Forum: Wirtschaft
Deutscher Exportdrang: Böses Erwachen aus dem Dornröschenschlaf
DPA

Die deutsche Exportfixierung droht sich in einer Welt voller Populisten ins Drama zu verkehren: Auf Kosten anderer leben - diese Illusion dürfte platzen. Die Kanzlerin scheint es zu ahnen. Zu spät.

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hansulrich47 08.06.2018, 13:56
1. Ist das die einfache Lösung?

Wir verkaufen den Italienern keine Autos mehr! Sollen sie doch Fiat fahren! Den können sie auch mit Lira bezahlen. Und die Chinesen stellen keine iPhones für die USA mehr her. Sollen die doch sehen, wo sie bleiben! Motorola tuts doch auch! Kommt der Blackberry nicht aus Canada, wird aber in China zusammengebaut?
Die Welt ist nicht so schlicht, wie Herr Fricke sich das denkt. Wir könnten auch Ananas in MeckPom anbauen, machen wir aber nicht, weil das können andere besser. Wenn andere Länder nun mal deutsche Autos lieber kaufen, als z. B. amerikanische, dann ist das nicht ein deutsches Problem, sonder zuerst ein Problem der Hersteller anderer Länder! Die bauen halt nicht das, was deutsche Autobauer können (Vorsprung durch schummeln!) und andere Käufer offenbar lieben.

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Tante_Frieda 08.06.2018, 13:58
2. Auf Kosten anderer?

Deutschland lebt also auf Kosten anderer,wenn seine Menschen gute Produkte herstellen,die überall auf der Welt gefragt sind?Wenn in einem Artikel so ein dreister Satz steht,lohnt es sich für mich nicht mehr,den Artikel zu Ende zu lesen,selbst wenn darin auch das eine oder andere vernüftige Argument enthalten sein sollte.

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karlsiegfried 08.06.2018, 13:58
3. Das ist doch ein alter Hut

China wird uns alle überrollen. Das bereiten wir doch gerade mit unserern Wxporten und dem Verkauf von Schlüsselindustrien an China vor. China strotz nur so seinen Billigprodukten und Millionen von arbeitslosen Billigst-Arbeitskräften. Alles wurde ausgelagert, was zum Besipiel in Deutschland Rag und Namen hatte. Primasens war einst die Hauptstadt der deutschen Schuhproduktion. Die schäwbische Alb das Zentrum der deutschen Textilhersteller und so weiter. Alle Arbeitskräfte werden heute in Deutschland durch Billigst-Arbeitskräfte ersetzt. Von der Klofrau bis hin in öffentliche Bereiche. Die Binnenachfrage schrumpft und schrumpft, die Lebenshaltungskosten aber steigen steig, begonnen bei den unbezahlbaren Mieten. Die einzigen Fachleute im Handwerksbereich die nicht duch Billigstarbeitskräfte ersetzt werden können sind noch Gas- und Elektoinstallateure, wegen der strengen Vorschriften. Alles andere ist austauschbar. Und deshalb auch das Gezter der 6 Jammerlappen-Staaten. Die haben berechtigte Angst um ihre Exportquoten. Die fetten Jahre sind vorbei kann man sagen. Jetzt kommen die mageren Jahre. Wer das nicht glaubt möge bitte einen Blick in die Weltgeschichte werfen. Beispiele: Griechenland, Persien, Ägypten, Rom, Karl der Grosse, Spanien Porugal, Britisches Empire und so weiter und so weiter. Zieht euch warm an. Alles ist besser gewoden, nur das Leben ist härter geworden. nei, keiner hat es gewusst. Alle haben geschlafen. Das ist die reine Wahrheit.

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tatsachenentscheidung 08.06.2018, 14:03
4. Auf Kosten anderer

....und Abhängigkeit? Unsere Produkte sind weltweit sehr gefragt und das nimmt man mit solange es geht ! Aber deshalb Wirtschaften wir nicht bewusst auf Kosten anderer. Das der Boom mal vorüber geht , damit muss man rechnen und vorsorgen.

