Forum: Wirtschaft
Deutsches Abgabensystem: Topverdiener zahlen ein Viertel der Lohnsteuer

Wenige zahlen für die Masse mit: Die Spitzenverdiener in*Deutschland machen gerade mal ein Prozent aller Steuerpflichtigen aus -*sie kommen aber für*ein Viertel der Einkommensteuer auf. Bei der Hälfte*aller Lohnsteuerzahler*gibt es für den Fiskus allerdings auch*nicht viel zu holen.

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Demos 12.10.2011, 18:19
80. Nenene

[QUOTE=pom_muc;8904660]Sie meinen weil sich besonders die Mittel- und Unterschicht an der Umsatzsteuer beteiligt?
Tatsächlich zahlt jemand der sich ein 500.000 € teures Haus kauft ca. 100.000 € Umsatzsteuer.
Das ist mehr als sechs (!) Mieter die zusätzlich noch 1000 € pro Monat ausgeben ihr ganzes Leben an Umsatzsteuer bezahlen.
Nüchtern betrachtet sind es genau diejenigen die hohe Einkommenssteuern zahlen die auch überproportional konsumieren können und die Umsatzsteuer verantworten.

QUOTE]

Und wie oft kaufen sie ein Haus?

Wenn dann müssen sie schon ehrlich vergleichen!

Das 1% gegen die 50%!

Und dann werden sie feststellen das die kleinen
Leute deutlich mehr an Steuern zahlen als die
oberen 1%! Zwar sind Kaviar und Champagner
deutlich teurer als Seelachs und Landwein
aber wenn 50 x mehr Leute konsumieren,
MWST, Mineralölsteuer, Versicherungssteuer
etc. bezahlen kommt trotzdem mehr bei den
50% für den Staat heraus als bei den 1%!

Von den vielen Vorteilen der Reichen
in ihren Wohnvierteln ganz zu schweigen
(Parks, häufigere Strassenreinigung, mehr
Polizeipräsenz, bessere Infrastruktur/
Strassem und Schulen) denn man kennt
sich untereinander und die politischen
Freunde wohnen meist nebenan!

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Foul Breitner 12.10.2011, 18:21
81. Hilft nix

Zitat von brassica
Derjenige mit 5000,- EUR brutto im Monat zahlt 20% in die Rentenkasse, der mit 20.000,- EUR Bruttomonatseinkommen nur 5%! - Das ist der entscheidende Zusammenhang, der bei der "Topverdiener-tragen-den-Löwenanteil-der-Lasten-Diskussion" immer verschwiegen wird.
Wenn Sie eien 20 Stunden Angestellten Job machen, wird das verbeitragt, auch wenn Sie nebenher noch freiberuflich Büroklammern verkaufen und 5000 €uro erlösen. Das ganze System macht keinen Sinn.

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Stancer81 12.10.2011, 18:31
82. ...

Zitat von Nachtheinigte
Da kommen einem ja fast die Tränen, die schwer gebeutelten Topverdiener, sicher müssen wir diese Leute steuerlich entlasten, das wäre doch was !
Weder noch.

Andersherum könnte man ja auch sagen "Die habens ja, also zahlt jeder Reiche einfach die 5fachen Steuern, tut denen ja nicht weh".

Wir leben aber immernoch in einem Rechtsstaat also wenn dann gleiches Recht für alle egal ob arm oder reich.

Leider denken viele Geringverdiener genau so und wenn es eine Gesellschaft für moralisch richtig hält Menschen, nur weil sie reich sind, ihr Eigentum zu stehlen mache ich mir ernsthaft Sorgen.
Nicht weil ich zu den Reichen gehöre (tu ich nämlich nicht), sondern weil dann daraus ganz schnell wird "Du hast etwas das ich will, also nehm ich es mir"

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talkbully 12.10.2011, 18:34
83. Hallo Helge

Zitat von der_helge
die Gutverdienenden machen lt. Artikel nur 1% aus, das ist also jeder 100ste. Das diese Leute in der Regel nicht nur fähiger sind als Sie uns ich, sondern auch mehr leisten und vor allem ein Vielfaches mehr an Verantwortung und Risiko tragen, vergessen Sie wohl nur zu gerne. Und fahren dann grinsend auf den Straßen und der Infrastruktur die von deren Steuerabgaben gebaut werden durch die Gegend...
Offenbar kennen Sie mich oder woher nehmen Sie die göttliche Eingebung über meine Fähigkeiten.

Aber mal im Ernst, glauben Sie wirklich dass die die Creme unserer Wirtschaftslenker ein eigenes persönliches Risiko tragen?

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brassica 12.10.2011, 18:39
84. SV-Beiträge sind verkappte Steuern

Zitat von pom_muc
Wir haben hier aber keine Lastenverteilungsdiskussion. Es geht hier darum wer welchen Anteil am Steueraufkommen trägt.
Was sind Sozialversicherungsbeiträge in kaputten Sozialversicherungssystemen wie den unsrigen denn in Wirklichkeit noch anderes als verkappte Steuern? Mir fällt da leider nichts ein.

