Forum: Wirtschaft
Deutsches Wirtschaftswachtum 2016: Boom!
DPA

Die deutsche Wirtschaft hat 2016 die Erwartungen übertroffen: Das Bruttoinlandsprodukt stieg im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent - auch wegen des ausgabefreudigen Staates.

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carahyba 12.01.2017, 11:57
70. Lohnquote ...

Zitat von yoshi84
versuchen die 1.9% schlechtzureden. Sie SIND ABER gut! Ende aus! Artikel kann ich zu 100% zustimmen
Ich bin auch so ein Ahnungsloser.

Ich kann mich an keinen SpOn-Artikel erinnern, in dem auf die ständig weiter sinkende Lohnquote eingegangen wird. Vielleicht helfen Sie mir aus.

Danke im Voraus.

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reflektiert_ist_besser 12.01.2017, 11:59
71. Ahnungslosigkeit

Zitat von willhelm.schmitz
Was soll diese Jubelarie? Bei wem kommt denn dieses BIP Plus an? Wenn ich mich hier im Kölner Raum so umschaue, dann sehe ich verrottende Schulen / Kindergärten, eine immense Zunahme von Tafeln, oder eine völlig vergammelte Infrastruktur..... Also, wer verdient am BIP? Vielleicht gar nur die Aktionäre der Wirtschaftskonzerne? Auf jeden Fall nicht das Gemeinwesen....
immer wieder erschreckend diese Ahnungslosigkeit zu lesen. Sie sollten zumindest verstehen, dass es ein Unterschied ist, wie ein Land sein Geld verdient und wie es dieses Geld dann verteilt.
Basis für Wohlstand ist, das ein Land Geld verdient und darum geht es in diesem Artikel. Nachvollziehbar?
Wie das Geld dann unter den Akteuren verteilt wird ist eine andere Frage. Und ja, da sehe ich auch deutliche Ungerechtigkeiten, die man aber nicht damit behebt, dass man alles durcheinander wirft und eventuell noch die Grundlagen für unseren Wohlstand in Frage stellt.

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pepe-b 12.01.2017, 11:59
72. Langzeitgedächtnis?

An alle die hier immer in den Raum werfen es hätte in den 2000ern einen Reallohnverlust gegeben: ja, das ist richtig. Sie haben aber vergessen, WARUM das so war und warum es richtig und nötig war. Vor der Agenda 2010 hatten wir Nullwachstum und Massenarbeitslosigkeit, weil die Lohnkosten in Deutschland ZU TEUER waren. Über Jahrzehnte stiegen die Reallöhne stärker als die Produktivität, die Sozialabgaben waren auf Rekordhoch. Deutschland war der kranke Mann Europas und Schlusslicht. Das war nichts weiter als eine dringend notwendige Korrektur, auch wenn es niemand mehr wahrhaben mag. Und nur weil es korrigiert wurde, können wir uns es seit 4-5 Jahren überhaupt erst wieder erlauben auch die Reallöhne steigen zu lassen. Und nur deshalb geht es uns inzwischen wieder sehr gut. Schwarze Schafe und korrekturbedürftige Entwicklungen gibt es natürlich immer, unterm Strich kam Deutschland aber schlichtweg von einem zu hohen Lohnniveau und hat sich nur an ein international wettbewerbsfähiges Niveau von oben angepasst.

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Gerd@Bundestag.de 12.01.2017, 12:01
73. Produktivitätssteigerung

Zitat von dirk.resuehr
ist nach herrschender vMeinung wichtig.Ein anhaltendes Wachstum noch besser. Es ist zunächst erfreulich, dennoch zu analysieren, ob es auch die richtige Ursache hat. Ganz klar, ein Teil kommt von mehr Staatausgabe n für Asylanten. Immerhin, das ist positiv, wenn auch nicht von den Asylanten erbracht. Das wird dauern.Immobilien, teils staatlich, teils privat. Aber wie siehts mit Investitionen aus?Mit Produktivitätdssteigerung? Daran mangelt es wohl, ein kleiner Wermutstropfen
Die Produktivität ist um 0.9% / Kopf gestiegen.
Löhne wahrscheinlich(Q4/2016 fehlt noch): + 2,5%
Investitionen: Bruttoanlageinvestitioen: +0,8%

Soweit sind die Zahlen solide.

