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Deutsche Nachlässe: Jede fünfte Erbschaft ist mehr als 100.000 Euro wert
DPA

Die durchschnittliche Erbschaft in Deutschland steigt stark im Wert. Laut einer Studie ist jeder fünfte Nachlass größer als 100.000 Euro. Die Wahrscheinlichkeit, ein Eigenheim überschrieben zu bekommen, hat sich verdoppelt.

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eisfach 31.05.2012, 16:42
90.

Zitat von huggi
... Sie sagen es doch selbst, es ist der Neid der Sie veranlasst die Besteuerung von Erbschaften zu erhöhen.
Na und? Das ist doch okay:
"Bereits Aristoteles postulierte einen gerechten Neid bei ungleicher Verteilung der Güter."
(Quelle: Neid)

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Celegorm 31.05.2012, 16:43
91.

Zitat von huggi
Nochmals, es gibt keinen vernünftigen Grund dass meine Kinder oder wer auch immer dafür zur Kasse gebeten wird, dass ich denen etwas hinterlasse.
So gesehen gibt es für keine Steuer einen "vernünftigen Grund". Aber da sich Steuern generell wohl nicht vermeiden lassen schiene mir eine Erbschaftssteuer eigentlich noch das kleinere Übel als etwa eine (exorbitante) Einkommenssteuer..

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Bondurant 31.05.2012, 17:03
92. Verblüffend wenig

Zitat von sysop
Die durchschnittliche Erbschaft in Deutschland steigt stark im Wert. Laut einer Studie ist jeder fünfte Nachlass größer als 100.000 Euro.
angesichts der allgemeinen Hysterie um die "Erbengeneration". Korrekterweise hätt man schreiben müssen: Nur jeder fünfte Nachlass größer als 100.000 Euro. Und Nachlass heisst jetzt: im Schnitt mindestens zwei, meistens drei Erben (Kinder u. Ehepartner). Anders gesagt: nur in jedem fünften Todesfall gibt es Erben, die mehr als 35.000 € erben. Fürwahr nicht sehr beeindruckend.

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Bondurant 31.05.2012, 17:06
93. Das ist

Zitat von Celegorm
So gesehen gibt es für keine Steuer einen "vernünftigen Grund". Aber da sich Steuern generell wohl nicht vermeiden lassen schiene mir eine Erbschaftssteuer eigentlich noch das kleinere Übel als etwa eine (exorbitante) Einkommenssteuer..
eine philosophische Frage. Wenn Sie ein Vermögen - klassisch - als das der Familie ansehen, für die der gegenwärtige Rechtsträger lediglich als Treuhänder agiert, ist eine Erbschaftssteuer gar nicht zu rechtfertigen.

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manta 31.05.2012, 17:08
94.

Okokokok
Sowas mache ich nur selten, aber hiermit klinke ich mich aus.
Einige hier sollten vielleicht nach Nordkorea ziehen, das entspricht exakt dem was sie sich vorstellen.

Weitere Anregungen: Kinder werden nach der Geburt sofort entzogen und Monte-Carlo-Methoden mäßig per Zufall über Deutschland abgeworfen. Die Chance, dass also ein Thurn-und-Taxis Kind in einer Harz4 Familie in einem sozialen Brennpunktgebiet unterkommt ist somit durchaus gegeben ! *Händereib*

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Celegorm 31.05.2012, 17:27
95.

Zitat von Bondurant
eine philosophische Frage. Wenn Sie ein Vermögen - klassisch - als das der Familie ansehen, für die der gegenwärtige Rechtsträger lediglich als Treuhänder agiert, ist eine Erbschaftssteuer gar nicht zu rechtfertigen.
Nun, wenn man den Rahmen so schiebt, dass etwas nicht zu rechtfertigen ist, trifft diese Schlussfolgerung wohl immer zu. Aber mir scheint diese Auffassung eher fragwürdig, schon alleine, weil der Familienbegriff doch eher schwammig ist respektive Erbschaften auch ausserhalb einer Kernfamilie stattfinden können. Ausserdem, wenn die Rechtmässigkeit einer Erbschaftssteuer auf die Weise negiert wird, müsste man wohl oder übel über eine Vermögenssteuer nachdenken..;)

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Celegorm 31.05.2012, 17:33
96.

