Forum: Wirtschaft
Deutsche Post: Beschwerden über Briefzustellungen verdoppeln sich
Sebastian Kahnert / DPA

Hat die Post ein Problem mit ihrem Service? Immer mehr Bürger klagen schriftlich über Briefe, die nicht ankommen, falsch zugestellt werden oder zerstört sind.

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Msc 13.07.2019, 08:17
1.

Ich habe von unabhängig voneinander mit zwei Briefträgern (in Berlin und in Niedersachsen auf dem Land) gesprochen und die gaben die Schuld bei geöffneten Päckchen und verschwundenen Geburtstagskarten (bin bei beiden betroffen, selbst Einschreiben kamen nicht mehr an!) an die Mitarbeiter im Logistikzentrum weiter. Einer sprach gar von "Banden", die sich anstellen lassen würden mit dem expliziten Ziel möglichst viel zu stehlen und er wäre froh, wenn er endlich in Ruhestand gehen könne, damit er das nicht mehr erleben müsse. Anekdoten, aber so geschehen.
Ich jedenfalls habe die Konsequenz gezogen nur noch einfache Briefe zu verschicken. Kein Paket, keine Karten, nichts was vom Format des Standardbriefs abweicht. Die Post ist für mich gestorben.

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lestat3006 13.07.2019, 08:24
2. Naturgesetz

Die Erhöhung des Portos bei der Post sowie die jährlichen Preisteigerungen bei der Bahn sind ein Naturgesetz. Und gegen Naturgesetze kann man nichts machen, unabhängig davon, ob der Service gleichzeitig schlechter wird - übrigens auch ein Naturgesetz.

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observerlbg 13.07.2019, 08:31
3. Oh Wunder!

Immer dann, wenn konventionell geschulte Manager Effizienz steigern wollen und sich der 100%-Marke nähern, zerfällt ein funktionierendes System. Ob die Manager nun Mehdorn oder Gerhard Schröder heißen (die Liste der Namen könnte man beliebig ausbauen > Telekom, Bahn, Deutsche Bank....), am Ende ihrer Tätigkeit bleibt ein Trümmerfeld. Tja, Menschen zu steuern ist was anderes als mit Zahlen zu jonglieren. Und Nachhaltigkeit ist was ganz anderes als kurzfristige Erfolge. In der Logistik ist die Kurve die sich der 100%-Marke nähert häufig eine Asymptote. Die Psyche der Mitarbeiter hingegen verhält sich nach ganz anderen Unlinearitäten.

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musorki 13.07.2019, 08:35
4. überforderte zusteller...

...auch durch unendlich grosse zustellbezirke führen auch dazu, daß die angestellten der post bisweilen alle briefe für unser haus in den erstbesten kasten schmeissen. bei dhl ist es nicht besser, da gehen pakete schon direkt vom empfänger paketzentrum zurück an den absender, wegen unzustellbarkeit. beim brief 0,80€ ist viel geld für wenig leistung.

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njotha 13.07.2019, 08:36
5. schlechtes Geld = schlechte Arbeit

das eine ist der Briefzusteller, schlecht bezahlt und hoch belastet. Das andere ist der zu gruseligen Bedingungen bei irgendeinem externen Dienstleister Beschäftigte, der die Briefkästen leeren muss.
Was erwarten unsere obszön Reichen eigentlich von denen, die für sie das Geld erwirtschaften? Sollen die ihnen aus Freude darüber, dass sie trotz bis zu drei Jobs ihre Miete nicht mehr zahlen können, noch die Nase putzen?
Gute Arbeit für schlechtes Geld gibt's nur selten, für miserables Geld schon gar nicht

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garfieƖd 13.07.2019, 08:37
6.

Wenn sie einen Brief einfach so verschwinden lassen wollen, dann betiteln Sie den Empfaenger als Schueler oder Schuelerin XYZ und schreiben mit der leicht krakeligen Schrift einer Rentnerin. Sofort fallen sie ins Beuteschema derjenigen, die die Briefe systematisch auf moegliche Bargeldsendungen screenen. Immer auf der Jagd nach nem schnellen Fuenfer, den die Oma ihrer Enkelin schickt - das ist Post heute.

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burlei 13.07.2019, 08:39
7. Das schreit doch ...

... nach einer Privatisierung der Post! Der Staat kann es nicht, der lässt seine Angestellten zu miesen Arbeitsbedingungen malochen und scheffelt nur Geld! Ääähhhh.... Moment mal.... Ist die Post nicht schon längst privatisiert? Steht da nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund? Na dann! Meine Güte, jeder 1 Millionste Brief kommt nicht an, wird falsch zugestellt oder ist beschädigt. Sollen sich mal nicht so haben!

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yvowald@freenet.de 13.07.2019, 08:42
8. Wo sind wir durch "Privatisierungen" nur hingeraten?

Was kümmert es die Vorstandsmitglieder der Deutschen Post Aktiengesellschaft (!), wenn der Postbetrieb nicht ordentlich läuft? Sie erhalten allesamt Jahresbezüge von 1 Million EURO und mehr. Der Vorstandsvorsitzende Appel soll jährlich rund 3 Millionen EURO erhalten. Wofür?
Als die Deutsche Post AG noch unter dem Firmenlogo Bundespost arbeitete, erhielt der oberste Chef, der Bundespostminister umgerechnet etwa 200.000 EURO brutto jährlich. Und die Bundespost arbeitete reibungslos. Von derartigen Beschwerden war nicht die Rede.
Wo sind wir mit diesen 'Privatisierungen" nur hingeraten?

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timtom2222 13.07.2019, 08:42
9.

Die Post kennt das Wort Service nicht! Wenn bei der Paket Zustellung etwas beschädigt wird verweigern sie eine Schadensregulierung, mit der Begründung das Paket wäre falsch verpackt. Denn laut AGB muss es so verpackt werden damit der Inhalt nicht beschädigt werden kann, die Paket Versicherung ist das Papier nicht Wert auf dem es gedruckt wird.
Bei den Briefen würde ich ihnen einen Mitbewerber wünschen, es würde nicht lange bis zur Insolvenz der Post dauern.

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