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Deutsche Bank streicht 18.000 Stellen: Der Bruch
Deutsche Bank

Er will Tausende Stellen streichen, die Deutsche Bank soll sich aus dem Aktiengeschäft zurückziehen: Christian Sewing ist in seinen Entscheidungen radikal. Sein Erfolg ist höchst ungewiss.

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w.diverso 07.07.2019, 23:10
40. Was ich mich so erinnere,

wurde doch im Investmentbanking so hohe Provisionen und Boni bezahlt, dass für die Bank selber gar nicht so viel übergeblieben ist. Die Bank hatte zwar das Risiko zu tragen, was auch oft schlagen wurde, bei Gewinnen habe die Master of the Universe immer die Hände ganz weit offen gehabt. Wenn das jetzt abgebaut wird, ist das doch nur gut. Es klingt zwar ein hoher Umsatz toll, aber viel wichtiger sind die Risiken und der Gewinn. Seit Ackermann hat das doch nicht mehr gepasst. Da die Hauptzahl der Stellen in England und USA abgebaut werden sollen, sollte das doch auch nicht ein besonders Problem der Deutschen sein.

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pepe83 07.07.2019, 23:33
41. Und womit soll die Bank Geld verdienen?

Der deutsche Markt für Corporate Banking ist nicht rentabel. Zuviel Konkurrenz. Und zuviel zerstörte Kundenbeziehungen. Privatkunden in Deutschland bringen auch kein Geld.

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labuday 07.07.2019, 23:41
42. einfach nur dummes Zeug - jedes dieser Geschäfte ist

Zitat von ArnoNyhm1984
Um genau zu sein: 43 Billionen, 459 Milliarden und 514 Millionen Euro -so hoch ist das Derivateportfolio, das die Deutsche Bank mit Stand 31.12.2018 in der Bilanz stehen hat! Im Vergleich dazu liegt der Börsenwert der DB bei gerade mal 14 Milliarden Euro -also weniger als 1/3 Promille dessen! Und nein, die Argumentation, dass all diese "Wettscheine" ja durch Gegengeschäfte "abgesichert" wären, kann man getrost vergessen: Wenn auch nur eines von diesen ~3000 Zockergeschäften ausfällt, ist die Bank pleite. Gottseidank ist diese aberwitzige Bilanz viel zu groß, als dass selbst noch so irrlichternde Notenbanker oder Politiker auf den Gedanken kommen könnten, sie zu retten: Diese Bank ist "big enough too fail"!
gehatched - da geht nichts in die Hose.
Die Bank wäre schon längst geschlossen, sollten da irgendwo unkalkulierbare Risiken bestehen.
Europäische Banken werden minuten-genau auf Risiken beäugt - da hätte ich schon eher eine US- oder GB- oder Fernostbank im Verdacht.

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labuday 07.07.2019, 23:45
43. wo hat schonmal ein Steuerzahler für eine BAnk

Zitat von str.21.de
Ich meine, für das Hauptgeschäft der Deutschen Bank, nämlich das der Geldwäsche? Einerseits können die sich jetzt voll auf ihr Geldwäschegeschäft konzentrieren, anderseits können dadurch dann ein paar wertvolle Instrumente dafür verloren gehen. Der Vorstand wird's wohl am besten wissen (oder er zockt grad die Bank selbst ab, damit nachher die Steuerzahler wieder blechen dürfen). Die gehören ohnehin alle hinter Gitter.
geblecht ?
Haben sie da verwertbare Fakten ?
Der Steuerzahler zahlt seine Steuern und vor und nach 2008/2009 immer weniger - das wars.
Es hat noch KEIN Steuerzahler nachweisen können, daß er jemals eine Cent für eine notleidende Bank zu wenig erhalten hat - im Gegenteil.

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labuday 08.07.2019, 00:01
44. jetzt bin ich ja mal gespannt, wer die riesigen Investitionskredite

für VW, BMW, Daimler und andere managed - wenn die DB nicht mehr zur Verfügung steht.
Werden dann halt die Amis machen - unter ganz bestimmten Auflagen.
Und wenn hier einer behauptet, die DB hätte eine Steinzeit-IT, dann hat er einfach keine Ahnung.
Die Mengen an Transaktionen, die zeitnah abgewickelt werden müssen - zumindest im Retailgeschäft und noch mehr im ZAhlungsverkehr schafft die modernste IT noch lange nicht und ein smartphone ist da auch keine Hilfe.
Mit mehreren Millionen Transaktionen nur einer Bank pro Tag wünsche ich viel Spaß mit Blockchain.

