche-Bank-Chef Ackermann kritisiert diesen Plan und*fordert von der*Politik eine andere Lösung.*Doch offenbar könnte sein*Institut im Zuge der Krise selbst Probleme bekommen.
die poltik wird schon allein wegen des widerstandes der "finanzindustrie" keine lösung durchsetzen,die den banken wehtun könnte.
...also wie gehabt...ein bischen sturm im wasserglas, der steuerzahler blecht weiterhin die zeche und die banker zocken so hemmungslos weiter wie bisher.

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nahal 13.10.2011, 13:04
104. fragen stellen

Zitat von CancunMM
..... , aber mir stellt sich eine andere Frage. Warum sind die Banken mit soviel Geld in Griechenland investiert.
1)Bis 2009 galt für die griechischen Staatsanleihen die selbe Sicherheitsgarantie fast wie die der deutschen Staatsanleihen.
Das ist jedem Interessierten leicht ersichtlich, wenn er sich die Mühe machen würde, die Zinsen dieser zwei Staatsanleihen anzuschauen.
Es ist ein von den Politikern verursachtes Problem, nicht von den Banken.
2)Haben Sie auch überlegt, wie Griechenland sonst seine Kosten hätte abdecken können?

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Munku 13.10.2011, 13:05
105. Zitieren lernen

Zitat von Criollo
Ackermann "Nicht die Finanzierung der Banken sei das Problem, sondern die Tatsache, dass Staatsanleihen nicht mehr risikolos seien, sagte Ackermann." Rsisikolos? Was soll das denn aus dem Mund eines solchen Mitschneiders?
Ackermann sagt, daß Staatsanleihen NICHT risikolos sind. Und damit hat der Mann Recht.
Da seid ihr doch gleicher Meinung, warum also das Theater ?

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P.H. 13.10.2011, 13:05
106. Es ist doch bereits die Katastrophe auf Raten!

Die britischen Banken zeigen erneut Schwächezeichen durch vertane Spekulationsgeschäfte. Die französische Bankenwelt blickt bereits in den Abgrund und die US-Wirtschaft läßt schlimmstes befürchten.
In dieser Situation erlauben wir uns den Luxus den Griechischen Staat im Euroraum zu behalten - koste es, was es wolle. Herr Schäuble tut gerade so, als sei das alles nur eine Frage der Zeit, bis es klappt.

220 Mrd. die der Deutsche Steuerzahler zusätzlich aufbringen müßten, entsprechen einem Drittel der Steuereinnahmen eines Jahres. Hinzu kommen - wenn das mit Griechenland scheitert - die Bankenpleiten und der Bankenrettungsschirm. Abzüglich der Beamtenbezüge und Pensionen wäre wohl zu befürchten, daß dieses Land am Finanziellen Abgrund stehen würde.
Wer darf es dann bezahlen ? Raten Sie mal... und raten Sie bei der Gelegenheit auch, was für Konsequenzen das alles auf unsere Gesellschaft hat.

Es bleibt eigentlich nur der Haircut für Griechenland. Und danach ist Europa an sich zu reformieren - ich meine nicht nur der Euroraum, ich VERLANGE daß die Europäische Union Großbritanien unter Druck setzt, damit diese Risikogeschäfte endlich ein Ende haben.

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kneumi 13.10.2011, 13:05
107. Banker sollten die Klappe halten und sich in Demut üben

Zitat von jolip
Nachdem der von Hern Ackermann und seinen Spießgesellen 2007 ausgearbeiteten Bankenrettungsplan so grandios gescheitert ist, sollte dieser lieber seinen Mund halten.
So sieht's aus. Unsere mit unserem Steuergeld geretteten Bonibanker sollten die nächsten 100 Jahre die Klappe halten und sich in Demut üben.

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darkwingduck 13.10.2011, 13:06
108. Sie verstehen es nicht!

Zitat von Criollo
Ackermann "Nicht die Finanzierung der Banken sei das Problem, sondern die Tatsache, dass Staatsanleihen nicht mehr risikolos seien, sagte Ackermann." Rsisikolos? Was soll das denn aus dem Mund eines solchen Mitschneiders?
Sie verstehen die Sicht von Herrn Ackermann nicht.
Dabei ist das ganz einfach:
Wenn man Geld an einen "risikobehafteten" Schuldner verleit, verlangt man hohe Zinsen:

Wenn der Schuldner zurückzahlt hat man Gewinn gemacht, der einem ja auch zusteht - schließlich ist man ein Risiko eingegangen.
Wenn der Schuldner nicht zurückzahlt, muß der Staat (= der Steuerzahler) für den Schaden aufkommen. Denn wenn man gewusst hätte, das sowas eintritt hätte man kein Geld verliehen.

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walter_e._kurtz 13.10.2011, 13:07
109. Mr. Victory

...denn "Peanuts" war ein Anderer - aber aus dem gleichen Stall!

Zitat von
Bei den Akteuren auf den Finanzmärkten stiegen die Zweifel, ob die Politik überhaupt in der Lage sei, die Krise dauerhaft zu lösen, sagte Ackermann.
Nicht nur bei den Insidern sind Zweifel weit verbreitet, auch das Fußvolk traut den eurpäischen Spitzen nicht mehr über den Weg; nichtmal an einer einsamen Straße und grüner Fußgängerampel!

Zitat von
"Die Deutsche Bank wird alles tun, dass sie auch diesmal kein Staatsgeld braucht."
Er ist ja ein ganz Spitzfindiger!
Staatsgelder hatte die DB ja auch nur indirekt vom US-amerikanischem Bankenrettungsschirm Ende 2008 erhalten; über den kleinen Umweg AIG, wenn ich mich richtig entsinne.
Aber sie hat Staatsgelder erhalten!

Zitat von
Nicht die Finanzierung der Banken sei das Problem, sondern die Tatsache, dass Staatsanleihen nicht mehr risikolos seien, sagte Ackermann. Die Politik müsse das Vertrauen in die Stabilität der Staatsfinanzen wieder herstellen.
Im übrigen gilt für Joe das Gleiche, was ich, s.o., bereits zu den europäischen Spitzen schrieb.
Ein Lösungsansatz á la Ackermann kann ja nur von Eigeninteresse gesteuert sein. Wo die Interessen der europäischen Völker da bleiben, sollte auch jedem klar sein; auf der Strecke nämlich! Dazu ein Artikel der Süddeutschen Zeitung. Im Dunstkreis europäischer Machtzentralen läuft´s auch nicht anders als an der K-Street:
http://www.sueddeutsche.de/geld/demo...reet-1.1157622

Da weder Politik, noch die Finanzwirtschaft für die Völker Europas akzeptable Lösungsansätze bereithalten, hilft nur Eines:
Raus auf die Straßen, mit fetten, unmißverständlichen Transparenten!
http://www.occupyfrankfurt.de/doku.p...emonstrationen
Schreiben bringt nix!

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