Forum: Wirtschaft
Deutsche Oligarchen: Zerschlagt die Familienunternehmen

Wir regen uns gern über russische oder ukrainische Oligarchen auf. Und tun so, als hätten wir solche Oligarchen in Deutschland nicht. Dabei nennen wir sie nur anders: Familienunternehmen.

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Amadablam 27.04.2015, 15:57
30. Ach Gottchen...

Jede, ausnahmslos JEDE gesellschaftsrechtliche Beteiligung führt irgendwann zu einer oder mehreren natürlichen Person(en). Wenn mit dem Vorschlag nicht zugleich eine dirigistische Beteiligungshöchstgrenze in Kombination mit einer "Verwandtschaftsinkompatibilität" von Gesellschaftern verbunden sein soll, dann bleibt nur eine Schlagzeile als populistischer Nonsens.

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Ludwigsburger 27.04.2015, 15:58
31. Vor kurzem war ich in einem Familienunternehmen .....

..... 150 Mitarbeiter, tiefste Provinz, auch in den Krisenjahren nie Mitarbeiter entlassen, Firmenleitung besteht aus Ehepaar mit Tochter, prosperierend. Solche Unternehmen benötigt unser Land. Keine Ahnung, wie das am besten möglich wäre, aber das ist Mittelstand! Und der muss gefördert werden.

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ren1622 27.04.2015, 16:00
32. @ Herr Münchau

Kann es sein dass ihnen Informationen fehlen?
"Deutsche Obligarchen" (frech von ihnen!) führen ihre Unternehmen mit Weisheit. Vielleicht sollten sie sich mal genauer informieren.
Ich selbst arbeite seit fasst 20 Jahren in solch einen Konzern und freue mich täglich auf ein Neues Teil davon sein zu dürfen.
Ich höre in vielen Gesprächen so viel schlechtes von Aktienunternehmen, was sie nicht wissen können oder ignorieren.

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kritischer-spiegelleser 27.04.2015, 16:00
33. Zerschlagen?

Und wer will diese Unternehmen übernehmen und führen? Diese Männer haben die Unternehmen aufgebaut und den Aufbau finanziert! Und sie Arbeiten für die Zukunft ihres eingesetztes Kapitals. Und das ist immer besser als nur für ein Managergehalt mit kurzfristigem Planungshorizont zu arbeiten.

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Zimbabwe 1999 27.04.2015, 16:03
34. Und die Alternative ?

Dieser Artikel ist sehr einseitig. Privater Besitz großer Vermögen in Form von Unternehmen hat 2 Seiten: Eine Gerechtigkeits-/Verhltnismäßigkeitsfrage zur Vermögensverteilung , aber auch eine persönliche langfristige Verbindlichkeit von Verantwortung. Wer in den letzten Jahren in Familien geführte Unternehmen investiert hat, war auf der guten Seite. Bei BMW beschwert sich sicher keiner der Arbeitnehmer über die letzte Erfolgsbeteiligung. Hier geht langfristige Entwicklung vor Quartalsberichterstattung.
Die Aufsteiger der letzten Jahrzehnte in der Autobranche sind BMW und VW, nicht Daimler, Ford oder Opel.
Überspitzt kommt die Frage auf, ob ein "seelenloser Investor" dem Autor gesellschaftich wertvoller erscheint als ein "Familienmitglied mit Herz".

Schon wieder Zeit mit einem Kommentar auf einen belanglosen Artikel verplempert.

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ambergris 27.04.2015, 16:03
35.

Dem kann ich nicht zustimmen. Die alten Familien als "Ältestenrat" mit Rat und Tat im Hintergrund können immer noch sehr hilfreich sein. Das Beispiel für die Umstellung auf Großkonzerne im Einzelhandel ist auch seltsam. Gerade da sind Familien doch noch mächtig, wie die Albrechts oder Familie Schwarz, aber auch in Amerika die Waltons. Da haben sie unrecht.
Die Stabilität des deutschen Wirtschaftsmodells hat sich in den letzten Jahren schön bestätigt. Man muss nicht immer mit kreativer Zerstörung daher kommen. Nicht wenn, das alte Modell so gut läuft wie in Deutschland. Warum soll die deutsche Industrie eine kleinere Rolle spielen? Wenns von selber passiert, dadurch dass z.B. Technologie veraltet, dann ist es halt so, aber warum ist eine Verkleinerung des Industriesektors AN SICH etwas Gutes? Da geht eine ganze Menge Humankapital verloren.

