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Deutsche Wirtschaft: Wie die Ungleichheit das Wachstum hemmt
DPA

Der Spalt zwischen Arm und Reich in Deutschland wächst. Das gefährdet laut einer neuen Studie nicht nur den Zusammenhalt der Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaftskraft.

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franz.xaver 28.11.2016, 14:02
1. Große Überraschung

Aber Hauptsache die Politik wird für noch mehr Ungleichgewicht ausgelegt (siehe Erbschaftssteuerreform, Senken des Spitzensteuersatzes von der "Arbeiterpartei", etc.). Alles was auch nur in die Richtung Umverteilung geht ist ja Dank Springer und Co. fest als Kommunismus in den Köpfen eingebrannt. Pispers hatte Recht, in Deutschland finden sich keine Mehrheiten für eine Politik, die der Mehrheit nützt.

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ex_Kamikaze 28.11.2016, 14:03
2. Importtheorie

Also wenn ich deutlich mehr verdienen würde dann wäre das kein Gewinn für den Import. Denn dazu gehört auch ein qualitativ gleichwertiges Angebot bzw überhaupt ein Angebot (zumindest was die deindustrialisierten USA und GB betrifft).

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Palmstroem 28.11.2016, 14:04
3. Realität schlägt Studie

Das aktuelle Wirtschaftswachstum wird vom Binnenkonsum und Investitionen (Baubereich) getragen und nicht vom Export. Studien sind gut, aber die Realität bisweilen anders, weil der Gini-Effekt etwa durch die Migration negativ beeinflußt wird.
Nebenbei - Der Gini-Koeffizient liegt bei null, wenn alle Mitglieder einer Gesellschaft gleich viel haben. Er liegt aber auch bei null, wenn alle gleich wenig haben!

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Olaf Köhler 28.11.2016, 14:05
4. Ursachen?

Ja, warum wächst der Spalt zwischen Arm und Reich? Liegt sicherlich an zum Teil viel zu geringen Einkommen, andererseits auch daran, dass ein Reicher jede Menge Möglichkeiten hat, seinen Reichtum zu mehren, die der "Durchschnittsverdiener" gar nicht hat. Die Stuermöglichkeiten des Staats sehe ich da als zu gering an: Jedes Drehen an der Steuerschraube - ob nach unten oder oben - belastet/entlastet die Reichen im Vergleich zu den "Armen" kaum.
Und die Bereitschaft der Unternehmen, ihren Angestellten und Arbeitern höhere Löhne zu zahlen, liegt nahe Null. Mich interessieren da mehr die möglichen Lösungsansätze als nur das reine Feststellen. Ist halt so.

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pressionist reloaded 28.11.2016, 14:09
5. Im Grunde genommen ...

... nichts Neues. Wieder einmal "Wissen" anders verpackt. Aber wem nützt das ganze Wissen? Was mache ich damit? Nach wie vor gibt es nirgendwo auf der Welt Menschen, die gebildet, eloquent und motiviert genug sind, die Dinge anzupacken und auf den Kopf zu stellen.

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olli08 28.11.2016, 14:11
6. Ja, ...

... und diese Ungleichheit funktioniert nur deshalb, weil:
- die ganz unten von einem einigermaßen funktionierendem "Sozial-Netz" ruhig gestellt werden, das von denen in der Mitte bezahlt wird und
- die in der Mitte nur deshalb nicht aufmucken, weil sie noch etwas zu verlieren haben.
Ach ja, und ganz oben trinkt man Champagner, wie damals auf der Titanic, den Eisberg achteraus.

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garfieƖd 28.11.2016, 14:11
7. Ungleichgewicht

In der Wirtschaft bei uns um die Ecke haben sie dieses Ungleichgewicht letztens auch beklagt. Zur Monatsmitte, wenn die Stütze meist aufgebraucht ist, brechen die Umsätze am Tresen geradezu ein. Mehr Umverteilung käme auch dem Wirt sicher sehr entgegen.

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quark2@mailinator.com 28.11.2016, 14:13
8.

Prust :-) ... also im alten DDR-Staatsbürgerkundeunterricht wurde nun wirklich viel Zweifelhaftes erzählt, aber dieser Effekt wurde uns 1980 schon dargelegt. Schön, daß es hier nun auch ankommt :-).

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marty_gi 28.11.2016, 14:14
9. ach....

...und dennoch sind einige Firmen und Banken immer noch der Ansicht, ein Personalabbau sei ein probates Mittel, um hinterher besser dazustehen.
Faktisch Bloedsinn, denn langfristig sind alle abgeschafften Jobs auch gleichzeitig verlorene moegliche Kundschaft, und somit weniger Nachfrage, und somit.....und so weiter. Und letztlich landen wir dann bei der Ungleichheit, die ja in solchen Faellen noch belohnt wird, weil der Manager fuer das vermeintliche Auf des Unternehmens belohnt wird. Er mit dieser Belohnung langfristig aber nicht den Markt ankurbelt, sondern sich das Unternehmen ins eigene Fleisch geschnitten hat (und bei Altersteilzeitmodellen auch noch auf die Sozialsysteme verlassen hat...)
Liebe Manager - glaubt ihr jetzt, dass eine bessere Verteilung insbesondere auch nach unten euren Unternehmen langfristig viel mehr Erfolg schaffen wuerde?

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