Forum: Wirtschaft
Deutsche-Bank-Chef in der Kritik: Alle gegen Ackermann

Es ist die ganz große Koalition gegen Deutschlands berühmtesten Geldmanager: Im SPIEGEL rügen Politiker von Union, SPD und Grünen Josef Ackermanns Kritik an den Bankenrettungsplänen der EU. Vom Deutsche-Bank-Chef verlangen sie unter anderem "etwas Demut".

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curticurt 16.10.2011, 11:49
210. Reflexartiges Ackermann-Bashing

Zitat von ausländer33
Und warum sind die Staatsanleihen nicht mehr risikolos Herr Ackermann? Welche Arroganz!!! Weil die Staaten sich vor drei Jahren, bis über beide Ohren, verschuldet haben - um eben die Banken zu retten.
Die DB hat keine Staatshilfe benötigt, Herr Ackermann hatte sich auch gegen Staatshilfen für Banken ausgesprochen, was seinerzeit ebenfalls ein massives Ackermann-Bashing hervorgerufen hatte.

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czarpeter 16.10.2011, 11:49
211. Verstehe ich nicht

Zitat von spruce1986
Obgleich ich Herrn Ackermann ebenfals kritisch gegenüberstehe, muss man zur derzeitigen Krise festhalten, dass diese nicht durch die Finanzmärkte verschuldet wurde, sondern durch politische und gesellschaftliche Systeme die sich fortwährend über weitere Verschuldung finanziert haben. Konsum auf "Pump" zu finanzieren geht nur bis zu einem bestimmten Punkt. Ursächlich ist in meinen Augen das unüberlegte Umgehen mit Geld von Seiten der Politik aber auch von Seiten der Gesellschaft die Staatsausgaben als immerzu wachsenden Posten verstehen. Gegenwärtig lernt der "Staat", dass er am Kapitalmarkt ebenso eine Kreditwürdigkeit hat wie jeder einzelne Bürger auch. Auf diese Lektion mit Trotzigkeit zu reagieren scheint mir nicht zielführen. Was nun die Rolle der Banken betrifft, waren vor alle sie es die den Staaten überhaupt Geld zur Verfügung gestellt haben, indem sie Staatsanleihen platziert und auch selbst gekauft haben. In ihrem Verhalten erinnern mich die "Überschuldeten" nun doch stark an Privatpersonen aus "Raus aus den Schulden". Die Fähigkeit zur Abschätzung der Konsequenzen des eigenen Handels scheint auch Finanzpolitikern zu fehlen.
Ach so, da haben sich also die Staaten zu sehr verschuldet. Gut nun hat ihnen auch jemand das Geld geliehen oder sehe ich das falsch? Und wenn ich mich nicht irre waren das Banken und warum sind die so grunzendoof, dass sie Schuldnern Geld geliehen haben, die offensichtlich nicht kreditwuerdig sind? Sind die Staaten jetzt daran Schuld, das Lehman, Northern Rock, Dexia usw. pleite gegangen sind? Koennte es vielleicht nicht sein, dass man auch als Glaeubiger Vorsicht walten lassen sollte? Und um es einmal knallhart zu sagen, ein Staat kann per Definition eigentlich nicht pleite sein, er wird bestenfalls zahlungsunfaehig weil er vor radikalen Schritten zurueckschreckt, wie bspw. Enteignungen oder radikaler Besteuerung, aber das ist auch alles. Und wenn Sie jetzt sagen, dann bekommt er keinen Kredit mehr, dann fuehrt er eben Zwangsanleihen ein. Der Staat koennte auch einfach sagen, so ab heute sind die Staatspapiere der Vergangenheit nichts mehr wert und schon hat er keine Schulden mehr.

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naturfreund 16.10.2011, 11:49
212. Nicht nur Griechenland

Nicht nur Griechenland ist das Problem, sondern auch die anderen nicht konkurrenzfähigen Staaten. In Europa kann man kein Amerika erzeugen. Die Menschen in Europa hängen stärker an ihrem Land, als die Amerikaner. Die Amerikaner wechseln leichter ihre Bundesstaaten, als die Europäer. Das hängt mit Volkszugehörigkeit, Kultur und Sprache zusammen. Deshalb sollte es in Europa bei vielen Nationalstaaten bleiben und deshalb braucht man wieder Grenzen und Zölle. Ob man auch den Euro aufgeben muss, kann ich momentan nicht beurteilen, aber möglicherweise auch das.

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u.loose 16.10.2011, 11:50
213. Was sollen sie denn Ihrer Meinung nach tun?

Zitat von wetnoodle
Die an der aktuellen Regierung beteiligten sollten durchaus nicht zu laut Schimpfen, haben sie dich ganz bewusst die Chance versäumt die Bankster nach der Finanzkrise 2008 an die Kandarre zu nehmen. Und jetzt, da Finanzkrise II vor der Tür steht, empören sie sich wieder, schimpfen sie wieder, fordern sie wieder aber tun nichts.
Die Billionen Schulden sind heute da und waren auch schon 2008 da...