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micromiller 12.01.2017, 12:02
74. Eine wirklich überzeugende Leistung

allerdings muss man die massive Abwertung des Euros durch die Maßnahmen der EZB berücksichtigen. Wir genießen den Abwertungsvorteil von mindestens 15% , der irgendwie den Südeuropäern helfen sollte mehr Exporte zu generieren.

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muellerthomas 12.01.2017, 12:06
75.

Zitat von ruhrpottprolet
Ein Thema, was kaum diskutiert wird, ist der Umstand, dass die gute Haushaltslage insbesondere darauf beruht, dass der Staat gegenüber 2006 Zinsausgaben in Höhe von jährlich ca. 100 Milliarden einspart. Umso erstaunlicher ist es, dass trotzdem die Steuerquote steigt. Das weist darauf hin, dass der Staat die Ausgaben massiv erhöht, eben auch für die Flüchtlinge
Wie kommen Sie denn auf 100 Mrd. im Jahr? Aktuell bezahlt der deutsche Staat im Durchschnitt 2,8% auf seine Staatsanleihen. Bei 2000 Mrd. Schulden wären 100 Mrd. im Jahr also 5 Prozentpunkte Differenz. 2006 lag der Durchschnittszins der ausstehenden Anleihen aber ganz sicher nicht bei 7,8%.

Die Steuerquote ist seit Mitte der 1970 weitestgehend konstant.

Die Staatsausgaben steigen minimal.

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reflektiert_ist_besser 12.01.2017, 12:06
76. lustig und peinlich

Zitat von dreamrohr2
alles Quatsch. Die suggerierten 1,9% stammen alle vom Weihnachtsgeschäft und werden verfliegen, wie die warmen Ablüfte unserer Politik.
manche Kommentare hier sind nur noch peinlich.
Die 1,9% Zuwachs kommen also vom Weihnachtsgeschäft? Na, das ist ja unfassbar. Für sie als offentlich neue Information: im Jahr vorher gab es auch Weihnachten. Jetzt sind sie platt, was?

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mc6206 12.01.2017, 12:07
77. Klassischer Keynes

Wachstum durch Staatsausgaben, in diesem Fall für die Flüchtlinge. Aber unter dem Strich Geld von einer Tasche in die andere geschoben. Dieses Wachstum ist nicht nachhaltig noch produktiv, es ist reiner Konsum. Genauso hätte die Regierung Löcher graben lassen können, der Effekt wäre der gleiche gewesen: statistisches Wachstum.

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Mister Stone 12.01.2017, 12:07
78. Für wen wächst denn das Wachstum?

"die Ausgaben des Staates, auch für die Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge trugen maßgeblich zum Wachstum bei."

Nur für die Unterbringung? Unterbringung, Versorgung, medizinische Betreuung, spezielle Betreuung Minderjähriger, Integrationskurse, Rechtsanwalts- und Dolmetscherkosten in strittigen Anerkennungsverfahren... natürlich bringen diese zig Milliarden Ausgaben pro Jahr erhebliches Wachstum "für die Wirtschaft". Und wer profitiert davon? Die Wirtschaft im Allgemeinen und die "Asylindustrie" (Caritas, Pro-Asyl, Anwälte, Dolmetscher pp.) im Besonderen. Es gibt aber auch noch andere Arbeitnehmer in unserem Land, die nicht von diesem Wachstum profitieren. Ich sehe nicht, dass die überhaupt etwas vom Wachstum abbekommen. Ich sehe vielmehr die Gefahr, dass die für das Wachstum spezieller Wirtschaftszweige mit bezahlen müssen.
Kann auch sein, dass ich das nur postfaktisch erlebe, denn bald werden wir wieder die ewige gebetsmühlenartige Wahrheit lesen "Der Aufschwung kommt bei den Menschen an". Und Menschen sind wir doch alle, oder?

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sound67 12.01.2017, 12:08
79. Keynes hatte Recht!

Wieder einmal wird die Gültigkeit der Theorie von Keynes belegt: Der Staat muss investieren, um Wachstum zu generieren.

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