Forum: Wirtschaft
Deutsche Oligarchen: Zerschlagt die Familienunternehmen

Wir regen uns gern über russische oder ukrainische Oligarchen auf. Und tun so, als hätten wir solche Oligarchen in Deutschland nicht. Dabei nennen wir sie nur anders: Familienunternehmen.

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karl-felix 27.04.2015, 18:24
180. Nein

Zitat von friedel99
Habe selten so einen Schwachsinn gelesen. Die Einzigen, die nachhaltige und dauerhafte Arbeitsplätze schaffen ist doch der Mittelstand. In einer AG wäre ich (60) schon längst "Outgesorst" worden. Altes Eisen eben.
das kann man so nicht sagen. Auch bei dem Heuschrecken Opfer Grohe sind jetzt noch 16 Jahre später gut 5000 Menschen beschäftigt.
Auch die Volksbanken und Sparkassen bieten z.B. relativ sichere Arbeitsplätze , während das bei Schlecker und Schickedanz schon anders war/ist.

Ich denke , das ist einfach zwiespältig. Natürlich muss man über das Kartellrecht nachdenken- mir passt die Machtkonzentration z.B. auf dem Mediensektor auch nicht - und über die Erbschaftssteuer. Für mich ist es unanständig, Milliarden zu vererben.
Auf der anderen Seite sehe ich aber die vielen Betriebe mit Nachfolgeproblemen. Da könnte man sagen uns gehen die engagierten Unternehmer, der selbstbewusst Citoyen, aus.
Alles verschwindet irgendwo im Mittelmass angestellter Politiker und Manager, die für die richtige Abfindung bereit sind alles zu tun... Ich denke da an Mannesmann und Ackermann, so Leute wie Utz Claasen, Mehdorn, Zumwinkel, Gerster( Schröders bester Mann auf der schwersten Baustelle) . Irgendwie verklärt wohl die Erinnerung an Karl Benz, Ford, Borgward,Max Grundig, Siemens u.a. , die auch ohne Abfindung ihr Auskommen hatten.

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Fletsch 27.04.2015, 18:25
181.

Zitat von Havel Pavel
Ja die Albrechts aus Essen geben hier ein guten Beispiel für ein erfolgreich geführtes privates Unternehmen. Unmittelbar nach dem Krieg arbeiteten sie in Essen denm elterlichen Gemischtwarenladen mit. Durch unermüdlichen Fleiss und Tüchtigkeit konnten sie Erfolge verbuchen, was in der damaligen Mangelwirtschaft bestimmt nicht leicht war. Sie eröffneten erfolgreich nach und nach weitere Filialen und wohin der Erfolg sie führte kennt in Deutschland heute jedes Kind. Sie haben praktisch mit nahezu nichts angefangen, ihr Erfolg war der Lohn für unermüdlichen Fleiss und sicher auch Geschick. Also alles ehrlich durch eigene Arbeit erworben! Unverständlih für mich, dass einige Futterneider solche Menschen immer wieder kritisieren, statt sie zu bewundern, so wie es angebracht wäre.
Kein Mensch kritisiert sie, nicht mal in diesem Forum.

Es wird nur darueber nachgedacht, ob ihre Kinder das Unternehmen steuerfrei erhalten sollen. Oder ob die statt dessen selbst etwas auf die Beine bringen sollen....

Da Sie ja anscheinend auch Fleiss und Geschick belohnen wollen, und nicht das Glueck, den richtigen Samenspender gehabt zu haben, sollten sie doch eigentlich auch dafuer sein, dass deren Unternehmen von Menschen weiter gefuehrt werden, die es verdient haben.

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hesse 27.04.2015, 18:26
182. Oligarchenhafte Unternehmen sollten nur eine...

....begrenzte Zeit bestehen. Nach dieser Zeit sollten die Erben wie andere Bürger auch bei Null anfangen. Großvaters Erben verlieren sonst den Bezug zur persönlichen Leistung. Volkswirtschaftler und Ökonomen haben entsprechende Pläne auszuarbeiten.

