Forum: Wirtschaft
Deutsche Sparmisere: Ökonomen fordern Abschaffung der Riester-Rente
DPA

Sie sei "eine Umverteilung zugunsten der Gutverdienenden und Finanzdienstleister": Führende Ökonomen fordern im SPIEGEL eine Alternative zur Riester Rente - zum Beispiel einen "Schäuble-Bond".

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Helga-B- 20.02.2016, 13:03
260. Ökonomen fordern Abschaffung der Riester-Rente

Das ist schon überfällig.
Aber ich frage mich, was soll das ganze: egal ob Riester oder Hartz oder Schäuble - dem ganzen Irrsin nur einen Anderen Namen zu geben ändert doch nichts. Oder will Herr Schäuble sich auf diesem Weg auch ein (zusätzliches) Denkmal setzen?
Ich finde es überflüssig, diese ganzen sozial ungerechten Werke immer nach irgend einem Politiker zu benennen; nach Politikerinnen wäre genau so grässlich.
Diese Herren, wie z. B. Riester und Hartz werden dadurch nur zu Unrecht in die Geschichte eingehen, obwohl sie für die Bevölkerung nur Schaden bringen.

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max-holzdorf 20.02.2016, 13:07
261. ...

mit merkeln und dem nachäffen der amis ohne das hirn zu benutzen, sind wir schon lange in der totalen ausbeutung mit überwachung. der geht doch das volk schon lange am arsch vorbei und handelt zum wohle der lobby. wer hat das noch nicht begriffen? oder wozu werden die neuen sklaven importiert....

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silverhair 20.02.2016, 13:08
262. Mal über das sparen nachdenken wäre besser

Zitat von anders_denker
Leider ist es in den letzten Jahrzehnten wichtig geworden "Geld" zu zeigen statt zu sparen. Daher darf man dagegenhalten, warum man Leute absichern soll, denen das große Auto mit teuren Felgen Spoiler etc. (hautsache fällt auf), alle halbe Jahr des neueste Handy, jährlich ein neues TV wichtig sind. Der eine spart für seinen Lenebsabend, der andere will jetzt leben. Der eine schränkt sich jetzt ein, der andere später. Was soll der Vorschlag die "verprasser" zu fördern bringen, ausser den Sparern ins Gesicht zu spucken.
Vielleicht sollten sie mal etwas mehr darüber nachdenken, warum "sparen" eigentlich einen Sinn machen sollte, obwohl alle Erfahrung von Jahrhunderten, genauso wie jede Berechnung zeigt, das der Sparen letztlich sich selber arm macht, damit andere reicher werden!

Es gibt in der Wirtschafte eine "Geldmenge" die nennt sich umlaufende Geldmenge.. nicht sehr gigantisch, aber die einzige die Real existiert, und sie zierkuliert in einem Kreis .. Käufer, Hersteller, Arbeitnehmer=Käufer ....

Da in diesem System also genausoviel Gekauft wird , wie als Lohn =Einkommen hereinkommt gibt es keinen wirklichen Gewinn.
Und wenn sie jetzt denken .. okay .. dann nehm ich ein paar Geldscheine und lege sie auf die Bank , dann spare ich, dann haben sie sich getäuscht, den die Bank legt mitnichten dieses Geld irgendwohin, sie gibt es weiter an andere, und drückt ihnen einfach einen Virtuellen Anteilsschein über irgendeine Zahl in die Hand, die angeblich irgendiwie mal grösser oder kleiner wird .. aber sie wird nur zahlenmäßig grösser .. nicht real mehr wert, weil das kann sie nicht, den der "Wert" bestimmt sich aus dem Kauf der Dinge, den ALLES, nicht nur das Brot sondern auch Werkzeugmaschienen und Häuser müssen gekauft/Konsumiert werden!

Machen Sie das aber nicht , dann wird auch keiner mehr etwas herstellen, keiner einen Lohn bekommen, keiner wird dann noch etwas kaufen können, und ihr Anteilschein verfällt ebenso!