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Darwins Affe 27.04.2015, 16:03
36. Deindustrialisierung

1. Herr Münchau ist’s wohl ein Dorn im Auge, dass bei den Familienunternehmen inbes. das angelsächsische Kapital nicht am Drücker ist (bei den DAX-Unternehmen sind nur noch 1/3 in deutscher Hand). 2. Frankreich und Italien sind derzeit auf dem Weg der Deindustrialisierung: Zurück zum Agrarstaat. Eine Alternative bietet natürlich Griechenland. Hier beamtet man einfach die Bevölkerung. 3. GB und die USA versuchen derzeit verzweifelt, eine Reindustrialisierung in Gang zu bringen. 4. Woher soll denn das Geld für die ganzen Klugschwätzer kommen, wenn nichts mehr produziert wird?

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ADie 27.04.2015, 16:03
37. Manager sind nicht besser

Es ist doch sehr zweifelhaft, ob Manager, die nicht mehr von Familien, sondern von Hedgefonds ins Amt gesetzt werden, das wirklich besser machen.
Nichtsdestotrotz ist es natürlich sinnvoll, Erbschaft zu besteuern, wenn nicht sogar Vermögen.

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distel61 27.04.2015, 16:04
38. Pro Familienunternehmen!

"Die Apologeten deutscher Familienunternehmen weisen immer darauf hin, dass mittelständische Strukturen besonders stabil sind."

Ich habe einige Zeit in einem großen deutschen Unternehmen gearbeitet, das einstmals Familienunternehmen war. 20 Jahre hat es nach dem Ausscheiden der Familie noch existiert, dann war Ende. Verursacht von vielen schwerwiegenden Fehlentscheidungen von wechselnden angestellten Managern, etliche davon aus den USA und einer aus Deutschland. Dazu drei Eigentümerwechsel. Inkompetente Eigentümer, die fremdem Geld gekauft hatten und beraten waren von wenig kompetenten Unternehmensberatern!

Nach dem Untergang des betreffenden Unternehmen, übrigens absolute Spitzentechnologie, hatte ein anderes Unternehmen aus dem Ausland im betreffenden Marktsegment über ein Jahrzehnt lang ein Monopol und hat dadurch wunderbar floriert. Deren Umsatz liegt aktuell bei 6 Milliarden US-Dollar und sie beschäftigen knapp 20.000 Mitarbeiter!

Dumm gelaufen für etliche tausend deutsche Arbeitnehmer, die zuvor lange Jahre Spitzenlöhne erzielen konnten! Die Familie hat sich übrigens nach dem Verkauf in den 80ern vor der Erbschaftssteuer in die Schweiz gerettet und die späteren Manager sind mit ganz netten Geldsäcken im Nirvana verschwunden. Die Investorengelder hingegen sind verbrannt worden!

Andere wenig rühmliche Beispiele wie Traditionsunternehmen ausgeweidet werden können wären Grohe oder WMF. In Familienhand passiert so etwas jedenfalls selten!

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brotherandrew 27.04.2015, 16:04
39. Da haben ...

Zitat von peitzman
Lieber Herr Münchau, was wäre denn Ihr Alternativvorschlag, um das Familienbetriebsmodell zu ersetzen? Selten so einen Unsinn gelesen.
... Sie den entscheidenden Punkt getroffen.

Münchau liefert kein einziges ernst zu nehmendes Argument für die von ihm geforderte Zerschlagung von Familienunternehmen und bietet auch keine Alternativen an.

Wahrscheinlich liebt er gesichtslose hedgefonds, die über ebenso gesichtslose Manager Firmen leiten allein um des Gewinnes wegen ohne sich wenigstens noch um Restbestände familienbedingter Wertvorstellungen kümmern zu müssen. Denn Familienunternehmen sind auf Nachhaltigkeit für kommende Generationen ausgerichtet.

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