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gpkneo 27.04.2015, 18:26
183. Kommentare

Was ich hier liebe sind die Kommentare. Man liest den Artikel überlegt noch wie man ihn bewerten soll ,aber da kommen die Kommentare ins Spiel. Pro und contra direkt nebeneinander ,Herz was willst du mehr.

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maxroos 27.04.2015, 18:27
184.

Zitat von spiegelleser861
Am besten zerschlägt man nicht nur die Familienunternehmen, sondern auch gleich die ganze deutsche Industrie mit. Dann haben wir endlich das Problem der Ungleichverteilung von Reichtum gelöst - dann haben wir alle nichts mehr und müssen niemandem mehr neidisch sein. Dass sich unser Wohlstand dann wohl dem bulgarischen oder türkischen annähern dürfte, ist ein kleiner, blöder Nebeneffekt, aber so was muss man wohl akzeptieren für die großen Ziele des Herrn Münchau!!
Ich tippe mal, dieser unsäglich Mümnchau wählt Rot/Grün.

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Bondurant 27.04.2015, 18:27
185.

Zitat von alexxa2
Alles durch Aktien entfremden... "Die Oligarchen-Familie gehört ins Museum" DAX soll eigentlich Deutscher Aktien- index heissen, aha, von wegen...wie viele Prozente davon sind noch deutsch ?
Weniger als die Hälfte, aktuell.

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clint east wood 27.04.2015, 18:28
186. Schon wieder die falsche Alternative...

Zitat von HankDuBois
Damit der Shareholdervalue allein regiert? Schlechte Idee. Warum etwas ändern, wenn es doch funktioniert?
Satz 1: Falsch! Es gibt nicht nur Shareholdervalue oder Schwabenpatriarch!
Satz 3: Mit dieser Maxime im Management wären alle "Familienunternehmen" und "Mittelständler" samt und sonders längst pleite! Um die eigentlich rhetorische Frage tatsächlich zu beantworten: Weil die Änderung über die Bühne sein muss, BEVOR es nicht mehr funktioniert. Wer erst ändert, wenn etwas NICHT mehr funktioniert, hat versagt!

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Nobody227 27.04.2015, 18:29
187. Heuschreckenholdings - managed by Banksters.

Das sind die aktuellen Alternativen.

Wenn man sich das überlegt, entdeckt man seine Liebe zu den deutschen Oligarchen und den Gerechtigkeitslücken im deutschen Steuerrecht.

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maxroos 27.04.2015, 18:30
188.

Zitat von oldhenry49
leben für ihre Unternehmen,sie gehen damit oft seit Generationen verantwortungsvoll um und bieten ihren Mitarbeitern ein gerechtes Umfeld mit gerechter Entlohnung. Es waren nämlich schon Ende des 19.Jahrhunderts Familienunternehmen,die ihren Mitarbeitern soziale Absicherungen geboten haben,denn sie wissen, dass der Eine nicht ohne den anderen kann. In den Konszernen sitzenTypen ohne wirkliches Herzblut für das Unternehmen,ohne Visionen,dafür mit irgendwelchen Hochsuchlabschlüssen oft fern der Realität,die sehr saftige Gehälter einstreichen,aber voller Gier nur noch auch auf Gewinnmaximierung eingestellt sind.Da werden dann dafür mit einem Strich schnell mal Hunderte Arbeitsplätze geopfert,Hungerlöhne gezahlt,Praktikanten ausgebeutet. Oder die Unternehmen verramscht,weil ja anscheindend in Deutschland nicht mehr möglich ist,was in den Käuferländern funktioniert. Sollte das Unternehmen baden gehen,dann fallen diese Manager meist die Treppe weiter hoch,während die Mitarbeiter in der Arbeitslosigkeit landen. Es waren Familienunternehmen,die Deutschland einmal an die Weltspitze gebracht hatten !
Zu Ihrem letzten Satz:
Leitz
Zeiss
Messerschmitt
Junkers
Borgward
Glas
Mehr fällt mir in ZWEI Sekunden nicht ein!

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tkirchner 27.04.2015, 18:30
189. Der Spiegel

Der Spiegel ist ein Familienunternehmen der Augsteins, soll der auch zerschlagen werden?

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