Forum: Wirtschaft
Deutsche Forderungen in der Griechenlandkrise: Schwamm drüber
AP

Deutschland muss dringend seine Wut auf die Griechen überwinden - und nach einer pragmatischen Lösung suchen. Nur so lässt sich zumindest noch ein Teil der Hilfskredite retten.

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Klartext_2Punkt0 29.06.2015, 14:56
20. mir wäre es wichtig, dass

jetzt die politiker, die entgegen jeden besseren wissens die hilfspakete für griechenland freigegeben haben, farbe bekennen und sich entweder entschuldigen oder zurücktreten.

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Oldfever 29.06.2015, 14:57
21. Korruption und Vetternwirtschaft mit noch mehr Geld bekämpfen?

Am Anfang der Kolumne von Wolfgang Münchau war ich noch guter Hoffnung. Aber spätestens bei der Forderung nach NOCH MEHR GELD FÜR DIE BANKEN stehe ich ungläubig mit offenen Mund da.
Griechenland hat kein Problem mit Banken. Griechenland hat Probleme mit Korruption, Vettern- und Misswirtschaft. Und so lange diese Probleme nicht angefasst werden, wird Griechenland ein FASS OHNE BODEN bleiben.

Solange die Griechen sich nicht ändern wollen, wird ihnen NIEMAND helfen können.
Schuldenerlass: JA, muss sein.
Noch mehr Geld: NEIN, das verlängert das Elend.

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eriberto 29.06.2015, 14:57
22. Gute Idee,

Herr Münchau! Hört sich toll und schlüssig an. ABER, ihr Glaube an die zukünftige Reformiertheit der Griechen und dem zukünftigen 'Steuer-Eintreiben' sowie eines Primärüberschusses in allen Ehren. Trotzdem sehe ich nicht, dass mit diesem Staat ein auskömmliches Verhältnis in der €-Zone zustande kommen kann.
Meines Erachtens braucht es den Knall / Fall, um eine Einsicht zu ermöglichen für notwendige Anpassungen des griechischen Staatswesens.
Aber, keine Angst! Ich bin mir recht sicher, dass die EU-Granden sich schon noch etwas einfallen lassen werden, um Griechenland in der €-Zone zu halten und somit den Grexit vorerst zu vermeiden. Wie nachhaltig diese 'Lösung' dann sein wird, dürften wir zeitnah erfahren...

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multimölli 29.06.2015, 14:57
23.

Auch, wenn es langsam alles etwas schwierig wird mit dem Überblick, und wenn man dies Argument, nun nicht noch mal hören mag: Deutschland braucht aufgrund seiner schrecklichen Geschichte als Griechenland-Ausbeuter im zweiten Weltkrieg nun wirklich nicht Wut zu haben. Wenn hier jemand Grund hat zur Wut, so doch wohl Griechenland?!

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bidebotchi 29.06.2015, 14:58
24. Teaser-text plakativer Unsinn

Deutschland hat keine Wut auf die Griechen, sondern auf die dilettantische EU-Regierung!

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professorA 29.06.2015, 14:58
25. Ach, der Herr Münchau

verfolgt doch nur die Zockerinteressen seiner Branche. Da könnte man auch einen Frosch fragen, ob er mit der Trockenlegung seines Tümpels einverstanden ist.

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mimas101 29.06.2015, 14:58
26. Tja

Herr Münchau sagt nicht neues - die Kreditgelder an die Griechen sind wohl mehr oder minder komplett abzuschreiben.
Auf die Deutschen kommen aber daneben jetzt auch Zahlungen aus Bürgschaften zu die sich über diverse Rettungsschirme pp verstecken. Die deutsche Wirtschaft wird wohl den griechischen Anteil aus Target II zum Teil abschreiben dürfen.

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olli0816 29.06.2015, 14:58
27. Obwohl besser, als manches davor, würde ich diesen Weg nicht gehen

Das Thema ist der Nichtwillen der griechischen Politik und des griechischen Volkes. Manchmal ist es wirklich besser für alle Beteiligten, wenn sie sich lösen. Ich verstehe nicht, warum einige Leute nicht loslassen können.

