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Deutscher Schuldenberg: Drei von vier Kommunen wollen Bürger noch stärker zur Kasse b
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Die Finanzmisere der deutschen Kommunen verschärft sich: Trotz steigender Einnahmen wuchsen die Schulden der Gemeinden 2012 auf fast 135 Milliarden Euro. Laut der Beratungsfirma Ernst & Young drohen den Bürgern noch höhere Abgaben und weniger Leistungen.

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rsi 21.08.2013, 13:10
20. Welch ein Glück

daß es den Bürgern nicht gleichzeitig genauso geht: Sie hätten ständig wachsende Real-Einkünfte und könnten gleichzeitig ihre Grundbedürfnisse immer schwerer Bezahlen. Ehrlich gesagt, könnte ich mir solch eine Situation nur vorstellen, wenn ich immer verschwenderischer mit meinem Einkommen umgehen würde.

Ich denke, so wird es auch irgendwann zwischen uns und den anderen Ländern gehen: Hier nimmt der Staat immer mehr vom Einkommen aller weg und gibt trotzdem immer noch mehr aus, und Anderenorts auf der Welt wird es immer attraktiver.

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j.vantast 21.08.2013, 13:12
21. Das konnte mir noch niemand erklären

Wie hier schon geschrieben wurde sprudeln die Einnahmen. Trotzdem werden, obwohl immer mehr gekürzt wird, immer mehr Schulden gemacht.

Wenn ich Jahr für Jahr mehr Gehalt bekomme und gleichzeitig weniger ausgebe und trotzdem ständig neue Kredite aufnehmen muss, dann stimmt doch da etwas nicht.
Niemand konnte mir bisher erklären wo das ganze Geld bleibt.

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HansCh 21.08.2013, 13:16
22. Attraktivität der Städte - aber attraktiv für wen?

Nicht nur E & Y, auch die Bertelsmann Stiftung (!) beklagte kürzlich mangelnde Attraktivität der fast-bankrotten NRW Städte. Aber: für wen sollen die Städte attraktiv sein? Für diejenigen Bürger und Arbeitgeber, die Steuern & Abgaben zahlen und damit sicherstellen, dass auch weniger Glückliche sozial unterstützt werden? Oder soll die Attraktivität von Essen und Duisburg für weitere Bedürftige gesteigert werden, wie es die dort Regierenden planen, durch bessere Wohnungsbereitstellung für Immigranten aus Rumänien und Bulgarien, wozu diese NRW Städte mehr Geld aus den Töpfen des Landes, des Bundes und der nichtbankrotten Städte gefordert haben? Wer da nicht differenzieren kann, was die Attraktivität für die verschiedenen Gruppen zur Folge hat, ist ein schlechter Ratgeber. Und: macht das nicht u.a. den Unterschied zwischen weniger erfolgreichen und prosperíerende Gemeinden aus?

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bekoglacier 21.08.2013, 13:16
23. Korruption...

mehr brauche ich nicht hinzuzufügen.

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bulettenbert 21.08.2013, 13:17
24. es gibt kein problem...

Es gibt kein Problem mit den einnahmen, es gibt aber serwohl ein Problem mit den Ausgaben!!! Bei den Ausgaben liegt das Problem. Sinnvolles Haushalten und sparen sehe ich nirgens! Stattdessen ein unsinniges Projekt nach dem anderen, wo sich Firmen die Taschen voll hauen, weil die zuständigen Mitarbeiter entweder selbst mit drin hängen (Amigo) oder schlicht nicht qualifisiert sind, solche Entscheidungen zu treffen. Zudem kommt hinzu, das gefühlt seit 10 Jahren kein Projekt zu den ursprünglichen Kosten fertig gestellt werden konnte. Wenn solch eine "Behörde" in der freien Wirtschaft tätig wäre, käme der bankrott in wenigen Wochen! Da man aber hier mit immer nachsprudelnden Steuern der Bürger das Geld sinnlos und mit vollen Händen raushaut, sehe ich schwarz für die Zukunft. Posten müssen nicht von Soziologen, Lehrern und Studienabbrechern besetzt werden, sondern von Fachpersonal. Wie auf dem freien Markt.

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glitscher 21.08.2013, 13:17
25.