Es ist schlicht ein Irrglaube, das man glaubt mit Sparen irgendwann etwas kaufen zu können, was keiner aber herstellen wird .. weil man ihm ja das geld ncit auf den Tisch gelegt hat!

Wir haben längst eine "Just in Time Produktion" auf der Welt.. kurz es wird nur dann etwas überhaupt produziert un Löhne bezalt, wenn jemand im Laden steht und das Geld auf den Tisch legt .. für all das "Gesparte" werden sie aber nichts kaufen können, weil jemand anderer längst ihne die Arbeitslraft der Herstellenden abgelucht hat!

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wauz 20.02.2016, 13:09
263. Bismarck

Man kann an dem Geschimpfe erkennen, was einen Mann wirklich beeindruckt. Dr. Kohl hat sich verächtlich über den "Druck der Straße" geäußert, weil das zu seiner Regierungszeit das einzige war, was er wirklich fürchten musste. Und Bismarck hat die sozialistische Arbeiterbewegung gefürchtet. Und er musste auch erkennen, dass er sie nicht besiegen konnte. Deshalb hat er es mit einer Umarmuungsstrategie versucht.
Wobei die Einführung von Krankenkassen ja durchaus auch im Sinne der Unternehmer war. Es ist einfach lästig, wenn man gute Leute durch Krankheit verliert...
Inzwischen hat sich ja auch die Kapitalseite im Sozialsystem gut eingerichtet. Die Umverteilung sorgt ja für zuverlässige Märkte.
Und ganz genau genommen müssten jetzt die realwirtschaftlichen Unternehmen der Finanzwirtschaft auf die Finger hauen: Altersarmut und Einschränkungen beim Gesundheitswesen sind nicht gut für's Geschäft.
Und es gibt noch einen weiteren Grund: die partiell argen Lohnrückgänge und damit verbundenen ERinschränkungen des Lebensstandards haben ja den pool der verfügbaren Arbeitskraft stark geschmälert. Seit 1990 ist ja der gebärstreik auch auf den Osten ausgeweitet und die vorhandenen Facharbeiter wurd zu einem guten Teil in Zeitarbeit und präkären Arbeitsverhältnissen zu Hilsarbeitern reduziert.

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spiegelleser987 20.02.2016, 13:11
264.

Ich erinnere mich an eine Sendung beim ZDF vor einigen Jahren. Vorher hatte ich immer in Erinnerung, dass die Riesterrente privaten Versicherungen finanzielles Plus verschaffen sollte. Bei der Sendung kam raus, dass der Staat dadurch der Gewinner war. Er belkam mehr Geld.

Ein anderer Trick dabei war auch, dass bei einer privaten Rentenversicherung das Versicherungsunternehmen haftet und später einen Minidestbetrag auch in Krisenzeiten garantieren muss. Bei der Riesterrente haftet der (ehemalige) Arbeitgeber. Man bekommt bei gleichen Beiträgen weniger ausgezahlt und wenn es nicht mehr klappt, muss der ehemalige Arbeitgeber nochmals die monatlichen Beiträge an die Riesterversicherung zahlen.
Am Ende der Sendung erklärte eine SPD-Abgeordnete vom Bundestag, dass es nicht um private Versicherer ging, sondern der Staat dadurch mehr Geld wollte.
Leider gibt es die Sendung beim ZDF im Internet nicht mehr (muss nach ei oder zwei Jahren abgeschafft werden). Bei Youtube konnte ich sie auch nicht so schnell finden. Dort gibt es aber noch eine ähnliche Sendung:

Riesterrente: Sparen fürs Sozialamt.
https://www.youtube.com/watch?v=qKARlMDu80E&html5=1

Interessant, das Sozialamt ist der Gewinner der Riesterrente und wer nicht genug Rente hat und Sozialhilfe braucht, bekommt durch Riester noch weniger.

