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Deutsches Exportmodell: Wer nicht hört, kriegt Trump
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Über Jahre haben unsere Großökonomen die Kritik aus dem Ausland am deutschen Exportüberschuss verspottet. Jetzt droht Amerikas neuer Präsident das Problem zu erledigen - ein deutsches Drama.

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muellerthomas 20.01.2017, 15:46
10.

Zitat von The Restless
Ich lese immer, dass "wir" so viel am Export verdienen. Ich nicht. Und weil ich nicht so viel verdiene, kann ich auch nicht viel kaufen, ergo auch nicht viel importieren. Mir scheint, das grosse Geld, das wir hier verdienen, geht irgendwo hin, wo es nicht ausgegeben werden kann. Auf der anderen Seite: Immer neue Schulden machen, also auf Kosten der nachfolgenden Generation, geht ja nun auch nicht ....
Durch den Überschuß machen "wir", also Deutschland al Volkswirtschaft, ja gerade keine Schulden, sondern sammeln Forderungen gegenüber unseren Handelspartnern an. Deutschland ist mittleweile wohl zweitgrößter Nettogläuber nach Japan. Die Schulden mit denen unser Wachstum finanziert wird, haben dann usnere Handelspartner.

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matti99 20.01.2017, 15:47
11. oh, diese kaffeesatz-leserei

es ist doch eigentlich noch nichts passiert, lasst den neuen doch erst einmal anfangen, anfangen mit der wirklichen diskussion der wirklichkeit, der neue sieht bislang doch nur seinen elfenbeintum, seine casionosicht. es wird doch auch hier wohl noch jemanden, viele jemanden, mit fundierten beratungswissen (nicht nur auf oekonomie beschränkt) und nicht nur stammtisch und kaffeesatz.

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kevinschmied704 20.01.2017, 15:47
12. die Konsumkraft

der Amis is damit begründet, das die für ihren Konsum viel eher bereit sind Schulden zu machen. und da in Deutschland die Sitte gerecht, erst was zu kaufen wenn man das Geld auch hat, ist es auch nicht verwunderlich. auch wenn diese Sitte immer mehr durch die probaganda der Ökonomen untergraben und vergessen wird. wozu das unbedarfte Schulden machen führen kann sieht man an der finanzkrise 2008.also Last euch nicht einlullen, kauft erst wenn ihr das Geld für euren Konsum gespart habt. gruss

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jodeltoni 20.01.2017, 15:48
13. Nun

So ganz unrecht hat Trump ja nicht. Ich fahre selbst einen Chevrolet Cruze Diesel. Top Auto mit 163 PS, mega Ausstattung für den Preis. Ich kann mir aber keinen neuen mehr kaufen. Wieso? Weil General Motors als Eigentümer von Chevrolet als auch von Opel den Verkauf von Chevrolet in Europa aufgrund des Drucks von Opel eingestellt hatte. Opel wollte keine billigere Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Und hier in Dänemark fahren aufgrund der hohen Steuer auf Autos echt viele Chevrolet rum.Die hatten hier echt ein gutes Geschäft in Skandinavien und Süd Europa.

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kurosawa 20.01.2017, 15:48
14. Halleluja

...das macht mir Trump schon ein gutes Stück sympathischer. Ich habe über Jahre die arroganten Kommentare zu Beschwerden über den deutschen Exportüberschuss verfolgt. Nicht zuletzt auch möglich durch massives Lohndumping in D.
Nun kriegt es die hiesige 'Elite' eben so vor den Latz geknallt. Wer nicht hören will, muss fühlen.

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itzenflitz 20.01.2017, 15:48
15. Unter normalen Umständen

d.h. ohne das Zwangskorsett des EURO, hätte die Deutsche Mark aufgewertet. Und unser Handelsüberschuss hätte sich in einem annehmbaren Rahmen gehalten.

Jetzt einfach mal die Binnenkonjunktur anzukurbeln, wird nicht so einfach funktionieren. Die Deutschen kaufen keinen Chevrolet.

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muellerthomas 20.01.2017, 15:48
16.

Zitat von fisschfreund
Ähm.. Toller Artikel. Hüstel. Was sollen wir denn importieren an tollen Dingen? Vielleicht sollten wir unser Waffengesetz lockern und jeder darf sich dann haufenweise Knarren und Munition aus USA kaufen...
Deutschland hat 2015 für über 60 Mrd. Euro Produkte aus den USA importiert. Das ist aber auch gar nicht das Thema. Noch 2001 (und über die gesamten 1990er Jahre) wies Deutschland eine leicht negative Leistungsbilanz auf. Sind die deutschen Unternehmen dann plötzlich besser oder die anderen plötzlich schlechter geworden?

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robin-masters 20.01.2017, 15:49
17. Abgaben und Preise

Tjo MwSt. gestiegen und astronomische Lohnnebenkosten plus einer Sparermentalität machen Deutschland nicht grade zum Absatz-Eldorado. Auch daher muss sich die heimische Industrie dringend Kunden im Ausland suchen und bietet natürlich auch Top-Produkte an - was kein Problem wäre wenn der Wohlstand dementsprechend im Land verteilt werden würde. Na ja aber viel nimmt der Staat, den Rest behalten die Unternehmen ein.

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theodtiger 20.01.2017, 15:49
18. Hpffentlich nicht zu spät

Ein sehr zutreffender Kommentar. Wenn wir ständig Exportüberschüsse bei Waren und Dienstleistungen produzieren, bringen die anderen Länder dazu zunehmend höhere Schulden aufzuhäufen. Dann darf sich keiner wundern, wenn diese Schulden nicht oder nur sehr langsam zurückgezahlt werden. Diese ständigen Exportüberschüsse destabilisieren insbesondere die Eurozone. Dabei gäbe es sehr viel inländische Nachfrage für unsere Unternehmen zur Exportsubstitutions, insbesondere auch um unsere zunehmend marode werdende Infrastruktur mindestens zu erhalten. Dem steht nur das ökonomisch unsinnige Ziel von der schwaren Null entgegen, die insbesondere in Zeiten von einem Nullzins keinen Sinn macht.

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christianu 20.01.2017, 15:49
19. Endlich schreibt es mal einer,

dass ein dauerhafter Exportüberschuss nicht zu stabilen Verhältnissen führen kann. Das weiß man schon lange in USA, Japan und China, nur in Deutschland will dieses Wissen nicht in die Köpfe der Menschen. Der Artikel beschreibt sehr gut die zwangsläufigen Folgen, und wer daran zweifelt, kann den Zusammenhang zwischen Exportbilanz und Schuldenentwicklung in vielen Ländern besichtigen. Diese Verwerfungen müssen irgendwann in der Krise enden, und dann gibt es eben Handelskriege.

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