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derinvestigator 08.07.2019, 00:21
45. Der Umbau der Deutschen Bank ist äußerst ungewiss

Diese negative Entwicklung der Deutschen Bank, die vorerst 18000 Leute frei setzt, haben verschiedene Ökonomen (Dr. Marc Friedrich, Prof. Max Otte, Dr. Marcus Krall) in gut fundierten Analysen vorhergesehen. Aus der letzten Bankenkrise haben weder die Banker noch die Politiker gelernt; die momentane Lage muss daher als gefährlicher eingeschätzt werden als bei der Krise 2008/2009. Christian Sewing wird die Bank nicht retten können, weil die Zeiten, in denen Großmannssucht regierte, zu wenig auf tragfähiges Eigenkapital geachtet wurde. Die vom Foristen Nr. 10 bs2509 genannten Zahlen zeigen die Problematik deutlich auf. Mit der verheerenden und von der GroKo abgesegneten EZB-Politik des Herrn Draghi mit Nullzins und negativem Zins konnten die traditionellen Banken nicht mehr die notwendigen Gewinne einfahren. Es wird daher noch weiteren Banken an den Kragen gehen und den Euro in heftige Turbulenzen bringen. Die Deutsche Bank ist zwar weltweit nur noch eine kleine Nummer, gleichwohl aber too big to fail. Und so kann eintreten, dass sie in absehbarer Zeit verstaatlicht werden wird, also wie immer auf Kosten der Steuerzahler.

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r+l 08.07.2019, 00:22
46. DBK von strong sell auf neutral

...weiser Schritt, sonst waeren bald 100.000 Jobs weggefallen. Druecke die Daumen fuer den Umbruch, und hoffentlich das sich Achleitner auch bald erledigt. Wuerde ihn als Aktionaer aber auf keinen Fall entlasten, da die -18.000 Jobs (++weitere zukuenftig) klar auf seine Kappe gehen.. (eigentlich eine Frechheit das der immer noch jeden Monate sein Gehalt ueberwiesen bekommt, muesste gerechterweise eher umgekehrt sein).

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spmc-12355639674612 08.07.2019, 00:32
47. Wenn

Zitat von gutmichl
Die Deutsche war der einzige Kandidat, der annähernd die Change hatte auf Augenhöhe mit Banken aus USA, England zu kommen. Damit sind Banken gemeint, die ein Machtpotential haben, das das mancher Staaten übersteigt. Der Wirtschaft "dienen" mag für den einfachen gestrickten Deutschen positiv klingen, doch der Bedarf an einer Partnerbank für die Wirtschaft hat sich drastisch verändert. Der Stellenabbau wird nicht der letzte gewesen sein, was schlecht für das Land, jedoch willkommen in der Neidgesellschaft sein dürfte.
Sewings Vorgänger - insbesondere Herr Ackermann und seine Nachfolger - nicht so viele elementare, teilweise anscheinend typisch deutsche Fehler gemacht hätten, wäre es ja nicht so weit gekommen. Schön übrigens, dass Sie Gelegenheit gefunden haben, diesen Unsinn von der "Neidgesellschaft" ihrem Post noch beizufügen.

Warum typisch deutsch? Es sind immer sehr ähnliche Lügengeschichten: Ich vergleiche dabei die Problematik der Wahrheitsfindung im Dieselskandal vor amerikanischen Behörden mit den hunderten von sehr sehr kostspieligen Mauscheleien, Unregelmäßigkeiten und Manipulationen bei Immobilienkrediten, Libor, CO2-Zertifikathandel, Cum-Ex und Cum-Cum etc., in die die Deutsche Bank seit dem dortigen Ausbruch des Größenwahns (25% Eigenkapitalrendite) verstrickt war und vielleicht noch ist.

So, und jetzt dürfen Sie noch einmal darüber nachdenken, was sich am "Bedarf an einer Partnerbank für die Wirtschaft" so "drastisch verändert" hat. Ja, nichts halt! Um ordentlich zu funktionieren, braucht "die Wirtschaft" weder unzulässige Libor-Zins-Manipulationen noch Steuerbetrug durch Cum-Ex-Geschäfte. Und auf Bordellbesitzer bin ich ja auch nicht neidisch, weil sie durch zutiefst unmoralischen und sogar kriminellen Kram mehr Geld scheffeln, als ich durch ehrliche Arbeit verdiene.

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fractionofpaar 08.07.2019, 02:18
48. Ja, so sah der Handelsraum der Deutsche Bank aus ...

... vor etwa 10-15 Jahren. Damals wurde aus einer Sparkasse eine Bank mit Weltklasse gebaut. Inzwischen wurde das Hochhaus in der Grossen Gallusstrasse, wo dieser Raum war, abgerissen. Was die DB Stolz gemacht hat wurde auch zur Schwäche. Die Deutsche Bank war so Stolz, dass in der Krise kein Geld vom Staat genommen hat während Andere auf Kosten der Steuerzahler ausgestopft wurden. Die auf Staatskosten erstärkte US Konkurrenz lief der DB danach davon. Der Preis des Staatsgeldes wurde eine Einmischung des Staates in das Bankgeschäft so, dass es sich fragen lässt warum die Banken nicht gleich verstaatlicht werden. Banken können negative Zinsen die sie auf eigene Einlagen bei der EZB zahlen müssen, nicht von Kunden einfordern, da sie schlicht das Geld in lieber in Bar abheben würden als für Guthaben Zinsen zu zahlen. Es ist gerade das simple Sparkassengeschäft, das existenziell bedroht ist durch "FinTech" Firmen und neuerdings durch Facebook, die gerade dabei ist eine Bank mit eigener Währung und 2 Milliarden Kunden zu gründen. Die Abbau der Investmentbanking ist daher leider eine weitere falsche Entscheidung.

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ahloui 08.07.2019, 05:56
49. Und gleichzeitig

Filialen schließen, damit auch noch die letzten Privatkunden abwandern.

Ich frage mich, was das Ergebnis sein soll.

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