Bei Selbständigen hat die Regierung damals noch mehr getrickst. Wer bis zum 31.12.2003 eine private Zusatzversicherung abschließt, sollte die voll von der Steuer absetzen können. Ein Jahr später hat die SPD den Grenzwert extrem runtergesetzt. Gleichzeitig wird zur Renten- und Krankenversicherung die Autoversicherung mit hinzugerechnet. Und damit steigen die Steuern extrem. Selbständige können von 10.000 Euro Sozialabgaben nur noch 2000 Euro von der Steuer absetzen. Kein Wunder, dass damals SPD und Grüne die Insolvenzen auf fast 50.000 erhöht haben.

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opinio... 20.02.2016, 13:16
265. Riester

ein Opfer der Genossen der Bosse. Diesmal waren es die Finanzbosse, Gerhards Freunde.

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wauz 20.02.2016, 13:16
266. Irrtum!

Zitat von ctwalt
in spätestens 20 Jahren wird die staatliche Rente sowieso mangels Liquidität abgeschafft. Ein Beitragszahler kann nicht drei Renten finanzieren. Ob nun klassische private Rentenvorsorge, Riester oder dank staatlicher Sondergesetze in Bezug auf Rendite lächerlicher Lebensversicherungserträge, der Staat wird JEGLICHE private Vorsorge mit der staatlichen Rente verrechnen. Ich bin froh, keine private Rentenzusatzversicherung oder eine Lebensversicherung zu haben.
Ein versorgungsproblem für Rentner haben wir nur wenn wir ein allgemeines versorgungsproblem haben. Schließ hat noch niemand Geld gegessen. Wenn die reale Produktion mit geld ausreicht, um die Bevölkerung zu versorgen, dann reicht sie auch ohne Geld aus. Geld an sich ist nicht produktiv, sondern zunächst nur ein Tauschmittel.
Man könnte auch zur Pharaonenwirtschaft zurückkehren: der Pharaoh befiehlt, und eine Beamtebnschaft führt es aus.
Es ist, was die Versorgung angeht, vöölig egal, wie man die Produktion und Verteilung orgensiert.

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bkambeck 20.02.2016, 13:18
267. Politischer Müll

Seit Einführung der Riester-Rente 2002 gab ich meinen Schülern (Abitur und in einer Wirtschaftsausbildung) einen Rat: wenn Euch regierende Politiker etwas empfehlen, tut es nicht oder tut - falls möglich - das Gegenteil! Dieser Müll unter Rot-Grün kommt nun ans Tageslicht. - Ignoranz, Unkenntnis, Naivität und vielleicht sogar volle Absicht der handelnden Politiker bewirken leider oft nichts Gutes für die Masse der Wähler. - Man kann sich momentan das politische Handeln bei der "Griechenlandrettung", der Sicherung der EU-Außengrenzen, das Scheitern eines Vereinigten Europa und das jetzt eingeleitete Scheitern bei der Integration anzusehen. Leider viel Müll!

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silverhair 20.02.2016, 13:21
268. Die Zinsen zahlen der Notenbanken sind sicherlich nicht daran schuld

Zitat von ritchie2008
sind viele Kommentare. Wie jedes andere Anlagen hat diese Anlagen Vor und Nachteile. Sind Aktien gut oder schlecht....wenn sie in Berkshire Hathaway investiert haben sind sie als Kleinsparer Millionär, wenn in Deutsche Telekom eher nicht. Alles was mit Sparen zu tun hat, leidet am niedrigen Zinssatz, das ist das grosse Problem. Riester und Rührup wären top, wenn der Zinssatz wieder 5% oder mehr wehr. In der Schweiz (in der sehr hohe Geldbeträge bei den Pensionskassen liegen), legen Kassen bereits Gelder in BANKSCHLIESSFAECHER um keine Negativzinsen bezahlen zu müssen. Ausserdem sei mir erlaubt, dass es hier um eine Rentenform geht und Alternativen dazu. Lustig ist, dass 50% hier nicht über das Thema reden sondern es nur als Aufhänger für "Kommunismus ist besser, Banken sind Verbrecher, Politiker korrupt und die Welt ist insgesamt schlecht"-Kritik missbrauchen. Bringt niemanden weiter, aber ich kann verstehen, dass man das hier ablässt, in Kneipen drehen sich dann einfach die Leute weg wenn man so eine Mist ablässt.
Es ist mal wieder putzig das ein Zinsatz die schuld haben soll.
Egal was man über Zinsen sagt, sie sind nicht Ursache sondern sie sind die Auswirkungen von Wirtschaftlichem Handeln, und sie werden deshalb auch nicht "festgelegt" sondern sie werden dem Wirtschaftlich handelnden Umfeld angepaßt!