Zitat von Ex-Kölner
...zum Beispiel die, daß der Bund zahlt, was der Bund bestellt. Ein Großteil der Gemeinden steckt in den Miesen, weil Sozialhilfen, Kitas und anderes vom Bundestag beschlossen, aber weitgehend von den klammen Kommunen finanziert werden muß. Des weiteren muß die Abhgängigkeit der Gemeinden von der Gewerbesteuer verringert werden. Die Grundausstattung muß, abhängig von der Einwohnerzahl, aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden. Das hätte evtl. den angenehmen Nebeneffekt, daß die Kommunen nicht alle naslang noch ein Gewerbegebiet in die Pampa setzten und sich nicht ständig bei größeren Investoren (Nokia usw.) mit Steuerverzicht unterböten. Die deutsche Kleinstaaterei muß endlich ein Ende haben. Stadtstaaten und Mini-Bundesländer wie Meck-Pomm oder das Saarland müssen endlich aufgelöst werden; existentielle Dinge wie Bildung, Gewerbeaufsicht oder Polizei bundeseinheitlich geregelt werden. Wozu brauchen wir Landesverfassungs"schutz"ämter oder Landeskriminalämter? Betrüger und Bekloppte bewegen sich dank Schengen ungehindert durch die ganze EU, die Ordnungshüter müssen an der Landesgrenze umdrehen... Mit dem Geld, was allein durch ein Zurechtstutzen des Länderirrsinns gespart werden könnte, ließen sich viele Gemeindekassen sanieren...
Danke! Mehr fällt mir nicht ein.

Edit: vielleicht das hier noch:

Bundestagspetition 2013 - Initiative Länderfusion

interessante Ansätze die dieser Mann vertritt. Leider sind sich alle viel zu stolz um was zu verändern. Armes Deutschland.

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plleus 21.08.2013, 13:17
26. Wo genau

Zitat von muunoy
Auch verfügen gerade so hoch verschuldeten Kommunen im Ruhrgebiet noch über ein beachtliches Konsolidierungspotenzial, wenn man sich zusammen tun würde.

Nan, dann bringen Sie doch mal Beispiele für das 'beachtliche Konsolidierungspotenzial'.

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makrosoft 21.08.2013, 13:18
27. Unterschiede

Ja die Steuereinnahmen sprudeln, allerdings hauptsächlich auf Bundesebene. Bei den Bundesländern und auf kommunaler Ebene gibt es erhebliche Unterschiede, was die Finanzkraft angeht. Genau deshalb gibt es den Länderfinanzausgleich. In NRW zum Beispiel wird diskutiert, einen Soli für finanzschwache Kommunen einzuführen.

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kurswechsler 21.08.2013, 13:18
28. Da ist noch Luft nach unten ...

Zitat von sysop
Die Finanzmisere der deutschen Kommunen verschärft sich: Trotz steigender Einnahmen wuchsen die Schulden der Gemeinden 2012 auf fast 135 Milliarden Euro. Laut der Beratungsfirma Ernst & Young drohen den Bürgern noch höhere Abgaben und weniger Leistungen.
Wie man durch weniger Leistung bei stetig steigenden Fahrpreisen Chaos anzettelt, hat die Deutsche Bahn ja gerade vorgeführt. In diesem Sinne, weiter so Deutschland. Gibt noch viele "Stellen" abzubauen und fangt doch bitte bei den Finanzämtern an ...

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Lankoron 21.08.2013, 13:19
29. Die grösste Schuld

an der Misere tragen doch aber Bund und Länder bei....Kürzungen von Finanzzuweisungen, Verringerung von Ausgleichszahlungen und zusätzliche Übertragung von Aufgaben OHNE Kostenausgleich. Und die schwachen Kommunen geraten immer tiefer in den Teufelskreis, denn finanzschwache Kommunen -> finanzschwache Einwohner-> mehr Ausgaben für Wohngeld, HARTZIV-Aufstockung etc. Schön, dass sich Herr Schäuble auf Lorbeeren ausruht, die die Bürger sich kaum im Supermarkt kaufen können. Fragen sie doch mal die Kommunen, ob sie mit den Bundes-und Landestuweisungen zur Kinderbeteuung die Rechtspflicht auf einen KiGa-Platz sicherstellen können...

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