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Mephisto 09 08.06.2018, 14:04
5. Das Wiederholen des ach so schlimmen Exportüberschußes macht...

die Argumentation von Hr. Fricke nicht besser. Einen ähnlichen Beitrag hatten wir vor zwei Wochen bereits. WAS lieber Hr. Fricke, soll denn die Lösung konkret sein? Ich konnte das weder vor zwei Wochen noch kann ich es diesmal konkret herauslesen. Noch einmal: wer zwingt die ausländischen Verbraucher und Unternehmen die Produkte deutscher Unternehmen zu kaufen? Natürlich niemand! Toller Ratschlag der linken Wirtschafts'experten' hier als 'Lösung': Stärkung der Binnennachfrage durch höheres Einkommen unter Inkaufnahme des Einbußes der eigenen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen! Das muss man sich mal 'reinziehen'! Ich kann die Laier echt nicht mehr hören. Ich könnte fast wetten, das die Wenigsten von denen auch nur ansatzweise in der freien Wirtschaft tätig ist und sich dem täglichen Wettbewerb stellen muss....

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cliefp 08.06.2018, 14:09
6. Soll ich jetzt extra schlechte Produkte herstellen?

Ich bin mit meinem Softwareunternehmen in einer Branche weltweit führend.
Soll ich jetzt extra schlechte Software mit tollen Mitarbeitern herstellen damit mir das auf der Welt keiner mehr abkauft?
Gibt es nicht einen Grund warum deutsche Qualitätsarbeit weltweit gefragt ist?
Sorry evtl. bin ich hier verblendet, wenn ich sowas lese wird mir aber schlecht....

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latrodectus67 08.06.2018, 14:10
7. Viel zu spät

Ich finde diesen Artikel sehr gut Herr Fricke, aber diese "Erkenntnis" wenn sie denn tatsächlich ankäme kommt zu spät.
Zu spät deswegen, weil wenn man so bar jeder Voraussicht ist, das einem das Problem erst als Nudelholz auf dem Kopf klar wird, dann wird es auch mit der Lösungsbegabung wohl nicht weit her sein. Und selbst wenn es denn doch noch gelingen sollte, dass man sich aus dem Problem windet; wenn man etwas tun "muss" ist der Preis immer höher als wenn man es lange zuvor hätte tun "können".

Und ich bin mir sicher mindestens 75% aller Kommentatoren werden diese Kolumne ablehnen.

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Globeskimmer 08.06.2018, 14:12
8. „...Illusion, über den lieben Export auf ewig glücklich zu werden.“

Das Fatale ist ja, dass uns der ‚liebe Export‘ gar nicht hilft. Wenn unter „uns“ die breite Bevölkerung verstanden werden darf. Denn im Vergleich zu einschlägigen Staaten in der Nachbarschaft (Dänemark, Holland, Österreich, selbst Italien) liegen wir unter dem Durchschnitt, was das Einkommen, wie auch die Höhe des Vermögens der einzelnen Haushalte betrifft.
Wohin die tatsächlich riesigen Gewinne durch die Exporte gehen, kann man nur ahnen. Die Bevölkerung jedenfalls wird durch sie nicht glücklich.

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Andre V 08.06.2018, 14:14
9. Gute Idee!

Genial. Lassen Sie uns die Exportindustrie schleifen. Also diejenigen Firmen, die gut bis sehr gut bezahlte Arbeitsplätze anbieten mit Stundenlöhnen von 25 Euro aufwärts. Dazu kommen dann Spätschichtzuschläge ab 12 Uhr und für die Nachtschicht ab 19 Uhr. Sonntagszuschläge von 100 oder 200%.

Mit den Steuereinnahmen daraus werden Millionen "soziale" Jobs und Millionen Hartz4-Empfänger finanziert. Außerdem Bremen und Berlin.

Ist dann noch jemand da, der genügend Geld hat und den SPIEGEL kauft?

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