Die EZB legt keine Zinsen fest .. sie schaut sich den Geldumlauf an, das reale Handeln der Wirtschaft, und danach wie dir Umlaufende Geldmenge und Kapitalmenge diesen "Gewinnen" so den da welche da sind einfach angeglichen .. NICHT die Gewinne den Zinsen!

Wenn also wenig gekauft wird, wenig umgesetzt wird, dann wird auch weniger "Geld" benötigt, es werden weniger Gewinne gemacht, und da Zinsen letztlich nur ein anderer ausdruck für "Gewinn" sind, folgen die Zinsen den mangelnden Gewinnen einfach!

Die echt nette Putzige Idee, das die Notenbanken nur irgendwie Zinsen draufschreiben müssen, damit ein paar "sparer" auch zufrieden sind stammt eher aus dem Märchenbuch der leute die nun wirklich zum betrügen sich jeden Tag öffentlich äussern, hat aber real keine Bedeutung!

Reale Wirtschaft heißt auch immer "reales Kaufen/Lohn=Einkommen", und nicth sparen oder anlegen .. das sind kunstvolle Umrankungen die aber eben genau nicht bestimmen wie die welt abläuft!

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Berg 20.02.2016, 13:22
269.

Zitat von spellbound
Wieso lese ich hier dauernd, dass "die Deutschen" zu "dumm" wären, Eigentum zu erwerben? Mit was denn und auf welcher finanziellen Grundlage? Ich gehöre zu den "Mittelprächtig-Verdienern" und werde nie eine Chance haben, Eigentum zu erwerben, da z.B. eine 3-Zimmer-Wohnung hier im Landkreis einer mittelgroßen schon an die 300.000 € kostet. Da müsste ich mich die nächsten 35 Jahre (weit in die Rente hinein) finanziell binden. Wer hat denn Eigentum? Die, die von den Eltern Häuser/Wohnungen oder Geld bekommen haben oder die, die mit der Gnade der frühen Geburt noch für 100.000 DM eine Wohnung oder für 200.000 DM ein kleines Haus erwerben konnten. Der Rest kann freudig in seine Rentenzeit gehen, und hoffen, dass die Rente noch für die Miete und ein wenig billig-Essen reicht. Dafür arbeitet man doch gerne 40 Jahre...
Nun kann sich aber niemand vorstellen, dass der Grund und Boden in Deutschland in 80Millionen Teile zerlegt wird und alle Wohnflächen ebenfalls, nur damit jeder etwas davon sein Eigen nennen kann. Also: sagen wir, auf je einen Vermieter/Hauseigentümer kommen ca 10 Mieter.

Aufm Lande hat vielleicht jedes Haus einen Eigentümer.
Wie man im Leben zum EFH kommt, das wird jeder für sich selber entscheiden. Wer 40 Jahre lang 2000/Monat verdient, hat insgesamt 2000x12x40=96000 verdient, quasi eine knappe Million. So. Zu zweit das Doppelte! Da haben zahllose Ehepaare das Haus oder die Eigentumswohnung geschafft - andere nicht, weil es leicht ist, alles verdiente Geld monatlich auch wieder auszugeben.....

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