Forum: Wirtschaft
Deutsche Bank gegen EZB: Fitschen fordert Ende der Niedrigzinsen
DPA

Seit der Finanzkrise hält die Europäische Zentralbank die Zinsen niedrig - auch um angeschlagenen Geschäftsbanken bei der Refinanzierung zu helfen. Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank geht diese Unterstützung zu weit. In einem Interview fordert ein Ende der extrem lockeren Geldpolitik.

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stopfiatmoney 12.05.2013, 17:13
10.

Zitat von Lok Leipzig
Im Gegenteil: in Griechenland wird bei zwei Dritteln Jugendarbeitslosigkeit gerade eine ganze Generation verheizt, in Spanien das gleiche. Wenn der Euro scheitert, dann scheitert nicht Europa, dann scheitern Merkel, Schäuble und ihre Helfer aus CSU, FDP, Grünen und SPD. Weg mit ihnen. Gut, dass es eine Alternative gibt.
Als der Bundestag die spanischen Großbanken "rettete" (das muss man sich mal vorstellen) begründete mir gegenüber einer der CDU-Abgeordneten das damit, dass man spanischen Jugendlichen helfen müsse, ihnen Chancen geben etc...

Freunden gibt man Kredit, den man sich vorher vom deutschen Steuerzahler oder Euro-Sparern per Zwang bzw. Inflation holt.
Das ist so unglaublich dumm. So unglaublich un-europäisch. Und das wird bitter enden.

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Roi Bavarois 12.05.2013, 17:14
11. Geldpolitik

Geldpolitik, sagen die Ökonomen ergänzt gezielt die Fiskalpolitik einer Wirtschaft. Die EZB kann das nicht liefern. Daher würde jedes Euroland besser dahstehen heute, wenn seine eigene Zentralbank, die Geldpolitik gezielt für seine Wirtschaft bestimmen könnte. Auch ich würde mich wohler fühlen, wenn Deutschlands Geldpolitik wieder von der Bundesbank betrieben würde. Der Einheitsanzug Euro passt niemanden genau und keiner fühlt sich darin wirklich wohl. XS, S, M, L usw. machen einfach viel Sinn. Die AfD paar gesunden Menschenverstand mit ökonomischen Sachverstand. Daher haben sie meine Stimme zur BTW sicher!

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gaviota 12.05.2013, 17:36
12. Siehe einmal an, da kritisiert ein Fachmann die EZB...

...was schon viel früher hätte kommen müssen! Die deutschen Sparer zahlen bereits an die 4 % von Ihrem Erspartem für Inflation und Minus-Zins, damit die Pleite-Banken- und Staaten billiges Geld bekommen, macht rund 44 Milliarden. Und die West Rentner? Sie zahlen dadurch, dass sie effektiv minus 3 % bekommen. Das ist die "Gerechtigkeit" nach Merkel, die im Osten, da wo sie gewählt werden will, den Rentnern plus 3 % serviert. Noch nichts gemerkt, lieber Michel? Dann schauen sie mal bei der AfD nach, dort wird ihnen reinen Wein eingeschenkt, statt Lügen von den Block-Parteien serviert!

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RalfWagner 12.05.2013, 17:39
13. Der Mann hat recht!

Jeden Tag werden Millionen Kleinsparer durch negative Realzinsen enteignet - zugunsten aller Schuldenstaaten. Und "unsere" Politiker schweigen, weil es ihnen nutzt. Vom Verfassungsgericht sind ohnehin keine ökonomisch fundierten Entscheidungen mehr zu erwarten.
Es bleibt also der Deutschen Bank überlassen, auf diesen kriminellen Akt der EZB zu verweisen. So weit ist es mit Deutschland gekommen ...

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Flugor 12.05.2013, 17:41
14. Keine Alternative, nur die Partei der schlechten Berater von damals

Zitat von Lok Leipzig
Gut, dass es eine Alternative gibt.
Lucke selbst ist damals Mitinitiatior des "Hamburger Appell" gewesen, welcher über die von ihm geforderte Lohnzurückhaltung überhaupt die Ursache der Krise in Euroland ist.