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grandpa_wolf 12.10.2011, 18:47
85. Schlecht recherchiert - so ist SPON doch sonst nicht

Headline "Topverdiener zahlen ein Viertel der Lohnsteuer"
Die Aussage ist in sich unrichtig, da die Top-Verdiener zur Einkommensteuer veranlagt sind - mit der Lohnsteuer haben Reiche eher selten zu tun (und wenn, kann man sie nicht mehr als reich bezeichnen).

Die Einkommensteuer wiederum lag 2010 bei 31,2 Mrd. Euro, die Lohnsteuer bei 127,9 Mrd. Euro (der Schlußsatz im Artikel, es lägen "Jüngere Vergleichszahlen [als 2007] ... nicht vor" ist daher schlicht falsch.

Die Topverdiener zahlen also 25 % der Einkommensteuer, mithin also etwa 7,8 Mrd. Euro. Das wären dann gerade noch 4,9 % der Steuereinnahmen aus Lohn- und Einkommensteuer.

Bezieht man dann noch Verbauchssteuern wie Umsatzsteuer, Öl-, Tabak, Branntwein, Kaffeesteuer etc. mit ein, dann verschiebt sich das Bild noch einmal deutlich. Kommt hinzu, dass die Beitragsbemessungsgrenzen bei den SV-Beiträgen zu einer deutlichen Minderbelastung höherer Einkommen führen.

Auch dem SPON-Team müßte doch aufgefallen sein, dass seit einigen Tagen die Meldungen zum großen Beitrag der Reichen zur Solidargemeinschaft nicht abreißen wollen. Ein Schlem, wer Schlechtes dabei denkt (aus meiner Sicht sieht so gute Lobbyarbeit im Vorfeld gesetzgeberischer Aktivitäten in der Richtung Finanztransaktions- und Vermögenssteuern aus).

Die Agenturmeldung von yes/dapd einfach unkommentiert zu veröffentlichen, sollte eigentlich unter SPON-Niveau sein.

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holzkopfchen 12.10.2011, 19:00
86. Neue Statisitk

Wenn interessiert was vor 4 Jahren war?
Hier eine aktuelle Aufstellung, die kassenmäßigen Steuereinnahmen:

http://www.destatis.de/jetspeed/port...nderPrint.psml

Wie man feststellen kann sinken die Steuereinnahmen.

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zxmar06 12.10.2011, 19:01
87. Propaganda

Ein Geringverdiener, der vielleicht 20% Prozent Lohnsteuer zahlt, gibt den allergrößten Teil seines Einkommens in den Verbrauch, der mit 19% Umsatzsteuer besteuert wird.

Der "Topverdiener", der mit dem höchsten Einkommenssteuersatz von 42% besteuert wird, kann üblicherweise einen großen Teil seines Einkommens zurücklegen, und wird so deutlich weniger von der Umsatzsteuer belastet.

Für mich ergeben sich da keine großen Unterschiede in der Steuerbelastung mehr!

Das zeigt sich auch daran, dass die Umsatzsteuer einen größeren Anteil an den Gesamtsteuereinnahmen ausmacht als die Einkommenssteuer.

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KatzenHund 12.10.2011, 19:29
88. Donald Duck

Zitat von Crom
Was hat Lohnsteuer mit Vermögen zu tun? Man kann ein großes Vermögen haben, aber daraus nicht unbedingt auch ein großes Einkommen ableiten.
Wen gibts da noch außer Onkel Dagobert? Aus Wikipedia: Dagobert Duck … ist eine ursprünglich amerikanische Comicfigur in Entengestalt, die 1947 von Carl Barks … erfunden wurde … Heute wird die Figur von zahlreichen Disney-Zeichnern verwendet und ist als „reichste Ente der Welt“ berühmt für ihren extremen Geiz und ihr riesiges Vermögen, das sie in Geldspeichern lagert. Bei Carl Barks stellt sie sich als … „Großbankier, Großindustrieller, Großhändler“ … vor.

Und zu den armen Vermögenden: Lohnsteuer, Einkommenssteuer, Steuer auf Kapitalerträge - Steuer auf Arbeit. Auch wenn man 'nur' sein Geld arbeiten läßt. Nur die erste Art wird gnadenlos einbehalten, bei der zweiten ist das schon mehr eine Frage des Steuerberaters, und die dritte ........

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sabine_26 12.10.2011, 19:40
89. Besitz besteuern, statt Arbeit

Wieso geht es eigentlich immer nur um die Besteuerung von Einkommen? Wie wäre es mit Besteuerung von Besitz und Erbschaften? Die Belastungsfähigkeit der arbeitenden Bevölkerung dürfte so langsam erreicht sein.

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