Griechenland merkt seid gestern, dass die Taktik der vergangenen Monate sich eindeutig negativ auswirken. Der Bankensektor ist stark gefährdet und Griechenland wird die Rate am Dienstag voraussichtlich nicht zahlen können. Für die Renten und Beamtenbezüge wirds diesen Monat noch knapp reichen. Griechenland wird seinen Bankrott erklären müssen, weil die Zeit für Lösungen abgelaufen ist.

Ist das alles wirklich so schlimm? Primär gesehen schon, da Griechenland wohl im Juli vieles nicht abdecken wird können. Andererseits ist in jeder Krise auch eine Chance. Aus der Nichtzahlungsfähigkeit besteht vielleicht dann wirklich der Drang, die Steuern einzuziehen. Höhere MwSt. oder andere Steuern machen keinen Sinn, wenn sie nicht eingezogen werden. Griechenland wäre aber meines Erachtens durchaus sogar sehr gut überlebensfähig, wenn die Regierung konsequent die Einnahmenseite verbessert und ihre Strukturen so verändert, dass sie ihr Volk besser regieren und auch jedem Griechen dadurch überzeugen, dass es nicht hipp ist, keine Steuern zu zahlen. Das kann die EU nicht bewerkstelligen sondern muss von innen kommen. Die Drachme ist kein Weltuntergang und wird - im Gegenteil - sogar die Wirtschaft durch die Inflation entlasten. Und warum sollte die EU in Zukunft keine Strukturprojekte in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Regierung unterstützen? Der Ausstieg ist nicht das Ende Griechenlands.

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whmsch 29.06.2015, 14:58
28.

Endlich geht es mal um Lösungen! Es stimmt, egal mit wem man sich unterhält, egal wer in den deutschen Medien das Wort ergreift, es wird geschimpft und kritisiert, doch was stattdessen passieren sollte, das wissen all die ganzen Wutbürger auch nicht! Hauptsache dagegen. Wir brauchen aber konstruktive Kritik!

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japhet 29.06.2015, 14:59
29. Knabenblütentrume

Um was geht es Ihrer Meinung nach, Herr Münchau? Um "die Verhinderung eines griechischen Euro-Austritts, was für Deutschland und die anderen Kreditländern einen Totalausfall ihrer Forderungen bedeuten würden"?
Glaubt hier wirklich irgend jemand, dass Deutschland von den Forderungen, die es gegenüber Griechenland hat, jemals eine nennenswerte Summe zurückerhalten würde? Egal was passiert?
Was ist Ihr Vorschlag: "Mit Griechenland würde man im Gegenzug einen Schuldenschnitt aushandeln. Die Schulden an den Internationale Währungsfond und die Europäische Zentralbank würden in längere Kredite umgewandelt."
Also - zunächst ein direkter Schuldenschnitt. Was ist das anderes, als eben auf Forderungen zu verzichten? Und dann die Umwandlung der Kredite an den IWF und an die EZB in Kredite der EU, die erst am Sankt Nimmerleinstag zurückgezahlt werden müssen. Was ist das anderes, als ein weiterer Schuldenschnitt und Verzicht auf Forderungen?
Und keine weitere Zahlungen an Griechenland? Solange Griechenland im Euro-Raum und in der EU bleiben wird, wird der Rest Europa zahlen. Vielleicht keine "offiziellen" Hilfspakete - aber dann über den eistierenden Finanzausgleich in der EU. GRiechenland wird weiterhin Netto-Empfänger bleiben, und Griechenland wird weiter Strukturhilfen erhalten.
Übrigens: Sie schreiben, dass man Griechenland "im Gegenzug" die Schuldenschnitte zugestehen solle. Was solle Griechenland dafür tun: "Anstatt Griechenland mit weiteren Krediten zu finanzieren, sollten wir die Banken mit frischem Kapital ausstatten". Nette "Gegenleistung" der Griechen, auch wenn Sie, Herr Münchau, selbst dann kryptisch dieses "neue Kapital" nicht mit Geld gleichsetzen, sondern mit einer Umstrukturierung der griechischen Banken. Glauben Sie übrigens wirklich, dass die "stolzen Hellenen", welche die Troika gerade aus dem Land gewiesen haben, jetzt eine Bankenreform VON AUSSEN erlauben würden?

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