Offen dafür eintreten das Schuldner in die Insolvenz zu gehen haben? Aus Marktsicht wäre das richtig - bleibt nur die Frage, wie Deutschland dann seinen sozialen 2 billionen Schuldenberg finanzieren soll. Ich für mein Teil bin jedenfalls nicht bereit deutsche Staatsanleihen für 1,75 % Zinsen zu kaufen - die ich auch noch versteuern muss...


Ulrich

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BraumeisterBob 16.10.2011, 11:52
214. Rette sich wer kann

Zitat von Dr. Sorglos
Fragen wir doch einmal die Politiker, was Sie davon halten, die Korruption in der Politik strafrechtlich zu verfolgen und die Abzocke und Selbstbedienung zu unterbinden, um zumindest den Anschein von Demokratie und Rechtsstaat aufrecht zu halten. Den Anfang können vielleicht 100.000 Mark-Waffenhändler-Schäuble, EnBW-Merck-Mappus, Steuerfahnder-Bilfinger-Berger-Koch, Zeitsklavenarbeit-Adecco-Clement, Gas-Gerd, Nebeneinkünfte-Merz oder RWE-OMV-Fischer machen? Was denken Sie?
So ähnlich.
Solche Drehbücher gibt es auch beim Film: Eine Gruppe Gangster räumt irgendwo einen Tresor aus. Zuerst mal sind alle Freunde, jeder hat seine Million, alles easy. Langsam wird es aber immer ungemütlicher. Die "Bullen" haben schon die Fährte aufgenommen, die Ganoven beginnen einander zu misstrauen. Und dann gegen Ende beginnt jeder den anderen zu bekämpfen, jeder will nur noch sich retten.

Und genau das passiert jetzt in der Realität.

Letztes Jahr feiert Angie noch groß Ackermanns Geburtstag. Gas-Gerd bediente die Banken und andere Konzerne zu seiner Zeit fürstlich. Alle "Ganoven" zogen noch am gleichen Strang. Gemeinsam wurde geplündert und gefeiert. Und jetzt beginnt sich die Spirale nach unten zu drehen. Die Piraten stehen vor der Tür. Die SPD versucht sich rauszureden, Gabriel will schärfere Regeln für die Banken. Die Grünen bemerken in ihren Reihen massenhaft Fahnenflucht. Schnell werden Steuererhöhungen für Reiche gefordert. Die FDP verlegt sich auf Bekämpfung der Rettungsschirme. Die CDU setzt sich langsam ab von den Banken. Ackermann kritisiert die Politiker.
Das Ganze ist filmreif. Wir sitzen schon so tief in der Sch.... dass langsam alle gegen alle sind. Jetzt heißt es nur noch: "Rette sich wer kann".

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volker2007 16.10.2011, 11:52
215. Nur Weiter!

Zitat von huberwin
ja das für Banken eine Höhere Eigenkapitalqoute festgelegt werden muß.Würde dies auch per Gesetz fordern. Was ich allerdingst nicht verstehe ist, das hier der Staat für die Zahlung eintritt. Noch schlimmer, das der Staat sogar durch Zwangsüberweisungen von Geld Banken stützt. Ich bin der Meinung das die Banken sehr wohl in der Lage sind das Eigenkapital selbständig aufzustocken: -durch die Gewinne -durch Auflösung stiller Rücklagen -wie ja schon oft geschrieben durch die Landeszentralbanken -durch eigene Aufnahme am Kapitalmarkt usw. Darüberhinaus erwarte ich auch konsequenzen für die Banken , wie -Rückführung auf ihre originären Bankaufgaben -Verbot von Leerverkäufen-Verbot von Derivaten -Beteiligung an den Banken für jede Hilfestellung Besteuerung aller Bankgeschäfte wie im normalem Wirtschaftsleben üblich und nicht die Transaktionssteuer -Keine Auslagerung von Bankgeschäften in Auslandstöchter -Die Versteuerung erfolgt im Inland, egal wo die Bank ansonsten Geschäfte betreibt -Herausnahme der Ratingverpflichtung für Kredite aus allen Gesetzen und Verordnungen -Aufhebung aller Bankvergünstigungen der letzten Jahre und Jahrzehnte Verbot von Hedgefonds -Verbot von Wetten -Verbot von Spekulationen auf Währungen -Verbot von Rohstoffhandel über die Menge der tatsächlichen Rohstoffe hinaus Es gibt also viele Regelungen die die Politiker machen könnten. Stattdessen fällt Ihnen immer nur ein frisches Geld durch eigene Schuldenaufnahme oder Gelddruckerei in die Banken hineinzupumpen. Dies löst die Probleme nicht, sondern schafft immer wieder neue und führt darüberhinaus zu einer Verschärfung d3es Verteilungskampfes von unten nach oben durch noch mehr Geld für die Reichen. usw.usw
ACHTUNG HIER BEGINNT DIE IRONIE. DAS IST NICHT MEINE
MEINUNG:

Dann müssen Sie am besten hinzufügen:

- Freiheitsentzug von Bankern im Allgemeinen Sinn also auch
ohne Anfangsverdacht.