Er gehörte also zu eben jenen schlechten Beratern, welche die Misere verursacht haben. Er und weitere Leute, welche nun Mitglieder der AfD sind.

Außerdem:
Das AfD-Mitglied Olaf Henkel war lange Zeit "Chef-Lobbyist" der Industrie, also gewiss nicht der Freund des arbeitenden Bürgers.

Das AfD-Mitglied Konrad Adam möchte Arbeitslosen das Wahlrecht entziehen

Und von jener Truppe soll jetzt Abhilfe kommen?
Wie naiv muss man denn sein dass man sich davon Hilfe erhofft, dass man jene Leute ans Ruder bringen will, welche zuvor schon die falsche Richtung genannt haben?

Quellen:
http://www.wiso.uni-hamburg.de/filea...per/appell.pdf

Unterzeichner

Hamburger Appell

Entzieht den Nettostaatsprofiteuren das Wahlrecht! - Nachrichten DIE WELT - DIE WELT

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klausbrause 12.05.2013, 17:51
15. Wenn das richtig ist

Zitat von rkinfo
Problem ist das es mehr Anlagebedarf als Kreditbedarf gibt.......dann stimmt auch wieder die Rendite für Anleger.
sollten sowohl die Löhne als auch die Renten stark erhöht werden. Das verringert die Höhe des Rendite suchenden Kapitals und fördert über die Nachfrage direkt die Wirtschaft.

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Thorsten_Barcelona 12.05.2013, 17:52
16. Zuviele Banken?

Man sollte doch die Frage stellen, ob die Aussage "zu viele Banken" nicht einem gewissen Eigennutz des Vorstandes der grössten deutschen Bank entspringt. Sind wenige Banken wirklich besser? Umso weniger Banken, umso wichtiger werden diese wenigen für das Finanzsystem und müssten im Zweifelsfall gerettet werden. Gleichzeitig werden diese Vorstände ein noch größerer Machtfaktor, an dem man nicht vorbei kommt. Und klar, der Kunde wird bei einem reduzierten Markt auch nicht unbedingt weniger bezahlen.

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Spiegelkritikus 12.05.2013, 17:53
17. Verheerende Zinspolitik der EZB

Zitat von sysop
Seit der Finanzkrise hält die Europäische Zentralbank die Zinsen niedrig - auch um angeschlagenen Geschäftsbanken bei der Refinanzierung zu helfen. Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank geht diese Unterstützung zu weit. In einem Interview fordert ein Ende der extrem lockeren Geldpolitik.
Rja, inzwischen wird es auch Chefbankern mulmig bei der anhaltenden Liquiditätsschwemme durch Niedrigzinspolitik der EZB. Die unmittelbaren Folgen sind bereits sichtbar: Einerseits die Enteignung der Sparer, andererseits die Blasenbildung auf dem Aktien- und Immobilienmarkt in Deutschland, also dort, wo die zusätzliche Liquidität als erstes ankommt. Im nächsten Schritt wird die allgemeine Inflation angekubelt, was zu einer weiteren Enteignung der Bürger führt.

Das Schlimmste dabei ist, dass die in den Süden gepumten Mittel nach wie vor kaum so eingesetzt werden, wie von der EZB erhofft: Die extensive Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher, damit die Wirtschaften in Schwung kommen. Diese befinden sich aufgrund der von Merkel und Schäuble verordneten Austeritätspolitik alle in einer Rezession, die Unternehmen investieren nicht, sondern bauen eher ab, das Gleiche gilt für Verbraucher.

Die zusätzlichen Geldströme werden von den nationalen Notenbanken entweder regelmässig wieder bei der EZB geparkt oder - neben dem Erhalt maroder Banken - zu Spekulationszwecken eingesetzt, gerne auch in Deutschland, so dass sich die hießgen Blasenbildungen ergeben. Man muss unrentable Banken endlich pleite gehen lassen, wie auch obiger Banker fordert.