Zitat von manta
Sowas mache ich nur selten, aber hiermit klinke ich mich aus. Einige hier sollten vielleicht nach Nordkorea ziehen, das entspricht exakt dem was sie sich vorstellen.
Wenn Sie nicht sachlich über die Thematik diskutieren können und angesichts einer schlichten Erbschaftssteuer nordkoreanische Verhältnisse wittern, ist das vielleicht besser. Wobei, ist Nordkorea nicht gerade ein Staat, bei dem trotz sektenhaftem Stalinismus im Hintergrund plutokratische Familienbande herrschen und sich die lukrativen Posten vererben? Ein Schelm, wer da Gegnern der Erbschaftssteuer ein Auswanderer empfehlen möchte..;)

Persönlich scheint es mir aber schwer erklärlich, wieso ausgerechnet bei der Erbschaftssteuer die Emotionen immer so hoch gehen. Schon alleine, weil es in der gesellschaftlichen Breite für den Alltag wie die persönliche Lebensspanne normalerweise ein irrelevanter Faktor ist. Da müssten die tagtäglichen Abgaben und Steuern doch ein wesentlich grösseres Ärgernis sein.

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Bondurant 31.05.2012, 17:40
97. Zur Güte

Zitat von Celegorm
Nun, wenn man den Rahmen so schiebt, dass etwas nicht zu rechtfertigen ist, trifft diese Schlussfolgerung wohl immer zu. Aber mir scheint diese Auffassung eher fragwürdig, schon alleine, weil der Familienbegriff doch eher schwammig ist respektive Erbschaften auch ausserhalb einer Kernfamilie stattfinden können.
darf man darus schließen, dass Sie bei Erbschaften innerhalb der Kernfamilie eine Steuerfreiheit befürworteten?

Zitat von
Ausserdem, wenn die Rechtmässigkeit einer Erbschaftssteuer auf die Weise negiert wird, müsste man wohl oder übel über eine Vermögenssteuer nachdenken..;)
Warum sollte das logisch zwingend sein?

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Bondurant 31.05.2012, 17:46
98. Da kann ich

Zitat von Celegorm
Persönlich scheint es mir aber schwer erklärlich, wieso ausgerechnet bei der Erbschaftssteuer die Emotionen immer so hoch gehen.
Ihnen behilflich sein: die Erbschaftssteuer wird als die Neidsteuer schlechthin wahrgenommen.

Aber ein Vorschlag zur Güte: was halten Sie davon, wenn man alle Freibeträge und Sonderregelungen abschaffte und stattdessen jeden Erben mit 3% des Erbschaftswertes zur Kasse bäte? Nach Ansicht von Fachleuten würde sich das Aufkommen dann mehr als verdoppeln und leisten könnte sich das auch jeder. Warum also nicht?

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Olaf 31.05.2012, 17:50
99.

Zitat von Celegorm
Persönlich scheint es mir aber schwer erklärlich, wieso ausgerechnet bei der Erbschaftssteuer die Emotionen immer so hoch gehen. Schon alleine, weil es in der gesellschaftlichen Breite für den Alltag wie die persönliche Lebensspanne normalerweise ein irrelevanter Faktor ist. Da müssten die tagtäglichen Abgaben und Steuern doch ein wesentlich grösseres Ärgernis sein.
Natürlich ist das ein emotionales Thema. Es geht um die eigenen Eltern und deren Haus, natürlich gehört das zur Familie, zu wem den sonst? Meist also das Haus der Kindheit, in dem man aufgewachsen ist und mit dem unzählige Erinnerungen verbunden sind.

Außerdem kenne ich einige, die später als Erwachsene selber viel Zeit und Geld in die Renovierung dieses Hauses gesteckt haben. Da war vom Staat nichts zu sehen, außer bei Kassieren von Grundsteuern und anderen Abgaben, weil sich durch die Renovierungen ja der Wohnwert erhöht hat.

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