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Deutscher Facebook-Rivale: Soziales Netzwerk StudiVZ ist pleite
DPA

StudiVZ hat den Kampf gegen den übermächtigen Konkurrenten Facebook endgültig verloren: Der Betreiber des ehemals größten deutschen sozialen Netzwerks hat Insolvenz angemeldet.

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vaikl 08.09.2017, 15:12
10. Diese VZs haben von Anfang an..

..mit einem komplett unfähigen Management, welches lieber Gruschel-Partys mit anzüglichem Nazi-Touch feierte, anstatt sich um die Technik zu kümmern und vernünftigen CustomerService anzubieten, auf verlorenem Posten gestanden. Als sich dann Holtzbrinck erbarmte und den Laden gnädig übernahm, hatte es sich für den mal erdachten FB-Konkurrenten schon längst ausgegruschelt. Selbst der Rückkauf in 2013 durch Ex-Gründer Dariani war von Anfang an eine Totgeburt. Gründerszene Deutschland at its best..;-)

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Doppler 08.09.2017, 15:20
11. RIP studiVZ

War nach den Ende von wer-kennt-wen abzusehen. Mich wundert das sie überhaupt so lange durchgehalten haben. Pech für Holtzbrink aber wahrscheinlich bloß Peanuts aus der Portokasse.

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jorge1982 08.09.2017, 15:30
12. Beschränkter Markt

Mit Zugang nur zum deutschen Markt haben Sie sich selbst beim Wachstum zu starke Grenzen gesetzt was dann wieder dazu führt das man weniger Kohle bekommt (eigene hat StudiVZ bestimmt nie groß verdient) und ohne Kohle kann man keine neuen Sachen entwickeln um mehr zu wachsen.

Aber Google Plus, Okurt und MySpace sind auch an Facebook gescheitert... In China und Russland gibt es ein recht großes staatliches Interesse Facebook und Co draußen zu halten - ihr wisst schon warum.
Facebook und WhatsApp sind nicht toll aber ziemlich allgegenwärtig - fast jeder ist dort deswegen muss fast jeder hin und in dem Quasi Monopol haben neue Plattformen kaum Chancen sogar wenn sie in allen Belangen besser sind...

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nicksnutz 08.09.2017, 16:00
13.

Zitat von Doppler
War nach den Ende von wer-kennt-wen abzusehen. Mich wundert das sie überhaupt so lange durchgehalten haben. Pech für Holtzbrink aber wahrscheinlich bloß Peanuts aus der Portokasse.
Dafür bekam Holtzbrink Zugang zu allen Profilen mit Adressen und Vorlieben der Mitglieder. In der Werbewirtschaft kann man alleine damit einiges herausholen, was die 85 Mio € wieder relativieren dürfte

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brooklyner 08.09.2017, 16:42
14.

Die Amerikaner können Dinge einfach besser vermarkten. Es gab schon vor Facebook das deutsche Netzwerk StayFriends - lange vor StudiVZ, das heute sogar noch ein Nischendasein fristet. Deren Fehler war, Geld in Form einer Mitgliedschaft zu verlangen, anstatt wie Facebook den Service gratis zu halten und sich durch Werbeeinnahmen zu finanzieren. Und natürlich, dass ein ausgefeiltes Marketingkonzept fehlte. Die andere Einkunftsquelle durch den Handel mit Konsumentenprofilen der Nutzer war durch den hiesigen Datenschutz in der Art, wie es Facebook betreibt, nicht möglich. Hätte StayFriends nicht so unprfessionell an altbackenen Konzepten festgehalten, hätte es ganz gross werden können. Aber das ist immer das Selbe: Während es amerikanische Telefongesellschaften und Internetprovider längst kapiert hatten, dass der Kunde ein einfaches Flatrate System wünscht (nicht das was hierzulande unter der Bezeichnung verkauft wird), hat man in Deutschland die Kunden noch jahrelang mit Mondschein- Wochenend- etc. Tarifen gequält. Oder man nehme das Meilenvergütungssystem der Lufthansa und vergleich das mit dem, was man z.B. bei United für Meilen bekommt.

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realshaoran 08.09.2017, 18:42
15.

Zitat von jorge1982
Facebook und WhatsApp sind nicht toll aber ziemlich allgegenwärtig - fast jeder ist dort deswegen muss fast jeder hin und in dem Quasi Monopol haben neue Plattformen kaum Chancen sogar wenn sie in allen Belangen besser sind...
Nein, man *muss* nicht hin, niemand (weder die Regierung noch die Polizei) zwingen einem an diesen Netzwerken teilzunehmen. Man hat immer noch die Freiheit und die Möglichkeit zu sagen: "ich mache nicht mit". Man *muss* nicht jedem Trend hinterherlaufen, nur weil alle es so machen oder weil alle dabei sind.

Ich weigere mich seit der Entstehung der Social Media Plattformen daran teilzunehmen. Ich sagte schon einigen Leuten, wenn sie aufdringlich fragten, warum ich nicht bei Facebook sei, dass wenn sie einen ehrlichen Kontakt zu mir aufrechterhalten wollen, dann können wir per E-Mail oder Telefon kommunizieren.

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Jasro 08.09.2017, 23:31
16. Was waren das 2007 noch für Zeiten

So las man im "Spiegel" 2/2007:

KARRIEREN

Reich durch Gruscheln

Der Holtzbrinck-Konzern bezahlt rund 85 Millionen Euro für die bislang weitgehend umsatzfreie Studentenbörse StudiVZ.


[url]http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50109990.html{/url]

Aber, um mit Bob Dylan zu sprechen:

Come gather 'round people
Wherever you roam
And admit that the waters
Around you have grown
And accept it that soon
You'll be drenched to the bone.
If your time to you
Is worth savin'
Then you better start swimmin'
Or you'll sink like a stone
For the times they are a-changin'
.

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kumi-ori 09.09.2017, 01:09
17.

Eines Tages kommt auch etwas Besseres als Facebook und daann it Facebook pleite. Frage: wer bekommt dann die ganzen Daten Fotos und Videos?

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der_weisse_wal 09.09.2017, 02:46
18.

Wer wie Facebook mit den Daten und privaten Infos der User richtig Kasse macht, muss die Pleite natürlich nicht fürchten.

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quark2@mailinator.com 09.09.2017, 04:41
19.

Ich fand das zutrittsverbot eine üble Beleidigung und diese Namen ... sorry, aber es gibt in der deutschen Sprache leider nur eine Abkürzung, die da mit dem Zet am Ende sofort anklingt (OK, MZ gabs auch noch). Ich empfand das immer als massiv abstoßend. Was es braucht, ist ein soziales Netzwerk auf Peer-2-Peer-Basis, ohne zentralen Server, d.h. ohne Nutzerüberwachung. Das gilt auch für die Internetsuche. Dieses ganze Ausforschen der Leute im Internet hält mich seit langem davon ab, überhaupt groß in diesen Netzwerken aktiv zu sein. Am besten noch mit Klarnamen wie bei FB ...

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