Fazit. Die Zinspolitik der EZB verfehlt ihren Zweck und hat gravierende negative Auswirkungen. Je schneller sie beendet wird, desto besser.

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sensei 12.05.2013, 17:55
18.

Zitat von Lok Leipzig
m Gegenteil: in Griechenland wird bei zwei Dritteln Jugendarbeitslosigkeit gerade eine ganze Generation verheizt, in Spanien das gleiche.
Das liegt aber daran, dass in Griechenland nicht jeder Bauer oder LKW Fahrer werden will und die kaputt-korrupten Strukturen in der Wirtschaft Jobs nur durch Bakschisch/Beziehungen zu besorgen sind.

In Spanien hat man sich 10 Jahre lang auf den durch Kredite finanzierten Bauboom gestürzt. Wenn ein Land 2 Generationen lang 80% der Arbeitsplätze im Baubereich künstlich erzeugt, ist die Arbeitslosigkeit nach Absturz der Blase typisch und politisch toleriert.

Die Engländer und nun auch die Franzosen wollen plötzlich das Sparkassensystem der Deutschen nachahmen, und gleich hinterher dass duale Ausbildungssystem. Es wird öffentlich sogar viel weiter gedacht, über staatliche Mikrokredite und Stabilisierung von Eigenkapital im Mittelstand - ein Bereich wo wir hier seit Jahrzehnten nicht weiter kommen. Wenn die EZB androht das Geld direkt zu verleihen, stehen dreißig Bankenvorstände Ante Portas und fragen was der Scheiß soll. Sie geben das Geld natürlich nicht ab, denn was kein oder zu viel Risiko bringt, bringt keinen Schnitt. Das alte Spiel.

Die Griechen und Spanier haben zum x-ten Mal in Folge einen Ausbildungspakt und das Installieren von Werkstätten für die Ausbildung verschoben. Jeder will an den Kuchen ran, jeder will die alte Korruption am Laufen halten. Das jeder Jugendliche mal eben so vorbei kommen kann wenn die Noten passen, dass ist "Gotteslästerung". Da will die Gewerkschaft hand selektieren. Mit Briefumschlägen natürlich.

Das diese Länder nicht aus dem Euro wollen ist klar. Außerhalb des Euros erwartet sie 10-20 Jahre lang eine Durststrecke und eine gesellschaftliche Tabula-Rasa-Erneuerung über wahnsinnige Wahlergebnisse bis rüber zur leichten Diktatur und der totalen Zerstörung der vorhandenen Korruption. Das ist mit allen Mitteln zu verhindern, die entsprechenden Kasten und vor allem die Top 100 Familien werden dies verhindern. Es wird weiter an allen Stellen mit verdient und es gibt keinen echten freien Markt.

Das hat mit dem Europa dass man sich als normaler Mensch vorstellt rein gar nichts zu tun. Das ist hässlich und das muss weg. Aber wenn 50% der Leute dort nicht wollen, dann sollen sie eben weiter mit Polizeigewalt aus den mit Phantasie bezahlten Hausruinen entfernt werden und ihr Kind wohnt bei ihnen unverheiratet bis es 70 ist. Das ist mir inzwischen so was von egal, ich habe kein Mitleid mehr.

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Hajojunge 12.05.2013, 17:59
19. Ab mit den Kröten in die Schweiz

Die zahlen auch keine Zinsen, aber dort ist das Geld vor dem Zugriff unseres Fiskus sicher. Es ist schließlich total legal, sein Geld im Ausland zu deponieren, und wo es keinen Zinsertrag gibt, ist auch keine Steuerhinterziehung möglich. Dumm nur, wenn man hier Immobilien besitzt, da kann der Fiskus im Falle eines Falles Zwangshypotheken draufpacken.
Das Vertrauen in die Banken, den Euro und unseren Staat ist dahin. Rette sich, wer kann.

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