- Strafandrohung für Sympathtisanten der Banker und deren Familien

- Ausreiseverbot für Leute, die im Bereich der Banken oder überhaupt irgendwas mit Geld zu tun haben.

- Überwachung sämtlicher emails, Telefongesrpäche auch wenn nur der Anfangsverdacht besteht, dass es sich um eine Bank handeln könnte.

- Sofortiger Einzug aller Vermögenswerte über 20000 Euro, auch Immobilien, denn Immobilien sind ja auch ein Spekulationsobjekt

- Überhaupt jede Form der Spekulation bestrafen. Das gilt auch, wenn Leute z.B. mehr Lebensmittel einkaufen als Ihnen pro Woche zugedacht wird. Das ist spekulative Warenhortung.

- Zinsen werden verboten. Die Einführung islamischer Verzinsungen wird forciert.

- Einführung eines Generalparapraphen, der die Thematisierungen von Staatsverschuldung unter Strafe stellt.

IRNONIE ENDE

Willkommen in der DDR.

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boer640 16.10.2011, 11:52
216. unterm kopfkissen liegt ein zweites ;-)

Zitat von Mansour
Von einem Neuwagen war nicht die Rede, dieser wäre ja absolut unerschwinglich. Auch ein gebrauchter für 3-5t€ ist den meisten doch schon zu viel. Oder haben Sie solche Beträge unter dem Kopfkissen liegen?
nö. aber wenn ich weiss, dass ich bald ein neues brauche, muss ich wohl anfangen zu sparen. geld verdienen, weniger ausgeben als einnehmen, sparen. für mich relativ einfach.

aber die 250000 muss er schon machen. also hab ich noch 2-3 jahre zeit. das system funktioniert nur nicht mehr, wenn ich nen unfall habe.

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Ylex 16.10.2011, 11:53
217. Wucht, aber nur geradeaus

Zitat von kwifte
Eine Rochade ist immer noch möglich. Welcher Turm käme denn in Frage, der für den König ins Feuer muss?
Wenn eine Rochade, dann nur die große, sofern sie nicht durch Feindeinwirkung von der anderen Seite des Spielfeldes unmöglich gemacht wird - also kann der andere Turm geopfert werden. Türme haben Wucht, aber sie können nur geradeaus ziehen, sie kommen schräg nicht voran und können keine Winkelzüge machen, auf die es bei diesem wilden Endspiel besonders ankommt.

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mitwisser 16.10.2011, 11:55
218. Gottes Werk

Zitat von Hador
Denn hiermit hat er wirklich Recht. Kein Unternehmen dieser Welt darf 'too big to fail' werden. Geschieht dies dennoch, so ist es ein sicheres Zeichen dafür das etwas falsch läuft. Ich denke hierüber sollte man sich einig sein.
Einerseits deutet es auf Marktversagen, weil Kartell- und Oligopolbildung immer zu Machthäufungen und Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil neuer Marktteilnehmer und der Verbraucher führen.
Zum anderen werden riesige Beträge oben abgeschöpft (Boni). Die Spitze der Perversion: gerettete Banken (JP Morgan et al) zahlen dann die größten Boni der Geschichte z.B. 2009 - besser, der Steuerzahler zahlt für wirtschaftliches Versagen.
Degeneriertes abartiges System, in dem moral hazard b e l o h n t wird.
Tja, man verrichtet halt Gottes Werk!?!

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MütterchenMüh 16.10.2011, 11:55
219. Der Bankensektor ist mehr als nur ein Ackermann

Zitat von InterMailand
Gefundenes Fressen fuer den Spiegel, wenn sich ein paar Politiker populistisch gegen Ackermann aussprechen. Die sozialistische Ueberschrift ist mal wieder unter aller Kanone!! Die Eigenkapitalquote laesst sich nicht nur verbessern, indem man das Eigenkapital (zwangsweise) erhoeht, sondern auch dadurch, dass man die eigenen Risiken runterfaehrt. Dann wird die Deutsche Bank in Zukunft eben nur noch Grossunternehmen mit guter Kapitalstruktur Geld leihen. Aus demselben Grund werden dem Mittelstand und Familienunternehmen in Zukunft dann die Kredite verweigert ... vielen Dank! .
Auch wenn es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte.

Es gibt in De noch mehr Geschäfts-Banken als die DB.

Ihre Panikmache ist Blödsinn.

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